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| Väterradio http://www.vaeterradio.de Augustsendung - Stufen der Liebe - eine Buchvorstellung mit dem Autor Rupert Martell - Gäste: Rupert Martell - Buchautor - Frank Balthasar - Interviews von Kindern zum Thema - Stefan Domke - Lesen der Textbeispiele und Pfarrer von Hohenthurm - Gisela Sterkel - Auswahl der Textbeispiele und Leiterin der Kreismusikschule "Carl Loewe" |
Hallo Ulipo,
ich verstehe dich nicht.
Streiten streiten streiten.
Worum geht es dir denn überhaupt. Bist du auch einer dieser renitenten
machtbesessenen weidwunden Exehemänner, die ihre Trauer über die
"verlorene" Beziehung und den empfundenen Gesichtsverlust nicht
verarbeiten können?
Ulipo, du sagst du willst keine c/o Tips und du willst ggf. durchsetzen,
dass sie seinen (deinen) Nachnamen an die Türklingel schreibt.
Gehe in dich und du wirst erkennen, dass du nur der Stachel in ihrem
Fleisch sein willst. In diesem Punkt geht es dir ganz bestimmt nicht um
das Kind. Sie soll leiden und täglich erkennen wer die eigentliche Macht
hat und dass sie dich nicht loswird und so weiter.
Dieses Problem kann dir vielleicht ein Psychologe helfen mit den Jahren
in dir selbst zu lösen. Kein Gericht der Welt kann dir deine
Verletzungen nehmen, wer auch immer letztlich daran Schuld sein mag.
Du bist verantwortlich für dein Leben und zwar ganz alleine und das ist
deine Ex nun auch.
Wenn dein Sohn älter wird und Post von Freunden / Freundinnen oder
Verwandten bekommt, dann wird er nicht umhin kommen eine Lösung mit
seiner Mutter zu diskutieren. Er wird entweder c/o angeben und erhalten,
oder die Mutter wird letztlich auf sein ansinnen hin doch seinen
Nachnamen an die Tür schreiben. Ihre Familie wird ihn vielleicht sogar
(unrichtig) mit ihrem Nachnahmen anschreiben.
Je mehr c/o Briefe stressfrei eingehen, desto wahrscheinlicher wird es
sein, dass sie sogar selbst einestages ein einsehen hat und die
Unsinnigkeit ihrer Haltung einsieht. Je mehr du dich aber einmischt und
in ihren Privatbereich hinein agierst, desto mehr Ablehnung wirst du
hervorrufen, desto mehr gibst du ihr Grund deinen Naman zu tilgen und
gibst ihrer Haltung Sinn.
Hast du schonmal von actio gleich reactio gehört? Das gilt nicht nur in
der Physik, es gilt auch und besonders in der Psychologie. Du spiegelst
ihr das Verhalten, das du von ihr erwartest und sie verhält sich
entsprechend. Anstatt mit ihr auf Machtebene zu interagieren solltest du
lieber einen kleinen Stein in deiner Hand kneten und dir einen anderen
"Spielplatz suchen". Du brauchst "ihre Macht" nicht, denn du lebst ein
anderes eigenes Leben woanders und für sie wird es alleine mit der Zeit
langweilig.
Es geht dich schlicht nichts an, was sie an ihre Türklingel oder den
Briefkasten schreibt, ausser dass du insoweit informiert sein musst,
dass du Post zustellen kannst. Und wenn sie entscheidet Postalisch über
ein Postfach erreichbar zu sein und damit ihre minderjährigen Mitbewohner.
Du wirst nicht umhin kommen Name des Kindes c/o Name der Mutter zu
schreiben, dann kommt deine Post nicht mehr zurück und ein Konfliktherd
ist aus der Welt geschafft.
Wenn mir eine Ex so käme wie du es vorhast mit deiner Ex und ich nehme
an, das geht schon eine Weile so, dann würde ich auch alles tun was in
meiner Macht steht sie aus meinem Leben zu halten.
Ich habe das einmal eine Zeit nicht so konsequent gemacht, mit dem
Grenzen ziehen, wie ich das heute tute, weil ich dem Kind den Kontakt
zur Mutter erhalten wollte. Dadurch wurde ich aber erpressbar und die
Mutter, hatte eine Tür in mein Privatleben, meine Ehe etc. . Sie hat die
Nase hineingesteckt, gestört, gegen uns agiert und immer war das Kind
das Mittel zum Zweck. Mein Sohn lebte damals bei uns.
Daran ist letztlich meine zweite Ehe zu 50% gescheitert. Die andere
Hälfte waren wohl finanzielle Gründe.
Heute stehe ich alleine als einsamer Wolf da ohne meine beiden Exfrauen
und ohne meine beiden Kinder. Dabei geht es mir was Unterhalt und Umgang
betrifft vergleichsweise gut.
Ich würde, und ich praktiziere das auch, heute wesentlich früher und
deutlicher Grenzen setzen.
Du bist nun "Opfer" einer solchen Grenzziehung durch deine Exfrau. Sie
will einfach nichts mehr mit dir zu tun haben.
Akzeptiere das und konzentriere dich auf das, was deine Verantwortung ist:
An der Erziehung für dein Kind offen, engagiert, freundlich und
liebevoll (letzteres dem Kind gegenüber) mitzuwirken. Deiner Ex dieses
Mitwirken als positives Erlebnis zu vermitteln, so dass sie dich nicht
nur durch rechtlichen Zwang, sondern auch "von Herzen" auf elterlicher
Ebene annimmt. Es ist ihre Entscheidung ob sie das tut und es ist deine
Entscheidung ob du das tust.
Kannst du ihre individuellen persönlichen Grenzen nicht akzeptieren,
dann schneidest du dir nur ins eigene Fleisch. jeder unnötige
vermeidbare Streit mit ihr den du aufrecht erhälst oder startest bringt
dich nur weiter von deinem Kind weiter weg.
Am Ende hast vielleicht irgendwann sogar Recht bekommen, in einzelnen
Punkten, aber du hast dein Kind verloren, deine Zufriedenheit, deine
Gesundheit, dein eigenes Leben, weil du dich nur noch über den Streit
und die Auseinandersetzung mit deiner Ex definierst.
Erkenne bitte, dass du ihr (der Kindsmutter) im Interesse deines Kindes
die Chance geben musst dich auf Elternebene anzunehmen.
Dazu musst du aber auch sie auf Elternebene annehmen und ihre darüber
hinausgehenden persönlichen Grenzen akzeptieren, so sehr dich das auch
schmerzen mag. Das ist unabdingbar.
Dann und nur dann ist es für dich auch absolut legitim auf deine
persönlichen Grenzen zu insistieren und wenn sie die Elternebene
untergräbt um deine Rechte als Vater und die Rechte deines Kindes zu
kämpfen.
Ich gehe bei dem was ich sage freilich davon aus, dass dein Kind bei der
Mutter nicht an Leib und Leben gefährdet ist.
Löse erst die Probleme in dir selbst und bringe dein eigenes Leben auf
die Reihe, bevor du Veränderung bei anderen Menschen einforderst.
Dies meine ich im übrigen ganz allgemein und ich nehme mich selbst nicht
davon aus. Was ich sage gilt ausdrücklich auch für mich selbst und ich
fasse mich regelmässig an meine eigene Nase.
Ich wünsche dir alles Gute für dich und dein Kind und dass du eine
Lösung findest und diese vermitteln kannst, mit der alle Beteiligten
leben können.
Torsten
Ulipo schrieb:
Torsten Fabricius
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