Auswandern-Uruguay! Die Alternative zu Europa? Ein Forum über das Auswandern nach, bzw. Einwandern und Leben in Uruguay
Über Uruguay gibt es kaum Informationen in Bezug auf die Einwanderung und das Leben als Europäer dort. Falls man sich entschließt aus Deutschland wegzuziehen, ist unserer Meinung nach Uruguay eine echte Alternative zu den typischen europäischen Auswanderländern am Mittelmeer, wie z.B. Spanien, Italien, Frankreich etc. Die Bevölkerung besteht zu 100% aus europäischen Einwanderern und das Klima entspricht dem in Südspanien bzw. dem Südafrikas (Western Cape).
viele Uruguayauswanderer sind im Rentenalter. Was mich interessieren würde: Wie ist die Altenpflegeversorgung allgemein (für die uruguayische Bevölkerung) und im speziellen (für europäische, eingewanderte, ältere Menschen, die i.d.R. eine relativ höhere Rente haben als die Einheimischen)? Gibt es Altenpflegeheime und wie weit sind diese überhaupt mit dem (oft katastrophalen Zustand) deutschem Standart vergleichbar? Mit welchen Kosten sollte bei normalen Ansprüchen gerechnet werden? Wie ist die medizinische Versorgung und Heilbehandlung bei alten Menschen? Da UR kein Sozialstaat wie D ist ,gehe ich davon aus , das "die Alten" grundsätzlich ohne staatliche Hilfe auskommen müssen, sprich Betreuung in der Familie/Verwandschaft. Wer keine Verwandschaft oder zu wenig Geld hat: "Pech gehabt" Droht im Pflegefall: Zurück nach Old Germany?? Wäre schön, wenn im Forum jemand darüber Auskunft geben kann.
Erstellt: 04.04.08, 15:32 Betreff: Re: Älterwerden in Uruguay/ Wenn der Pflegfall eintrittdruckenweiterempfehlen
Uruguay war früher einmal ein Sozialstaat, doch seit vielen Jahren gibt es für solche Dinge kein Geld mehr. Es gibt schon viele Altenheime in welchen ältere Leute ihren Lebensabschluss verbringen können, doch die meisten nehmen keine grösseren Pflegefälle auf. Es sind alles private Unternehmen die als Geschäft betrachtet werden, also müssen diese "Residenciales" (wie sie hier üblicherweise genannt werden) profit ergeben.
Verschiedene religiöse Gemeinschaften führen auch solche Altenheime. Die Deutsche Evangelische Gemeinde und die Deutsche Katholische Gemeinde führen zusammen ein Altersheim, unter dem Namen Deutsches Kultur- und Hilfswerk (OCSA - Obra Cultural y Social Alemana), welches sich in Melilla befindet, direkt neben dem Sportflugplatz. Dieses Alterseheim ist für alle Leute die dort wohnen möchten, unter der Bedingung, dass sie deutsch sprechen. Für die jenigen, die ein besseres Auskommen haben gibt es Privatzimmer mit Bad und für diejenigen, die sich so etwas nicht leisten können, gibt es halt Zimmer mit mehreren Betten. Die Verpflegung ist natürlich für alle die Selbe.
Die OCSA lebt von Monatsbeiträgen und Spenden. In früheren Jahren hat auch der deutsche Staat mitgeholfen (wie es jetzt ist weiss ich leider nicht), doch jährlich gibt es mehrere Veranstaltungen, welche zu weiteren Spenden führen. Diese Veranstaltungen werden von der Deutschen Botschaft in Montevideo unterstützt, so wie von allen deutschen Vereinen und mehrere deutschen Firmen.
____________________ Peter Stross Uruguayan Relocation Services
Erstellt: 04.04.08, 17:04 Betreff: Re: Älterwerden in Uruguay/ Wenn der Pflegfall eintrittdruckenweiterempfehlen
Hola uruguayonline.de,
na ja, gut sieht es in D für alte Leute wahrlich nicht aus, mit der Tendenz zum schlechteren. Das ist die zwangsläufige Folge von diletantischen deutschen Politikern, gesteuert von verdeckten agierenden Lobbyisten.( Nicht nur im Gesundheitswesen!) Ist nach genauerem Nachdenken doch wohl als Scherz einzustufen.