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Hallo zusammen,
im Rahmen seiner 1. Deutschlandtournee gastierte Michael Pfennig (http://www.michael-pfennig.de/) gestern bei uns in der Liederhalle in Rottweil. Trotz guter Positionierung unseres Pressehinweises auf die Veranstaltung (immerhin zentral auf der Titelseite der Reginalausgabe unserer größten lokalen Zeitung), Hinweis in unserem kreisweiten Veranstaltungskalender und Verteilung etlicher Plakate, war die Veranstaltung nur mäßig besucht.
Dennoch war das Konzert für diejenigen, die es sich nicht haben nehmen lassen, teilzunehmen, ein wahrer "Leckerbissen". In den Stilrichtungen Rock, Pop, Blues und sogar Rapp trug Pfennig seine selbstkomponierten Songs vor. Songs, die das Leid und die seelischen Schmerzen derjenigen zum Thema haben, denen der Kontakt zu den eigenen Kindern verwehrt wird. Schonungslos benennt Pfennig dabei Roß und Reiter, nämlich die umgangsvereitelnden Elternteile (Reiter) und die sich selbst zu deren Erfüllungsgehilfen degradierenden Sachbearbeiter in vielen Jugendämtern und Familiengerichten (Roß). Bundesweit wohl einmalig gibt Pfennig mit seiner Musik den vom brutalen und menschenverachtenden Umgangsboykott Betroffenen auf eine eindrucksvolle und künstlerische Art eine Stimme. Das empfanden auch die Zuhörer so: ein älteres Ehepaar sprach von einer "sehr ausdrucksvollen Musik".
Aber nicht, dass Pfennig nur Missstände anprangert und deren Verursacher beim Namen nennt und tadelt; Pfennig lobt in einigen seiner Lieder auch das beispielhafte Vorgehen des Arbeitskreises Trennung und Scheidung in Cochem (http://www.ak-cochem.de/) und seiner treibenden Kraft, dem Familienrichter Jürgen Rudolph. Beiden, dem Arbeitskreis und dem Familienrichter, widmet Pfennig ganze Titel seiner Musik und weist damit auf in Cochem bereits seit Jahren erfolgreich praktizierte Lösungen hin.
Dass es Pfennig nicht nur versteht, sozialkritische Themen musikalisch aufzubereiten, sondern auch sonst das Zeug zum Alleinunterhalter hat, beweist er mit seinem Humor und einigem Witz, den er gelegentlich ins Konzert einfließen lässt.
Pfennig beendet sein Konzert mit einer musikalischen Umsetzung des Textes "Eure Kinder sind nicht Eure Kinder" von Khalil Gibran (siehe: http://www.daszitat.de/texte/01970596db0dfaf0f.html). Und dieses Ende geht wirklich unter die Haut!
Bedanken möchte ich mich bei allen, die mit dazu beigetragen haben, dieses Konzert möglich zu machen (einschließlich bei meinem ältesten Sohn Jan, der mir das Bild von Michael Pfennig für das Plakat "freigestellt" hat) - allen voran bei Michael Pfennig für das Konzert selbst und bei den Gastwirten, die uns ihr Lokal auf einer sehr herzlichen Art zur Verfügung gestellt haben.
Ich wünsche Michael Pfennig für den weiteren Verlauf seiner Tournee viel Erfolg und freue mich schon auf das kommende Jahr, wenn Michael im Rahmen seiner 2. Deutschlandtournee wieder bei uns gastiert.
Viele Grüße
Jürgen Griese
P.S.: ein paar Bilder vom Konzert habe ich ins Netz gestellt. Ihr findet diese unter http://www.vafk-sbh.de/Konzert072008.html (auf Grund des unpassenden Hintergrundes leider in einer nicht so guten Qualität).
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