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Bildbetrachtung - Neue Sparkassenwerbung
Von meiner schlesischen Großmutter muss ich wohl die Gabe des zweiten Gesichts geerbt haben. So ist es mir z.B. möglich, gewissen Widersachern in den Foren(!) den Zeitpunkt und die näheren Umstände ihres Ablebens vorherzusagen. Auch in anderer Hinsicht bewährt sich dieses etwas gruselige Talent:
Hier schrieb ich noch vor kurzem: „... denn so sicher wie der Tod und die Steuern gärt schon die nächste zeitgeistige Blähung in den Hirnen der werbetreibenden Wirtschaft“, wobei ich gerne einräume: dazu gehört keine große Sehergabe.
Irgendwie scheint die Sparkassen Finanzgruppe mit der Auswahl ihrer Werbemotive kein gutes Händchen zu haben. Erst ködert sie die weibliche Kundschaft mit dem Bild einer Luxusschnalle, die es sich auf Kosten eines armen Teufels bequem macht. Und nun reiht sie sich - geradezu stümperhaft - in die Schlange jener Gierhälse ein, die um des gefüllten Säckels willen die Weibsen groß - und die Männer klein schwätzen wollen.
Natürlich - es geht um Geld. Das ist Vertrauenssache. Und deswegen schauen wir auch etwas genauer hin. Und was sehen wir auf dieser schlecht gemachten Photomontage, sofern wir nicht mit Blindheit geschlagen oder uns nicht vor Dummheit der Sabber aus dem Maule tropft? Den Männern werden Hindernisse in den Weg gestellt, und die Frau macht vor Freude einen Luftsprung - über nicht vorhandene Hindernisse! Offensichtlich macht sie ihren Hupfer im Vordergrund - vor den künstlich ausgebremsten Männern.
Drei Interpretationen drängen sich mir auf:
Dateianlagen:

Sparkasse-Motiv2-1.jpg (32 kByte, 468 x 696 Pixel)
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