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Dieses Urteil finde ich höchst ärgerlich, aber nicht überraschend - bestätigt es doch, wie dieser Staat (zu dem ja auch die Judikative gehört) im feministischen Zeitalter tickt.
Die Mehrfachbelastung der unterhaltspflichtigen Männer war dem Gericht anscheinend keine gleichgewichtige Betrachtung wert: jedes zweites Wochenende als alleinerziehender Vater zu bestreiten (oder im Umgang mit dem/den Kindern behindert zu werden), schuften und rund die Hälfte des Nettoeinkommens abgeben zu müssen und daher kaum noch Dienstleistungen in Anspruch nehmen zu können (z.B. Steuererklärung selber machen statt Steuerberater beauftragen), die "schönen Seiten" einer (wenn Mann überhaupt noch will) neuen Partnerschaft kaum noch oder nicht mehr finanzieren zu können...
Ich habe den Verdacht, dass schon bei der Ausformulierung der neuen Unterhaltsparagraphen vielen Politikern klar war, was sie damit bewirken werden und was nicht. Wetten, dass der paradoxen Koalition in der Bedenkenträger-Riege (feministischer Flügel und die "konservativen" Unionsleute, die die Ehe auch heute als lebenslanges Versorgungsinstitut für die Frau sehen) erklärt wurde: "Die Gerichte haben aus dem alten Unterhaltsrecht das gemacht, was es war, und sie werden das auch mit dem neuen tun - also meckert nicht so herum, es wird sowieso nicht so kommen, wie es auf dem Papier steht?"
Freiheitliche Grüße,
Wolfgang
Früher mussten sich die Frauen zwischen Kindern und Karriere entscheiden.
Heute haben wir die Emanzipation.
Jetzt müssen es auch die Männer.