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Albanische Zuhälterbande vor Gericht

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Kadiere
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Ort: Sachen-Anhalt

Beziehung zum Thema Albanien: verheiratet mit Albaner/in


New PostErstellt: 17.06.08, 21:34  Betreff: Albanische Zuhälterbande vor Gericht  drucken  weiterempfehlen

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Falschaussagen von Zeuginnen bringen Staatsanwalt aus der Fassung
Letzte Aktualisierung: 17-06-2008 18:33
(mth) - Seit Montag stehen vier Albaner wegen Zuhälterei und der Schaffung einer kriminellen Vereinigung vor dem Strafgericht Luxemburg. Auch wenn es der Staatsanwaltschaft an Beweisen nicht mangelt - die Mobiltelefone aller Beteiligten wurden abgehört - kommt der Prozess nur schleppend voran. Denn drei der wichtigsten Zeuginnen, die fast alle als Prostituierte für die Bande arbeiteten, verstrickten sich vor Gericht in einen Widerspruch nach dem anderen - sie versuchen offenbar, die "Beschützer " zu beschützen.

Dabei liegen die Fakten größtenteils auf der Hand. Ein Paar von jeweils zwei Brüdern, die im belgischen Arlon wohnten, sollen während der vergangenen zwei Jahre für mindestens drei junge Mädchen aus Bulgarien als Zuhälter gearbeitet haben. Die Polizei kommt der mutmaßlichen Zuhälterbande auf die Spur, als sie eine Prostituierte auf dem Straßenstrich im Luxemburger Bahnhofsviertel kontrolliert. Das Mädchen, das kaum eine andere Sprache als Rumänisch spricht , gibt an, in Merl bei einem Freund zu wohnen. Die Polizei findet heraus, dass die angegebene Adresse nicht existiert. Die Ermittler beginnen deshalb, die auf dem Mobiltelefon der Prostituierten gespeicherten Rufnummern abzuhören.

Die Abhöraktion erweist sich als Erfolg. Die Gespräche zwischen den Mädchen und ihren Freunden sind mehr als aufschlussreich. Die Mädchen melden sich bei den Brüdern, wenn sie Probleme mit anderen Prostituierten oder deren Zuhältern haben. Sie reden von dem Verdienst der Nacht, von anderen Zuhältern, die sie bedrohen, von Streitereien zwischen Nutten oder sie wollen zurück nach Arlon gefahren werden, wenn es ihnen schlecht geht.

Doch obwohl die Tonbandaufnahmen der Kriminalpolizei die Brüder aufs Schwerste belasten, leugnen die Mädchen vor Gericht, für die Albaner gearbeitet zu haben. Die Männer seien lediglich "Freunde" gewesen, hätten gar nichts von ihrer Arbeit auf dem Straßenstrich gewusst, so eines der Mädchen, die am Dienstag aussagte. Eine Version, die vor Gericht sehr schlecht ankommt. Die vorsitzende Richterin musste die Zeuginnen mehrfach darauf hinweisen, dass sie sich strafbar machen, wenn sie unter Eid falsche Aussagen machen würden. Doch die Mädchen beharren auf ihrer Version. Schließlich platzt dem Staatsanwalt der Kragen: "Sie lügen doch von Anfang an. Wenn ich wollte, könnte ich sie sofort wegen Meineids verhaften lassen". Die Zeugin zeigt sich jedoch wenig beeindruckt und verlässt nach ihrer Vernehmung den Saal mit der schnippischen Bemerkung "Heiß ist es hier, ich bin bestimmt krank".

Einer der Angeklagten, der zum Zeitpunkt seiner Verhaftung 19 Jahre alt war, sagte aus, dass eines der Mädchen seine Freundin sei. Er habe niemals als Zuhäter für sie gearbeitet. Geld habe er nur als Geschenk erhalten, nicht um sie zu beschützen - obwohl er das habe tun müssen. Denn einige der belastenden Telefongespräche erklärte er damit, dass seine Freundin von "Tschetschenen " bedroht worden sei, als sie in Luxemburg gearbeitet habe.

Am Mittwochnachmittag soll der Prozess mit den Aussagen der weiteren Angeklagten und den Schlussplädoyers enden.

Quelle: http://www.wort.lu/articles/6620591.html





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