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Liebe Forumsmitglieder,
aus meiner eigenen Erfahrung heraus musste ich erkennen, dass psychologische Gutachten in Umgangsverfahren wohl eher dem Kindeswohl schaden. Tatsächlich hatte ich ein Gutachter, der aus 2 Teminen mit jedem Elternteil sowie je einem Termin (ca. 1Stunde) mit jedem Elternteil gemeinsam nit den Kindern, beurteilen wollte, wie häufig der Umgang zu regeln sei.
Als Wissenschaftler muss ich sagen: so etwas geht gar nicht. Um die Umgangsprobleme, die in Scheidungsverfahren auftreten, richtig einzuordnen und zu beurteilen, muss nicht nur die gesamte Konfliktentwicklung der Trennung sowie eventuelle Vorbelastungen der Eltern bekannt sein. Ebenso muss dem Gutachter bekannt sein, wie das Verhältnis der Kinder zum Umgangsberechtigten im ungestörten Fall gewesen ist.
Ich habe ihm in meinem Fall unmissverständlich bewiesen, dass er mit seinen Ausführungen Unrecht hatte, und er musste am Ende zugeben, "die Realität habe sein Gutachten überholt". Ich denke, er hat die Realität nie gesehen, bzw. die Realität war politisch nicht korrekt.
Meiner Ansicht nach wurde die Deutsche Psychologie zudem sehr stark durch frauenpolitisches Gedankengut infiltriert, so die Auffassung, dass die Kinder durch Gespräche über die Trennung seitens des Umgangsberechtigten erheblich belastet werden. Das ist grober Unfug!
Der Umgangsberechtigte Elternteil hat ca. 10 bis 15 Stunden pro Woche (bei einem angenommenen regelmäßig funktionierenden Umgang)Natürlich passiert es, dass die Kinder ab und zu Dinge bewußt oder unterbewusst mitbekommen, abber der Betreuende kann jede Aussage des Umgangsberechtigten korrigieren oder mit ihm und den Kindern die Probleme innerfamiliär klären.
Gefährlich sind dagegen Gespräche des Betreuenden mit den Kindern, die unter mehrmonatigem Ausschluss des umgangsberechtigten stattfinden, da dann den Kindern die Möglichkeit genommen wird, das Gehörte abzugleichen und so eine einseitige Verbiegung der Wahrnehmung entstehen kann. Je länger die Intervalle zwischen den Umgangskontakten sind, desto mehr wird die Wahrnehmung des Kindes gestört, der Betreuende hat durch Umgangsaussetzung leichtes Spiel, das Kind an sich zu ketten.
Daher sehe ich den Einsatz von psychologischen Gutachtern als eine Methode, Vätern das Leben in Gerichtsverfahren schwerer zu machen und oft legt der Betreuende es gerade darauf an, einen Psychologen einzuschalten, um ihn in die Vereitelungsstrategie einzubinden. Viele Psychologen merken gar nicht, dass sie eigentlich nur Werkzeug in einer schmutzigen Schlammschlacht sind, und nicht etwa seriöse Fakten schaffen, die den Kindern nützen (nämlich die Wahrheit) sondern weitere Lügen ins Verfahren integrieren.
Die größte Lüge ist jedoch, dass diese Spiele den Kindern nützen. Den Kindern nützt nur ein unbeschwerter Umgang, und weetreuende nicht mitmacht, gehört er, wie in Frankreich gemaßregelt.
Lasst euch nicht immer an der Nase herumführen von irgendwelchen psychologischen Theorien. Scheidungen sind Kriege, und da geht es vornehmlich um den zu verteilenden Vermögenskuchen und Versorgungs"ansprüche". Und bei manchen AnwältInnen ist die Moral mittlerweile so weit unter die Gürtellinie gerutscht, dass vor Gericht (ungestraft) gelogen wird, nur um ein paar zehntausend Euro beim Ex-Gatten abzustauben. Da ist dann jedes "Mittel" recht, und das Kind ist traditionell die "Waffe" des Betreuenden.
Heute laufen die Scheidungskriege nur subtiler ab, als in der Hochzeit des Feminismus Anfang der 70er. Aber letztlich denken die meisten Erwachsenen nicht wirklich an die Kinder, sondern nutzen den 1977 von der SPD geschaffenen rechtsfreien Raum (man nennt so etwas Reform und ist darauf auch noch stolz), um die Kinder noch effizienter als Erpressungsmittel einzusetzen.
Eine Mutter, die wirklich etwas für ihr Kind tun will, gibt ihr Kind im Mangelfall freiwillig an den Vater hinsichtlich des Wohnaufenthaltes ab und betreut von außerhalb (natürlich gilt das nur für größere Kinder ab Schulalter), wenn der Vater damit einverstanden ist. Das ist sowohl materiell als auch emotional die beste Lösung, weil sie eine faire Lastenverteilung der Scheidungsfolgen beinhaltet.
Die Hauptursache der Scheidungskriege ist nämlich die eklatant ungleiche Resourcenverteilung zwischen Unterhaltsberechtigtem un Unterhaltspflichtigen.
Die meisten Pflichtigen leben aufgrund der hohen Unterhaltszahlungen, und da sie sich ein völlig neues Leben aufbauen müssen (Einrichtung einer Wohnung etc.) auf Sozialhilfeniveau oder sogar darunter. Daneben müssen sie einen Vollzeitjob, oft sogar in hoher Verantwortung oder mit hohen finanziellen Risiken (Selbstständige) bewerkstelligen. Also haben sie weder Geld noch Zeit übrig. Entzieht man ihnen dann noch die Kinder, braucht man sich über die hohe Selbstmordrate unter Pflichtigen nicht zu wundern.
Scheidungskriege führen im Regelfall ins soziale Abseits, und zwar für ALLE Familienmitglieder. Deswegen sollte man sich als Paar in der Trennung anständig behandeln. Insbesondere der Betreuende hat nichts davon, Krieg zu führen, da er (bzw. seine Kinder) von dem "Gegner" abhängig sind, und wenn der Gegner vernichtet wird, kann er nicht mehr zahlen.
Scheidungs- und Kinderarmut liegt vor allem am Fehlverhalten von egoistischen Eltern, die ihre Kinder primär als Alibi sehen, um nicht erwachsen werden zu müssen (sprich für sich selbst sorgen zu müssen).
Den Kindern hilft man am meisten, wenn man sie (soweit nicht wirklich triftige Gegenargumente bestehen, die zu beweisen wären) dem besserverdienenden Elternteil mit Wohnsitz zuordnet und der andere sich soweit möglich und zumutbar in der Betreuung mit engagiert. Die emotionalen Konflikte entstehen gar nicht, wenn man für die Kinder denkt, und nicht an den eigenen Geldbeutel.
Im Übrigen ist der Scheidungskrieg im Mangelfall vergleichbar einem Ringkampf am drohenden Abgrund: entweder stürtzt einer, oder der andere oder beide.
AM BESTEN ABER HÖREN BEIDE AUF, WEIL DAS GANZE SCHWACHSINN IST.
So unlogisch es klingt; aber im Mangelfall ist die gemeinsame Konfliktlösung die BESTE. Setzt aber vorraus, dass man ehrlich miteinander umgeht. Eine Eigenschaft, die nur auf etwa 2% aller Paare mit Kindern zutreffen dürfte.
Aber dass Psychologen aus der ganzen Lügerei und dem politischen Unfug, der damals passiert ist, irgend etwas Gutes für die Kinder herausholen könnten, ist wohl eher nicht zu erwarten.