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URL: http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Titelseite;art692,2514522
17.4.2008
Union gegen Verbot heimlicher Vaterschaftstests
Berlin - Die Unionsfraktion im Bundestag will sich den am Mittwoch im Kabinett beschlossenen Plänen der Regierung verweigern, heimliche Vaterschaftstests zu verbieten. „Eine Strafbarkeit von heimlichen Vaterschaftstests – ich sage lieber: diskreten Vaterschaftstests – werden wir nicht mitmachen“, sagte der rechtspolitische Sprecher Jürgen Gehb am Mittwoch dem Tagesspiegel. „Der Mann wird gehörnt, er muss Unterhalt zahlen, und zum Dank wird er auch noch bestraft, wenn er wissen will, ob er der Vater ist – das kann nicht sein.“ Bei Gerichtsverfahren zur Vaterschaftsfeststellung sei der Familienfrieden bereits irreparabel zerstört, sagte Gehb. Deshalb dienten heimliche Tests dem Familienfrieden. Er persönlich würde dasThema „gar nicht gesetzlich regeln, schon gar nicht als Strafgesetz“. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat dagegen am Mittwoch Strafen gefordert. Ein Verbot ohne Konsequenzen lasse sich nicht durchsetzen.
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(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 17.04.2008)
[Kommentare: 1]
von ameland 16.04.2008, 20:33:29 Uhr
Fünf Sterne!
Beifall ohne Ende und eine gute Idee für die Begriffskorrekturempfehlung. Der Bundesdatenschutzbeauftragte wird sich hoffentlich nicht durchsetzen. Prinzipienreiterei wäre hier fatal. Sicher hat niemand etwas dagegen, dass unter Strafe gestellt wird, wenn mehr als die Aussage zur Vaterschaft geprüft werden würde.