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Projekt WISP
WEIDENER INITIATIVE FÜR SOZIALE POLITIK
frech, parteiunabhängig aber parteiisch für die Menschen in Weiden und dem Rest der Welt
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Baba
Beiträge: 529
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Erstellt: 09.06.08, 13:47 Betreff: Windräder - eine Höllendiskussion in WEiden - siehe NT-Nachrichten!
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Hier die Eingabe im Namen von WISP an den Weidener OB und Stadtrat: WISP – Weidener Initiative für soziale Politik 09.06.08 i.A. Luise Nomayo Rehbühlstr. 3a 92637 Weiden An den Weidener Stadtrat z.Hd.H. OB Seggewiß Neues Rathaus 92637 Weiden Betr.: Eingabe Art. 115(2) BayVerf. i.Verb. m. Art.56(3)GO; Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, verehrte Mitglieder des Weidener Stadtrates; Das Thema Windkraftanlagen im Außenbereich von Weiden, das nicht nur den letzten HVA der Stadt Weiden zu langen Diskussionen Anlass gab, hat auch unsere Initiative beschäftigt. Wir möchten daher nachfolgende Eingabe zur Beratung und Diskussion im Stadtrat Weiden stellen: Auch wir sind für die Nutzung der Windenergie und zwar prinzipiell! Weil diese aber nicht überall zur Verfügung steht, weil nicht überall Windturbinen gebaut werden können, weil die Versorgung mit preisgünstiger Energie für jeden vorhanden sein muss, weil also die Windenergie wiederum in den Händen von Privat-Monopolisten den gleichen Profit-Weg von Öl- und Gas geht, sind wir für die Nutzung in kommunaler oder staatlicher Hand! Begründung: - Wenn wir Menschen in unserer Region ertragen müssen, ohne auch nur den geringsten Nutzen oder Vorteil davon zu haben, dass am schönen weiß - blauen Himmel nur noch Kondensstreifen von Düsen- und Überschallflugzeugen in allen Richtungen zu sehen sind, - -wenn wir, wohin wir auch gehen, wo wir stehen und wohnen, die stinkende Gülleausbringung der Agrarfabriken zu riechen haben, statt die "erwachten Frühjahrsdüfte" (wunderschönes altes Volkslied), dann sind wir dafür, dass nicht nur die Belastungen durch die Energiegewinnung in Windkraftanlagen, sondern auch der Nutzen daraus „sozialisiert" wird. Bei einer Mischkalkulation Gas-Windenergie, z.B. über die Weidener Stadtwerke, könnte sich dann auch die Energieversorgung für die angeschlossenen Weidener verbilligen,
- eine Erhöhung des Gaspreises steht schon wieder an! -
Die Übernahme der Energieversorgung ist kein Novum! Es haben auch schon früher Kommunen, z.B. Weiden, die Energieversorgung in eigener Hand preisgünstig sicher gestellt. Die Akzeptanz dieser Räder wird sich in der Bevölkerung wesentlich erhöhen, wenn man eben nicht die $-Zeichen in den Augen einiger Profiteuere zu erkennen glaubt, wie das aus der Bürgerversammlung berichtet wurde! Wir schlagen deshalb vor, dass die Entscheidungsgremien in Stadt und Land sich zusammensetzen, ein Konzept zur Energiegewinnung durch Windkraft ausarbeiten und dabei die in Frage kommenden Sondergebiete für die Standorte der Turbinen festlegen und als weiteren Schritt Antrag auf Änderung des Regionalplanes stellen. Wir meinen aber auch, dass dieses Energie-Konzept zur Nutzung der Windenergie in unserer gesamten hügelig-bewegten Nordoberpfälzer Landschaft nicht mit dem Miniauftrag der Stadt in Sachen Energiekonzept an die FH abgedeckt werden kann. Anderseits haben die Planungs- und Genehmigungsschritte sehr schnell zu erfolgen damit Grundstücksspekulationen weitgehend vermieden werden, weil dann für die Grundeigner feststeht, dass die Grundstücke der Sozialbindung (Art. 14(2) GG) unterworfen sind und nur die bereits feststehenden Verkehrswerte bei Ankauf oder Enteignung für diese Sondergebiete zu erwarten sind! Es kann nicht angehen, dass nun die Grundstückspreise wegen Windmühlen-Erwartungsland in exorbitante Höhen schnellen und verweisen beispielhaft auf das Verfahren der Grundstücksbeschaffung bei Verlegung der Öl-Pipeline vor 20 Jahren! Wir bitten um Information über die Ergebnisse der Stadtratsberatung! Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag für „WISP“ Luise Nomayo
[editiert: 09.06.08, 13:48 von Baba]
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Bernd
Beiträge: 1350 Ort: Berlin
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Erstellt: 10.06.08, 06:47 Betreff: Re: Windräder - eine Höllendiskussion in WEiden - siehe NT-Nachrichten!
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Zitat: Baba
Wir meinen aber auch, dass dieses Energie-Konzept zur Nutzung der Windenergie in unserer gesamten hügelig-bewegten Nordoberpfälzer Landschaft nicht mit dem Miniauftrag der Stadt in Sachen Energiekonzept an die FH abgedeckt werden kann.
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... die Stadt Weiden sollte sich auch im Rahmen ihrer Möglichkeiten dafür einsetzen, auf die Stromkonzerne und die Bundesregierung Druck auszuüben, daß die Stromnetze in die Öffentliche Hand gelangen!
... dies kann z.B. durch Solidarität mit der entsprechenden Protestaktion von www.robinwood.de zum Ausdruck gebracht werden:
kopiert aus: http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=4893&Itemid=259
Stromnetze in die öffentliche Hand!
von Dirk Seifert - www.robinwood.de , 09.06.2008
Für Betrieb und Instandhaltung der Stromnetze sind bis heute die großen Stromkonzerne E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW zuständig. Dafür kassiert dieses Energie-Kartell jährlich von uns StromkundInnen zweistellige Milliardenbeträge. Rund 30 Prozent der Stromrechnung gehen als Durchleitungsgebühren für die Nutzung der Hochspannungsnetze direkt in die Kassen der Stromkonzerne.
Allein im Jahr 2006 kassierte das Strom-Kartell 21 Milliarden Euro. Was aber wird für diese gigantischen Einnahmen geleistet? Nichts! Nur rund zwei Milliarden Euro wurden von diesem Geld in die Stromnetze investiert. E.ON und die anderen Partner des Energie-Kartells lassen seit Jahren die Netze systematisch verrotten. Reingewinn für das Strom-Oligopol: 19 Milliarden Euro – für nichts! Und so geht das bereits seit vielen Jahren!
Inzwischen sind die Stromnetze fast schrottreif. Laut Bundesnetzagentur vom Januar 2008 sind die 380kV-Leitungsmasten und Transformatoren bundesweit durchschnittlich 30 Jahre alt. Die 220kV-Masten und Transformatoren sind 50 Jahre alt. Durchschnittlich! Das heißt: Viele davon sind noch sehr viel älter! Kurz: Wir bezahlen viel Geld für Leistungen, die unsere Eltern schon längst bezahlt haben.
Es kommt noch schlimmer! Immer mehr wird der desolate Zustand der Stromnetze zum Problem für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Immer häufiger schalten E.ON und Co einfach ganze Wind-Parks ab. Begründung: Das Stromnetz sei überlastet. Allein in diesem Jahr hat E.ON in Norddeutschland immer wieder Öko-Strom sabotiert – und den Windbauern damit erhebliche finanzielle Verluste beschert.
Diese Dreistigkeit ist kaum noch zu überbieten. Während das Kartell seinen Kohle- und Atomstrom höchst profitabel durch die von ihnen kontrollierten Stromnetze jagt, werfen Sie den Erzeugern erneuerbarer Energien dicke Knüppel zwischen die Beine.
Damit muss Schluss sein! Dem Energie-Kartell müssen die Stromnetze aus der Hand genommen werden. Deshalb bitte ich Sie, unterstützen Sie unbedingt unsere Protestaktion!
Und was tun Angela Merkel und die Bundesregierung, wenn die Energiekonzerne Traum-Renditen für nicht erbrachte Leistungen einfahren, unsere Stromnetze quasi „amerikanisiert“ und immer unzuverlässiger werden - und Windstrom blockiert wird? Sie ahnen es? Nichts!
Deshalb müssen wir den Druck auf die Bundesregierung erhöhen: Um die Versorgungssicherheit, faire Marktbedingungen und Preise zu garantieren, müssen die Stromnetze in die öffentliche Hand!
Wie bei den Schienennetzen bewährt sich dieses Prinzip auch bei den Stromnetzen. In der Schweiz, in Österreich, in den Niederlanden, in Schweden und vielen anderen Ländern Europas ist das längst umgesetzt. Dort hat man längst begriffen, dass die öffentliche Kontrolle der Stromnetze notwendig ist, um die Macht der Konzerne zu begrenzen und mehr Sicherheit und Klimaschutz zu ermöglichen.
Doch davon will die Bundesregierung nichts wissen – weder Frau Merkel noch Herr Gabriel! Seit Jahren leisten sie Hand in Hand mit dem Strom-Kartell Widerstand, wenn z.B. die EU-Kommission die Entflechtung der Konzerne und die Trennung von Stromerzeugung und Verteilung fordert.
Der Kampf um die Energiemärkte wird mit harten Bandagen geführt. EU-Wettbewerbskommission und Bundeskartellamt veranlassten Hausdurchsuchungen in den Konzernzentralen von E.ON und RWE. Mitten in die Vorstandsitzung platzten die Fahnder, beschlagnahmten sämtliche Unterlagen. Illegale Preisabsprachen, so der Vorwurf.
Offenbar wurden die Fahnder fündig. Nicht nur ein Bußgeld von mindestens 500 Millionen Euro setzte E.ON zu. Die EU-Kommission drohte zudem mit einem Veto gegen die Expansionspläne des Düsseldorfer Strom-Giganten. Das aber könnte die geplante Übernahme von zahlreichen Unternehmen in Ost-Europa, Spanien und Italien stoppen.
E.ON reagiert: Völlig überraschend kündigt der Konzern im März an, die Stromnetze zu verkaufen. Eine Riesen-Chance für die Bundesregierung, die Netze in die öffentliche Hand zurückzuholen. Aber - die lehnt ab. Dabei ist die Übernahme des inzwischen verwahrlosten Stromnetzes eher ein Schnäppchen: ExpertInnen schätzen den Wert auf vielleicht noch zwei Milliarden Euro.
Sollen wir uns diese Chance entgehen lassen? Ich denke: NEIN! Wir brauchen die öffentliche Kontrolle über die Stromnetze: Um Erneuerbaren endlich gleiche Chancen zu geben, um die zukünftige Versorgung sicher zu stellen und um das Abzocken der großen Konzerne zu beenden! Eine Blockade bei erneuerbaren Energien und Klimaschutz durch schrottreife Stromnetze können wir uns nicht leisten. Erneuerbaren Energien liefern rund 14 Prozent des Stroms und haben 130.000 sichere Arbeitsplätze geschaffen. Hier liegt die Zukunft! Bis 2020 muss dieser Anteil mehr als verdoppelt werden, wenn wir die Klimakatastrophe in den Griff bekommen wollen!
Ein wichtiger Baustein auf den Weg dorthin sind die Stromnetze und deren öffentliche Kontrolle!
Nutzen Sie bitte den Protestbrief und unterstützen Sie unsere Forderung, die Stromnetze in öffentliche Hand zu überführen. Laden Sie die Protestliste herunter
Dirk Seifert Energiereferent Robin Wood
____________________ Die hohe Kunst der Volksverarschung ist es, selbiges so schnell über den Tisch zu ziehen, daß die dabei entstehende Reibung als Nestwärme empfunden wird.
[editiert: 10.06.08, 09:06 von Bernd]
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Einmischer
Beiträge: 280 Ort: Bayern
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Erstellt: 12.06.08, 12:44 Betreff: Re: Windräder - eine Höllendiskussion in WEiden - siehe NT-Nachrichten!
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Zu dem, was gutgläubige Bürger erwartet ,ein Hinweis auf folgenden Zeitungsartikel:
http://www.oberpfalznetz.de/onetz/1412700-118-lass_bloss_die_finger_davon,1,0.html
Ein in der Presse veröffentlichtes Zitat vom Febr. 08 zum Verkauf eines Windparks in Brandenburg an die ALLIANZ AG des Interessenten für die Errichtung und Projektierung der Windkraftanlage in Weiden, der Fa. Denker und Wulf AG
-Torsten Levsen, Vorstandsvorsitzender der Denker & Wulf AG, fügte hinzu: "Dieser Verkauf bestätigt die intensive Arbeit der Denker & Wulf AG und bildet die Basis für mögliche weitere Transaktionen mit der Allianz."- Febr. 08
Pressebericht der Allianz dazu http://www.allianz.com/de/allianz_gruppe/presse/news/finanznews/beteiligungen/news_2008-02-20.html
Ein früherer Leitender Mitarbeiter der Firma REpower, aus der scheinbar Denker und Wulf hervorging, sitzt jetzt Meldungen zufolge in gehobener Position bei RWE
dazu: http://www.welt.de/welt_print/article2093889/Erneut_tritt_ein_Aufsichtsrat_bei_Repower_zurueck.html
[editiert: 12.06.08, 13:47 von Einmischer]
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Einmischer
Beiträge: 280 Ort: Bayern
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Erstellt: 14.07.08, 14:26 Betreff: Re: Windräder - eine Höllendiskussion in WEiden - siehe NT-Nachrichten!
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Weidener Windkraftanlage - Gegenwind
Der Weidener Oberbürgermeister Kurt Seggewiß bleibt seiner Linie treu: auch das Thema Windkraft wurde von ihm vertagt. Laut Zeitungsmeldung auf einen Tag X, irgendwann um den Jahreswechsel(siehe dazu auch meinen Stadtratsbericht im Forum WISP). Ihm und Beteiligten, die möglicherweise vor der Information an die Bürger bereits in engerem Kreis zu Absichts- und Zusicherungserklärungen bereit waren, weht ein gehöriger Gegenwind durch die Gründung von Bürgerinitiativen(BI) gegen Windkraftanlagen entgegen. Wäre man wie vor der Kommunalwahl versprochen mit möglichster Offenheit, Transparenz und damit mit Bürgerbeteiligung vorgegangen, wäre sicherlich mancher Ärger erspart geblieben. Natürlich gilt das nicht nur für den OB und die gewählten Stadtratsmitglieder oder leitende Stadtbedienstete, sondern ebenso für Grundstückseigentümer, die eventuell geködert wurden oder werden.
Zu diesem Thema ein Einschub. Die Bayerischen Staatsforsten haben laut einem Zeitungsbericht 130 Optionsverträge mit Planern von Windkraftanlagen geschlossen! Der bayerische Landwirtschaftsminister Miller(CSU,Aufsichtsratsvorsitzender des staatseigenen Betriebes) dazu: wir haben den Bayerischen Staatsforsten die Möglichkeit eröffnet, weitere Geschäfte zu machen(Zitatende). Der Volksmund nennt das "Verscherbeln des Tafelsilbers". Meiner Meinung nach ist das Raubbau an der Natur und damit auch am Menschen allein um des Profits willen. Gedankenverbindungen zu sichtbaren Auswirkungen der jüngsten bayerischen Forstreform und zu der Diskussion um die Errichtung einer Autobahnraststätte an der A 93 bei Windischeschenbach sind sicherlich von der bayerischen Staatsregierung nicht erwünscht.
Weiter zu dem Weidener Windpark. Der ersten von Herrn Balk gegründeten BI (Letzau), Herr Balk ist zugleich Vorsitzender einer Untergruppe des Oberpfälzer Wald Vereins(OWV), folgte laut Zeitungsbericht die Weidener BI gegen Windkraftanlagen im Naturpark Oberpfälzer Wald unter dem Vorsitz von Oberstadtdirekter a. D. Dr. Helmut Leupold. Interessant ist dessen Aussage zu der Frage "wie verträgt sich diese Rolle mit der Prägung als Oberstadtdirektor"? Die Antwort (Zitat Zeitung): Ich bin nicht mehr aktiv bei der Stadt und trage keine Fesseln an meinen Händen mehr. Warum sollte ich als Privatmann nicht meine Interessen vertreten dürfen? Natur und Landschaft sind mir wichtig und viel wert (Zitatende).
Bedeutet das hier nicht im Umkehrschluss: solange man in Amt und Würden ist spielt Verantwortung für Mensch, Natur und Umwelt keine Rolle? Wenn das so wäre, wäre zumindest in diesem Bereich etwas mit unserem Gesellschaftssystem nicht in Ordnung. Verantwortungsvolles Handeln gegenüber Mensch und Umwelt müsste auch in so einer Funktion möglich sein ohne Behinderung durch wen auch immer "angelegte Fesseln", Amtseid hin oder her! Andererseits scheint es für den amtierenden Landrat des Kreises Neustadt/WN, Herrn Wittmann, mit seinem Amt vereinbar, sich auf die Seite der kritischen Bürger zu stellen, ebenso wie viele Bürgermeister in weiterem Umfeld. Der Oberbürgermeister von Weiden (stellvertretender Vorsitzender des Naturparks Oberpfälzer Wald) läßt laut Zeitungsberichten den Dozenten der Stadt, Herrn Hubmann, Stellungnahmen abgeben und entzieht sich mit dem Verweis auf ein späteres Gutachten einer eigenen Stellungnahme. Ähnliches Verhalten zeigte er bereits bei anderen Vorhaben(siehe Bericht Stadtratsitzung im Forum WISP).
Ob sich die beiden BI´s(in einer engagiert sich offenbar auch ein ehemals starker Windkraftbefürworter) inzwischen zusammengeschlossen haben entzieht sich meiner Kenntnis, wünschenswert wäre es .
Um den in meinen Augen nicht zu ignorierenden Argumenten der Beeinträchtigungen durch Windräder (Sonne/Schattenwurf durch Rotation, Dauergeräusch ... siehe dazu auch Hinweise am Berichtsende) entgegenzuwirken, lud der Bundesverband für WindEnergie(BWE) zusammen mit dem regionalen Zulieferbetrieb Gusstec zu einer Pressekonferenz(Regionalzeitung Rundschau,Ausgabe 26.6.2008, S. 3- Pro Wind-). Zitat des BWE-Landesvorsitzenden Beermann: Lärmbelästigung wird .. auf 35 Dezibel bei Nacht festgelegt, der Schattenwurf verringert sich durch die vorgegebenen Abstandsflächen. Vogelschlag habe sich nie bestätigt, zudem könne es auch nicht zu Eiswurf kommen-Zitatende. Zu dem Thema Eiswurf später mehr. Natürlich war das Thema Arbeitsplätze auch wieder präsent. Da wäre nachzufragen, wie nachhaltig sind hier Arbeitsplätze für die Region? Auch bei großen Windparkanlagen habe ich keine Beschäftigten gesehen (oder sitzt jemand unsichtbar von unten im Rotor?), die Windräder stehen allein in der Landschaft, werden offenbar elektronisch selbständig gesteuert, eine "Wartung" erfolgt möglicherweise durch mobil beauftragte regionalübergreifende (unterbezahlte?) Leiharbeitertrupps?
Schon vor längerer Zeit fielen mir auf einer Durchreise die großen Windräder in Thüringen und Sachsen-Anhalt auf. Durch die aktuelle Diskussion aufmerksam geworden sah ich mir vor kurzem einige dieser Windräder bei einer sich bietenden Gelegenheit an, fragte dazu Anwohner und fotografierte. Zur Anschaulichkeit füge ich diesem Bericht einige Fotos an. Nach Auskunft der Anwohner liegt die Höhe der fotografierten Windräder zwischen 80 und maximal 120m. Die Weidener Windräder sind mit 190m geplant! Zu der Aussage des BWE-Landesvorsitzenden, es könne auch nicht zu Eiswürfen kommen, folgt ein vielsagendes Foto einer Warntafel. Ich denke, dass dieser Hinweis nicht grundlos angebracht wurde (versicherungstechnische Haftbarmachung?) und es zeigt mir die Glaubwürdigkeit von Betreiberaussagen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Weidener Windräder im Winter ganzflächig beheizt werden sollen. Das wäre energietechnisch gesehen ein Schildbürgerstreich!
Abschließend möchte ich noch betonen, dass ich grundsätzlich ein Befürworter der sogenannten alternativen Energiegewinnung bin. Dabei befürworte ich allerdings dezentrale, autarke Formen möglichst in privater Hausbesitzer- oder kommunaler Hand und keine überdimensionierten Anlagen (in den von mir beschriebenen Windparkanlagen standen die weit überwiegende Anzahl der Räder trotz vorhandenem Wind und Normallastzeit still), womöglich noch dazu in Händen von renditegierigen börsennotierten marktbeherrschenden Großunternehmen. Bei den neuen Angeboten der "Bürgerbeteiligung" mittels Aktien/Beteiligungkäufen sollte man meiner Meinung nach ebenfalls vorsichtig sein, siehe Volksaktie telekom... Das Risiko trägt hier meist der kleine Anleger!!
Zeitungsartikel: Rundschau Ausgabe 26.6.2008, S. 3 www.oberpfalznetz.de/onetz/1450022-118,1,0.html www.oberpfalznetz.de/onetz/145367-100,1,0.html www.oberpfalznetz.de/onetz/1453938-118,1,0.html
weitere Infos sowohl pro und contra unter: www.energie-visions.de/windkraft.html www.wind-energie.de www.windkraftgegner.de www.abc-alternative-energy.de/windenergie/nachteile-windkraft-vorteile.html www.windkraftgegner.maehring.com
[editiert: 14.07.08, 18:12 von Einmischer]
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Einmischer
Beiträge: 280 Ort: Bayern
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Erstellt: 21.07.08, 10:49 Betreff: Re: Windräder - eine Höllendiskussion in WEiden - siehe NT-Nachrichten!
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Kommentar zu Artikel NT vom 19.7.2008 - Bürgerbeteiligung bei Windenergie
Mit Aussitzen, Vertagen und Abwarten(FH-Gutachten, siehe mein vorheriger Artikel) befinden sich nun auch die Freien Wähler(FFW) und die FDP als Stadtratsparteien im Einklang mit dem Oberbürgermeister(SPD). Beide Gruppierungen befürworten die Windräder, aber nicht in Landschaftsschutzgebieten und nicht in Nähe von Siedlungen, und schon gar nicht Windparks oder Monstertürme, so ihr Sprecher Herr Sindersberger laut Zeitungsbericht. Etwas widersprüchlich dazu erklärt er im nächsten Satz, wenn in der Umgebung von Weiden eines Tages eine Windkraftanlage entstehen sollte, dann aber in kommunaler Hand, die Gewinnabschöpfung muss hier bleiben und darf nicht an irgendein norddeutsches Unternehmen gehen.
Es freut mich, dass man scheinbar die Kritikpunkte zumindest teilweise aufgenommen hat, die ich in meinem Artikel beschrieben habe(sind BI´s unbequem?Liest man das WISP-Forum?).
Trotzdem muss ich der online-Leserzuschrift vom 21.7.08 zu dem Zeitungsartikel voll zustimmen: wo war die Bürgerbeteiligung, als es scheinbar Absprachen hinter verschlossenen Türen vorab gab? Was soll jetzt die Forderung von FFW/FDP zum Bürgerentscheid? Ich denke der/die LeserbriefschreiberIn hat Recht, wenn er/sie meint, das geht rechtlich gar nicht. Eine Bürgerbeteiligungsgesellschaft habe ich in meinem vorherigen Artikel bereits beurteilt - Kleinanleger gibt Geld und trägt Risiko, Gewinne(zumindest so lang die Fördergelder fließen)gehen an den Investor.
Ich stimme zu, dezentrale alternative Energiegewinnung unter Berücksichtigung der Gegebenheiten und unter dem Gesichtspunkt der Erhaltung der Natur und damit den Lebensbedingungen auch für kommende Generationen verantwortlich zeigend, das ist verantwortliches Handeln.
Was die örtliche FFW und die FDP hier gezeigt haben, zähle ich nicht dazu. Das geht eher in Richtung Volksverdummung/-Täuschung. Schon jetzt die Stadtwerke Weiden als Betreiber zu nennen ist ein starkes Stück Frechheit. Die Stadtwerke sind Zielscheibe mehrerer Kritiker, sie stehen im Verdacht der Mißwirtschaft, es fehlen scheinbar nachvollziehbare Kontrollunterlagen, es mangelt offensichtlich an Transparenz,auch dem Willen dazu,es fehlen scheinbar funktionierende Kontrollorgane....
Warum sollten Stadtwerke unbedingt Gewinne machen? Wäre es nicht vernünftiger, diese Überschüsse in Form von Gebührensenkung an die Bürger weiterzugeben? Ein Schelm, wer an zusätzliche Aufsichtsratposten von Partei-/Stadtratsmitgliedern denkt!!!
der Zeitungsartikel: http://www.oberpfalznetz.de/onetz/1466762-118-buergerbeteiligung_bei_windenergie-commentprocess,1,0.html
[editiert: 21.07.08, 16:23 von Einmischer]
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Anke
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Erstellt: 21.07.08, 17:13 Betreff: Re: Windräder - eine Höllendiskussion in WEiden - siehe NT-Nachrichten!
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Ich bin überrascht dass sich doch noch jemand von Euch für die Umwelt interessiert, denn wenn die nicht intakt ist, stört die Politik auch keinen mehr. Ja, es ist richtig, wir müssen uns Gedanken machen von welchen Energiequellen wir in Zukunft zehren können. Mit den Windrädern ist es ähnlich wie mit den Staudämmen. Ein Energiegewinn ist da, bloß wie groß sind die Nebenwirkungen. Bei einem Stausee wird das Wasser gesammelt, was woanders abgezogen wird und hinterlässt dort verheerende Folgen. Kennen wir die Folgen von Windrädern schon? Nicht bloß dass sie äußerlich die Landschaft verunstalten, sind sie auch eine Gefahr für den Menschen, die aber erst wie immer nach Jahrzehnten bekannt gegeben wird.
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