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| Väterradio http://www.vaeterradio.de Aprilsendung - Kraftvolle Zeichen - Väter beim Halbmarathon in Berlin - Gäste: - Dr. med. Peter Tinnemann - Vater auf der Suche nach seinem Kind, obwohl er es gefunden hatte - Uwe Schiwek - Polizist ohne Rechte aber Erfahrungen mit dem Jugendamt - Ralf-Gunther Fuchs - Initiator des Papalaufs und Vater ohne Tochter - Wolfgang Erwin, Gerd Meier und Andreas Jämmerich werden per Telefon zugeschaltet |
Hallo,
eine entsorgte Mama hat mir ihre Geschichte zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt:
Abriss über mein Leben
Bevor ich zum eigentlich erschütterndsten Abschnitt meines bisherigen Lebens komme, dem Verlust meiner Tochter durch ihren manipulierenden Vater, erscheint es mir folgendes wichtig:
Vor dieser Ehe war ich bereits mit 23 Jahren schon einmal verheiratet. Unsere damalige Wunschtochter kam 12 Wochen zu früh auf die Welt, lange Zeit war es nicht absehbar ob sie überhaupt überleben würde. Es folgten ein schweres Atemnotsyndrom, sowie eine massive Gehirnblutung, als sie künstlich beatmet im Inkubator die ersten Monate um ihr Überleben kämpfte.
Ich trennte mich im ersten Lebensjahr des Kindes, da der Vater begann einen massiven Egotrip zu fahren, Geldgeschenke an uns und unser Neugeborenes zu unterschlagen, begann Geld zu verspielen. .
Lieber allein als gemeinsam einsam.
Ich wollte Klarheit bekommen und verreiste mit einer Clique nach Dänemark.
Unerwarteterweise fand der Vater meiner Tochter den Weg nach Dänemark, um mich freudig davon zu unterrichten, dass ich umsonst zu meinem geplanten Besuch im Kinderzentrum München fliegen könne.
Er winkte mit dem Bescheid des Behindertenausweises:
100% Hirnschädigung.
Da war für mich klar, dass wir nie gemeinsam würden leben können.
Ich trennte mich.
Mit einem langjährigen Freund hatte ich sehr innigen Kontakt, er unterstützte mich sehr was die Renovierung meiner neuen Wohnung betraf. Wir kochten gemeinsam, redeten sehr viel über Beziehungen.
Wie es schien, geriet er immer wieder an die „ falschen“ Frauen.
Gefühlsschwankungen hatte er bereits damals- oftmals konnte ich sie gar nicht nachvollziehen. Auch bereits zu jener Zeit verstand er es prächtig, dass ich wegen Nichtigkeiten ein schlechtes Gewissen bekam- vor Allem wenn ich zu dem stand, was ich sagte, Entscheidungen die mein Leben betrafen, regelte.
Dennoch verliebten wir uns ineinander.
Er zeigte mir in der ersten Zeit eine sehr fürsorgliche Seite an sich, die vorher noch nie zum Ausdruck kam. Er schien sich auch um meine Tochter viele Gedanken zu machen, was ihre Förderung betraf.
Wir heirateten an einem Geburtstag meiner Tochter.
Ein heißes Eisen war damals der Kontakt zum leiblichen Vater meiner Tochter.
Mein zweiter Mann könne nicht zwanglos mit dem Kind umgehen, wenn sie künftig Kontakt zu ihrem leiblichen Vater hätte, waren seine Worte.
Bislang lehnte der Vater meiner Tochter aus psychischen Gründen den Kontakt ab.
Zeitweise legte mein zweiter Ehemann eine enorme Wut gegen meinen geschiedenen Mann an den Tag, es sei unmenschlich wie er sich in der Vergangenheit seiner kleinen Familie gegenüber verhalten habe, er solle für das Kind zahlen bis er schwarz werde, keine ruhige Minute mehr haben.
Irgendwann äußerte er: Der andere als Vater im Leben meiner Tochter, oder aber er würde sich trennen. Er sei derjenige, der sich Sorgen um das Kind machen würde, sie herumträgt wenn sie schrie.
Solche Erpressungen kamen häufiger vor, damals war ich nicht in der Lage sie zu erkennen.
Mein Bauch sagte mir auch, es sei irgendwie „ komisch“ dass er unter vier Augen schlecht über meine Familie sprach, es dennoch brillant verstand sich in den Frauenhaushalten fast unentbehrlich zu machen.
Meine Mutter und Schwester waren begeistert, gönnten mir mein vermeintliches Glück.
Er befragte mich mehrfach, was ich den ganzen Tag eigentlich so täte, ob ich nicht gelernt hätte sauber zu machen, wenn wir ein Haus hätten würde alles im Chaos enden.
Derzeit musste ich zu Fuß in die Stadt zu den Therapeuten meiner Tochter, häufige Arztbesuche waren die Regel, außerdem drei bis fünfmal Krankengymnastik bei meiner Tochter durch mich.
Mir wurden scheinbar harmlose Fallen gestellt, um zu sehen ob ich beispielsweise in den Ecken und unter den Möbeln putzen würde.
Zu jenem Zeitpunkt meldete sich mein Bauch noch, und ich konfrontierte ihn:
„Hätte Gott oder wer auch immer gewollt, dass ich den ganzen Tag putze, wäre ich Spülmaschine geworden.“
Nach zwei Ehejahren nahm er emotionslos zur Kenntnis, dass ich unser Wunschkind in meinem Bauch trug.
Da unsere Wohnung ursprünglich für das gemeinsame Leben mit meiner Tochter aus erster Ehe und mir gedacht war, wäre es mit einem Säugling natürlich noch schwieriger.
Nach einer weiteren Drohung sich zu trennen, wenn ich nicht in einen Hauskauf einwilligen würde, begab ich mich auf die Suche, klärte die Finanzen. Er war nur am mäkeln über eventuelle Neubauten, oder gebrauchte Objekte.
Diesbezüglich schien er mir keinen Bezug zur Realität zu haben. Wir hatten häufig Streit.
Wir bezogen unser Haus, als unsere gemeinsame Tochter etwa 2 Jahre alt war, meine Große war zu dem Zeitpunkt 7 Jahre alt
Es war ein Leben auf einer Dauerbaustelle, ich verausgabte mich förmlich. Tagsüber Spiel und viel Spaß, Therapeutenbesuche.
Zwei Kinder ,die sich lieb haben und sich vorerst ein Zimmer teilten.
Zwischendrin mein Kampf mit Gesteinsbrocken von eingerissenen Wänden, wuchernden Gartenbüschen.
In dieser Lebensphase hatte meine Mutter einen häuslichen Unfall, wurde dement und kam in ein Pflegeheim, wo sie nach mehreren „ Versuchen“ endlich friedlich in meinem Beisein verstarb.
Mir fehlte einfach Anerkennung, die ich nicht bekam, egal was ich tat.
Als ich irgendwann den Gedanken hegte, ich müsse lediglich so sein wie er mich gern hätte, leuchteten meine Alarmleuchten.
Ich begann Goldschmiedekurse zu machen, erzielte schöne Ergebnisse.
Die Statements meines damaligen Mannes lassen sich auf das reduzieren, was in seinen Augen alles hätte besser bearbeitet können.
Ich begann Aquarelle zu malen, die Anfänge konnten sich sehen lassen.
Zu einem Feiertag bekam ich eine Staffelei geschenkt, die er einst für eine seine weiblichen Kurzbeziehungen anfertigte. Sinngemäß: Vielleicht würde mir dies ja helfen, mal „ schöne“ Aquarelle zu malen.
Er jammerte ständig um ausgegebenes Geld, wir müssten mehr sparen.
Es flossen im ersten Jahr nach Hauskauf etliche Märker in die Umbauten, die ich hätte vom Haushaltsgeld ersparen sollen.
Zeitweise ging ich in der Kleiderkammer einkaufen, weil er unbedingt neues Werkzeug und Maschinen benötigte.
Auch wenn ich diesbezüglich meist gänzlich anderer Meinung war, schaffte er es durch seine Verbalakrobatik, mich zumindest mundtot zu bekommen.
Ich wurde immer unzufriedener, der ehemals geliebte Mann fuhr einen Egotrip sondergleichen, war nur noch am arbeiten- oder unterwegs mit seinen Kolleg(inn)en.
Sowohl mobil, als auch Festnetz klingelten. Wiederum, er täte dies nur um mich glücklich zu machen.
Auf Partys oder anderen Veranstaltungen ließ er mich zumeist stehen, später versuchte er dann auch, sich im Beisein anderer über mich lustig zu machen.
Zu dieser Zeit begann ich fieberhaft zu lesen.
Und wappnete mich, indem ich ständig Geld für eine Taxe bei mir hatte.
Natürlich war ich in seinen Augen die Schuldige, da er schließlich erklären musste wo ich geblieben sei.
Wenn ich dann nach ihm nach Hause kam, hagelte es wüste Unterstellungen, ich würde fremdgehen.
Ich erklärte ihm, er solle sich mir gegenüber einen anderen Ton angewöhnen.
Nach seiner Meinung hätte ich es nicht anders verdient: „ Du und Dein Scheiß- Egotrip, Deine verfluchte Konsequenz Dinge durchzuziehen…Du musst Dich doch überhaupt nicht wundern.“
Mit letzter Kraft raffte ich mich auf, kümmerte mich darum, noch eine weitere Ausbildung finanziert zu bekommen- ich verklagte das Arbeitsamt.
„ Du kleine Nummer xy wirst bestimmt nichts bekommen, außer einem Haufen Stress mit dem A. amt…“ .
Mit der Zusage des A. amtes bekam ich am gleichen Tag die Zusage einer namhaften Parfümerie, in der ich aushilfsweise tätig war. Man hatte für mich eine halbe Stelle geschaffen.
Meine Freude hierüber war einfach riesig!
Ein wirkliches Gespräch kam mit meinem Mann darüber nicht zustande: Ich täte ja generell das, was ich für richtig hielte.
Da ich eine Nachzahlung bekam, schaffte ich mir ein größeres Auto an. Anfangs war er einverstanden mit dem Kauf, als ich jedoch tatsächlich vorfuhr, war dies der Anfang von drei Tage schweigen im Walde. Er sprach nicht mehr mit mir.
Kurz darauf fuhren wir nach Dänemark zu seiner Schwester. Und er, er hatte nichts Besseres zu tun, als sich mit dem von mir angeschafften Auto zu brüsten- welch ein Schnäppchen, tadellos in Schuss.
Erstmalig kam mir bei dieser Gelegenheit in den Sinn, dass mit Sicherheit nicht ich „ falsch davor“ sei, dies versuchte er ständig mir weis zu machen.
Und seine sich größtenteils widersprechenden Aussagen drohten mich verrückt zu machen.
Fast hätte ich die Ausbildung nicht beginnen können, jedoch hatte ich einen sehr verständigen Leiter der Institution, der sich im vollen Einsatz beim Kultusministerium mit Erfolg bemühte, dass ich dennoch eine Chance bekäme die Ausbildung zu beginnen.
Die Kinder waren- wie ich- vormittags in der Schule, nachmittags konnte ich mit ihnen Hausaufgaben erledigen, den nicht endenden Bauschutt entsorgen, 1000qm Grundstück verschönern.
Wenn es Nachmittagsunterricht gab, oder Projekte, nahm ich die Mädchen mit in die Schule. Meine schriftlichen Arbeiten erledigte ich, nachdem sie von mir ins Bett gebracht wurden.
Langjährige Freunde sagten durch die Blume, sie könnten meinen Mann nicht verstehen, dass er so unnahbar mir gegenüber sei- das war Wasser auf meine Mühlen.
Ich fragte, ob er mich noch liebe.
„ Worte sind Schall und Rauch… was schert mich mein Geschwätz von gestern… trinkt Dir mal wieder einen, dann bist du lockerer…Ist doch kackenegal, was ich anderen erzähle… !“ .
Nach seiner Meinung sei es Gewäsch, sich über gegenseitige Liebe verbal auszutauschen- schließlich würde ich doch merken, wie er sich „ den Arsch aufreißen würde“, nur damit es uns gut ginge.
Mein altes Ich kam wieder aus der Tiefe und sagte zu ihm:
„ Wenn Du nicht mehr kannst, Dich ruinierst (Migräne, Verspannungen, kleine Unfälle) so ist es nicht das, was ich von Dir möchte oder mir von einer Zukunft mit den Mädels vorschwebt… Wegen mir soll sich niemand ruinieren, oder seine Grenzen überschreiten.“
Ich hasste es, wenn er UNSERE Tochter zum Essen zwang.
„ Mama, weißt Du das noch, ich musste kotzen.“
; im Restaurant wählte unser Kind eine Tomatensuppe, die ihr nicht schmeckte- sie übergab sich auf der Toilette.
Während der Ehe war ich sehr oft im Krankenhaus, musste mehrfach operiert werden, habe mich nach zwei Tagen entlassen lassen, damit ich bei den Kindern sein konnte.
Er begann sehr ungerecht den Kindern gegenüber zu werden.
Ich stellte mich davor, er fragte nicht nach unserem Tagesablauf, konnte meine Erziehungssorgen nicht nachvollziehen.
Es dämmerte in mir, jedoch vermag ich dieses diffuse Gefühl erst jetzt in Worte zu fassen.
Ich begann, auf der Hut zu sein, nachdem mein zweiter Ehemann eines Tages „ fröhlich- aufgekratzt“ in einen Besuch meiner Freundin hereinplatzte.
Mein Bauch hatte Recht:
Ein Diktiergerät lief im Zimmer mit, während sich mein damaliger Mann im Garten aufhielt.
Bislang hatten wir kein Diktiergerät gehabt.
Danach legte ich eine Szene hin, sie muss filmreif gewesen sein.
Die Schwester meines damaligen Mannes sagte dazu nur:
„ Ich mag Dich, ich weiß auch was für ein Früchtchen mein Bruder ist… ein Egoist, der jammert, nichts ändert. DU bist am machen am tun… Dennoch, er ist mein Bruder- und Blut ist dicker als Wasser...“.
Sinngemäß, sie glaube, er müsse dringend auf die Couch bei einem Psychologen.
Es folgten relativ entspannte Zeiten…
Unter vier Augen schien es für ihn primär wichtig zu sein, dass ich an Gewicht abnehmen würde.
Ich probierte Diäten, er mäkelte: „ Früher konntest Du mal kochen. “.
Ich begann Sport zu treiben, was belächelt wurde: „ Du Sportoholic“, ob ich denn ständig in Extreme flüchten müsse?
Eigentlich sei ich zu kompakt für sein ästhetisches Empfinden, und zu einer Veranstaltung, wo er beispielsweise auf Models treffen könnte, würde er mich nicht mitnehmen. Schließlich führe er ja auch nicht zu Porsche, weil er dann einen Porsche würde haben wollen.
Ich fragte mich, ob ich im Kindergarten wäre…
Irgendwie habe ich es geschafft, für zwei Wochen vorzukochen- er bekam seine Normalkost. Weil Essen in der Kantine schmeckte nicht so wie bei mir. Ich beneidete ihn darum, einfach nur mittags essen zu müssen, da ich diesen Luxus gern auch dann und wann für mich gehabt hätte.
Ich nahm merklich ab.
Im Nachhinein nenne ich diese Zeit die „ Trüffelzeit“.
Ich bekam Fettbomben vor Arko, Wein oder Sekt, den ich gern trinke. Lehnte ich ab, wurde er sauer.
Trank ich den leckeren Sekt, war ich ein Alki.
Mitte meiner Ausbildung, ich fuhr ausschließlich Nachtschicht am Computer, hatten wir Kontakt über unsere gemeinsame Tochter zu netten Eltern- fand ich damals.
Meine große Tochter war auch dabei.
Am Wochenende war dann oftmals Party angesagt, reden, tanzen, lachen- sowie manchmal Wissensspiele.
An den Wissensspielen hat er sich nie beteiligt, beim Tanzen ebenso wenig- er musste unbedingt mit mir nach Hause fahren.
„ Der ist aber manchmal auch komisch…“, sagte eine Bekannte.
Einer der letzten Abende, vor der Trennung.
Thema meines damaligen Mannes war zuvor, wie scheiße Tänzer aussehen… da sich „ irgendwie“ alles wiederholt.
Er stünde mit einem innerlichen Grinsen neben den Tanzenden, die sich zum Gespött machen würden.
Kurz vor dem Weihnachtsfest fuhren wir mit unserer Truppe zu einer „ Ü 30- Party“, zumeist wurde mein damaliger Mann nicht in unserer Nähe gesichtet.
Einer unserer Bekannten fragte mich an diesem Abend, ob mein Mann eine Freundin nebenbei hätte. Innerlich kochte ich.
Die Herren unserer Truppe kümmerten sich den ganzen Abend sehr rührend um mich, was ich sehr merkwürdig fand.
Als wir uns auf den Nachhauseweg begeben wollten, war mein Mann verschwunden.
Ein Bekannter entdeckte meinen leidenschaftlichen Nichttänzer in der Mitte der Tanzfläche mit der Frau eines Bekannten.
Zuhause angekommen brach meine angestaute jahrelange Wut aus mir heraus. Es muss gewaltig gewesen sein, denn der große Rhetoriker kam nicht zu Worte. Vielmehr ließ ich ihn nicht mehr dazwischen reden.
Stattdessen packte er mich, wie bereits auch schon zuvor, sehr schmerzhaft an den Oberarmen und drückte mich an die Wand des Badezimmers.
Als ich mich frei machen konnte, gab ich ihm eine schallende Ohrfeige. Und herrschte ihn an, dass ich weder auf diese noch andere Arten mit mir umspringen lassen würde. Diese Zeiten seien ein für alle Mal Geschichte.
In der Ausbildung hatten wir über mehrere Wochen verschiedene Referate gehalten und erarbeitet.
Zwar war ich keine Fachfrau, jedoch hätte ich die Beschreibung von Borderline- Symptomatiken bei ihm sofort unterschrieben.
Seine Anwandlungen hatten einen Namen bekommen, dies machte mir große Angst und bereitete mir schon länger Sorgen.
An einem Abend stellte ich ein Ultimatum.
Innerhalb von 24 Stunden wollte ich eine Entscheidung von ihm:
Entweder Trennung, oder er würde sich bei einem Psychologen auf die Couch begeben, bzw. eine Partnerschaftsberatung mit mir aufsuchen. Jedenfalls würde ich so in keinem Falle mehr weitermachen wollen.
Nach einer Stunde kam mein Mann stark erregt auf mich zu:
Er ließe sich nicht mehr unter Druck setzen, Trennung.
Ich bat ihn, sich woanders einzuquartieren, da es für mich sehr belastend war mit ihm unter einem Dach zu leben.
Entweder versuchte er mich verbal „ zusammen zu falten“, oder aber textete mein Handy voll, er wisse nun gar nicht mehr weiter, habe es so nicht gewollt, und was wir doch an schönen Zeiten gehabt hätten…
Viele Freunde und Bekannte äußerten mir gegenüber, sie hätten den Verdacht, momentan habe er „nicht alle Tassen im Schrank“ – so wie er „drauf“ sei.
Auch als er eine Wohnung hatte, ging er im Haus ein und aus wenn ich nicht da war. Und er hinterließ Spuren, offensichtliche.
Die Zimmertür des ages war jedes Mal offen, oder es lag eine einsame Zigarettenkippe im Aschenbecher, im Wohnzimmer und meinem Schlafzimmer.
Ein weiteres Mal hatte er anscheinend während meiner Abwesenheit geduscht.
Ich fühlte mich kontrolliert und beschattet.
Als mehrfache Bitten dies zu unterlassen nicht fruchteten, suchte ich mir eine Wohnung in der Nähe- damit die Kinder häufige Kontakte pflegen konnten.
Auch hier schien er in mein Territorium eindringen zu wollen: Ständig musste er sich angeblich die Hände waschen.
Ich nahm mir das Recht, ihn ohne Diskussion der Wohnung zu verweisen, wenn er Ansätze machte, mich verbal zu vergewaltigen. Dumme Texte würde ich mir von niemandem anhören!
Zwischenzeitlich raspelte er Süßholz, wenn wir telefonierten.
Als das Trennungsjahr fast abgelaufen war, stand er eines Abends bei mir leicht alkoholisiert vor der Tür.
Wir besprachen das bevorstehende Weihnachtsfest, plötzlich äußerte er, dass er sich gut vorstellen könne mit mir ins Bett zu gehen. Ich lehnte ab.
Wochen später stellten mein Nachbar und ich fest, dass wir uns ineinander verliebt hatten.
Anfangs demonstrierten unsere vier Kinder gegen unsere Beziehung: „ Es ist so schön hier, nachher trennt ihr Euch auch wieder- und das wollen wir nicht!“.
Scheinbar hatte ich einen sehr fürsorglichen Noch- Ehemann, er wollte mir unsere gemeinsame Tochter öfter abnehmen, damit ich es mich auf meine Prüfung vorbereiten könnte.
Aus finanziellen Gründen, sowie Hauseigentum, wollten wir von einer Scheidung absehen.
Schließlich verbrachte ich kein Wochenende mehr mit unserer gemeinsamen Tochter, inzwischen rechtfertigte der Kindesvater die nahezu täglichen Besuche damit, mit unserer Tochter Mathematik üben zu wollen.
Wir kamen zu keiner Einigung, ich suchte Rat bei einem Anwalt und reichte die Scheidung ein.
Mein Bauch warnte mich wiederum.
Mich erreichten keine Mitteilungen der Grundschule mehr, meine Tochter diesbezüglich befragt, brach in Tränen aus, als ich sie auf einen anstehenden Ausflug begleiten wollte.
Dies ginge nicht, denn Papa führe bereits mit.
Die Probleme zwischen meiner Tochter und mir häuften sich. Der Kindesvater tat kund, „das sei nicht seine Baustelle“.
Wenn meine Tochter abends im Bett lag, bekam sie häufig Wutanfälle, wenn ich in ihr Zimmer kam. Ich würde spionieren wollen, bzw. ihr den Kontakt zu ihrem Vater verbieten.
Zuerst schickten beide sich gegenseitig nur abends SMS; an Tagen wo sie sich bei mir befand, rief er sie bis zu dreimal täglich auf ihrem Handy an.
Unser Kind mutierte vom fröhlich- aufgeschlossenen 9- jährigen Mädchen zu einem mir gänzlich (engt)fremdeten Wesen, das mir zeitweise Schimpfwörter entgegenschleuderte… um mir im nächsten Moment weinend und klammernd um den Hals zu fallen.“ Mama, ich hab Dich so lieb!“.
In einer solchen Situation äußerte sie Selbstmordgedanken, sie könne „ es“ so nicht mehr.
Ich kontaktierte eine Kinderpsychologin, erklärte meiner Tochter manchmal sei es ganz gut, sich mal etwas von der Seele reden zu können, gerade mit Personen die nicht zur Familie gehörten.
Sie schien erleichtert, sagte sie wolle es sich überlegen.
Nach dem nächsten Kontakt zu ihrem Vater stellte sie dar: Den Schaden hier hätte ja wohl eindeutig ich, ich solle mal zusehen dass ich mir Termine hole, da ich krank im Kopf sei.
Außerdem seien Psychologen („Oder wie immer das auch heißt“) Menschen, die erst ganz lieb tun und dann Sachen aus Kindern „ herausquetschen“, die man gar nicht sagen möchte.
„ Ausquetschen wie eine Zitrone“ äußerte das Kind auch mehrfach weinend in Bezug auf ihren Vater, der „sowieso alles herausbekäme“.
Eines Tages verschwand „Leopold“, der Schmuseteddy.
Er sei bei Papa verblieben, schließlich sei sie kein Baby mehr, sondern so gut wie jugendlich (sie war 9,5 Jahre).
In mir heulte etwas lautstark auf, konnte das was passierte nicht in Worte fassen.
Beim Besuch im Supermarkt erbat meine Tochter einen Teddy, der bei mir in der Wohnung verbleiben sollte.
Der Goldbär wurde nachts beschmust- bis zu jenem Tag als unsere Tochter ihrem Vater den Goldbären zeigte.
Nach dem nächsten Besuch bei ihm flog der Bär auf das Regal: „ Papa findet den nicht schön.“
Ich trat auf anraten meines Anwalts, der erstmals die Bezeichnung „ PAS“ erwähnte, in Kontakt mit dem Kinderschutzbund, sowie mit dem Jugendamt.
Kurz nach dem Wechsel auf das Gymnasium verweigerte das Kind jeglichen Kontakt zu mir.
Den Einschulungstermin musste ich über das Sekretariat erfragen, da mein ehemaliger Ehemann die nicht für notwendig befand- „ … Und (die Tochter) nicht wolle, dass ich käme“.
Seit nun das Aufenthaltsbestimmungsrecht bei ihm liegt, auch der Richter sagte derzeit, es würde zum Himmel stinken, werden die Kindergeburtstage in einem Museumsschloss gefeiert, in Barockkostümen. Plötzlich ist ein Sommerurlaub möglich, das Kind trägt ausschließlich Markenbekleidung- und die Großeltern väterlicherseits sind präsent wie nie zuvor.
Wie ich kürzlich erfuhr „ durfte“ das Kind einige Zeit lang reiten. Dies führte zur Ehezeit ständig zu Problemen, es schien meinem damaligen Mann zu gefährlich.
Auch hat er anscheinend mit 40 Jahren die Zähne zusammen gebissen und fährt neuerdings in schnellen Karussells, mit unserer Tochter. Bisher waren dies meine Parts gewesen.
Er flicht ihr Zöpfchen und malt ihr die Nägel mit Mustern an…
Dennoch wird er nie die Mutter ersetzen können.
Mein inzwischen Geschiedener erklärte dem Jugendamt, er sei grundsätzlich mit einer Therapie einverstanden, wenn das Kind es wolle, es sei ziemlich durcheinander. Ebenso verhielte es sich mit Kontakten zu mir, er würde dem nicht entgegenstehen, ich sei schließlich die Mutter.
Fast zeitgleich bekam ich Post von seiner Anwältin:
Er würde Kontakte zu mir nicht gutheißen, denn seit Monaten sei das Kind ausgeglichen wie schon lange nicht mehr- weil sie keinen Kontakt mehr zu mir habe.
Nach viel zu vielen Monaten die ins Land gingen, wurde vom Gericht ein familienpsychologisches Gutachten angefordert.
Nach dieser Verhandlung sagte mir der Richter, er wünsche mir dass ich bald wieder Kontakt zu meiner Tochter hätte.
Die Gutachterin machte deutlich, dass mein geschiedener Mann für diesen Kontaktabbruch maßgeblich verantwortlich sei.
Der Gerichtstermin steht noch aus.
Dennoch hört mein Geschiedener nicht auf, seine Wut über die Kinder abzumachen:
Meine große Tochter erklärte ihm am Telefon, sie habe ihrem leiblichen Vater einen Brief geschrieben.
Er entgegnete daraufhin, dann „ kann der sich ja jetzt um dich kümmern“.
„ Bist du denn nicht mehr mein Papa?“, fragte sie. „ Nein, ich bin nur noch der Papa von deiner Schwester. Ich bin der richtige Papa von ihr!“.
Weihnachten 07 war es „ausgeschlossen“, dass ich mit der Großen losfahre, um ihrer Schwester Geschenke zu bringen.
(Geschenke von mir lehnt sie seit geraumer Zeit ab, oder zerstört sie. Dies erklärte mir ihr Vater mit einem Lächeln auf den Lippen.)
Aufgrund der Hirnschädigung meiner Großen fällt es ihr äußerst schwer, Gegenwart und Vergangenheit auseinander zu halten. Sie vermisst ihre Schwester, ruft mehrfach wöchentlich dort an.
Mit ihr bin ich sporadisch in psychologischer Behandlung, wo mir Wege aufgezeigt werden, ihr bei der Aufarbeitung zu helfen.
„ Mama, bitte hilf mir wegen meiner Schwester. Ich will, dass sie wieder hier wohnt, ich lieb sie doch. Versprichst Du mir das? Und Du bist keine böse Mama, meine Schwester lügt!“,
Worte einer geistigbehinderten, inzwischen 17- jährigen, pubertären liebenswerten Göre.
An dieser Stelle möchte ich Dir, große Tochter, Danke sagen!
Durch Dein Dasein weiß ich, dass ich mich auf mich verlassen kann. Durch die Zeit mit Dir weiß ich, was ich auszuhalten vermag.
Dieses Wissen setzt immer wieder Kräfte frei, wenn ich denke es geht nicht weiter.
Du musstest hart kämpfen, um am Leben zu bleiben- Du hast es Dir so ausgesucht und nicht den leichten Weg gewählt.
Ja, ich gebe Dir dieses Versprechen, beim Teddy Leopold!
In Bezug auf meine Geschwister wünsche ich mir, das Ruder noch herum reißen zu können.
Denn vermeintliche „ Neutralität“ kann ich nicht gebrauchen. Und auch keine Sprüche wie: „ Na ja, vielleicht war da ja doch etwas, dass sie dich nicht sehen will.“
Bei meinen ältesten Freunden hat er es geschafft, dass diese keinen Kontakt mehr wünschen. Meine Versuche sie zu kontaktieren wurden nicht beantwortet.