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| Väterradio http://www.vaeterradio.de Augustsendung - Stufen der Liebe - eine Buchvorstellung mit dem Autor Rupert Martell - Gäste: Rupert Martell - Buchautor - Frank Balthasar - Interviews von Kindern zum Thema - Stefan Domke - Lesen der Textbeispiele und Pfarrer von Hohenthurm - Gisela Sterkel - Auswahl der Textbeispiele und Leiterin der Kreismusikschule "Carl Loewe" |
Bester DoS,
Vielem von dem, was du unten schreibst, kann ich mich anschließen. Meine
Befürchtung geht in die Richtung, dass einige Teilnehmer des Forums das
eigene - väterliche - Leid noch nach Jahren in den Vordergrund stellen,
darüber das durchaus vergleichbare Leid vieler Mütter vergessen und vor
allem das viel größere der betroffenen Kinder -> Väteraufbruch FÜR KINDER.
Wenn wir nach außen diesen Eindruck vermitteln, vermitteln wir das Bild des
jammernden Sektierertums. Entsprechend wenig werden wir mit solchen
Auftritten erreichen.
Und bei dir hatte ich immer wieder den Eindruck dieser - auch im Sinne der
Vereinsziele - gefährlichen Einseitigkeit. Sollte ich mich irren, bin ich
gerne bereit Abbitte zu leisten.
Als vor vielen Jahren die "Frauenpartei" gegründet wurde, löste das bei mir
sofort einen schalen Geschmack aus. Parteien sind letztlich Zusammenschlüsse
von Interessenvertretern. Das bedeutet, die eigenen Interessen gegen andere
durchzusetzen. Oder auf Kosten anderer.
Sofort stellte sich die Frage, was denn mit den Interessen der Männer und
besonders der Kinder geschieht - die ich keineswegs grundbuchamtlich
abgesichert als persönlichen Besitz der Mütter betrachte.
Ein ähnliches Gefühl beschlich mich, als ich von der "Männerpartei" hörte.
Die von dir offensichtlich als vorbildlich betrachteten Sticker halte ich
für total daneben.
Zwar ist die Idee, den Satz: "Heute fährt Irene" visuell mit dem
bedrohlichen Panzer und den düsteren Wolken in Zusammenhang zu bringen,
genial. Leider wird diese Idee regelrecht verschenkt, geradezu
kontraproduktiv umgesetzt, da die Bedrohlichkeit bleibt.
Den Panzern hätte man(n) ein paar bunte Blümchen und Herzchen aufmalen und
die Pänzerlein mit einem rosa Schleiflein versehen können.
Dazu noch ein paar fröhlich lachende PanzergrenadierINNEN, aufgesessen
und/oder stürmend in lila Latzhosen lila Helm und Blümchen im Gewehrlauf.
Eine der aufgesessenen PanzergrenadierINNEN könnte vielleicht noch etwas
stricken. Das lilafarbene Geschützrohr wäre die perfekte Ergänzung :-))
Dazu noch der Slogan: "Frauen an die Front - und die Kriege verlieren ihre
Schrecken!" oder so ähnlich.
Ich glaube, mehr kann man die Wehrungerechtigkeit und die Forderung nach
weiblicher Gleichberechtigung wohl kaum durch den Kakao ziehen.
Das wiederum findet seine Lacher - und Lacher hat man schon fast auf seiner
Seite.
Da ich schon bei der Gleichberechtigung bin, liegt der Gedanke an die immer
wieder erhobene Forderung nach Frauenquoten nahe. Dazu lässt sich das
Müllmannmotiv trefflich umfunktionieren. Ein grimmig dreinblickender
Müllmann schafft keine Sympathien. Ganz im Gegenteil. Auch hier bleibt die
Düsternis.
Wie wäre es denn mit lachenden, fröhlichen Maiden, die geschwind und voller
Freude den Dreck anderer Leute wegbringen? Hier passt doch hervorragend der
Slogan: "Wir fordern die Frauenquote für Müllleute!". Ein Gleiches könnte
man für Feuerwehrleute, KanalarbeiterINNEN, Sondereinsatzkommandos usw.
machen. Kurzum, für alle Berufe, die anstrengend, gefährlich und schlecht
bezahlt sind, und in denen Frauen so gut wie gar nicht vorkommen.
Aber Obacht! Auch hier gilt, dass weniger oft mehr ist. Wird bei allem Humor
die Sache übertrieben, entsteht sehr schnell der (begründete?) Eindruck der
Frauenfeindlichkeit. Außerdem sind die angedeuteten Sachverhalte in unserem
Sinne nur ein Nebenkriegsschauplatz.
Ein Sticker gegen die fast immer überflüssigen, maßlos überteuerten und
meist schädlichen "Gut"achten müsste ganz anders aussehen. Aber ich will ja
nicht alle meine Ideen verraten ;-)
Herzliche Grüße
Hartmut Schewe
Im Hau 15
72631 Aichtal
Tel: 07127/56702
Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden (Rosa Luxemburg, Januar
1919 von nationalistischen Offizieren ermordet)
So lieber HaSCH,
ich versuch's nochmal mit einer inhaltich Diskussion:
Zitat:
Wir dürfen angesichts
des menschlichen Leids keine Jubel-Trubel-Heiterkeit-Seite aufmachen.
sehe ich genauso.
Grundsätzlich sollte die WebSite mehrere Aufgaben erledigen:
1. Information für Betroffene
2. Gesellschaftliche Aufklärung und Prägung eines positiven Vaterbildes
und wohl auch ein stückweit Wieder-Wertschätzung eines "männlichen"
Erziehungsstiles. Wie sollten nicht immer nur bestrebt sein der Welt zu
beweisen, das Väter auch perfekte Mütter seien können ...
3. Gesellschaftliche Aufklärung über die massiven Unzuläglichkeiten im
deutschen Kindschaftsrecht,
Stichwort: EGMR-Urteile, etc. Diese Tatsachen kann man nicht mit Schleifchen
verpacken, damit die Außenwirkung schonender ist. Es geschehen in D schlicht
regelmäßig gröbste Menschenrechtsverletzungen im Familienrecht. Dies muß
klar dargestellt werden.
Zitat:
So weit so gut - oder nach gegenteiliger Ansicht - so schlecht.
Aber, wer
soll das alles umsetzen??? Unter denen, die sich um die IT-Angelegenheiten
kümmern befindet sich meines Wissens niemand mit einschlägiger
Medien-Ausbildung - UND GENÜGEND ZEIT!
Ich glaube, dass dies einfach so nicht stimmt.
Der Verein hat ca. 3000 Mitgliedern, nimmt man deren Partner, Geschwister,
enge Freudne, haben wir einen Pool von Menschen mit unterschiedlichesten
Qualifikation und Kompetenzen. Es gilt diese anzusprechen! Ich habe schon
vor 2 Jahren dem BuVo mal vorgeschlagen, auf jedem Anmeldeformular ein Feld
einzufügen über berufliche oder andere Kompetenzen und ob das Mitglied
bereit wäre die eherenamtlich (?) in den Verein einzubringen.
Mal ein Blick über den Tellerrand ? Bitte:
http://www.maennerpartei.eu/images/derdreckmussweg.jpg
http://www.maennerpartei.eu/images/heutefaehrtirene.jpg
Ohne jetzt das inhaltiche zu bewerten, aber die sind uns Lichtjahre voraus
was Medienwirksamkeit angeht.
Der Vorstand der Männerpartei hat übrigens eine Werbeagentur
Hab' bereits vor längerer Zeit den BuVo drauf angesprochen, ob wir uns nicht
mal von den Leuten der Männerpartei etws gestalten lassen können. Natürlich
mit unseren politischen Themen.
DoS