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Hallo Cherie!
War auch etwas länger nicht online...
Also, ich denke Ihr braucht keine wirkliche Angst vor dem Bericht der Kinderpsychologin haben. Denn nach dem Geschilderten hört sich das an wie eine reine Gefälligkeit für die KM. Im Umgangsverfahren bei Gericht müsst Ihr alles daran setzen, ein Gutachten für das Kind (und wenn die KM zustimmt, über sie selbst) zu bekommen. Ich kann die Befürchtung, dass die Kleine mit der Geburt des 3. Kindes vollständig abgemeldet ist, sehr gut verstehen und genau das wird auch passieren. Auch selbst erlebt, glücklicherweise zugunsten meines Kindes. Leider wurden die Probleme des älteren Kindes dadurch noch viel größer.
Wartet ab, bis die SPFH durch ist. In meinem Fall war es so, dass das JA erst während der Hilfe begriffen hat, an wen sie da geraten sind. Und diese Erkenntnis war enorm wichtig für das einzuleitende Verfahren auf ASR/ABR. Ohne Befürwortung des JA gibt es praktisch keinerlei Chance.
Leider sehe ich (vorausg. es kommt nicht zu massiver Vernachlässigung) auch für Euch nur die Chance, die Missstände zu dokumentieren und die SPFH abzuwarten. Wie gesagt: Solltet Ihr einen Antrag auf ASR/ABR stellen, das Gericht haut ihn Euch um die Ohren, da die KM ja freiwillig Hilfe gesucht hat und mit dem JA kooperiert... Ihr würdet Euch auf einem sehr schmalen Grat bewegen, wenn Ihr ein solches Verfahren zu diesem Zeitpunkt einleiten würdet. Verläuft die SPFH ohne Verbesserung, dann wird sich das JA irgendwann (und es ist soo schweer darauf zu warten...) auf Eure Seite schlagen.
Das Umgangsverfahren kann aber nicht warten. Denn je weniger Umgang Ihr mit der Kleinen habt, desto ungünstiger sind die Aussichten in einem späteren Verfahren auf ASR/ABR. Da könnte am Ende allein der Gedanke reichen, das Kind habe keine verfestigte Bindung zum Vater und bleibt daher bei der Mutter (auch wenn es absehbar zu weiteren Schädigungen des Kindes kommen kann/wird) oder geht in eine Pflegefamilie.
Was den Vorfall mit den Großeltern angeht: Ich würde das nicht allzu hoch ansiedeln. Kinder in diesem Alter reagieren manchmal be"fremd"lich. Das kann etwas mit einer Beeinflussung zu tun haben, kann aber auch nur aus Eurer Perspektive den einzigen Grund darin haben. Man interpretiert halt viel in das Verhalten des Kindes hinein. Da Ihr die Kleine auch nur sehr selten seht, könnt Ihr ihr Verhalten vermutlich auch nicht hundertprozentig einschätzen. Setzt alles daran, die Kleine häufiger zu sehen und vor allem an den Wochenenden zu haben. Die KM wird argumentieren, das Kind sei danach immer aufgedreht etc. Das allein ist aber überhaupt kein Hinweis auf eine negative Beeinflussung durch Euch. Viele Kinder reagieren so und das ist keinerlei Grund für die Annahme, die Kontakte schaden mehr als sie nutzen. Nach der Vorgeschichte übrigens auch mehr als verständlich, wenn die Kleine nicht zurück will.
Wenn Du mehr Informationen benötigst, dann wende dich wegen der Email-Adresse doch an den Moderator.
Gruß
pantherpaul