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Hi Hartmut,
ein Freffi ist ein Phantasiename, habe ich woanders gelesen...
Danke für den Beistand. Den Artikel habe ich schon gelesen - danke für den Hinweis. Obwohl 13 Jahre alt und trotz Änderung zum elterlichen Sorgerecht erstaunlich aktuell. Gemeinsames Sorgerecht hin oder her: wenn Mama den Umgang verhindern will, verhindert sie mit den entsprechenden Mitteln. Und dass die Kinder manipuliert werden... ohne Frage.
Dass die Kinder mich immer mal wieder anlügen, die Große der Kleinen den Mund verbietet, wenn diese im Überschwang Sachen erzählt... daran habe ich mich ja schon gewöhnt. Ich kann meiner Ex keine Vorschriften machen, wie sie hinter verschlossener Tür mit den Kindern über mich spricht. Es ist ja schon eine Leistung, dass sie mich in Anwesenheit der Kinder nicht mehr als "A...loch" tituliert, nachdem ich bei einem ersten Scheidungstermin dies als Problem bei dem ansonsten geregelten Umgang benannte.
Meine ältere Tochter hatte 2007 ein(!) Problem mit mir während der Ferien. Es gab Streit, sie rief bei Mama an, die mir natürlich in den Rücken fiel. "Wenn es so schlimm ist bei Papa, dann komm zu mir. Am Nachmittag nach der Arbeit unternehmen wir dann ganz viel zusammen."
Die Große wollte noch mit mir an die See fahren. Und sofort danach zur Mama, obwohl die Ferien bei mir noch eine Woche dauerten. Gesagt, getan, der Urlaub war schön, aber noch nicht richtig wieder zu Hause, rief sie die Mama an. Der war's zwar nicht recht an jenem Tag, aber ich wollte nicht einen ganzen Tag mit heulendem Kind verbringen, das nur noch zur Mama will, und fuhr sie zur Mama. Die hat mir anschließend vorgeworfen, ich wäre froh gewesen, das Kind losgewesen zu sein. Ich würde das Kind nicht lieben, das wüsste sie und das Kind auch.
Einige Monate später Stress mit der Mutter (wegen einer Vereitelung ihrerseits!), sie hat beim JA einen Termin ausgemacht zur Klärung der Rahmenbedingungen für den Umgang. Als es darum ging, den Umgang ab 2008 von So abend auf Mo morgen auszudehnen (logistisch kein Problem, ich wohen 500 m von der KM weg), bestand meine Ex unnötigerweise darauf, dass das ältere Kind zum Umgang mit mir befragt wird. Mir war klar, dass die Kleine (10 Jahre) genau das sagt, was die Mutter ihr einredet. So war's. Die JA-Mitarbeiterin sagte zu mir, meine Tochter sei so felsenfest bei ihren Aussagen geblieben, trotz aller psychologischen Tricks - demnach würde sie eine Ausdehnung des Umgangs von So abend auf Mo morgen nicht befürworten können.
Aussage meiner Tochter: ich und meine LAG seien streng => nur weil man bei uns am Tisch isst und nicht vor der Glotze und außerdem nur eine Stunde am Tag ferngesehen werden darf. Bei der Betreuungsalternative Oma läuft der Fernseher von früh bis spät!
Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.... und meine Kinder leben nun mal bei dieser Frau, mit der ich nicht mehr leben konnte. Die Kinder hätte ich gerne bei mir... liebend gerne.
Unnötig zu erwähnen, dass es den Kindern bei mir/uns immer prächtig geht. Sie sind gerne hier, spielen, sind fröhlich und phantasievoll, lerenen aktiv Ideen einzubringen, was wir unternehmen könnten etc. Natürlich gibt's mal Krach, aber in welcher Familie ist das nicht so? Nur, dass bei uns das Druckmittel "dann gehe ich zur Mama" durchaus immer wie ein Damoklesschwert über uns schwebt...
So, lange Vorrede (ich muss mir gerade mal den Frust runterschreiben):
Ich werde kämpfen, auch weil ich es gar nicht so weit kommen lassen will, dass mir die Kinder entfremdet werden.
Ich wüsste zu gerne, was meine Ex als Grund für die Absage für heute formuliert, kann aber erst morgen nach der Arbeit zur Post, um ihr Einschreiben in Empfang zu nehmen... Sie hatte Anfang der Woche schon ein Thema, hat einen Termin mit dem jüngeren Kind zum Schwimmunterricht kurzfristig abgesagt. S. dazu auch Thread in "Praxis in Trennungsfamilien,...", hätte vielleicht eher in "Umgang" gehört, weil letztlich auch Vereitelung - so sehe ich das heute.
Anwalt kontaktiere ich morgen gleich, und das JA werde ich auch einbeziehen. Es ist die Masche meiner Ex, immer kurzfristig zu agieren, ich will das jetzt nicht ohne Konsequenz lassen, dass sie einseitig agiert und die Kinder vor ihren Karren spannt.
Ich hoffe bloß, dass die Kinder im weiteren rausgehalten werden. Über eine Befragung bei Gericht mag ich gar nicht nachdenken...
Habe schon mal in Erwägung gezogen, einen Gutachter einzuschalten, der zu Umgangszeiten bei uns ist. Die Kinder sind solche Herzchen bei mir, wir kuscheln abends auf dem Sofa, ich streichele Füße und lese vor.... Ich will das nicht verlieren, weil meine Ex bis heute - fünf Jahre nach der Trennung - meinen Weggang nicht verwunden hat.
Einen schönen Sonntag noch,
ein sich langsam beruhigender
freffi