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Liebe Mitstreiter,
In letzter Zeit ist auffallend viel über Beschneidung - Genitalverstümmelung an Frauen und Mädchen - zu lesen. Zudem werden wir bei Informationsveranstaltungen immer öfters mit diesem Thema konfrontiert. Offenbar ist dies eines der letzten Argumente (wenn alle anderen widerlegt wurden) das von Frauenrechtlern/innen - oft gebetsmühlenartig - in die Diskussion geworfen wird.
Um diesen auch hier argumentativ den Wind aus den Segel nehmen zu können, haben wir eine sehr umfangreiche Infoschrift zum Thema Beschneidung von Jungen und Männern erstellt.
Denn es ist fast schon Routine geworden, bei internationalen Missständen und Menschenrechtsverletzungen sich grundsätzlich allein über die weiblichen Opfer zu erregen und die männlichen Opfer gleicher oder schlimmerer Maßnahmen zu übergehen. Darum widmet sich der VafK Augsburg-Schwaben auch diesem Tabuthema - auch nicht zuletzt deshalb, weil unter den zahlreichen, mit immensen Steuermitteln finanzierten Publikationen unseres Bundesfamilienministerium trotz „Gleichberechtigung“ und „Gender Mainstreaming“ nichts zum Thema Beschneidung von Jungen und Männern zu finden ist.
Die Beschneidung von Frauen in Afrika gilt zu Recht als Skandal, aber die Beschneidung der Männer ist vielerorts keine geringfügigere Schweinerei - und nicht selten auch tödlich.
Während die Vereinten Nationen der Klitorisbeschneidung bei Mädchen recht aggressiv den Kampf angesagt haben, widmen sie ähnlich schwerwiegenden Eingriffen bei männlichen Kindern (unzählige Jungen bleiben verstümmelt oder tot auf der Strecke) nicht einmal ihre Aufmerksamkeit, obwohl die Beschneidung von Jungen überall dort vorkomme, wo auch die Beschneidung von Mädchen stattfinde - nur sechsmal so häufig!
Grüße aus Augsburg
Thomas
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