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| Väterradio http://www.vaeterradio.de Maisendung - Familienpolitik mit Vätern - Aufbruch in die Zukunft - Bericht vom 1. deutschen Väterkongress in Karlsruhe - Gäste: - Dr. Johannes Berchtold - Leiter der männerpolitischen Grundsatzabteilung im österreichischen Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz, Wien - Prof. Dr. med. Matthias Franz - Universität Düsseldorf - Thomas Mörsberger - Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht - Dr. Bruno Köhler - Verein MANNdat |
Bitte an die Presse, alle Verteiler und Foren weiter leiten !!!
PM: Schwerin - Neuwahl des Bürgermeisters nach Versagen des Jugendamts beim Todesfall Lea-Sophie am 27.04.2008
Zum ersten Mal in der deutschen Geschichte - soweit bekannt - wird ein für das Jugendamt dienstaufsichtsführender Bürgermeister wegen des Versuchs das Jugendamtsversagen zu Relativieren bzw. Vertuschen politisch zur Rechenschaft gezogen.
Am 27.04.2008 haben die Schweriner Bürger die bisher in Deutschland einmalige Möglichkeit, den Verantwortlichen für das dortige Jugendamt, Bürgermeister Claussen, abzuwählen. Anliegender Wahlaufruf der Schweriner Jusos fordert zur Abwahl des CDU-Politikers auf.
Bürgermeister Claussen als für das Jugendamt Dienstaufsichtsführender hatte unter anderem die Auffassung vertreten, der Fall Lea-Sophie hätte bei jedem Jugendamt in Deutschland geschehen können. Das Schweriner Jugendamt habe eben Pech gehabt, dass es trotz nach anonymem Hinweis erlangter Kenntnis der Gefahr dem Kind nicht geholfen habe. Die 5-Jährige war quasi unter den Augen des Jugendamts qualvoll verhungert und verdurstet, bei ihrem Tod wog sie nur 7,36 Kilogramm, war wundgelegen und vollkommen vernachlässigt.
Der Fall hatte im Jahr 2007 bundesweit für Aufsehen gesorgt und zu Strafanzeigen gegen den Schweriner Bürgermeister, die Jugendamtsleiterin und Jugendamtsmitarbeiter geführt. Wohl erstmals in der Pressegeschichte wiesen selbst staatstragende Medien deutlich darauf hin, dass das Jugendamt in Deutschland faktisch keiner Kontrolle unterliegt (s.u.). Staatsanwaltliche Ermittlungsverfahren sind noch nicht abgeschlossen. Ein städtischer Untersuchungsausschuss stellte fest, dass der Tod des Kindes Lea-Sophie vermeidbar gewesen sei.
Mit freundlichen Grüßen
Ingo Alberti
Rechtsanwalt
Anliegend einige Presseberichte zum Thema und am Ende der Text einer der Strafanzeigen:
Pro Bürgerentscheid
25. April 2008 | 00:05 Uhr
Den Anlass zur Abberufung des OB Norbert Claussen gab sein persönliches Verhalten nach dem traurigen Tod des Schweriner Mädchens Lea-Sophie. Der OB hat durch seine unsägliche Äußerung unmittelbar nach dem Tod von Lea-Sophie "Wir haben einfach nur Pech gehabt" den Eindruck erweckt, als ließe ihn das tragische Ereignis emotional unberührt und hätte überall passiert sein können. Diese Äußerung vor laufenden Kameras und Mikrofonen hat nach Auffassung der vier Fraktionen viele Bürgerinnen und Bürger weit über die Grenzen Schwerins hinaus zu recht empört und schockiert.
Der Oberbürgermeister hat auch noch, als klar war, dass eklatante Fehler im Jugendamt gemacht wurden, den Dezernenten Herrmann Junghans und die betroffenen Mitarbeiter im Jugendamt auf unzulässige Weise geschützt und den Eindruck erweckt, als wurde alles richtig gemacht. Der von der Stadtvertretung eingesetzte zeitweilige Ausschuss kommt im Abschlussbericht zu dem entscheidenden Satz: "Der Tod von Lea- Sophie wäre vermeidbar gewesen."
Auch die negative Gesamtbilanz des OB auf vielen Gebieten der Kommunalpolitik in Schwerin, insbesondere der von Norbert Claussen im OB-Wahlkampf vollmundig versprochenen Entwicklung der Wirtschaft, bietet ausreichende Gründe für die vorzeitige Abberufung des OB. Die Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter der vier Fraktionen stellen ein tiefes Misstrauen und eine
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Ihr Kreuz ist gefragt
Kontra Bürgerentscheid
Mieser Wahlkampftrick des OB?
eklatante Zerstörung des Vertrauensverhältnisses zwischen einer Mehrheit im "Stadtparlament" und dem Oberbürgermeister als Chef der Verwaltung fest. Auch das ist ein wesentlicher Grund den Weg über die Abberufung des OB freizumachen, für einen notwendigen Neuanfang in der Landeshauptstadt Schwerin.
http://www.svz.de/lokales/schwerin/artikeldetails/article/217/pro-buergerentscheid.html
Schwerin Der Tod von Lea-Sophie und die Schuld von Norbert Claussen
Jagen Wähler ihren Bürgermeister aus dem Amt?
Am Sonntag rechnen die Schweriner mit ihrem Stadtoberhaupt ab. Was sich Lea-Sophies Großeltern wünschen.
Von Hanna-Lotte Mikuteit
Oberbürgermeister Norbert Claussen (CDU) kam nach der Wende aus Brunsbüttel nach Schwerin. Foto: dpa
Schwerin -
In der Stimme von Gertrud Guthold schwingt ein leises Zittern. "Es kommt alles wieder hoch", sagt sie leise. Fünf Monate ist es her, dass Lea-Sophie verhungert ist. In der Wohnung ihrer Eltern, mitten in Schwerin. Das Unfassbare wird nicht wirklicher durch die Zeit, die vergeht. Astrid Guthold ist Lea-Sophies Großmutter. Mehrmals waren sie und ihr Mann beim Jugendamt, aus Angst um ihr Enkelkind. Aber die Mitarbeiter reagierten nicht. "Der Oberbürgermeister ist mitschuldig", sagt Lea-Sophies Großmutter. "Ich finde es gut, dass er sich jetzt stellen muss."
Am Sonntag stimmen die Schweriner über die Zukunft ihres Stadtoberhaupts Norbert Claussen (50, CDU) ab. Den Bürgerentscheid hatten die Oppositionsparteien im Stadtrat gegen die Mehrheitsfraktion CDU durchgesetzt. Die Hürden für eine Abwahl des OBs, dessen Amtsperiode noch bis 2010 dauert, sind allerdings hoch: Ein Drittel der 80 000 wahlberechtigten Schweriner muss zur Wahl gehen, davon müssen wiederum zwei Drittel gegen den Amtsinhaber stimmen. Sollte das passieren, wird Claussen in den Ruhestand versetzt - bei vollen Bezügen.
"Der Vorgang ist sehr ungewöhnlich, aber nicht einzigartig", heißt es beim Deutschen Städtetag. Beobachter halten den Ausgang in Schwerin für völlig offen. "Wenn man die durchschnittliche Beteiligung bei Direktwahlen betrachtet, müssten schon alle, die hingehen, für die Abwahl stimmen", sagt Landeswahlleiter Klaus Hüttebräuker.
Allerdings ist die Stimmung in der Landeshauptstadt aufgeheizt: Lea-Sophies grauenvoller Hungertod und die Versäumnisse des Jugendamts sorgten bundesweit für Fassungslosigkeit und Empörung - und machen den 27. April zum Schicksalstag für Claussen. Dieser hatte kurz nach dem Kindstod eine Mitverantwortung des Jugendamts abgestritten. Schwerin, sagte er damals, habe "Pech gehabt". Er brauchte Wochen, um sich dafür zu entschuldigen.
Inzwischen hat ein städtischer Untersuchungsausschuss festgestellt, dass "der qualvolle Tod von Lea-Sophie vermeidbar gewesen wäre". Im Jugendamt habe es "erhebliche Mängel" gegeben. Bereits zuvor hatte Claussen seinem Behördenchef Hermann Junghans zwar die Verantwortung für das Amt abgenommen, ihm aber andere Aufgaben übertragen. Ein scheinbar sicherer Abberufungsantrag des Dezernenten scheiterte wenig später überraschend an der CDU. Daraufhin stellten die vier Oppositionsparteien den Antrag für den Bürgerentscheid. Einen freiwilligen Rücktritt lehnt Claussen ab.
"Es wäre gut, wenn der Oberbürgermeister abgewählt und so der Weg für eine Erneuerung in Schwerin frei wird", sagt SPD-Fraktionschefin Manuela Schwesig. Es gebe zudem eine Reihe weiterer Gründe für eine Abwahl. "Claussen hat Wahlversprechen nicht eingehalten, treibt die wirtschaftliche Entwicklung nicht voran." Im Fall Lea-Sophie habe der Stadtchef vollständig versagt: "mangelndes Krisenmanagement, schlechte Aufklärung, unpassende Äußerungen". Bis heute sehe er keine Schuld bei sich. "Es geht ihm nur um sein Amt und der CDU um puren Machterhalt", sagt Schwesig. Dazu passt nach Meinung der Opposition auch der jüngste Coup des OB: In einem kostenlosen Magazin lässt er sich mit seinen Erfolgen für die Stadt feiern. Erscheinungstermin eine Woche früher als sonst - und vor dem Wahlsonntag. Für Lea-Sophies Großmutter Gertrud Guthold wird das wieder ein besonders schwerer Tag. "Es wäre aber eine Genugtuung, wenn er abgewählt würde", sagt sie. Zwei Wochen später sollen sie und ihr Mann vor dem Schweriner Landgericht als Zeugen aussagen. Dort müssen Lea-Sophies Eltern sich zurzeit wegen Mordes verantworten.
erschienen am 25. April 2008
http://www.abendblatt.de/daten/2008/04/25/873568.html
Kindesmisshandlung
Die tödliche Schlamperei im Fall Lea-Sophie
Als die fünfjährige Lea-Sophie in Schwerin starb, wog sie keine acht Kilogramm mehr. Ihre Eltern ließen sie verhungern. Schnell stand das Jugendamt in der Kritik: Warum hatte dort niemand auf Hinweise reagiert? Als Folge des Skandals stimmen nun die Wähler über die Zukunft ihres Bürgermeisters ab.
Foto: AP
Blumen und ein Kuscheltier: Das Grab der fünfjährigen Lea-Sophie auf dem Waldfriedhof in Schwerin.
Das Büro des Schweriner Oberbürgermeisters Norbert Claussen erinnert ein wenig an die Brücke eines Kreuzfahrtschiffes. Eine riesige Fensterfront gewährt einen überwältigenden Blick über die Landeshauptstadt, die umliegenden Seen und das Schweriner Schloss. Von hier oben zeigt sich das pittoreske Städtchen von seiner schönsten Seite. Was Schwerins Kapitän erspart bleibt, ist der Anblick der weniger pittoresken Plattenbauten im nördlichen Stadtteil Lankow, wo im Herbst vergangenen, in der Nacht zum 20. November 2007, die fünfjährige Lea-Sophie an den Folgen ihrer Unterernährung starb.
Zum Zeitpunkt ihres Todes wog das Mädchen 7,36 Kilo, halb soviel wie ein gesundes Kind ihres Alters, ihr Körper war von Geschwüren übersät, die Haare ausgefallen. Seit vergangener Woche müssen sich die Eltern Nicole G., 24, und Stefan T., 26, vor dem Schweriner Landgericht verantworten. Die Anklage lautet auf „gemeinschaftlichen Mord durch Unterlassen“.
Seit Lea-Sophies Tod ist für Kapitän Claussen nichts mehr wie es war. Das Schiff ist ab vom Kurs, die Crew hat gemeutert. Am kommenden Sonntag entscheiden die Schweriner, ob ihr Oberbürgermeister im Amt bleiben darf. 30 der 44 Stadtvertreter hatten dem Antrag auf Bürgerentscheid zugestimmt – eine Premiere in der Geschichte der Kommunalpolitik. Claussen ist politisch angeschlagen, spätestens seit der von der Stadtvertretung eingesetzter Untersuchungsausschuss zu dem Schluss gekommen ist, dass „der qualvolle Tod von Lea-Sophie vermeidbar gewesen wäre“.
Schon ein Jahr vor ihrem Tod hatten die Großeltern das Jugendamt um Unterstützung geben, doch trotz dringender Anzeichen für, wie es amtlich heißt, eine „Kindeswohlgefährdung“, bekamen die Mitarbeiters des Amtes das Mädchen niemals zu Gesicht. Claussens Kritiker beziehen sich in ihrer Begründung des Bürgerentscheids indes vornehmlich auf die schleppende Aufklärung des Falls. Sein misslungenes Krisenmanagement habe dem der Stadt massiv geschadet, sagt Manuela Schwesig, Vorsitzende der SPD-Stadtfraktion. „In erster Linie tragen die Eltern die Verantwortung. Das ist ganz klar. Doch wenn so etwas Schreckliches in einer Stadt passiert, richtet sich an den Oberbürgermeister die Erwartung, dass er das Richtige sagt und das Richtige tut.“
"Pech gehabt"
Dass Claussen nicht die richtigen Worte gefunden hat, ist auch ihm inzwischen klar. „In der Darstellung nach außen haben wir Fehler gemacht“, sagt er und meint damit vor allem jenen unglücklichen Satz vom 23. November 2007, der ihm wohl noch lange nachhängen wird: „Es hätte in jeder anderen Stadt passieren können, und der, dem es passiert ist, hat in diesem Fall Pech gehabt", so Claussen auf einer Pressekonferenz. Dieser rhetorische Fauxpas verfestigte im Bewusstsein vieler Schweriner den Eindruck, Claussen sei ein kaltherziger Zyniker, den nicht der Tod Lea-Sophies, sondern die Sorge um das Ansehen der von ihm geführten Behörden bewege. Auch ostdeutsche Ressentiments gegen Claussen, der aus Schleswig-Holstein stammt, hätten die Sache befeuert, sagt der Fraktionsvorsitzende der Linken Gert Böttger. Worte wie „So kaltherzig wäre einer von hier nie gewesen, typisch Wessi“, habe man immer vernommen, so Böttger.
Das „Pech gehabt“, weiß Claussen heute, hätte ihm nicht passieren dürfen. In der Außendarstellung habe der Fall schon am „ersten Tag eine Schieflage bekommen“. Doch in der „Sachverhaltsermittlung“ sei alles richtig gelaufen, betont er. Während die Stadtvertreter der Grünen, SPD und der Linken dem Oberbürgermeister vorwerfen, er habe zu spät reagiert, ja versucht, die Versäumnisse in der Arbeit des Jugendamtes unter den Tisch zu kehren, beruft sich der auf sein Statement vom 22. November 2007. Dort heißt es: „Auch, wenn es absolute Sicherheit nicht geben kann, zeigt dieser Fall, dass die Mechanismen offensichtlich nicht ausgereicht haben.“ In einer weiteren Presseerklärung der Landeshauptstadt vom gleichen Tag ist der Tenor jedoch ein anderer: „Auch nach einer Mitarbeiterversammlung wurden bisher keine Erkenntnisse gewonnen, ob die festgelegten Verfahrensschritte verbessert werden könnten“, heißt es da.
Claussen hätte jedoch schon bei einer ersten Durchsicht der Unterlagen des Jugendamtes das „organisatorische Chaos“ erkennen müssen, sagt der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Manfred Strauß.
Die Chaos-Akte
Die „Akte“ zum Fall Lea-Sophie spricht in der Tat für sich: Sie besteht aus einer Sammlung von 20 losen Blättern. In zum Teil kaum leserlicher Handschrift wurden während der Gespräche mit dem Großvater einzelne Satzfetzen notiert, unter anderem die alarmierende Information, dass das Kind nur noch rund zehn Kilo wiege. Dennoch gab es keinen Hausbesuch. „Kern allen Übels ist, dass unsere Fachleute anfangs der Überzeugung waren, alles richtig gemacht zu haben“, sagt Claussen heute.
Dass bereits die äußere Erscheinung der Akte Indikator eines Amtsversagens ist, hat er offenbar auch nicht gleich gesehen – oder nicht sehen wollen. Jedenfalls habe die Akte am Morgen nach Bekanntwerden des tragischen Falls auf seinem Tisch gelegen, sagt Claussen. Erst sieben Wochen später versetzte er seinen Sozialdezernenten Hermann Junghans (CDU), der die Arbeit des Jugendamtes entschieden verteidigte hatte.
Schlagworte
Lea-Sophie Jugendamt Schwerin Vernachlässigung Verhungert
Viel zu spät, meinen Kritiker. Überhaupt, meint SPD-Frau Schwesig, neige der Bürgermeister zu einem von Arroganz und Intransparenz geprägten Politikstil. Und so kommen jetzt allerlei lokalpolitische Kamellen auf den Tisch. Der Bürgermeister habe eine Schwimmhalle geschlossen, bei der Straßenbeleuchtung gespart, das Theater nicht gefördert, heißt es in einem gemeinsamen Schreiben der Opposition. Mit dem Fall Lea-Sophie sei nun der Punkt erreicht, an dem es nicht mehr weitergehe. Immerhin zwei Drittel der Wähler müssten das am Sonntag genauso sehen – erst dann muss Claussen von Bord.
http://www.welt.de/vermischtes/article1935416/Die_toedliche_Schlamperei__im_Fall_Lea-Sophie.html
dpa/regioline vom 28.11.2007 16:46
Sozialarbeiterverband sieht "fachliche Fehler" im Fall Lea-Sophie
Essen/Schwerin (dpa/mv) - Im Fall der verhungerten Lea-Sophie hat das Schweriner Jugendamt nach Ansicht des Sozialarbeiterverbandes DBSH "fachliche Fehler" gemacht. Diese lägen aber im System, "am allerwenigsten sind sie ein Versäumnis der Kolleginnen und Kollegen", erklärte Verbandssprecher Wilfried Nodes am Mittwoch in Essen. Das Jugendamt hätte sich die ganze Familie einschließlich des fünfjährigen Mädchens ansehen müssen. Wie in vergleichbaren Fällen in Bochum oder Cottbus sei es versäumt worden, nach einem Gefährdungspotenzial in der Familie zu schauen. Die entsprechenden Amtsregeln müssten geändert werden, verlangte Nodes.
http://www.uena.de/news/norddeutschland/politik-mv/2263195
http://www.carookee.com/forum/Staatsterror/3/19067567.0.01105.html?p=6
23. November 2007
VERHUNGERTE LEA-SOPHIE
"In diesem Fall Pech gehabt"
Das Entsetzen über den Tod der fünfjährigen Lea-Sophie aus Schwerin ist groß, das Jugendamt steht in der Kritik. Oberbürgermeister Norbert Claussen stellt sich schützend vor die Mitarbeiter der Behörde - und bietet eine befremdliche Interpretation des Geschehens.
Schwerin - Von Schuldzuweisungen will Schwerins Oberbürgermeister nichts wissen: Das Jugendamt könne nicht jede Familie kontrollieren, sagte Norbert Claussen (CDU) heute bei einer Pressekonferenz. "Es hätte in jeder anderen Stadt passieren können, und der, dem es passiert ist, hat in diesem Fall Pech gehabt", fügte Claussen hinzu.
Pech hatte Lea-Sophie aus Schwerin. Sie wog am Tag ihres Todes gerade noch sieben Kilo. Die Haare waren der Fünfjährigen büschelweise ausgefallen, sie war wundgelegen, stank nach Fäkalien, in denen sie hatte liegen müssen. Ihre Eltern ließen das Kind verhungern und verdursten.
"Tief erschüttert", so ließ Bundeskanzlerin Angela Merkel über ihren Sprecher ausrichten, sei sie über das, was dem Mädchen widerfahren sei. Eine Gefühlslage, die wohl die Mehrheit der Deutschen teilen dürfte angesichts der Qualen, die Lea-Sophie in ihrem kurzen Leben erlitt.
Lea- Sophie - vernachlässigt, verhungert, allein gelassen?
von Rainer Helmbrecht
Die Eltern des Mädchens sitzen seit gestern in Untersuchungshaft, in der Kritik steht auch das Jugendamt Schwerin. Mitarbeiter der Behörde hatten offenbar Kenntnis von Problemen in Lea-Sophies Familie, in Augenschein nahmen sie das Mädchen jedoch nicht.
Laut Stadtverwaltung ging acht Tage vor dem Tod Lea-Sophies ein anonymer Hinweis beim Jugendamt ein, in dem sich mutmaßlich ein Nachbar um das Wohl des acht Wochen alten Bruders von Lea-Sophie sorgte. Jugendamtsmitarbeiter trafen die Familie bei einem unangemeldeten Besuch nicht an, hinterließen aber eine Nachricht.
Die Eltern erschienen am nächsten Tag mit ihrem augenscheinlich gut versorgten Kleinkind beim Jugendamt und führten ein längeres Beratungsgespräch. Sie behaupteten dabei, dass ihre Tochter bei Bekannten sei. Der Sozialarbeiter fragte den Angaben zufolge mehrfach nach und überprüfte einen Teil der Informationen auch "im Umfeld" der Familie. Er kam zu dem Schluss, dass für Lea-Sophie keine "akute Gefährdung des Kindeswohl" bestehe.
Der Mitarbeiter habe mit den Informationen, die ihm vorlagen, "eine subjektiv richtige Entscheidung getroffen, die am Ende objektiv falsch war", sagte Claussen. Sozialdezernent Hermann Junghans (CDU) erklärte: "Wir erkennen nicht, dass der Mitarbeiter zwingend hätte anders handeln müssen."
Der verantwortliche Sozialarbeiter mache sich nun schwere Vorwürfe, sagte Junghans. "Ich mache mir große Sorgen." Der seit Jahrzehnten "erfahrene Mitarbeiter" habe den Fall der Familie zusammen mit einem jüngeren Kollegen betreut.
Laut Jugendamt habe keiner der beiden zu wenig Zeit gehabt oder sei überlastet gewesen. "Vorschriftsmäßig, ordnungsgemäß und sachgerecht" sei das Verhalten der Jugendamtsmitarbeiter gewesen, sagte Oberbürgermeister Claussen.
Inzwischen sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft weitere Anzeigen gegen das Jugendamt eingegangen. Nach Angaben des Amtes werden dessen Mitarbeiter seit Tagen beschimpft.
pad/dpa
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,519317,00.html
http://www.carookee.com/forum/Staatsterror/3/19067567.0.30115.html?p=2
http://www.carookee.com/forum/Staatsterror/3/Jugendamt_Schwerin_Fuenfjaehriges_Maedchen.19067567.0.01105.html
Fall Lea-Sophie: Anzeige gegen Jugendamts-Mitarbeiter
Nach dem qualvollen Tod der fünfjährigen Lea-Sophie geraten die Schweriner Behörden unter Druck. Oberbürgermeister Norbert Claussen (CDU) wehrte sich am Donnerstagabend gegen Kritik am Jugendamt. „Bisher gibt es keinen Ansatz dafür, dass irgendein Mitarbeiter schnuselig gearbeitet hätte oder seine Aufgaben nicht erfüllt hätte“, sagte er im ARD-„Nachtmagazin“.
Ein Bürger aus Schleswig-Holstein habe unterdessen gegen Mitarbeiter des Schweriner Jugendamtes Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung erstattet, sagte Oberstaatsanwalt Hans-Christian Pick. Die Staatsanwaltschaft habe aber keine Hinweise auf ein Verschulden der Behörde. Das Jugendamt soll durch einen anonymen Hinweis von der Vernachlässigung des Kindes gewusst haben.
Das Mädchen war nach monatelangem Martyrium verhungert und verdurstet. Das ergab eine Obduktion der Leiche. Das Amtsgericht erließ am Donnerstag Haftbefehl gegen den 26-jährigen Vater und die 23-jährige Mutter wegen gemeinschaftlichen Totschlags. Die Eltern sollen das Mädchen mehrere Monate lang nicht ausreichend ernährt haben, wie Oberstaatsanwalt Hans-Christian Pick sagte. Zum Schluss habe Lea-Sophie nur noch 7,4 Kilogramm gewogen. Normal wären etwa 20 Kilogramm. Das Mädchen war am Dienstagabend ins Krankenhaus gebracht worden, wo es wenig später starb.
Die Schweriner Jugendamtsleiterin Heike Seifert soll bereits vor einem Jahr im Sozialausschuss der Stadtvertretung erklärt haben, das Amt sei durch Mittelkürzungen völlig überlastet. Die Vize-Vorsitzende des Landeselternrates, Verena Riemer, zitierte Seifert mit den Worten: „Ich kann nicht garantieren, dass wir nicht auch in Schwerin ein totes Kind haben werden.“
http://www.mittelbayerische.de/top_themen/artikel/fall_lea_sophie_anzeige_gegen_/162518
Schlechte Erfahrungen mit dem Jugendamt
23. November 2007
Eine Mitarbeiterin eines Mietercenters habe bereits mehrfach das Jugendamt über "katastrophale Zustände" von Kindern hingewiesen, ohne dass die Behörde reagiert hätte. "Ein Kleinkind wurde mehrfach nachts von der Polizei auf der Straße aufgegriffen und immer wieder nach Hause gebracht", berichtet sie.
Eine weitere junge Frau sagt: "Vor etwa zwölf Jahren , ich lebte damals noch in Schwerin, wurde ein Klassenkamerad ständig von seinem Vater Krankenhaus reif geschlagen. Sogar die Lehrer meldeten dies beim Jugendamt, aber die kümmerten sich um nichts. Wenn man schon zum Jugendamt geht als zwölfjähriges Kind und das Amt einem nicht glaubt, das ist doch der Wahnsinn."
"Als Mutter einer ebenfalls fünfjährigen Tochter macht es mich wahnsinnig wütend, dass so etwas passiert", schreibt eine andere Frau unserer Redaktion. "Die Verantwortlichen müssen endlich mal Konsequenzen zu spüren bekommen. Es kann nicht sein, dass die Kleine zwei Wochen vor ihrem Tod noch unauffällig und normal gewesen sein soll - kein Kind nimmt innerhalb so kurzer Zeit ab." Aber auch das Verhalten der Nachbarn erschüttere sie. In Lankow lebten schließlich viele Rentner, oft sei jemand den ganzen Tag über zu Hause. "Wenn man mal eine Dose ins Gebüsch wirft oder versehentlich ein Auto anbeult, da guckt immer jemand aus dem Fenster und notiert sich irgendwas. Wenn aber ein Kind nicht mehr auftaucht oder weint und jammert - das hört niemand und fällt keinem auf?"
Eine weitere Schwerinerin schildert ihre Erfahrungen mit dem Jugendamt so: "Vor Jahren wandte ich mich an das Jugendamt wegen einer jungen Frau, die bei uns im Haus lebte. Sie hatte bereits eine Tochter und war erneut schwanger. Da die junge Frau Drogen nahm, machten wir Hausbewohner uns große Sorgen um die Tochter und das ungeborene Kind. Das Jugendamt meldete sich schriftlich an bei der jungen Frau, so dass sie natürlich die Möglichkeit hatte alle Spuren, die auf Drogenkonsum hindeuteten, zu beseitigen."
Ein anderer Leser warnt bei allen Emotionen vor Vorverurteilungen. "Ich erinnere an den Fall Andre aus Iserlohn. Dort hat sich im Nachgang festgestellt, das der Kleine an einer Virusinfektion gestorben ist und Eltern sowie Jugendamt keine Schuld vorzuwerfen war."
Die Presse habe der Familie dort regelrecht nachgestellt und einzelne Personen hätten die Mutter öffentlich als Mörderin beschimpft. Das Jugendamt habe dann dort in einer Nacht- und Nebelaktion der Mutter die beiden Kinder aus dem Haus geholt. "Sowas darf und kann nicht sein. Deshalb sollte man mit seinen Äußerungen vorsichtig sein, auch wenn der erste Anschein auf Vernachlässigung deutet."
"Trauer und Empörung steigen in mir auf", schreibt uns hingegen Sabine Frick per E-Mail. "Wie ist es möglich, dass keine Anzeichen erkannt wurden?" Spontan stellten sich ihr viele Fragen zur Arbeit der Mitarbeiter des Jugendamtes: Waren sie in der richtigen Wohnung? Haben sie das richtige Kind gesehen? Sind die Mitarbeiter geschult, Mängel zu erkennen? "Der Sozialdezernent Junghans sieht keine Veranlassung, das vorgeschriebene Verfahren zur Prüfung solcher Hinweise zu verbessern! Dienst nach Vorschrift ...mit diesem traurigen Ergebnis und ohne eventuellem Teilschuldbekenntnis", kritisiert die Leserin. "So viel Arroganz zur eigenen Arbeit macht mir Angst für die Lösung solcher Probleme."
Die Kritik am städtischen Jugendamt und Sozialdezernent Hermann Junghans weitet der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Kinderhilfe Direkt, Georg Ehrmann, auf ganz Deutschland aus. In der Kinder- und Jugendhilfe werde immer mehr gekürzt, auf Kinderarmut und Überforderung vieler Eltern könne kaum mehr reagiert werden. Das liege laut Ehrmann auch daran, dass es keine einheitlichen Qualitätsstandrads in den Jugendämtern gäbe.
Nachrichten | 24.11.2007 | 07:00 UTC
Von der Leyen kritisiert Schweriner Jugendamt
BERLIN: Nach dem Hungertod eines fünfjährigen Mädchens in Schwerin hat Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen deutliche Kritik am Vorgehen des zuständigen Jugendamtes geübt. Sie könne sich nicht vorstellen, dass die Behörde vorschriftsmäßig gehandelt habe, sagte die CDU-Politikerin der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Die inzwischen in Untersuchungshaft sitzenden Eltern seien als auffällig bekannt gewesen. Da hätte man nachhaken müssen, sagte die Ministerin. Die Vorsitzende von UNICEF Deutschland, Heide Simonis, unterstützte die Forderung, verpflichtende Vorsorgeuntersuchungen von Kindern einzuführen.
http://www.dw-world.de/dw/function/0,,12356_cid_2970024,00.html?maca=de-rss-de-news-1089-rdf
Fall Lea-Sophie: Jugendämter ohne Kontrolle, Druck auf Behörden
24. November 2007 | 00:15 Uhr | von Christopher Schäfer
Schwerin - Sparen die Kommunen im Lande ihre Jugendämter zu Tode? Brauchen die Behörden eine stärkere Kontrolle von oben? Anhaltspunkte für übertriebene Sparmaßnahmen im Jugendamt lieferte dieser Tage Schwerin: Die um 25 Prozent geschrumpfte Mitarbeiterschaft soll sich hier um dieselbe Fallzahl kümmern wie vor einigen Jahren. Ähnlich dürfte es auch in den anderen Kreisen und Städten des Landes aussehen. "Wenn gespart wird, dann zuerst in den Jugendämtern", beklagt Werner Freigang, Professor für Sozialpädagogik an der Hochschule Neubrandenburg.
Die kommunale Selbstverwaltung garantiert den Kommunen völlige Unabhängigkeit in der Jugendarbeit. Läuft etwas schief, halten dafür letztlich Landräte und Oberbürgermeister ihren Kopf hin. Lediglich das Innenministerium besitzt eine Rechtsaufsicht, die aber auf Hinweise und Ratschläge beschränkt ist. Ein Personalschlüssel ist in keinem Gesetz vorgeschrieben. Sparen bis zum Letzten ist möglich, oft bis zur personellen Schmerzgrenze.
Auch qualitativ scheint in den Jugendämtern einiges im Argen zu liegen. Studierte Sozialpädagogen seien "unbedingt nötig", aber nicht die Regel, sagt Freigang. Häufig seien nach der Wende Krippenerzieher kurzerhand umgeschult und ins Jugendamt versetzt worden.
Dabei ist gerade hier Weiterbildung wichtig: "Je weniger Grundqualifikation Mitarbeiter haben, desto wichtiger werden die Zusatzangebote", betont Freigang. Jugendämter entsenden ihre Mitarbeiter so gut wie gar nicht zu Weiterbildungen.
Die Leiterin des Weiterbildungszentrums "Schabernack" in Güstrow, Dr. Susanne Braun wird noch deutlicher: "Von 200 Teilnehmern, die unsere sieben Kurse zum Thema Kindeswohlgefährdung besuchen, kommt genau einer vom Jugendamt."
Im Parchimer Jugendamt beschreibt Sachgebietsleiterin Monika Thieß die Situation gar als dramatisch. Ihre Mitarbeiter würden "bis zum letzten kreuchen", da das Pensum kaum noch zu bewältigen sei.
http://www.svz.de/mecklenburg-vorpommern/artikeldetail/article/111/fall-lea-sop.html
Hans Mustermann
Musterstr. 5
12345 Musterhausen 24.Nov.2007
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Staatsanwaltschaft Schwerin
Bleicherufer 15
19053 Schwerin
Per Fax : 0385 5302- 444
Strafanzeige
Hiermit stelle ich Strafanzeige gegen :
1. Amtsleiterin d. Jugendamtes Frau Heike Seifert
2. Sozialdezernent Herrn Hermann Junghans
3. Oberbürgermeister Herrn Norbert Claussen
4. weitere mit dem Fall betrauten - mir namentlich unbekannten - Mitarbeiter des Jugendamtes
wegen des Verdachts der Unterlassung im Amt
wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung durch Unterlassung im Amt
wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung durch Unterlassung im Amt
wegen des Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung
wegen des Verdachts der Aussetzung § 221 StGB
im Fall der durch Verhungern und Verdursten zu Tode gekommenen Lea – Sophie aus Schwerin.
Da ich juristischer Laie bin, überlasse ich der Staatsanwaltschaft die genaue Feststellung des Straftatbestandes.
Begründung zu 1. Amtsleiterin Heike Seifert
Seit Oktober 2006 muss Frau Seifert bekannt gewesen sein, dass von Seiten des Großvaters der kleinen Lea Sophie Verdachtsmomente hinsichtlich des körperlichen Zustandes beim Jugendamt Schwerin angezeigt wurden.
Dann am 12.11.07 anonymer Anruf aus der Nachbarschaft (14.25 Uhr):
Man mache sich Sorgen um einen 3-4 Wochen alten Säugling, sei kaum draußen zu sehen,
die Mutter gehe nur abends mit dem Kind in der Babywiege und zwei Hunden spazieren, das
größere Kind scheine im Haushalt nicht mehr zu leben, sonst sei dort nichts bemerkt worden.
Unmittelbar nach Eingang der Information sind zwei Mitarbeiter vor Ort gewesen, die Familie.
wurde nicht angetroffen Es wurde eine Einladung für den Folgetag, 9.00 Uhr hinterlassen.
Die Eltern sind mit dem Säugling im Jugendamt zum Termin 13.11.07, 9.00 Uhr erschienen.
S.1
Im Verlaufe des Gespräches ist nach dem Aufenthalt des größeren Kindes gefragt worden. Die Eltern gaben an, dass sich dieses Kind bei Bekannten befindet. Aus den Gesamtumständen ergab sich für den Sozialarbeiter kein Hinweis auf eine Kindeswohlgefährdung.
Aber eben diese Gesamtumstände, im besonderen mit dem Hinweis aus dem Jahr 2006, hätten zu einer besonderen Sorgfaltspflicht und strengeren Überprüfung führen müssen. Lea – Sophie hätte unter allen Umständen in Augenschein genommen werden müssen.
All dieses lag im Verantwortungsbereich von Frau Seifert.
Begründung zu 2. Sozialdezernent Herrn Hermann Junghans
Als für die Jugendhilfe verantwortlichem Dezernent muss man diesem „Unterlassene Hilfeleistung mit bedingtem Vorsatz in einem besonders schweren Fall „ vorhalten .
Er hat meines Erachtens den Tod des kleinen Mädchens mit zu verantworten. Er hat aus seiner Verantwortung heraus nicht dafür gesorgt, dass dem Schweriner Jugendamt die zur Erfüllung des gesetzlichen Auftrages gemäß Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB XIII) erforderlichen Personal- und Sachausstattungen zur Verfügung stehen. Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamtes sind erheblich überlastet und können der Fülle der Aufgaben zum Schutz von benachteiligten Kindern nicht entsprechend den fachlichen Anforderungen nachkommen
Begründung zu 3. Oberbürgermeister Herrn Norbert Claussen
Der Oberbürgermeister ist mitverantwortlich für den Tod des kleinen Mädchens, da er offensichtlich nicht bereit war, dem Jugendamt, bzw. dessen Mitarbeiter ausreichend Finanzmittel zur fachgerechten Erfüllung Ihrer Aufgaben gemäß dem KJHG zur Verfügung zu stellen.
Ansonsten wäre ein /eine verantwortungsvolle(r) und berufserfahrener Sozialarbeiter / Sozialarbeiterin in der Lage gewesen, nach dem Besuch der Kindeseltern mit dem kleinen Säugling im „Amt“ zusammen mit den Eltern zu dem Aufenthaltsort der kleinen Lea-Sophie zu fahren um sich das Kind anzusehen. Aber dafür standen diesem / dieser gemäß den “Vorgaben von Oben“ wegen des auferlegten Sparzwanges keine Arbeitszeit ( wegen Überstunden ) und auch keine Reisezeit und Reisekostenerstattung zur Verfügung. Laut Zeugenaussagen in der SVZ hat die Jungendamtsleiterin deutlich und hinreichend auf die unzureichende fachliche Personalausstattung in ihrem Jugendamt hingewiesen.
Bitte bestätigen Sie den Eingang der Anzeige schriftlich.
Mit freundlichen Grüßen
Hans Mustermann Musterhausen, 24.11.2007
S.2
http://www.old-fighters.de/download/Musteranzeige-Seifert-Junghans-Claussen.doc