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Anita Heiliger und Eva - K. Hack/ZIF (Hg.)
Vater um jeden Preis?Zur Kritik am Sorge- und Umgangsrecht
ISBN 978-3-88104-381-6
Verlag Frauenoffensive, 400 Seiten, nur € 19.90,
Ein Reader kritischer Fachartikel zum Sorge- und Umgangsrecht:
Dieser Reader ist Teil des Kongresses »Kinderschutz und Kindeswohl im Sorge- und Umgangsrecht«, der in einer Kooperation zwischen der Zentralen Informationsstelle der Autonomen Frauenhäuser ZIF, der Fach-hochschule Frankfurt, Fachbereich 4, und dem Münchner Kommunikationszentrum für Frauen zur Arbeits- und Lebenssituation, Kofra, im Januar 2008 in Frankfurt a. M. stattfand. Mit Beiträgen u. a. von: Carol S. Bruch, Tanja Fauth-Engel, Jörg M. Fegert, Jörg Fichtner, Sibylla Flügge, Susanne Heynen, Heinz Kindler, Kerima Kostka, Elke Ostbomk-Fischer, Ludwig Salgo, Edith Schwab und Judith Wallerstein. Ergänzt werden die Fachbeiträge durch Gerichtsurteile zur Einschränkung oder zum Ausschluss des Umgangs.
Die zum Teil in oft schwer auffindbaren Fachzeitschriften veröffentlichten Artikel sollen allen zugänglich ge-macht werden, die in Behörden, Institutionen und Einrichtungen für den Schutz von Frauen und Kindern vor gewalttätigen Vätern arbeiten und bisher kaum eine Möglichkeit sehen, die Kinder vor Schaden zu schützen. Diese Menschen sollen ermutigt werden, ihrem Empfinden und besseren Wissen zu vertrauen und sich für eine Veränderung der juristischen Ausgangslage, ihrer Auslegung und Anwendung einzusetzen.
Zum Hintergrund dieses Buches:
Für Mütter und Kinder entstehen aus der gegenwärtigen Verfasstheit und Praxis des Sorge- und Umgangs-rechts oftmals höchst problematische Folgen, vor allem dann, wenn Väter körperliche, sexualisierte und/oder psychische Gewalt ausüben. Die Mutter wird – oft durch Ausnutzung von Machtpositionen und finanzieller Abhängigkeit – dazu gebracht, ihr Kind zu verraten. Sie wird gezwungen, durch eigenes Handeln ihrem Kind den Schutz vor Schaden und die notwendige emotionale Sicherheit zu entziehen.
Folgen dieser Zerstörung des Grundvertrauens von Kindern zu ihrer Hauptbezugsperson sind z. T. schwere Traumatisierungen der Kinder wie ihrer Mütter. Die Ergebnisse der Bindungsforschung zur Bedeutung dieses Grundvertrauens werden ignoriert, im Gegenteil zur »Bindungstoleranz« umdefiniert, nach der eine Mutter ihre Erziehungsfähigkeit nur dadurch unter Beweis stellen könne, dass sie ihr Kind gegen dessen Willen und gegen ihre eigene Überzeugung einem Vater ausliefert, der dem Kind nachweislich Schaden zufügt. Dies wird mit fragwürdigen Theorien, z. B. dem PAS (Parental Alienation Syndrome), untermauert. Mit der Behauptung, der Kontakt zum Vater diene unter allen Umständen dem Kindeswohl, wird der Umgang mit dem Vater legitimiert und durchgesetzt, auch wenn alle Fakten dagegen sprechen. Wie kritikwürdig und untragbar diese Situation ist, wissen alle, die mit den konkreten Fällen zu tun haben.
Inhalt:
Ideologische Konstruktionen