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Die Statistiklügen der Bundesagentur und ihrer nachgeordneten Verwaltungen

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Baba

Beiträge: 597

New PostErstellt: 16.03.08, 19:00  Betreff: Die Statistiklügen der Bundesagentur und ihrer nachgeordneten Verwaltungen  drucken  Thema drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Nachgerechnet

Die Lügen der Bundesagentur zur Arbeitslosenstatistik

 

Im Januar 2008 freuten sich die Medien über den, vom Chef der Bundesagentur für

 

Arbeit,

Herrn Frank-Jürgen Weise bekannt gemachten Rückgang der Arbeitslosigkeit natürlich

seit HartzIV und Agenda 2010.

Es wurde vermeldet, Ende Januar 08 gäbe es nun noch                               3 939.224

Personen, die von der Bundesagentur als arbeitslos gezählt wurden.

Diese Zahl setze sich aus den, von der Bundesagentur gezählten, Erwerbs-

losen und der 1-€-Jobber zusammen (3.659 297 + 279 927), wobei 16%

der Kommunen und ARGEN keine, oder unterschiedliche Aufzeichnungen

machen und daher keine zutreffenden und verbindlichen  Daten melden!!

 

Diese Zahlen spiegeln also weder die Wirklichkeit der Arbeitslosigkeit

wieder, noch sind sie geeignet, mit den statistischen Zahlen vor Einführung

von HartzIV verglichen zu werden, wie dies geschieht, um HartzIV im

erfolgreichen Lichte erscheinen zu lassen.

 

Mit Einführung von HartzIV wurde auch die Arbeitsmarktstatistik in

Deutschland verändert.


Nicht mehr gezählt wird,

wer Arbeitslosengeld I oder II bezieht und zu folgenden Gruppen zählt:


- Menschen, die Kurzarbeit leisten,


- in „Arbeitsgelegenheiten“ als ABM arbeiten,


- zu Trainings- und Eignungsfeststellungsmaßnahmen eingeteilt wurden,

- als Behinderte in beruflicher Wiedereingliederungsmaßnahme gesteckt

  wurden,


- Menschen mit Vorruhestandsverpflichtungen und Personen in geförderte

- Altersteilzeit,


- Teilnehmer in Personal-Service-Agenturen (Leihfirmen) ohne ausreichende

   Löhne,


- Selbständige mit Einstiegsgeld, Existenzgründungszuschuss (Ich-AG) und

  Überbrückungsgeld,

- usw.usw.usw.

Um Begriffe für die Ausgliederung von Arbeitslosen ist die Bundesagentur

nie verlegen.

Ein zutreffendes Bild über die tatsächliche Arbeitslosigkeit in Deutschland

bekommt nur, wer die unterschiedlichen „Leistungsempfänger“ addiert und

diese Zahl mit den Zahlen vor Einführung von HartzIV, also 1.1.05 vergleicht.

 

LEISTUNGSEMPFÄNGER Januar 2005                                                    7.676 457

(BA Bericht Januar 2005 Seite 20)

LEISTUNGSEMPFÄNGER Januar 2008                                                    8.118 007

(BA Bericht Januar 2008 Seite 43

 

Im Vergleich zum Januar 2005 ergibt sich für 2008 ein Plus von                  441 550

LEISTUNGSEMPFÄNGER.

 

Vielleicht lernen nun auch Agentur u. ARGE Weiden-Neustadt/WN „richtig“ zählen, denn

mit dem Bomba-Projekt „ JobperspektivePlus“ ändern sich auch hier die Zählgrundlagen

und die Arbeitslosen verschwinden auf wunderbare Weise von der Statistik.

 

Baba Yaga

 



[editiert: 16.03.08, 19:57 von Baba]
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Baba

Beiträge: 597

New PostErstellt: 16.03.08, 20:05  Betreff: Re: Die Statistiklügen der Bundesagentur und ihrer nachgeordneten Verwaltungen  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Ich geb´s auf!

Die Formatierung ist eine Katastrophe!

Ich habe alles in Word geschrieben und herüberkopiert, nun sieht das aus, als ob die Hühner darauf gescharrt hätten.

Mein Schriftbild ist Times New Roman und Standard und 11 pt und nun hilft auch die ganze Nachbesserung nichts mehr!

Ich magt jetzt nimmer!

Baba Yaga



[editiert: 16.03.08, 20:06 von Baba]
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Einmischer

Beiträge: 280
Ort: Bayern


New PostErstellt: 17.03.08, 07:31  Betreff:  Re: Die Statistiklügen der Bundesagentur und ihrer nachgeordneten Verwaltungen  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

BA-Statistik - Volksverdummung übelster menschenverachtender Art

Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung(IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit widerlegt regelmässig in den zugänglichen Forschungsberichten die "Erfolgsmeldungen" der Agenturen und ARGEn.

Ich unterstelle diesem Institut und auch Leuten in BA-Führungspositionen sowie einigen Politikern die Fähigkeit, sich ein realistisches Bild unserer Gesellschaft zu machen. Dazu bedarf es keiner großartigen mathematischen Formeln mit grafischer farblicher Unterlegung, ein gesunder Menschenverstand genügt.

Generell gesprochen: überall da, wo  Abhängigkeit, Karrieredenken und Mißwirtschaft bis zu eventuellem persönlichem Erlangen von Vorteilen das Denken und Handeln bestimmen -  überall da stinkt es gewaltig, es herrscht Lug und Betrug!!




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Bernd

Beiträge: 1462
Ort: Berlin


New PostErstellt: 17.03.08, 09:05  Betreff: Re: Die Statistiklügen der Bundesagentur und ihrer nachgeordneten Verwaltungen  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Liebe Baba,

ja, das mit der Übernahme von Formatierungen beim Kopieren nach carookee ist ein Riesenmanko, auch ich hab noch kein zufriedenstellendes Rezept gefunden. Werd mich mal über Ostern darum kümmern. Ich kopiere alles zunächst zunächst nach Wordpad, korrigiere dort ggfs., und von dort nach carookee. Klappt meist aber eben nicht immer.

Lieber Einmischer,

was erwartest Du denn von den Bütteln der herrschenden Klasse? Glaubst Du, die würden mit Statistiken ein reales Bild darstellen wollen? An den Weihnachtsmann glaubst Du doch auch schon lange nicht mehr - na siehste.

So, muß jetzt noch die Glosse fertigschreiben, in Seite 12 von WISP-spezial-Märzausgabe übertragen, dann letztes Korrekturlesen, dann ins Netz stellen und drucken und heften und versenden.

Gruß
Bernd



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Die hohe Kunst der Volksverarschung ist es, selbiges so schnell über den Tisch zu ziehen,
daß die dabei entstehende Reibung als Nestwärme empfunden wird.
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Einmischer

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Ort: Bayern


New PostErstellt: 24.03.08, 10:01  Betreff: Re: Die Statistiklügen der Bundesagentur und ihrer nachgeordneten Verwaltungen  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Statistik und andere Lügen

Ein Zitat dazu aus aus einer dpa-meldung Ostern 2008:

Arbeitsmarktforscher verzeichnen  im Unterschied zur Bundesagentur für Arbeit(BA)   schon seit Jahresmitte 2007 einen Nachfragerückgang bei Arbeitskräften. - Zitatende.

Danach sank die von Unternehmen angebotene Stellenzahl  im Laufe des Jahres
2007 um etwa 15 Prozentpunkte!!

Interessant dabei ist auch, dass diese Studie vom Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung(IAB) veröffentlicht wurde, einer Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit !!!!

Wie sieht das 2008 aus, nachdem grosse Unternehmen radikalste "Umstrukturierungen zur Absicherung in der Wettbewerbssituation" angekündigt und teilweise schon vollzogen haben(hat natürlich nichts mit Korruption,Preisabsprachen,Mißmanagement,Aktienspekulationen,Insidergeschäften.....zu tun)??

Es würde mich nicht wundern, würden nächste Verlautbarungen der BA immer noch von einem steten Anwachsen der Stellenangebote sprechen




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Einmischer

Beiträge: 280
Ort: Bayern


New PostErstellt: 25.07.08, 15:58  Betreff: Re: Die Statistiklügen der Bundesagentur und ihrer nachgeordneten Verwaltungen  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

ATU Weiden - Statistikhilfe für die Bundesagentur für Arbeit

Zeitungsmeldung vom 17.7.08: bei der Werkstattkette ATU in Weiden stehen etwa 600 Jobs auf dem Spiel....

Sollte dieser schlimme Fall eintreten möchte ich dem Oberbürgermeister in Weiden(Leuchtturm-Kurt) und seinem Helfershelfer aus der BA Nürnberg(la Bomba)einen Vorschlag zur Arbeitslosenstatistikangleichung machen, da beide möglicherweise schon etwas ausgebrannt sind in dieser Disziplin.

Laut BA Statistik beträgt die ALO-Quote aktuell für das Hauptamt Weiden 4,8 % bei etwa 5000 gemeldeten Erwerbslosen. Erhöht sich diese Zahl um etwa 600, bedeutet dies eine Zunahme von 12%, die ALO-Quote würde sich um mindestens 1 % erhöhen. Dies würde Schatten auf den Heiligenschein einiger Leuchtturmgestalten werfen, also mein Vorschlag:

eine separate Statistik für das Gewerbegebiet erstellen, in dem sich das Gelände der Firma ATU befindet, diese unter die bereits bestehende Rubrik Unwägbarkeitsereignisse einordnen und die abgewickelten Jobs damit nicht in die offizielle Statistik einfließen lassen. Falls sich auf diesem Gelände allerdings mehr Besucher oder Interessierte(View-Watcher) sehen lassen sollten, diese dann in 2-fach-Potenz als saisonale Besucherkräfte in die ALO-Statistik mit aufzunehmen.

Damit könnte es sogar gelingen, die angestrebte Minusquote mittelfristig veröffentlichen zu können!!!


Bemerkung: eigentlich widerstrebt es mir, bei diesem Thema irgendeine Art von Humor zu verwenden, sei er auch noch so schwarz - es ist in diesem Fall reinster trauriger Galgenhumor

noch eine Bemerkung: laut Pressemeldung wurden bei ATU Weiden Anfang diesen Jahres 350 Zeitverträge nicht verlängert und man trennte sich von 350 Leiharbeitern. Nachdem sich die veröffentlichte Statistik der BA(Weiden) permanent auch in diesem Zeitraum verbesserte muß ich annehmen, dass man bereits seit längerem diverse unlautere Statistikspielchen treibt(Erfüllung großspuriger Wahlversprechen des OB, der vor seinem Bürgermeisteramt leitender Angestellter der BA war?)!






[editiert: 28.07.08, 13:16 von Einmischer]
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