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Studie: Papa arbeitet zuviel!
papamarkus,
20.04.08, 00:11
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| Mehr als die Hälfte der Väter arbeitet länger als 40 Stunden pro Woche – das sorgt für ein ungesundes soziales Klima. Viele berufstätige Eltern wollen Erwerbs- und Familienarbeit eigentlich gleichmäßiger untereinander aufteilen. Dennoch sind die Arbeitszeiten von Müttern und Vätern in Deutschland stark polarisiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Hans Böckler-Stiftung. Normalerweise arbeiten Väter in abhängiger Beschäftigung im Durchschnitt 39,7 Stunden, Mütter dagegen 24,4 Stunden wöchentlich. Besonders groß ist der Unterschied in Westdeutschland: Hier arbeiten Väter 17 Stunden pro Woche länger als Mütter. Geschätzt leidet deshalb ein Drittel der Familien in Deutschland unter Zeitnot. Hauptursache sind die langen Arbeitszeiten von Vätern: 97 Prozent der Väter arbeiten Vollzeit. 57 Prozent der Väter müssen mehr als 40 Stunden pro Woche arbeiten. Sowohl Eltern als auch Pflegende bewerten solche "überlangen" Arbeitszeiten als besonders problematisch für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Als Ausweg aus dem bestehenden Arbeitszeitdilemma plädieren die Autorinnen für ein erneuertes, familien- und gleichstellungsorientiertes Arbeitszeitkonzept. Die Normalarbeitszeit sei auf den Prüfstand zu stellen und durch "ein Menü unterschiedlich langer Vollzeitstandards" für bestimmte Lebensphasen zu ersetzen. Zugleich raten die Wissenschaftlerinnen, die Anreize für eine partnerschaftlich egalitäre Arbeitszeitverteilung zu verbessern. Aufgreifen ließe sich ein Vorschlag aus Schweden: eine subventionierte Verkürzung der Arbeitszeit von Müttern und Vätern um fünf Stunden pro Woche. Den vollen steuerlichen Vorteil soll es nur dann geben, wenn beide Eltern die Arbeitszeitabsenkung nutzen. Quelle: Böckler Impuls 4/2008. Mehr Informationen zur Studie: www.boeckler.de/cps/rde/xchg/SID-3D0AB75D-1D21302F/hbs/hs.xsl/88363_90337.html |