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Also Leute,
jetzt bleibt mal auf dem Teppich!
Ich hab mir die Anzeige angeschaut und nix großartig sexistisches gefunden.
Leiter/ Leiterin Kita
Amt Unterspreewald
Das Amt Unterspreewald sucht für die Kindertagesstätte "Wirbelwind" ab dem 1. September 2008
eine/einen Kita Leiter/in
[..]
Wir erwarten:
* staatliche Anerkennung als Erzieher/in oder einen Abschluss zum/zur Sozialpädagoge/in, ggf. eine Zusatzqualifikation im Leitungsbereich
[..]
Es wird doch für beide Geschlechter geworben.
Nur ausschließlich eingeschlechtliche Ausschreibungstexte sind sittenwidrig, aber sie suchen ja nicht explizit nur nach einer Leiterin!
Dass der obligatorische Satz fehlt, ist doch verschmerzbar.
Wenn ich auf Stellensuche bin, interessiert mich ein derartiger Satz eh nicht. Die kriegen eine Bewerbung, wenn das Profil passt und gut ist.
Ich glaube nicht, dass sich auch nur ein Mann, der die passende Qualifikation mitbringt, von einer Bewerbung auf diese Stelle abhalten ließe, nur weil dieser Satz fehlt! Dies muss ja noch nicht mal böse Absicht sein. Vielleicht wurde er einfach vergessen, vielleicht haben die sich gar keine Gedanken darüber gemacht, was weiß ich.
Frauen würden da beim Lesen bestimmt wesentlich verzickter reagieren, einen Mann juckt das nicht mal im Pelz.
Zitat:
| Also entweder lässt man den Hinweis in Zukunft ganz weg, oder |
Ist er doch schon!
Also mal ehrlich, ich denke es gibt wesentlich wichtigere, männerfeindliche bzw. -verachtende Sachen, mit denen man(n) sich beschäftigen sollte als solchen Kleinkram.
Mir fallen da spontan die Ottowerbung oder der öffentlich zugegebene "Frauenbonus" vor Gericht ein, DIE waren wirklich Hämmer.
DAS HIER ist ja wirklich fast wie im Kindergarten!
Was ich hier als eigentlich wichtigen Punkt ansehe, ist das, was Bruno bereits geschrieben hat.
"Aber die
Ungleichbehandlung hat damit zu tun, dass es laut Gleichstellungsgesetze nur
eine Frauenförderung, aber keine Männerförderung gibt.
Lese ich das richtig, dass die Einstellung einer Frau in öffentliche Positionen (wie Leiter/in KiTa) staatlich bezuschusst, also monetär vergütet wird, die KiTa bei Männern aber leer ausginge?
DAS ist doch das wesentlich wichtigere Thema!! Was interessiert es unsere Gesellschaft, wenn ein Kita-Leiter mehr eingestellt wird, weil da ein Satz nicht drin war? Die URSACHE ist wichtig!
Wie wäre es denn, wenn man dazu mal einen Anwalt verpflichtet, den Bund wegen sexistischer Förderpraktiken zu verklagen, notfalls bis zum EuGH?!
Erst, wenn der einseitige Geldhahn zugedreht ist, wird sich was ändern!
Das ist genau wie bei den Hartz4-Geschichten, 1Euro-Jobs etc. Solange man über staatlich geförderte Stellenbesetzungen Zucker in den Arsch geblasen bekommt, stellt der (betriebswirtschaftlich orientierte) Unternehmer selbstverständlich bevorzugt nur solche Leute ein. Und öffentliche Stellen/Ämter sind natürlich auch daran interessiert, mit einem möglichst fetten Budget jonglieren zu können!
Hier ist Pragmatismus gefragt, kein Gekeife und Geschmolle!
Gruß
Torsten
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Unter dem Feldzeichen des Feminismus marschiert eine Armee, die noch nie auf einen Gegner getroffen ist. Soll man es ihr wünschen?
Michael Klonovsky