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Projekt WISP
WEIDENER INITIATIVE FÜR SOZIALE POLITIK
frech, parteiunabhängig aber parteiisch für die Menschen in Weiden und dem Rest der Welt
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Baba
Beiträge: 549
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Erstellt: 16.12.07, 00:49 Betreff: "Bürgerarbeit", ein neuer Begriff für Zwangsarbeit zum ALGII-Minimum
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Hallo, Einmischer! Danke für Deinen Hinweis auf den Artikel im heutigen NT (15.12.07) unter der URL: http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/1205861-100,1,0.html Da wird mal wieder eine neue "Sau" durch die ARGEN/Agenturen getrieben. Bomba war der sächsische "Erfinder"! Wie wir an der Sachsen-LB und dem Milbrat´schen Milliardenflopp erkennen sollten, kommt nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluß aus dieser Region! Statt ALGII/ALGI zu bezahlen, soll Zwangsarbeit mit Lohn, aber jeweils nur in Höhe von HartzIV, geleistet werden und die Leute müssen, wie 1 Euro Jobber alles arbeiten, was den "Fallmanagern" so einfällt und was die Kommunen an billiger Arbeit brauchen. Da die "Bürgerarbeitslöhne" aber natürlich immer max. um 1 Teuro über dem ALGII liegen, sind die erwerbslosen Hilfebedürftigen aus der Statistik. Bomba meinte dazu: "Warum Arbeitslosigkeit finanzieren, wenn man damit auch Arbeit finanzieren kann?" Klingt erst einmal überzeugend gut, nur beim zweiten Blick fällt´s wie Schuppen von den Augen: Wiederum zahlen die ARGEN/Agenturen und damit die Beitrags- und Steuerzahler diese "Bürgerarbeitslöhne", - die Kommunen und alle bisherigen Nassauer-Organisationen machen den Reibach! Jetzt kann ganz ungeniert jeder frei werdende Arbeitsplatz mit "Bürgerarbeitern" besetzt werden, natürlich immer zuerst mit jenen alleinstehenden Erwerbslosen, die am wenigsten ALGI/II erhalten, weil damit die Bürgerlöhne am billigsten sind, dann - nach weiterem Bedarf -, auch die Alleinerziehenden usw.! Es kostet die Kommunen nix, oder fast nix, denn die ARGEN/Agenturen zahlen und die zugewiesenen Arbeiter schuften für´s Existenzminimum zu Hungerlöhnen. Dabei verschwinden sie nicht nur aus der Statistik, denn nebenbei, mit dem neuen "Lohnniveau" der "Bürgerarbeit", entsteht neuer Druck in Richtung Absenkung des Existenzminimums. Dabei läßt sich absehen, daß Hundt und Henkel die ersten sind, welche erneut das "Abstandsgebot" zu ALGII und Sozialgeld wieder einfordern. Das ist Schröders Agenda 2010, eine ständige Lohnschraube nach unten! Ich hoffe der Wähler realisiert das und fällt nicht wieder auf verlogene Versprechen, kunterbunte Heilsgeschichten und Begriffsmanipulationen herein! Bravo! ...und dem Vernehmen nach, soll dieses "Projekt" auch bei der ARGE Weiden demnächst Schule machen, denn Bomba wird in Sachsen gefeiert, weil er damit die Arbeitslosenstatistik in den Versuchsgebieten um die Hälfte verringert hat. Alleine darum geht´s, die Statistik zu Lasten der Erwerbslosen weiter zu schönen, aber nichts dagegen zu tun, daß Profite jährlich zweistellig steigen, die Armen ärmer und die Reichen immer reicher werden! Man muß also nur die Leute vorher über HartzIV mit der Repressalien-Knute vertraut machen, dann kann man sie vor jeden Ausbeuterkarren spannen und bald gibt´s keine regulären Neueinstellungen mehr, nicht im Öffentlichen Dienst, und auch nicht anderswo. Das neue Bild unserer Gesellschaft: Kluft zwischen Reichtum und Armut, Kluft zwischen Freiheit und Knechtschaft! So sehe ich das und die Gewerkschaften schlafen immer noch, wieder, weiter!!! Nix für ungut, Baba Yaga
[editiert: 22.12.07, 14:17 von Bernd]
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Einmischer
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Erstellt: 17.12.07, 08:50 Betreff: Re: "Bürgerarbeit", ein neuer Begriff für Zwangsarbeit zum ALGII-Minimum
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Zu diesem Thema ein sehr interessanter Bericht unter der Überschrift "Laborversuch" von Prof Dr. Helga Spindler vom 16.Dez.07:
URL http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=11421
Wunderbar, wie Gewerkschaften, Kirche,Städte, Bürgermeister, politische Parteien inkl. der LINKEN hier am gemeinsamen Ziel einer neuen Zwangsarbeit arbeiten!!!!
Und Weiden ist wieder einmal ganz vorn mit dabei
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HSW
Beiträge: 433
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Erstellt: 18.12.07, 12:55 Betreff: Re: "Bürgerarbeit", ein neuer Begriff für Zwangsarbeit zum ALGII-Minimum
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schaut euch mal diese url an da stehen viele zahlen usw. http://images.zeit.de/text/2007/25/Schwarzarbeit da werden wir unbedingt was machen müssen baba yaga der soll einen wunderschönen empfang in weiden bekommen ;))))   er soll gleich von vornherein wissen das wir auch da sind und ihn gut im auge behalten werden, und hier nicht alles mit den erwerbslosen machen lassen wir als wisp, verein und gewerkschaft werden da wohl hand in hand arbeiten müssen
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Einmischer
Beiträge: 280 Ort: Bayern
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Erstellt: 24.12.07, 11:59 Betreff: Re: "Bürgerarbeit", ein neuer Begriff für Zwangsarbeit zum ALGII-Minimum
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Bürgerarbeit/Leuchtturmprojekt, Job Perspektive-Plus/Kommunal-Kombi. Wundermittel oder neue Namen für Zwangsarbeit zu Dumpinglöhnen? - Daten, Fakten und Zahlen zum bombastischen Erfolg dieses Modells und zum Modellversuch Bad Schmiedeberg/Lkr. Wittenberg/Sachsen-Anhalt -
Mittels Finanzierung aus Mitteln(Steuergeldern) des Europäischen Sozialfonds(ESF, laut ESF-Bundesseite: Förderung von qualifizierten und anpassungsfähigen Arbeitskräften, der Innovation und der Anpassungsfähigkeit bei der Arbeitsorganisation, der Entwicklung des Unternehmergeistes sowie der Qualifizierung und Verstärkung des Arbeitskräftepotentials in Forschung, Wissenschaft und Technologie!) startete ab August 2006 in Bad Schmiedeberg, Sachsen Anhalt das vom "Magdeburger Kreis" geschaffene Projekt Bürgerarbeit. Federführende Mitglieder des "Magdeburger Kreises" waren Rainer Bomba als Vertreter der BA Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen(ehemals Geschäftsführer Operativer Bereich der BA NRW, dann Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachen-Anhalt-Thüringen der BA, jetzt Vorsitzender Geschäftsführung Regionaldirektion Bayern der BA, Träger der Urkunde "Saukkel des Monats Juni 2007" der Redaktion forced labour wegen besonderer Verdienste um den völkerrechtswidrigen, staatlich organisierten Arbeitszwang(-www.forced-labour.de/archives/399-), der damalige Staatssekretär Herr Dr. Haseloff(vorher Leiter des Arbeitsamtes Wittenberg, inzwischen Wirtschaftsminister Sachsen-Anhalt), mehreren BA-Agentur-Geschäftsführer sowie die Lebenshilfe und der Paritätische Wohlfahrtsverband in Magdeburg. Wohlwollend wurde dieses Projekt offensichtlich von allen politischen Parteien, der Amtskirche und vor allem von Gewerkschaftsvertreten begleitet. Ebenso waren die Kammern eingebunden.
Im Rathaus von Bad Schmiedeberg, etwa gut 4000 Einwohner, zu diesem Zeitpunkt 331 Erwerbslose, erklärt Rainer Bomba im dunklem Anzug und Siegelring am Vorweihnachtstag 2006 in einem Interview mit Antje Hildebrand, Reporterin des Tagesspiegel wie er die Arbeitslosenquote halbierte ohne einen einzigen Investor in den Ort gelockt zu haben. Die regionale Arbeitsagentur teilte den Erwerbslosen mit, sie bekämen alle ab 1. Dezember einen Job. Seitdem werden städtische Grünanlagen gesäubert, Krippenspiele mit Kindern in Kirchen geübt, Altenheimbewohnern Geschichten vorgelesen, der Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr in Ordnung gebracht. Für monatlich durchschnittlich 825 Euro brutto, natürlich keine Wohnungszuschüsse oder Eingliederungshilfen mehr. Das Geld(ESF-Mittel ,Steuergelder!!) fließt in eine kommunale Gesellschaft, die die Erwerbslosen dann einstellt. Soweit Rainer Bomba im Gespräch.
Weiter laut Artikel Tagesspiegel: unter diesen glücklichen Erwerbslosen sind vielleicht auch die acht Bad Schmiedeberger, die noch vor zwei Jahren als Angestellte der städtischen Gärtnerei öffentliche Grünanlagen in Schuss hielten. Dann wurde der Betrieb geschlossen und die Arbeit von 1-Euro-Jobbern erledigt.
Eine Ein-Euro-Jobberin: vom Bürgerlohn würden mir 600 Euro netto übrig bleiben und damit müsste ich auch noch meine Miete bestreiten.
Christoph Krause, evangelischer Pfarrer der Gemeinde, zu einem Bürgerarbeiter, gelernter Elektronikmeister, der als Hausmeister in der Kirchengemeinde eingesetzt ist: "Mir wäre es peinlich, wenn ich einen Mann wie ihn jahrelang unter diesen Voraussetzungen beschäftigen müsste. Der Mann hat zwei goldene Hände. Er würde ein anständiges Gehalt verdienen". Artikel unter www.tagesspiegel.de/zeitung/Die-Dritte-Seite;art705,2178171
Dazu rückblickend aus einem Interview des Deutschen Städte- und Gemeindebundes(DStGB), Kommunalreport vom 1.3.2007 mit Bürgermeister Stefan Dammhayn der Stadt Bad Schmiedeberg und Rainer Bomba mit Titel Bürgerarbeit in Bad Schmiedeberg (www.dstgb.de/homepage/kommunalreport/interview_des_monats): R. Bomba: das Konzept bietet eine verblüffend einfache Lösung an - Arbeit statt Arbeitslosigkeit zu finanzieren. Das große Interesse daran ist zu verstehen.
Dammhayn: Die Arbeitslosigkeit in Bad Schmiedeberg betrug im Oktober 06 knapp unter 17%.Obwohl es durch die Kureinrichtungen mehr Angebote an Arbeitsplätzen gibt als in anderen Regionen, reichen sie nicht aus, um allen arbeitswilligen Menschen der Stadt eine Möglichkeit zur Arbeit zu geben. Die Einrichtungen setzen aber die Stadt in die glückliche Lage, nicht so stark an Abwanderungen leiden zu müssen wie andere Städte im Osten. Dazu Zahlen aus dem Statistischen Monatsheft 3/2007 Sachsen Anhalt des Statistischen Landesamtes Sachsen Anhalt: Die größten Wanderungsverluste, gemessen an der Bevölkerung, verzeichneten die Landkreise Anhalt-Bitterfeld, Salzland, Burgenland, Mansfeld-Südharz Stendal und Wittenberg. Ebenfalls in dieser Ausgabe weist die Statistik in der Bevölkerungsentwicklung/Vorschau bis zum Jahr 2025 sowohl gesamt als auch von der Altersstruktur her gesehen eine problematische, weitaus schlechtere als der Landesdurchschnitt für die Region Wittenberg aus.
Bomba: Die Arbeitsplätze wurden äußerst sorgfältig auf ihre "Passfähigkeit" hinsichtlich möglicher Einflussnahme auf den ersten Arbeitsmarkt geprüft. Es handelt sich ausschließlich um gemeinnützige Arbeit, die andernfalls nicht geleistet würde! Da fällt mir doch gleich die Auflösung der städtischen Gärtnerei in Bad Schmiedeberg ein. Warum nicht auch im Leuchtturmprojekt Weiden, vielleicht auch noch der städtische Bauhof und und...
Bomba: Voraussetzung für eine erfolgreiche Projektumsetzung ist das enge Zusammenwirken der örtlich zuständigen Agentur für Arbeit, den ARGE´s und den Verantwortlichen in der Kommune im Sinne der gemeinsamen Zielstellung!!! Laut Zeitungsbericht im DER NEUE TAG vom 20.12.07, Netzcode 1210660, ist diese Form(der Zwangsarbeit, Anm. des Verfassers) ein Wunschprojekt des neuen Oberbürgermeisters in Weiden Kurt Seggewiß(SPD),vorher Chefkoordinator im Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit in Schwandorf, der sich bei Bomba persönlich dafür stark gemacht hat. Allein ein Wunschprojekt des OB??
Die Studie des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung(IAB), einer Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, Forschungsbericht 14/2007 mit dem Titel "Modellversuch Bürgerarbeit- zwischen Workfare(laut Definition ein Anreiz zur Aufnahme niedrig bezahlter Arbeiten, von nicht wenigen Fachleuten mit dem Freiwilligen Arbeitsdienst und Reichsarbeitsdienst während der Nazidiktatur verglichen, Anm. des Verfassers)) und Sozialem Arbeitsmarkt (http://doku.iab.de/forschungsbericht/2007/fb1407.pdf) wird in der stark gekürzten Pressemitteilung des IAB-Institus vom 5.12.07 durch Wolfgang Braun, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der BA folgend betitelt- Bürgerarbeit: Kein Beschäftigungswunder in Bad Schmiedeberg. Die Pressemitteilung ist nachzulesen unter http://idw-online.de/pages/de/news238880 Ich zitiere daraus: Der Modellversuch Bürgerarbeit in Bad Schmiedeberg ist bislang nur bedingt erfolgreich. Zwar sei die Betreuung der Arbeitslosen durchaus intensiviert worden, berichtet das Institut IAB, allerdings dürfte dies nur zum Teil auf das Konto des Modellversuchs gehen, denn auch in anderen Regionen sei die Betreuungsintensität gestiegen. Zudem würden sich beim Vergleich mit anderen Regionen kaum Unterschiede hinsichtlich der Übergänge in reguläre Beschäftigung zeigen, so die Nürnberger Arbeitsforscher. Die gesunkene Arbeitslosenquote in Bad Schmiedeberg wurde überwiegend durch öffentlich geförderte Beschäftigung erreicht.
Ebenfalls auf diese IAB-Studie bezieht sich die Stellungnahme des Evangelischen Pressedienstes(EPD)vom 14.Dezember 2007 mit der Überschrift: "Kein Jobwunder in Bad Schmiedeberg- Bessere Betreuung Arbeitsloser hilft nur bedingt". Nachzulesen unter http://213.144.21.246/sozial_index_53365.html Daraus zitiert: 15 Monate nach Start des Modellprojekts fällt die erste unabhängige Zwischenbilanz ernüchternd aus. Zwar ist die Betreuung der Arbeitslosen in der Kurstadt tatsächlich intensiviert worden, dennoch sind nicht mehr Menschen in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt worden als anderswo, so die Wissenschaftler. Intensivere Betreuung führt dann nicht zu zählbaren Erfolgen, wenn fehlende Aktivierung der Arbeitslosen eben nicht das Haupthemmnis für eine Eingliederung in Beschäftigung war, sondern andere Probleme - etwa Mangel an Arbeitsplätzen oder fehlende Qualifikation der Erwerbslosen. Weiteres Zitat: Laut IAB hatten knapp 19 Prozent der 330 Arbeitslosen nach einem halben Jahr einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt gefunden(befristet auf ein halbes Jahr oder unbefristet?, Anm. des Verfassers). Im Übrigen sei das Absinken der Arbeitslosenquote in Bad Schmiedeberg "zum weit überwiegenden Teil" dadurch zu erklären, dass die Betroffenen in(unsinnige?, Anm. des Verfassers)Maßnahmen geschickt worden seien. Umsetzung, Kosten und Nutzen der Bürgerarbeit untersuchten die Wissenschaftler nicht.
Warum wohl nicht?
Weiteres Zitat daraus: Übereinstimmend wurde angegeben, dass für Bürgerarbeit gerade nicht die wettbewerbsschwächsten Arbeitslosen ausgewählt worden seien. Der Grund: aus Sicht der Vermittler seien die Jobs anspruchsvoller als EIN-EURO-Arbeitsgelegenheiten. Das spricht für die Qualifikation der Vermittler: siehe Absatz 2- Grünanlagen säubern,Krippenspiele mit Kindern üben, Geschichten vorlesen, Feuerwehrautos reinigen...
Weiteres Zitat daraus: den Langzeitarbeitslosen soll nun ein Förderprogramm helfen, das von der Öffentlichkeit weitgehend unbeobachtet gestartet ist. Seit Oktober 07 können die Arbeitsgemeinschaften der Kommunen und der regionalen Arbeitsagenturen im Rahmen des Programms "JobPerspektive" Lohnkostenzuschüsse zahlen. Arbeitgeber können so zwei Jahre lang bis zu 75 Prozent der Kosten vom Staat bekommen, wenn sie Arbeitslosengeld-II-Empfänger einstellen, die keine Chancen auf dem regulären Arbeitsmarkt haben. Herr Seggewiß, sind Sie und Weiden wieder einmal Vorreiter? Und wer macht Kasse bei der Ausschüttung von Steuergeldern? Alternativ gibt es ja noch das ab Januar 08 startende Projekt für Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit, das geförderte Bund-Länder Programm "Kommunal-Kombi".
Nun möchte ich noch direkt aus der oben genannten IAF-Studie/Forschungsbericht 14/2007 zitieren:
Das Konzept Bürgerarbeit(Seite 7) 1. Stufe Profiling und Jobberatung 2.Stufe Zeitnahe Vermittlung marktnaher Kunden 3.Stufe Fördermaßnahmen für Kunden mit Vermittlungshemmn.
4. Stufe Bürgerarbeit im engeren Sinne für nicht vermittelbare Arbeitslose
Ja, was haben denn die Vermittler in Agenturen und ARGE´s bisher gemacht??? Diese Frage muß erlaubt sein!
Weiteres Zitat: die Bürgerarbeit ist grundsätzlich unbefristet angelegt, in den gegenwärtigen Modellversuchen jedoch als befristete Arbeitsbeschaffungsmassnahme(ABM)ausgestaltet. Träger dieser öffentlichen Stellen sollen die jeweiligen Kommunen sein, Anbieter der Non-Profit-Stellen hingegen ortsansässige Betriebe, Verbände, Kirchen, karitative Einrichtungen etc., die zusätzliche und gemeinnützige Arbeiten zu vergeben haben. Eine Verdrängung von Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt soll vermieden werden. So, so, wissen die bekannten Non-Profit-Betriebe(das Wort Non müsste korrekterweise gestrichen werden) wie zum Beispiel Diakonie, Krankenhaus AG, Caritas, BRK, Denk!statt und andere in Weiden Bescheid? Ich gehe davon aus, dass dies in internen Zirkeln bereits eingehend erörtert wurde und Lösungen erarbeitet worden sind.
In Seite 8 dieses Forschungsberichtes taucht übrigens öfter das schöne deutsche Wort "Workfare" als eine der Wunderwaffen auf(Definition siehe oben).
Auf Seite 10 steht: scheinbar chancenlose Arbeitslose erhalten ihre Würde wieder zurück und erleben das Gefühl, von der Gesellschaft gebraucht zu werden.
Siehe dazu die eingangs erwähnte Stellungnahme des Evangelischen Pfarrers von Bad Schmiedeberg. Hat man nicht so ähnlich damals in der Zeit der Reichsarbeit argumentiert(Stolz sein, von der Gesellschaft gebraucht zu werden)?
Weiteres Zitat aus dem Forschungsbericht: Zusammengenommen erklärt sich der Anstieg der Abgangsraten in Bad Schmiedeberg im Modellversuch Bürgerarbeit zum weit überwiegenden Teil aus dem Anstieg der Abgänge in Maßnahmen. Vermehrte Abgänge in Beschäftigung und sonstige Abgänge aus dem Leistungsbezug, die einer verbesserten Aktivierung zuzuschreiben wären, lassen sich dagegen nur in sehr geringem Umfang beobachten.
Weiteres Zitat: schließlich mag auch eine Rolle gespielt haben, dass nach Angaben unserer Interviewpartner sehr stark auf das Ziel abgestellt wurde, die Arbeitslosigkeit in Bad Schmiedeberg bis zum Jahresende 2006 möglichst stark zu reduzieren. Deshalb wurden vor allem solche Maßnahmen eingesetzt, die schnell zu einer formalen Beendigung der Arbeitslosigkeit führten - und das sind in der Regel Maßnahmen öffentlich geförderter Beschäftigung.
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Eine interessante Aussage auf Seite 36: als internen Erfolg kann man schließlich werten, dass die beteiligten Vermittlungsfachkräfte - trotz des Drucks, der auf ihnen lastete - durchaus eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen während des Modellversuchs wahrgenommen haben. Es ist zu vermuten, dass dies sich letztlich auch in besseren Arbeitsergebnissen niederschlagen wird - eine Hypothese, die gegenwärtig in der BA in anderen Modellversuchen zur Verbesserung des Betreuungsschlüssels erprobt und evaluiert wird.
So begründet man also die Notwendigkeit von Personalüberhang in Bundesämtern,deren Personalkosten letztendlich aus Steuergeldern finanziert werden!!! Hier sollte der Bundesrechnungshof ein Auge darauf werfen. Auch ein neuerlicher Eintrag der Stadt Weiden im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler(Steuermittelverschwendung) zeichnet sich ab.
Laut Homepage der Stadt Bad Schmiedeberg vom 21.12.07: ca 4200 Einwohner, 170 Arbeitslose
Laut Abendblatt, Ausgabe vom 18.2.07(www.abendblatt.de/daten/2007/02/18/691088.html) fanden in Magdeburg bei einem kleinen Modellversuch im Lebenshilfe-Werk von 20 Bürgerarbeitern 2 einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt(ob befristet oder unbefristet verschweigt Herr Bomba!).
Mein Fazit: alle genannten Fakten sind frei zugänglich und für jedermann einsehbar. Haben die Verantwortlichen/Beteiligten in Weiden von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch gemacht? Gibt es, wie bei dem Vertrag der Stadt Weiden mit dem Energieanbieter(Energiespar-Contracting) aus Berlin geschehen, ein Jasagen der zuständigen Stellen ohne den Vertrag, hier die Leuchtturmprojekte und dessen Auswirkungen zu kennen? Warum stimmt ein Herr Fiedler(DGB- Beirat bei der Agentur für Arbeit)und ein Herr Winter(ver.di Beirat in der ARGE)diesen menschenverachtenden Plänen zu?
Betroffene, wehrt Euch!!! Schließt Euch zusammen, zeigt Widerstand, holt Euch juristischen Rat!!!! Einmischer
[editiert: 24.12.07, 12:05 von Einmischer]
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Baba Yaga
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Erstellt: 24.12.07, 16:29 Betreff: Re: "Bürgerarbeit", ein neuer Begriff für Zwangsarbeit zum ALGII-Minimum
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Hallo, Einmischer!
Sehr gut recherchiert!
Wir, von WISP, bleiben an der Sache, damit nicht durch Statistik- und PR-Manipulationen, in bekannt mediengeiler Weise, Ergebnisse vorgegaukelt werden, für welche über ein Jahrzehnt (einschließlich Schröder-Regierung) die Hauptamtlichen (das sind jene, für Partei- und Gewerkschaftspolitik Verantwortlichen) für massenhafte Entlassungen, - Niedriglöhne, Nicht-Beschäftigung und Arbeitslosigkeit -, letztlich und alleinen die Verantwortung tragen, aber mit "Bomba", wie Phoenix aus der Asche aufsteigen und dann auch noch als "Wohltäter" und "Verbesserer der Arbeitslosenstatistik" gefeiert werden. Wobei anderseits die Erwerbslosen fragen müssen: "War das was?"
Aus dem Zeitungsbericht des NT zu diesem Projekt geht eindeutig hervor, daß sowohl Fiedler (DGB, daher aufwandsentschädigter Beirat der Agentur), so wie Winter (ver.di aufwandsentschädiogter Beirat der ARGE, aber eigentliche Vertreter der Erwerbslosen), bestenfalls nicht begriffen haben, worum es beim "Bomba-Projekt" geht, oder aber näher liegend, in gewohnt angepaßter und gewerkschafts-deutsch-politischer Manie ("Jedem Wohl und keinem Weh", vor allem nicht der SPD), mal wieder die Schwächsten (Erwerbslose und Erwerbstätige im einfachen und mittleren Kommunaldienst) zur Schlachtbank führen!
Sie, Fiedler und Winter, wollen abwarten!!!!
Wie blöd und ignorant müssen hauptamtliche Gewerkschafter eigentlich sein, daß sie nach Jahren des Mißbrauchs von Erwerbslosen, das System der 1-€-Jobs und damit der "Bomba-Beschäftigung" nicht durchschauen?
Schließlich handelt es sich doch wiederum lediglich um Reichsarbeitsdienst, wie vorher die 1-€-Jobs, dieses Mal aber ohne "Aufwandsentschädigung", ohne Befristung und wiederum zu Lasten der Steuerzahler und zu Gunsten der Kommunal- und Karitativ- Ausbeuter.
Wir werden uns dagegen stellen, mit aller Kraft, die Menschen in einer Überwachungs- und Repressalien-Demokratie noch zur Verfügung stehen!
Das ist meine Neujahrsbotschaft und meine Perspektive für 2008, gemeinsam werden wir verhindern, daß nicht alles so schlimm kommen kann für die Menschen in der ARGE-Region Weiden, wie die skrupellosen Planer das so gerne hätten
Baba Yaga
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Baba
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Erstellt: 24.12.07, 16:31 Betreff: Re: "Bürgerarbeit", ein neuer Begriff für Zwangsarbeit zum ALGII-Minimum
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Zitat: Baba Yaga
Hallo, Einmischer!
Sehr gut recherchiert!
Wir, von WISP, bleiben an der Sache, damit nicht durch Statistik- und PR-Manipulationen, in bekannt mediengeiler Weise, Ergebnisse vorgegaukelt werden, für welche über ein Jahrzehnt (einschließlich Schröder-Regierung) die Hauptamtlichen (das sind jene, für Partei- und Gewerkschaftspolitik Verantwortlichen) für massenhafte Entlassungen, - Niedriglöhne, Nicht-Beschäftigung und Arbeitslosigkeit -, letztlich und alleinen die Verantwortung tragen, aber mit "Bomba", wie Phoenix aus der Asche aufsteigen und dann auch noch als "Wohltäter" und "Verbesserer der Arbeitslosenstatistik" gefeiert werden. Wobei anderseits die Erwerbslosen fragen müssen: "War das was?"
Aus dem Zeitungsbericht des NT zu diesem Projekt geht eindeutig hervor, daß sowohl Fiedler (DGB, daher aufwandsentschädigter Beirat der Agentur), so wie Winter (ver.di aufwandsentschädiogter Beirat der ARGE, aber eigentliche Vertreter der Erwerbslosen), bestenfalls nicht begriffen haben, worum es beim "Bomba-Projekt" geht, oder aber näher liegend, in gewohnt angepaßter und gewerkschafts-deutsch-politischer Manie ("Jedem Wohl und keinem Weh", vor allem nicht der SPD), mal wieder die Schwächsten (Erwerbslose und Erwerbstätige im einfachen und mittleren Kommunaldienst) zur Schlachtbank führen!
Sie, Fiedler und Winter, wollen abwarten!!!!
Wie blöd und ignorant müssen hauptamtliche Gewerkschafter eigentlich sein, daß sie nach Jahren des Mißbrauchs von Erwerbslosen, das System der 1-€-Jobs und damit der "Bomba-Beschäftigung" nicht durchschauen?
Schließlich handelt es sich doch wiederum lediglich um Reichsarbeitsdienst, wie vorher die 1-€-Jobs, dieses Mal aber ohne "Aufwandsentschädigung", ohne Befristung und wiederum zu Lasten der Steuerzahler und zu Gunsten der Kommunal- und Karitativ- Ausbeuter.
Wir werden uns dagegen stellen, mit aller Kraft, die Menschen in einer Überwachungs- und Repressalien-Demokratie noch zur Verfügung stehen!
Das ist meine Neujahrsbotschaft und meine Perspektive für 2008, gemeinsam werden wir verhindern, daß nicht alles so schlimm kommen kann für die Menschen in der ARGE-Region Weiden, wie die skrupellosen Planer das so gerne hätten
Baba Yaga |
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LongByte
Beiträge: 2
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Erstellt: 15.01.08, 01:37 Betreff: Re: "Bürgerarbeit", ein neuer Begriff für Zwangsarbeit zum ALGII-Minimum
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Hallo,
ich habe diesen Theard hier mittels google gefunden, er hat mein Interesse geweckt und schub bin ich in Euren Forum gelandet.
Was ich zum Thema Bürgerarbeit zu sagen habe wurde hier bereits gesagt! Es ist nichts weiter als ein neues Instrument die Arbeitslosenzahlen zu beschönigen, und wir deppen, also die Langzeit-Arbeitslosen haben keine Handhabe dagegen.
Allerdings frage ich mich woher die Arbeitslosenzahlen stammen, Ramasuri berichtet von 6,4% Arbeitslosen im Dezember http://www.ramasuri.de/(aeafmq45lqeszfipgenhxnjx)/reference.aspx?f_k_=1320081&ref_ID=44827
Ich überlege nun schon die ganze Woche wie man als Einzelner die Zwangsdienste möglicht einfach abwehren kann. Allerdings muss ich gestehen, mir fällt nicht wirklich was ein, bei EEJ ging es noch, aber das war eine Arbeitsgelegenheit, welche ich jedoch erfolgreich abwehren konnte, ohne Kürzungen.
Die Bürgerarbeit wird ja wohl als sozialversicherungspflichtiger "Vermittlungsvorschlag" seitens der ARGE-WEIDEN daher kommen? Und diesen abzulehnen, das würde entsprechende Kürzungen bedeuten, nicht nur dass, denn der Vermittler könnte ja gleich ein neues "Job - Angebot" sprich Bürgerarbeit "nachlegen" und schubs wäre eine neue Kürzung der Fall.
Genauso wie bei de EEJ Jobs lehne ich die Bürgerarbeit ebenfalls kategorisch ab! Nicht weil ich zu faul zum arbeiten bin, sicher nicht, sondern ganz einfach weil alle EEJ als auch Bürgerarbeiter die WIrtschaft damit komplett ruinieren, falls es überhaupt noch was kaputt zu machen gibt.
Weiterhin spiele ich nicht ständig VERSUCHSKANNINCHEN der ARGE-Weiden! Erst BFZ-Weiden, dann DENK!STATT, dann EEJ, und jetzt Bürgerarbeit! Sagt mal, HALLO? GEHTS NOCH?
Im Grundgesetzt ist glaube ich nicht geregelt das man als Arbeitsloser Depp sämtliche "Test und Pilotprojekte" mitmachen muss, oder habe ich da was überlesen? Langsam kommt es soweit, das wir mal "medikamenten Tester" werden, schließlich helfen wir damit auch unseren Mitbürgern und sind auch noch für was gut und können uns dann auch noch gut fühlen wenn wir am verrecken sind, denn wir haben damit dann einen verdienenden Mitbürger sein Leben gerettet, hurra ein neuer sozialer Zweck ist geboren. [Sorry für den etwas abschweifenden Vergleich, aber ehrlich ich komm mir langsam vor wie der letzte Dreck auf Erden]!
Zu gern würde ich Wissen auf welcher Grundlage dieses Pilotprojekt überhaupt durchgeführt werden soll/kann ? Naja es wird wohl rein auf die "Vermittlung von sozialversicherungspflichtiger Arbeit" hinaus laufen. Ist ja egal ob diese zu 100% subventioniert ist oder nicht, der Langzeitarbeitslose muss diese ja annehmen.
Was ich von der Diakonie und diesen anderen ach so sozialen Verbänden hier in Weiden halte möchte ich gar nicht weiter erörtern, sonst wirds zu extrem.
Allerdings wäre es schon sich jetzt schon Gedanken zu machen wie man so ein tolles Jobangebot ala Bürgerarbeit am besten abschmettert, denn ganz Ehrlich gesagt, ich werde den LUG und BETRUG nur rein zur beschönigung der Arbeitslosenzahlen, weil die Wahlen (Im Kreise) bald stattfinden auf keinen Fall mitmachen. Ich werde mich mit Händen und Füssen dagegen wehren!
Allerdings bin ich kein "Rechtsgelehrter" und zum Thema Bürgerarbeit findet man bisher keine Tips oder Tricks diese Zwangsdienste abzuwehren, nicht einmal wie diese tolle Bürgerarbeit daher kommt kann man erfahren. (Zeitarbeitsvertrag, Vertrag mit "Arbeitgeber" oder Vetrag über die Stadt Weiden o.ä.)
Ein ist aber sicher, die Langzeit-Arbeitslosen in Weiden mössen LABOMBA tanzen damit die Herren in der Weidner-ARGE aufwachen.
Eins sei noch gesagt, hätte man z.B. mir eine vernünftige Umschulung bezahlt wäre ich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr langzeitarbeitslos.
Ich kann mich noch erinnern, WEIDEN-BFZ, dort wurde mir dann angeboten auf "Bürokaufmann" umzuschulen! [Alles ander wolle man nicht umschulen] Klasse, was will ich denn damit? Gibt es nicht schon 100derte nein 1000sende Bürkaufmänner/frauen die Arbeitslos sind? Damit kann man in Weiden doch die "Säue" füttern.
Weiden ziehlt ja absolut auf der Arbeitsmarktsituation vorbei, keine Ahnung was die da ständig für ein Kraut in der ARGE oder im BFZ rauchen, aber irgendwie haben ich das Gefühl das es die Hirnleistung nicht gerade ankurbelt. Ach nein, ist ja Rauchverbot, entschuldigung ich habe vergessen 
Ich würde mich schon freuen wenn sich mehrere Weidner sich zusammen tun, und dann mal von der ARGE unten mit Banner und CO Ihre Meinung zur Bürgerarbeit kund tun! Vielleicht hat man ja Glück und man erreicht damit was? Besser als nix tun könnte es sein...
Bye erstmal, LongByte
[editiert: 15.01.08, 01:42 von LongByte]
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Baba
Beiträge: 549
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Erstellt: 19.01.08, 09:46 Betreff: Re: "Bürgerarbeit", ein neuer Begriff für Zwangsarbeit zum ALGII-Minimum
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Entschuldigung: Hier hatte ich einen Beitrag eingestellt, der themenmäßig anders zuzuordnen war. Der Beitrag ist unter dem Thread zu den Raucher-Parties zu finden. Baba Yaga
[editiert: 19.01.08, 09:53 von Baba]
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Einmischer
Beiträge: 280 Ort: Bayern
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Erstellt: 01.02.08, 08:37 Betreff: Re: "Bürgerarbeit", ein neuer Begriff für Zwangsarbeit zum ALGII-Minimum
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Hallo Leser,
ich beziehe mich auf den Artikel im NEUEN TAG
http://www.oberpfalznetz.de/onetz/1252396-118
Darin spielt die BA, vertreten durch Herrn Bühner/Geschäftsführer mit den Arbeitslosenzahlen in Weiden.
Jeder weis, dass es ehrliche Statistik in der real existierenden Demokratie kaum mehr gibt. Mit Statistik werden grundsätzlich ganz bestimmte Ziele interessierter Gruppen verfolgt oder fragwürdige Entscheidungen untermauert/gerechtfertigt.
Praktiziert wird dies sowohl in Politik als auch in der Wirtschaft und hat durch die zwangsläufige Ausschaltung des gesunden Menschenverstandes bei dieser Vorgehensweise schon zu sehr viel Unheil im humanen und volkswirtschaftlichen Bereich geführt.
Zurück zur BA: diese ist ein sehr gutes Beispiel für die Manipulation an Statistiken. Da werden je nach Situation und Zielsetzung die Parameter geändert, die in Maßnahmen befindlichen und und.. Erwerbslosen einmal dazu-, dann wieder weggenommen. Sollte diese aktuelle Veröffentlichung in einem Zusammenhang stehen zu der angelaufenen "Job-Plus-Perspektive", diesem verkappten Reichsarbeitsdienst?
Jeder, der in Weiden und Umgebung die Augen aufhält sieht die erschreckende Situation, es gibt nicht genügend Arbeitsplätze. Von einigen gemeinnützigen Unternehmen wird in Zusammenarbeit mit der BA, ARGE und Stadt durch den Mißbrauch von z. B. Ein-Euro-Jobs/sogenannten Praktikumsstellen und ähnlichem die Situation weiter verschärft. Durch das neue "Job-Perspektive-Plus" Modell , bei dem der Arbeitgeber bis zu 80% der Lohnkosten vom Staat(das sind Steuermittel) mindestens 2 Jahre lang erstattet bekommt, wird höchstens das allgemeine Lohnniveau unter die Armutsgrenze gesenkt und die Gewinnmaximierung der Arbeitgeber und der BA(Statistikbereinigung!!)optimiert.
Was soll so eine volksverdummende nichtssagende Statistik ausser der oben genannten Hilfe zur Durchsetzung fragwürdigster Ziele oder Maßnahmen auf Kosten vieler Betroffener!!
Die Erfolglosigkeit der BA und ARGEn bei der Vermittlung, die Reformwut der Politik und die Inanspruchnahme der Unternehmen der großzügigen Angebote bei der Personalkostenübernahme mittels Steuergelder gefähren letztendlich Menschenleben und führen zu einem enormen sozialen Zündstoff.
In diesem Sinne, vergesst das Statistikgerede, hinterfragt , redet miteinander, sucht gemeinsam nach Lösungen und wehrt Euch!!
Euer Einmischer
[editiert: 01.02.08, 08:44 von Einmischer]
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Einmischer
Beiträge: 280 Ort: Bayern
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Erstellt: 07.02.08, 16:11 Betreff: Re: "Bürgerarbeit", ein neuer Begriff für Zwangsarbeit zum ALGII-Minimum
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Gewerkschaft will mitreden bei Bürger-Job-Perspektive-Plus-Arbeit
Einem Artikel aus der heutigen Ausgabe des NEUEN TAGES unter der Überschrift "Für Kontrollgremium mit Vetorecht" entnehme ich, dass die Gewerkschaft langsam munter wird. Herr Fiedler,DGB-Regionalvorsitzender und Beirat in der BA, wird hier mit der Aussage zitiert - "Was in Sachsen-Anhalt gelaufen ist war nicht das Gelbe vom Ei". Aber in "Weiden soll die Bürgerarbeit ja angeblich anders ablaufen".
Außerdem vermisst der Gewerkschafter die zugesagte Abstimmung mit Wirtschaft, Bildungsträgern und Gewerkschaften(übrigens sind die Gewerkschaften bundesweit die größten Anbieter im Bereich Bildungsträger/Fortbildungsmaßnahmen....). Frau Engelen Kefer(bis vor kurzem Vorstandsmitglied im DGB) war bei der Pressevorstellung des von OB Seggewiß und Herrn Bomba so hochgelobten Bürgerarbeitsdienstes,Job-Perspektive-Plus Projektes neben diesen Herren als Fürsprecherin dabei.
Ich vermisse die Kritikfähigkeit und das Hinterfragen der Gewerkschaftsvertreter vor Ort. Muss immer erst von Aussen ein Anstoß dazu erfolgen?
Bleibt zu hoffen, dass hier mittel- und langfristig Rückgrat bewiesen wird, was ich selbst aus meiner langjährigen Berufserfahrung leider aus diesem Bereich nicht immer erlebt habe.
Aus diesem Grunde würde ich es auch begrüßen, wenn in dem von Herrn Fiedler geforderten Kontrollgremium mit Vetorecht mindestens ein Vertreter der wirklich Betroffenen sitzt und nicht nur interessierte "Funktionäre aller möglichen anderen Interessengruppen(inkl. Gewerkschafterfuntionären)."
Der Artikel im NEUEN TAG:http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/ Suche. dann Netzcode 1261798
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