|
|
|
KATE BUSH
"The Morning Fog" das deutsche Forum über Cathy
Zurzeit befinden sich User im
|
|
|
| Autor |
Beitrag |
vistalite
Breathing
Beiträge: 3
|
|
| nach oben |
|
 |
michael
Nocturner TMF Admin
Beiträge: 4044 Ort: Jülich
|
Erstellt: 27.01.08, 02:44 Betreff: Re: Zoff mit EMI?
drucken
weiterempfehlen
|
|
|
das angebliche gerücht wird aus einem artikel von the london paper vom 16.1. übernommen und ist eher fragwürdig.
be kind to my mistakes
|
|
| nach oben |
|
 |
Monco
Nocturner
Beiträge: 3207
|
Erstellt: 27.01.08, 12:24 Betreff: Re: Zoff mit EMI?
drucken
weiterempfehlen
|
|
|
Würde ich auch sagen und wenn... EMI kann ruhig untergehen. Kate und die anderen Stars finden sowieso neue Häfen.
____________________ KATE und TORI sind echt superstarke Power-Frauen!!!!!
|
|
| nach oben |
|
 |
vistalite
Breathing
Beiträge: 3
|
Erstellt: 27.01.08, 13:04 Betreff: Re: Zoff mit EMI?
drucken
weiterempfehlen
|
|
|
Das EMI untergehen kann, finde ich auch. So gesehen, würde es mir sehr gefallen, wenn dieses Telefonat tatsächlich stattgefunden hätte.
|
|
| nach oben |
|
 |
The Red Shoes
Panoramic
Beiträge: 6035
|
Erstellt: 27.01.08, 15:21 Betreff: Re: Zoff mit EMI?
drucken
weiterempfehlen
|
|
|
Ich fänds schade aber was solls! 
____________________ How I'm moved. How you move me With your beauty's potency. You give me life. Please don't let me go. You crush the lily in my soul.
(Moving)
|
|
| nach oben |
|
 |
nonesuch
Hillrunner
Beiträge: 49
|
Erstellt: 01.02.08, 10:21 Betreff: Re: Zoff mit EMI?
drucken
weiterempfehlen
|
|
|
Ich bezweifle, dass der Kollege Müller vom Tagesspiegel tatsächlich sorgfältig recherchiert hat, bevor er sein Pamphlet zum Druck freigab. Tony Wadsworth ist nämlich nicht gefeuert worden. Er hat EMI freiwillig verlassen.
Das Telefonat zwischen KB und GH halte ich für fragwürdig, weil KBs Vetrauensperson bei EMI David Munns war, der sich bereits 2006 mit unglaublich fetter Abfindung von EMI verabschiedet hatte und dem eine Mitschuld an der finanziellen Schieflage der Firma zugesprochen wurde.
Ob KB nun im Vetrieb von EMI bleiben wird, oder ihre Platten zukünftig von Universal, Warner oder SonyBMG vertreiben lassen wird, dürfte für Freunde ihrer Musik keinen Unterschied machen. Und für KB vermutlich auch nicht. Denn sie lässt schon seit zwei Jahrzehnten vertreiben, vergibt Lizenzen und behält somit sämtliche Rechte an ihren Werken. Andererseits werden die restlichen drei Majors zukünftig mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben wie EMI. Insofern hat KB die Wahl zwischen Tweedledum und Tweedledee.
Zum Thema "Remasters", habe ich kürzlich ein interessantes Interview mit Jean Michel Jarre geführt, dessen Aussagen vielleicht auch KBs Zurückhaltung erklären könnten:
Würde unser Zukunftsbild besser aussehen, wenn wir Ihrem Vorbild folgten und unsere CDs und mp3s zur Makulatur erklären würden? Jean Michel Jarre: Ich bin davon überzeugt, dass mit der Markteinführung der CD das Ende der Musikindustrie eingeleitet wurde. Die Wertschätzung der Schönheit von Musik wurde gegen die vermeintlich unendliche Funktionalität einer kleinen Plastikscheibe eingetauscht. Der technologische Fortschritt hat Bands hervorgebracht, die speziell zum Nutzen der CD-Ära kreiert worden sind. Die setzten nutzlosen Inhalt in einen Gebrauchsgegenstand, der für die meisten Leute inzwischen die Wertigkeit einer Tube Zahnpasta besitzt. Vinyl war das Äquivalent einer wunderschön-sinnlich geschminkten Frau. Die CD ist die in Scheiben geschnittene Frau.
Weil ihr die Aura fehlt? Jean Michel Jarre: Musik funktioniert, wie wir wissen, durch die subtile emotionale Beziehung, die wir zu Tönen haben - die so genannten psychoakustischen Signale. CDs, mp3s, sämtliche digitalen Speichermedien, reproduzieren die Töne so harsch, kalt und eindimensional, dass auf hinterlistige Weise die Wahrnehmung der schönen Töne gekappt wurde. Die nachhaltige Veränderung der Menschheit in ihrer Beziehung zur Musik fand mit der Massentauglichkeit der CD statt.
Warum veröffentlichen Sie Ihre Neuaufnahme von „Oxygene“ trotzdem in Form eines digitalen Tonträgers, der offensichtliche Klang-Mängel aufweist? Jean Michel Jarre: Nennen Sie mir bitte einen Tonträger, der dem geneigten Plattenkäufer überall auf der Welt angeboten wird und der ihm exakt das Klangspektrum wiedergibt, das ich im Studio erreiche – ich würde zukünftig all meine Musik darauf veröffentlichen. Die CD ist ein Kompromiss für mich. Ein fauler, weil ich an einer Reihe von Lügen teilnehme, die immer noch um die CD herum kreisen.
Zum Beispiel? Jean Michel Jarre: Nun, zum einen ist sie nicht so langlebig, wie uns glauben gemacht werden wollte. Zum anderen werden Musikfans mit dem Remastering-Wahn der Plattenlabels regelrecht verarscht. Die Labels ziehen den Konsumenten das Geld aus der Tasche, in denen sie ihnen durch „remasterte Versionen“ von CDs, die sie ohnehin schon besitzen, eine bessere Klangqualität versprechen. Das ist eine verdammte Lüge! Lassen sie sich mal eine remasterte CD in Wellenform darstellen! Sie werden sehen, das alles akustischen Informationen so stark komprimiert worden sind, dass sämtliche Dynamik, also die unterschiedliche Stärke, mit der Töne im Studio eingespielt werden, verloren gegangen ist. Und wissen Sie, wer die vermeintliche Verbesserung des Remasterings bezahlt? Nicht das Label! Die 30.000 Euro, die ein so sinnloses Unterfangen kostet, zahlt der Künstler. Weil das Label die Rechte an seinem Werk besitzt und nicht mal um Genehmigung bitten muss, für ihr neues Verkaufs-Gimmick.
Demnach ist die Neuaufnahme von „Oxygene“ eher als Protestplatte zu verstehen? Jean Michel Jarre: Ja und zwar mit den besten Intentionen. Was mich an der Progression der digitalen Tonträger ärgert, ist die Tatsache, dass sie nicht statt gefunden hat. Ich arbeite im Studio seit Langem mit 32-Bit-Technologie, die zwar immer noch nicht die dynamischen Möglichkeiten von analoger Technologie bietet, ihr aber verhältnismäßig nahe kommt. Die CD bot Konsumenten über 20 Jahre aber lediglich eine Auflösung von zunächst 8 Bit und später 16 Bit. Welche Optionen blieben dir also als Musiker, dem der Wert des Klangs genauso wichtig war, wie die eigentliche Performance selbst? Du drücktest den Knopf mit der Aufschrift „Kompression“ und beraubtest deine Aufnahme sämtlicher Details und Nuancen, aller Dynamik, die Musik interessant machte und macht. Die 24-Bit/96 KHz-Option, die CD-Spieler jetzt endlich auch in die Heimanlage übertragen können, lassen moderne Studioaufnahmen wieder deutlich wärmer und organischer klingen. Dennoch kann ich das, was ich im Studio höre, nicht an den Endkonsumenten weiter geben. Das ärgert mich massiv. Noch ärgerlicher finde ich die Tatsache, dass die Klangwahrnehmung der Konsumenten von Seiten der Hardware-Hersteller so marginalisiert worden ist, dass es inzwischen keinen mehr wirklich interessiert, ob der mp3-File Nuancen wiedergibt. Hauptsache, die Musik ist laut genug. Ich hätte „Oxygene“ nicht neu aufgenommen, wenn ich damit keine Verbesserung zur Remasterten Version, die es ebenfalls auf CD gibt, hätte herstellen können. Erst die Masseneinführung der 24-Bit/96 KHz-Technologie machte die Neuaufnahme möglich. Ob das allerdings noch jemanden kratzt, wage ich zu bezweifeln.
Wollen Sie uns sämtlichen Fortschrittsglauben nehmen? Jean Michel Jarre: Nein, natürlich nicht. Aber Fortschritt ist nur möglich, wenn man sich der Dinge besinnt, deren Wert manifest ist. Die Concorde war ein wunderbares Flugzeug, aber sie wurde zu selbstverständlich. Acht Stunden Flug nach New York lassen uns erst wieder wertschätzen, was wir an der Concorde hatten. Auch das Internet stellt in meinen Augen keinen Fortschritt dar, weil es das Auratische des direkten Miteinanders blockt. Der Thalys-Schnellzug, der Paris mit Köln verbindet, ist Fortschritt. Weil er eins unserer grundlegenden Bedürfnisse fördert. Die Poesie der Begegnung und Verbindung.
Sollte das meditative Nutzen des Internets zur Didaktik werden um die menschliche Evolution zu fördern? Jean Michel Jarre: Es ist allerhöchste Zeit dafür. Es gibt Studiengänge und Unterrichtsstunden für Informatik. Was uns dringend fehlt, ist die Lehre des empathischen, intellektuellen Nutzens des Internet und der vielen Möglichkeiten, die moderne Kommunikations- und Unterhaltungstechnologie bieten. Uns wurde erzählt, dass unser Entertainment-Drang vom Internet auf der Stelle eine Erfrischung erfahren würde. Die Wahrheit ist, dass wir vor lauter Sensationsgier immer absurdere Wege zur Unterhaltung suchen, die unsere Grundbedürfnisse außen vor lassen. Bewusstsein schaffen halte ich für unabdingbar in den Lehrplänen unserer Gesellschaften. Nicht zuletzt um die Zensoren dieser Welt arbeitslos zu machen.
Bis dahin Euer Sexyreporter
|
|
| nach oben |
|
 |
Monco
Nocturner
Beiträge: 3207
|
Erstellt: 01.02.08, 10:45 Betreff: Re: Zoff mit EMI?
drucken
weiterempfehlen
|
|
|
Zitat: nonesuch
Weil ihr die Aura fehlt? Jean Michel Jarre: Musik funktioniert, wie wir wissen, durch die subtile emotionale Beziehung, die wir zu Tönen haben - die so genannten psychoakustischen Signale. CDs, mp3s, sämtliche digitalen Speichermedien, reproduzieren die Töne so harsch, kalt und eindimensional, dass auf hinterlistige Weise die Wahrnehmung der schönen Töne gekappt wurde. Die nachhaltige Veränderung der Menschheit in ihrer Beziehung zur Musik fand mit der Massentauglichkeit der CD statt. |
Nun, die CD zu verteufeln finde ich falsch. Warum denn auch? Noch nie gab es Musik in dauerhafte Super-Klangqualität. Das die CD die Massenproduktion beschleunigt kann ich nicht bestätigen - ich kenne halt nur die CD und hatte noch nie Vinylplatten.
Allerdings (als Informatiker) ist nach meiner Meinung schon Musikdateien wie MPBlöd daran Schuld, das man Musik nicht mehr richtig geniesst. Seit ich auch iTunes ohne Musik aus dem Internet zu kaufen, sondern von der CD zu "rippen", wechsle ich häufiger den Titel als wenn ich CD in die HiFi-Anlage reinschmeiße.
Das die Klänge dann so harsch, kalt und eindimensional würde ich bei Jean-Michel Jarre eher so erklären, das er keine Analog-Synthies mehr benutzt. Ich weis nicht was er zur Zeit macht, aber seine dauernde BestOfs von Oxygene gingen mir immer auf dem Senkel. Seit den Mitte 80er wurden halt die Sounds kälter und steriler. So ist halt die Entwicklung.
____________________ KATE und TORI sind echt superstarke Power-Frauen!!!!!
|
|
| nach oben |
|
 |
michael
Nocturner TMF Admin
Beiträge: 4044 Ort: Jülich
|
Erstellt: 01.02.08, 22:59 Betreff: Re: Zoff mit EMI?
drucken
weiterempfehlen
|
|
|
ein bisschen defätistisch klingt's schon, was jmj da von sich gibt - auch wenn er in letzter konsequenz recht hat. wir alle konsumieren musik komprimiert, statt sie zu genießen. gleichzeitig schwärmen wir dann davon, wie toll dieses oder jene konzert war, was wir uns anschließend wiederum in mp3-form reinziehen. und so wie wir das bei der musik machen, machen wir das in allen anderen lebensbereichen auch. vom hamburger bis zum cybersex.
dass es keine remasters von kb geben wird, weil die digitale musik "harsch, kalt und eindimensional" klingt - das glaube ich inzwischen auch. das kann man an einigen stellen auch auf aerial erkennen. vielleicht ist das mit ein grund, warum wir zwölf jahre warten mussten.
be kind to my mistakes
|
|
| nach oben |
|
 |
Kite
Nocturner TMF Admin
Beiträge: 4389
|
Erstellt: 02.02.08, 05:51 Betreff: Re: Zoff mit EMI?
drucken
weiterempfehlen
|
|
|
damals war die cd der heilige gral, kein mensch und keine hifizeitung (von denen ich viele gelesen habe zu dieser zeit) sagte dem kunden was von datenreduktion. die cd setzte sich nur wegen der "faulheit" der kunden durch: fernbedienung, keine arbeit mit der lp mehr ect - plug and play (und seelenlos) halt. wir hatten hier im forum schön öfters das thema und deshalb spare ich mir den rest
das interview von jmj hab ich vor ein paar wochen in der stereoplay gelesen und ich denke in den punkten so wie er. auch bei mp3. ich habe zwar selbst viele mp3s, aber dieses format ist wirklich nur für partys ect zu gebrauchen.
Zitat: Monco
| Nun, die CD zu verteufeln finde ich falsch. Warum denn auch? Noch nie gab es Musik in dauerhafte Super-Klangqualität. |
einspruch! es gibt/gab diese sachen und auch für den konsumer: Vinyl und DAT (. wenn das mastertape gut ist (wie heute auch), dann haben vinyl und DAT ( http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Audio_Tape ) ohne komprimierung einen unschlagbaren klang. zumindest das vinyl ist auch dauerhaft ohne klangverlust - richtige behandlung ist, wie bei cd ect, eh pflicht. ich bringe immer wieder gerne das beispiel "Harry Belafonte live at Carnegie Hall 1959". wenn du diese platte mal gehört hast, dann legst du in den nächsten tagen keine cd mehr auf
gruss jörg
____________________ Wave after wave, each mightier than the last 'Til last, a ninth one, gathering half the deep And full of voices, slowly rose and plunged Roaring, and all the waves was in a flame
[editiert: 02.02.08, 06:33 von Kite]
|
|
| nach oben |
|
 |
Kite
Nocturner TMF Admin
Beiträge: 4389
|
Erstellt: 04.02.08, 08:42 Betreff: Re: Zoff mit EMI?
drucken
weiterempfehlen
|
|
|
aber zurück zum thema
der oben verlinkte bericht finde ich nicht gut. "gerüchten zufolge", halbwahre behauptungen ect. ich hoffe nicht das emi untergeht, aber es wird sich wohl was an deren struktur tun. aber das findet man heute in jeder zweiten firma und die leidtragenden sind immer die kleinen arbeiter/angestellten.
____________________ Wave after wave, each mightier than the last 'Til last, a ninth one, gathering half the deep And full of voices, slowly rose and plunged Roaring, and all the waves was in a flame
|
|
| nach oben |
|
 |
|
|