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Hier meine Beiträge:
Warum wird die Lohndiskriminierung Teilzeit arbeitender Männer verschwiegen?
Laut Gender-Bericht der Bundesregierung verdienen Teilzeit arbeitende Männer
etwa 20% weniger als Frauen bei gleicher Tätigkeit. Es ist für mich nicht
nachvollziehbar, weshalb diese Lohndiskriminierung auf Ihrer Homepage unter
den Tisch gekehrt wird. Wäre Ihre Forderung nach Gleichberechtigung nicht
glaubwürdiger, wenn man sie auch Teilzeit arbeitenden Männern zugestehen
würde?
Und warum beklagt sich die Politik so über zuwenig Männer, die wegen
Kindererziehung Teilzeit arbeiten, wenn sie nicht bereit ist, diesen Männern
das gleichen Gehalt wie Frauen zuzugestehen?
Es ist bedauerlich, dass 8 Jahre nach der ersten PISA-Studie und Jungen als
Bildungsverlierern die Geschlechterpolitik nach wie vor auf die „Frauenfrage
“ beschränkt.
Ist die Bildungsbenachteiligung von Jungen als Frauenförderung
gerechtfertigt?
Wie die gerade veröffentlichte Studie des Bundesbildungsministeriums
dargelegt hat, bekommen Jungen bei gleichen Schulleistungen schlechtere
Noten als Mädchen. Zudem gibt es auch heute noch, 8 Jahre nach der ersten
PISA-Studie ein ausgeprägtes Missverhältnis von Mädchenförderung zu
Jungenförderung zuungunsten der Jungen.
Der "Bildungsvorsprung" der Mädchen resultiert also zumindest teilweise
daraus, dass Jungen bewusst in der Bildung benachteiligt werden.
Nach Frau Cornelißen vom Deutschen Jugendinstitut in München sei ein
Bildungsvorsprung ›für junge Frauen vorläufig oft bitter notwendig, um auch
nur annährend gleiche Chancen im Beruf zu haben‹ (Neutzling, R. (2005):
Besser arm dran als Arm ab. In: Rose, L./Schmauch, U. (Hrsg.): Jungen – die
neuen Verlierer? Königstein/Taunus: Ulrike Helmer Verlag, S. 75.).
Ich halte es für skandalös, wegen den Privilegien einiger weniger männlicher
Manager, die ein enormes Gehalt einstreichen, mittlerweile schon die zweite
Generation von Jungen aus Gründen der Frauenförderung in der Bildung bewusst
zu benachteiligen.
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Franklin [mailto:@carookee.com]
Gesendet: Freitag, 14. März 2008 11:50
An: Aktionsforum des MANNdat e.V. - Aktions- und Diskussionsforum -
MANNdat e.V.
Betreff: [MANNdat] Schluss mit dem Unsinn!
Ja, das ist mal wirklich Unsinn:
"Frauen haben, was Bildung anbelangt, Männer zwischenzeitlich überholt.
Dennoch verdienen sie durchschnittlich 23 Prozent weniger als Männer. Es ist
nicht nachvollziehbar, warum beispielsweise eine Bankkauffrau 3.028 Euro im
Monat verdient, ein Bankkaufmann hingegen 3.752 Euro. Deutschland belegt bei
den Lohnunterschieden weltweit einen der hinteren Plätze. Dies ist
beschämend. Mit diesem Unsinn muss Schluss sein! Unser Kinospot, der die
Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern zum Thema macht, soll
Bewusstsein für den Handlungsbedarf schaffen und wachrütteln."
http://www.stmas.bayern.de/cgi-bin/pm.pl?PM=0803-123.htm
"Der Spot und weitere Informationen zur Lohnungleichheit sind unter der
Website www.schluss-mit-dem-unsinn.de abrufbar. Ebenso steht dort ein
Diskussionsforum zur Verfügung."
Und zwar hier:
http://www.stmas.bayern.de/frauen/lohngerecht/forum/index.php
Da sollten wir uns beteiligen. Außerdem überlege ich mir mal einen Text
für einen offiziellen MANNdat-Brief ans Ministerium. Wenn die Leute derart
für dumm verkauft werden mit abgestandenen feministischen Halbwahrheiten,
sollten wir uns ruhig zu Wort melden.
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