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HartzIV-Beratung und wie Gewerkschaften mit ARGE/Agentur "fraternisieren"!

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Baba

Beiträge: 597

New PostErstellt: 06.12.07, 00:38  Betreff: HartzIV-Beratung und wie Gewerkschaften mit ARGE/Agentur "fraternisieren"!  drucken  Thema drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

 

Von (wd) | 05.12.2007 | Netzcode: 1193348

Weiden

Nach Konflikt Blick zurück im Zorn

Dem "Druck" gewichen: Gewerkschaft ver.di verliert Luise Nomayo als Erwerbslosen-Beraterin

Weiden. (wd) "Das war kein normales Treffen, sondern ein Tribunal", betont Luise Nomayo, die für die Gewerkschaft ver.di Erwerbslose beriet - ehrenamtlich. 500 Gespräche führte sie seit 2005 jährlich. Erfolgsquote: 98 Prozent. Am Tag nach dem Termin in Regensburg warf sie hin. Nun arbeitet sie beim Verein "Helfen-Sozial" in der Rehbühlstraße 3 a für Erwerbslose.

Und doch gibt es den Blick zurück im Zorn. Unter den Schirm von ver.di-Geschäftsführer Manfred Haberzeth sei die Beratung von Hartz-IV-Empfängern zu einem bundesweit geachteten Pilot-Projekt geworden. "Die Schwierigkeiten begannen, als Haberzeth in den Ruhestand ging." Die Großfusion zum ver.di-Bezirk Oberpfalz habe nämlich in der "Solidargemeinschaft den wirtschaftlichen Gedanken" gestärkt, folgert Nomayo.

Druck erhöht

Dann kam, was kommen musste." Die ver.di-Mitglieder bei der Arge Fördern und Fordern, die aufgrund der Arbeit der Hartz-IV-Beratung oft fehlerhafte Bescheide korrigieren mussten, so behauptet Luise Nomayo, hätten den Druck gegen sie erhöht, mit dem Austritt aus der Gewerkschaft gedroht - auch mit dem deutlichen Hinweis, dass sie hohe Beiträge (ein Prozent des Monatslohns) zahlen, während die Erwerbslosen nur 2,50 Euro pro Monat entrichten. "Die Gewerkschaft musste sich entscheiden."

Dazu sei der "Stress" mit der DGB-Rechtsschutz GmbH gekommen, die die Widersprüche für die Erwerbslosen zu formulieren und die Verfahren zu führen hatte. "Ich habe ihnen wohl zu viel zu gründlich gemacht", resümiert Nomayo.

Dem "Druck" gewichen: Gewerkschaft ver.di verliert Luise Nomayo als Erwerbslosen-Beraterin

Anweisungen ungesetzlich

Ver.di-Bezirksgeschäftsführer Alexander Gröbner und der Weidener Gewerkschaftssekretär Karlheinz Winter loben zwar ihre Arbeit. Aber in der Darstellung der Hintergründe klaffen Welten: Es habe nie Druck von ver.di-Mitgliedern aus der Arge gegeben. "Was Frau Nomayo behauptet, ist an den Haaren herbei gezogen. Es ging nur darum, die Beratungsarbeit effizienter zu gestalten. Sie war nicht bereit, die neuen Absprachen zu akzeptieren. Sie sollte Erwerbslose betreuen, die als ver.di-Neumitglieder wegen der Wartefrist keinen Rechtsschutz genießen. Für die Altmitglieder haben wir die DGB-Rechtsschutz und die Sekretäre", so Gröbner.

Nomayo habe Mitarbeiter der Arge persönlich angegriffen. Diese seien nun mal verpflichtet, ihre Vorgaben zu vollziehen. Deren Zwiespalt: "Sie müssen sich an Durchführungsanweisungen halten, selbst wenn diese konträr zum Gesetz stehen. In diesem Konflikt haben sie ihre eindeutigen politischen Ansprechpartner."

Ver.di sei und bleibe die große Solidargemeinschaft, betont Gröbner. Viele Erwerbslose sehen dies nun anders. So berichtet Kai Werner, Chef des Erwerbslosenausschusses von ver.di-Oberpfalz, dass seit der "Neuregelung der Beratung" fast 300 der bislang 2000 Erwerbslosen aus ver.di-Oberpfalz ausgetreten seien.

Ver.di-Bezirksgeschäftsführer Alexander Gröbner und der Weidener Gewerkschaftssekretär Karlheinz Winter loben zwar ihre Arbeit. Aber in der Darstellung der Hintergründe klaffen Welten: Es habe nie Druck von ver.di-Mitgliedern aus der Arge gegeben. "Was Frau Nomayo behauptet, ist an den Haaren herbei gezogen. Es ging nur darum, die Beratungsarbeit effizienter zu gestalten. Sie war nicht bereit, die neuen Absprachen zu akzeptieren. Sie sollte Erwerbslose betreuen, die als ver.di-Neumitglieder wegen der Wartefrist keinen Rechtsschutz genießen. Für die Altmitglieder haben wir die DGB-Rechtsschutz und die Sekretäre", so Gröbner.

Nomayo habe Mitarbeiter der Arge persönlich angegriffen. Diese seien nun mal verpflichtet, ihre Vorgaben zu vollziehen. Deren Zwiespalt: "Sie müssen sich an Durchführungsanweisungen halten, selbst wenn diese konträr zum Gesetz stehen. In diesem Konflikt haben sie ihre eindeutigen politischen Ansprechpartner."

Ver.di sei und bleibe die große Solidargemeinschaft, betont Gröbner. Viele Erwerbslose sehen dies nun anders. So berichtet Kai Werner, Chef des Erwerbslosenausschusses von ver.di-Oberpfalz, dass seit der "Neuregelung der Beratung" fast 300 der bislang 2000 Erwerbslosen aus ver.di-Oberpfalz ausgetreten seien.

Nachfolgend noch zwei Kommentare zu diesem Artikel aus dem Forum der Zeitung "DER NEUE TAG" von heute:

Nr.: 1

Luise Unbekannt (217.231.x.x)  |  05.12.2007 18:42 Uhr

Warum findet eine solche stadtbekannte Querulantin immer wieder Zeitungen, die sich vor ihren Wagen spannen lassen?

Nr.: 2

Luise Nomayo (Bekannt) (84.147.x.x)  |  06.12.2007 00:16 Uhr

Verehrte "Luise Unbekannt", nehmen Sie folgenden Rat zu Herzen:

Sie haben offensichtlich Wahrnehmungsschwierigkeiten und ein psychologisches Einstellungsgefüge, das sich in seinen Grundfesten auf Vorurteile stützt.
Ich rate zur Behandlung!
Wäre es anders, hätten Sie sich inhaltlich mit der Thematik der HartzIV-Beratung und den Problemen der Betroffenen, der seit 2005 von ARGE - Bediensteten schikanierten und denunzierten Menschen, beschäftigt.
Sie hätten auch beim Lesen des NT-Artikels erkennen können, wer wirklich die Rechte der Betroffenen ohne "Wenn" und "Aber" vertritt und wer, seit Abgang von Geschäftsstellenleiter Manfred Haberzeth der Gewerkschaft ver.di, eine andere Strategie, nämlich jene des allseits bekannten, gewerkschaftlichen Lavierens betreibt!
Die neue Geschäftsstellenleitung von ver.di für die Oberpfalz und deren Dachorganisationsvertretung DGB und deren sogenannte Rechtsstellen GmbH, sind bereit , sattsambekannte Gewerkschafts-Kompromisse zwischen ARGE und Agenturen für Arbeit (wo auch die Hauptamtlichen von DGB und ver.di Sitz und Stimme haben) zu Lasten der Erwerbslosen einzugehen.

Dafür, habe ich mich nie hergegeben!!!!!

Übrigens, ich habe ich meine erfolgreiche, absolut ehrenamtliche Beratungstätigkeit ohne Reiskostenvergütung und Aufwandsentschädigung eingebracht und dies ab November 2004 bis einschl. Juli 2007.
Ich habe meine Arbeitsleistung für die Gewerkschaft ver.di gerne und aus gewerkschaftlicher Überzeugung zur Verfügung gestellt (davon 1 1/2 Jahre lang in einer 40-Stunden Woche!, später dann 2 x wöchéntlich!)

Bevor Sie also Abwertungen treffen, sollten Sie sich selbst bei der eigenen Nase packen, denn hätten sie Vergleichbares aufzuweisen, müßten Sie nicht anonym unter "Luise Unbekannt" Ihren Müll einstellen!

Geistige Tiefflieger mit vorgefaßten Meinungen und einer entsprechend defizitären Wahrnehmungskompetenz verstecken sich immer in der Anonymität!

Luise Nomayo


 



[editiert: 06.12.07, 00:39 von Baba]
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Bernd

Beiträge: 1462
Ort: Berlin


New PostErstellt: 06.12.07, 11:48  Betreff: Re: HartzIV-Beratung und wie Gewerkschaften mit ARGE/Agentur "fraternisieren"!  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

    Zitat: Baba

     

    Nachfolgend noch zwei Kommentare zu diesem Artikel aus dem Forum der Zeitung "DER NEUE TAG" von heute:

    Nr.: 1

    Luise Unbekannt (217.231.x.x) | 05.12.2007 18:42 Uhr

    Warum findet eine solche stadtbekannte Querulantin immer wieder Zeitungen, die sich vor ihren Wagen spannen lassen?

     



... hmm, wieso muß ich hier gleich an Ede Schandmaul denken ...
... ist nur mal so 'n Gedanke ...

Bernd




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Die hohe Kunst der Volksverarschung ist es, selbiges so schnell über den Tisch zu ziehen,
daß die dabei entstehende Reibung als Nestwärme empfunden wird.
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Sokrates

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New PostErstellt: 06.12.07, 18:02  Betreff: Re: HartzIV-Beratung und wie Gewerkschaften mit ARGE/Agentur "fraternisieren"!  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

So, wie alle Jahre wieder Weihnachten ist,melden sich auch regelmäßig in unkontrollierter Einfältigkeit grobe Schreihälse, die nicht einmal Ansatzweise verstehen um was es geht. "Unbekannte Luise" bedenke, wer sich so in der Öffentlichkeit darstellt,lässt keinen Zweifel über seinen, aus meinem Empfinden heraus, fragwürdigen Charakter offen!!!!!! 

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Einmischer

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New PostErstellt: 14.12.07, 15:49  Betreff:  Re: HartzIV-Beratung und wie Gewerkschaften mit ARGE/Agentur "fraternisieren"!  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Da auch ich von solcher "Zusammenarbeit" zwischen verd.i-Funktionären und ARGE-Vertretern aus verlässlicher Quelle gehört habe und ich als langjähriges Gewerkschaftsmitglied von solchen Klüngeleien zu Lasten derer, die Hilfe bei "Ihrer Gewerkschaft" suchen, sehr vorsichtig ausgedrückt mehr als empört bin, kann ich umso mehr Frau Nomayo meine Hochachtung und meinen Respekt ausdrücken. Solange es noch Menschen mit so einem Rückgrat gibt, finden Leute wirkliche Hilfe und werden nicht zusätzlich zu ihrer mißlichen Lage mittels allerfaulster Kompromisse "über den Tisch gezogen".
Den Austritt von verd.i-Mitgliedern kann ich sehr wohl nachempfinden.  Nachträglich noch meinen Respekt vor dem Vorgänger des jetzigen verd.i-Bezirkschefs!

Die Bezirksleitung verd.i Regensburg sollte daran denken, dass auch jetzige Alg-1 und ALg-II Bezieher sicherlich vorher ihren "vollen" Gewerkschaftsbeitrag bezahlt haben. Von Humanität, Ethik,Gerechtigkeit  und dergleichen will ich gar nicht sprechen.....




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Einmischer

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New PostErstellt: 12.06.08, 12:26  Betreff: Re: HartzIV-Beratung und wie Gewerkschaften mit ARGE/Agentur "fraternisieren"!  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Scheinheilige Argumente des Ver.di Vertreters Winter aus Weiden

ich beziehe mich auf einen Zeitungsartikel des Neuen Tages vom 12.6.2008. Darin wird der Ver.di Vertreter Karl-Heinz-Winter mit der Aussage zitiert "Es muss etwas gegen die steigende Armut getan werden. Wer arm sei, komme aus der Lage nicht mehr heraus.. Die Agenda 2010 sei die zentrale Ursache für mehr Armut. Leiharbeit, Minijobs, Hartz IV sowie der Wegfall des Zumutbarkeitsschutzes behinderten eine ausgewogene Tarifpolitik.."

Ja, Herr Winter, wo war Ihre Stimme und ihre Unterstützung, als es um die Unterstütung gegen die Behördenwillkür gegen Alg-II-Empfänger ging?? Sie sitzen im Beirat der ARGE! Da war es scheinbar opportuner, die Armen im Regen stehen zu lassen und nach der Pfeife höherer Gewerkschaftsfunktionäre zu tanzen. 

Einen Dämpfer hat Ver.di laut Presseberichten bei der Personalratswahl der Bundesagentur/ARGE bereits bekommen, wenn Sie und Ihre vorgesetzten Genossen so weitermachen wird es bestimmt nicht der letzte gewesen sein.

Mal sehen, wie sich der andere Ver.di-Vertreter bei der Umstrukturierung der Kliniken Nordoberpfalz AG verhält

Zeitungsmeldung: http://www.oberpfalznetz.de/onetz/1412542-118,1,0.html









[editiert: 12.06.08, 12:50 von Einmischer]
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Einmischer

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New PostErstellt: 08.08.08, 11:26  Betreff: Re: HartzIV-Beratung und wie Gewerkschaften mit ARGE/Agentur "fraternisieren"!  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Ver.di und ARGE

In dem Zeitungsartikel in DER NEUE TAG vom 4.8.2008 - Mischbehörde eine ungute Lösung - wird von dem Besuch von ver.di -Vertreter Herrn Eberhard Einsiedler, Hauptpersonalratsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit, in Weiden berichtet.

Darin werden Aussagen von ihm zur "Mischbehörde BA/ARGE" , deren Zustandekommen, personelle Zusammensetzung und Leistungsvergleiche der Mitarbeiter sowie künftige Entwicklung beziehungsweise Auflösung dieser Zwitterbehörde wiedergegeben. Das Bundesverfassungsgericht hat die bestehende Konstruktion ja als rechtswidrig beurteilt und eine Frist bis 2010 zum Herbeiführen rechtskonformer Zustände gelassen. Natürlich gibt es daraufhin eine erhebliche Unruhe bei den Beschäftigten sowohl in der Bundesagentur für Arbeit(BA) als auch in den ARGE´n. In der regionalen ARGE arbeiten wie vielfach in anderen ARGE´n auch BA-Beschäftigte, Stadtbeschäftigte und Leiharbeiter(z.B. ehemalige Postbeschäftigte..) zum Wohle der Kunden. Da gibt es ausgeliehene Arbeitskräfte (z.B. von der Stadt, vom Landratsamt, aus dem großen Pool freigestellter Angestellter/Beamten von Staatsunternehmen- Post, Telekom,Zoll...), Quereinsteiger, die zum Beispiel als Vermittler geworben wurden,auch in der BA(ich kann mich an Stellenanzeigen erinnern), befristet eingestellte Kräfte....

Das sind wahrlich keine guten Voraussetzungen für eine sinnvolle effektive Arbeit. Dazu bedarf es keiner Aussage eines Hauptpersonalratsvorsitzenden einer Gewerkschaft(Ver.di). Einer Gewerkschaft, die ja wohl diese ganze Entwicklung entscheidend mit begleitet hat. Ich gehe davon aus, dass sich Herr Einsiedler vor öffentlichen Verlautbarungen in Weiden mit dem zuständigen Ver.di Kollegen in Weiden, Herrn Karl-Heinz Winter, über die hiesigen Gegebenheiten kundig machte. Es gab einmal eine anerkannte erfolgreiche Erwerbslosenberatung(Hartz IV) unter dem Dach dieser Gewerkschaft in Weiden. Seit dem Ruhestand des damaligen Geschäftsführers von Ver.di und dem Rückzug unter Protest der Erwerbslosenberatung Verantwortlichen scheint es unter der neuen Ver.di Führung andere Schwerpunkte zu geben als den ARGE-Kunden effektive Hilfestellung im Umgang mit dieser "Mischbehörde" zu geben.

Dass diese Hilfe und Beistand benötigen, kann ich mir vorstellen. Man hört von langen Wartezeiten, repressiven Druckmitteln, ungerechtfertigten Leistungs(Geld)kürzungen, merkwürdigen Auslegungen der Gesetzesvorschriften usw. Auch wenn ich jetzt unterstelle, dass manchmal fragwürdige Anweisungen von oben (das gibt es in der freien Wirtschaft ebenso) ausgeführt werden sollen/müssen, ist meiner Meinung nach aber für die Fehlentscheidungen in den BA´s und ARGE´n hauptsächlich das überwiegend nicht qualifizierte Personal in diesen Behörden verantwortlich. Und das in allen Ebenen! Gefrustete Leiharbeiter, Quereinsteiger, von Stadt/Kommunen vermutlich nicht immer freiwillig abgestelltes Personal(wer gibt schon die besten Kräfte ab?), das in kurzen Intensivkursen auf ihre Kunden vorbereitet wurde, das Fehlen des Hintergrundwissens und der geeigneten Ausbildung wie es früher Bedienstete in Arbeitsämtern vorweisen konnten - das alles macht die Sache so schlimm und sorgt dafür, dass die Justiz eine Schwemme von Verfahren durchziehen muss.

Der Hauptpersonalratsvorsitzende Herr Eberhard Einsiedler mag ja vielleicht teilweise Recht haben, wenn er feststellt, Leute aus kommunalen Behörden haben eine andere Arbeitsmoral als die einer Bundesbehörde, aber verallgemeinern sollte er das nicht, es wird auch das Gegenteil so an und ab zutreffen, je nachdem welche Arbeitsweise man befürwortet(ganz böse Zungen behaupten sogar, Amt ist Amt. Noch bösere Zungen sagen, einen ehemaligen hauptamtlichen Gewerkschaftsfuntionär in die Arbeitswelt wieder integrieren zu wollen ist unmöglich). Viele Kunden in der ARGE werden vermutlich von SachbearbeiternInnen gleich (schlecht) behandelt, kommen diese aus Leiharbeiterpools oder von anderen Behörden oder aus dem "eigenen" Mischamt.

Und ich bin der Meinung, dass gerade die Gewerkschaft Ver.di, die in allen Belangen und der bisherigen Entwicklung hier ein gewichtiges Wörtchen mitzureden hatte und hat (z.B. Beiratsfunktion) an dieser unsäglichen Umsetzung und an den jetzt herrschenden "Zuständen" mitverantwortlich ist. Verliert, wie kürzlich in der Weidener BA, die Gewerkschaft Ver.di ihre dominante Stellung als Mitarbeitervertretung, sollte diese Gewerkschaft zu allererst Ursachenforschung betreiben und nicht beleidigt auf Teile der Beschäftigten mit dem Finger zeigen. Mag in manchen Fällen das Fingerzeigen auch noch so angebracht sein!!

Ver.di und ihre Vertreter in Weiden haben es versäumt, hier objektiv und konstruktiv mitzuwirken , haben sich scheinbar selbstherrlich auf die "höheren Beitragszahler" konzentriert, Ver.di hat nach Aussagen in der Presse von Anfang an äußerst fragwürdige Leuchtturmprojekte(Bomba,JPP..) im Zusammenwirken mit der BA/ARGE und dem neuen Weidener Bürgermeister Seggewiß(SPD) kritiklos unterstützt und meint jetzt, da alles etwas durchschaubarer geworden ist, mit noch leichter durchschaubareren Manövern noch zu retten, was zu retten ist bevor noch mehr Mitglieder den Rückzug antreten werden und diese sich die Beitragsgelder für einen Urlaub zurücklegen , da die wenigsten in den Genuß von Freiflügen kommen wie so manch ein Gewerkschaftsfunktionär.


Zeitungsartikel dazu:
www.oberpfalznetz.de/onetz/1485686-118,1,0.html
www.oberpfalznetz.de/onetz/1489029-118,1,0.html






[editiert: 08.08.08, 19:56 von Einmischer]
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Gönner
New PostErstellt: 13.08.08, 20:54  Betreff: Re: HartzIV-Beratung und wie Gewerkschaften mit ARGE/Agentur "fraternisieren"!  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

... irgendwie gewinne ich langsam wirklich den Einruck dass man keiner Institution, Vereinen, Parteien und auch Sozialverbänden mehr trauen kann.
Das läuft doch nur noch auf Abzocke alles hinaus.
Wenn man diese Woche den FAKT Bericht gelesen hat, wieviele Gewerkschaftsfunktionäre Ihre Einnahmen aus den Aufsichtsratsposten nicht abliefern... WArum soll ich dann den vollen Betrag zahlen???

Schönen Abend!
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