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Re: Fränkisches Gedicht
Schumacher,
27.12.05, 23:22
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Nun die Übersetzung von Meik kann man doch glatt akzeptieren. Ist sogar für mich verständlich
Weil Torsten (der ohne "h") mehr wollte und Weihnachten vorbei ist, habe ich hier noch was ausgegraben:
Wer kann das verstehn? Inhaltsangabe genügt (Franken haben ausnahmsweise wieder schreibverbot)
Des Husnkaafn
von Reinhold Hartmann
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Neili wollt iech und mei Fraa,
wall die läßt mi net allaa,
amol in die Stadt nei laafn
und für miech a Husn kaafn.
lech laaf glei o den Ständer no
do hänga sovill Husn dro
do is bestimmt wos Gscheits dabei
auf amol macht mei Fraa a Gschrei.
Des Zeich do is doch net modern,
des is wos für den ältern Herrn,
und ieberhaupts die Farbn do,
mir genga etz wo annersch no.
Im nächstn Lodn muß passiern
die ersta Husn oprobiern,
vor der Kabina ein Gedräng
und inna drinna is aa eng.
lech zwäng miech in die Husn nei
sooch meiner Fraa, mir gfälltsa fei
a bißla weiter wennsa wär
dann machatsa bestimmt wos her.
Dann halt die a Nummer greßer
ohmrum passatsa scho besser
bloß zu lang sin etz die Baa
worum muß denn des so saa?
Zehn Husn später, su a Freid,
siech iech a Hesla, liebe Leit,
des hots mier glei ogeto
iech prowiersa aa glei oo.
Die Läng die paßt und aa die Weitn
langsam werdmo halt bescheidn,
mei Fraa wie dann die Husn sicht,
beinoah nuch an Schreikrompf kriecht.
Schau diech amol vo hintn oo
sicht wie a Preßsock aus, mei Mo
für jedn wohl der Eindruck ist,
wie wenn dei Orsch die Husn frißt.
So gehtsna ganzn Nochmittoch
des Husnkaafn is a Plooch,
wos mir gfällt, gfällt net meiner Fraa
und umgekehrt, so solls wohl saa.
Weibi, sooch iech, sei net bees
so langsam wer iech etz nervees
zuwos brauch iech a neie Husn
nimm des Geld, kaaf dir a Blusn
So sen mir widder haammarschiert
mei Fraa, di wor nei ausstaffiert
a Jeans hob iech nuch kriecht zum Schluß
vom Restgeld fohrma mitn Bus.