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Projekt WISP
WEIDENER INITIATIVE FÜR SOZIALE POLITIK
frech, parteiunabhängig aber parteiisch für die Menschen in Weiden und dem Rest der Welt
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Baba
Beiträge: 411
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Erstellt: 24.02.08, 20:12 Betreff: Hamburgwahl ist eigentlich eine Kommunalwahl
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Ich hoffe, daß Naumann, dieser rotlackierte Militarist und Kriegshetzer keinen Fuß auf den Boden bekommt, tja, und daß die GRÜNEN die FDP "abgelöst" haben, das hat diese frühere "Grund-Rechtspartei" sich und ihrer Schwerpunktveränderung, hin zum Lambsdorffschen Heuschreckenkapitalismus zu "danken"! Nicht, daß die GRÜNEN das kleinere Übel wären, im Gegenteil, bei der FDP wußte man woran man ist, bei den GRÜNEN handelt es sich um ein ausgewachsenes Camaeleon! Cosanostra, Camorra, Mafia, Pest und Cholera,- der Wähler hatte die Wahl! Baba Yaga
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Bernd
Beiträge: 943 Ort: Berlin
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Erstellt: 24.02.08, 20:54 Betreff: Re: Hamburgwahl ist eigentlich eine Kommunalwahl
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Zitat: Baba
Cosanostra, Camorra, Mafia, Pest und Cholera, |
... da stimme ich Dir voll zu  ... allerdings würde ich da noch Gysi, Maurer, Pau und deren ihre Wurzeln verleugnende, nach links keilende GenossInnen hinzufügen 
Bernd
____________________ Die hohe Kunst der Volksverarschung ist es, selbiges so schnell über den Tisch zu ziehen, daß die dabei entstehende Reibung als Nestwärme empfunden wird.
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Bernd
Beiträge: 943 Ort: Berlin
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Erstellt: 24.02.08, 21:10 Betreff: Re: Hamburgwahl ist eigentlich eine Kommunalwahl
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... die Hamburger WählerInnen haben meinen Respekt  ... fast 40% haben gar nicht erst gewählt  ... mein Respekt wäre noch größer, hätten die NichtwählerInnen alle ungültig gewählt 
Bernd
____________________ Die hohe Kunst der Volksverarschung ist es, selbiges so schnell über den Tisch zu ziehen, daß die dabei entstehende Reibung als Nestwärme empfunden wird.
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Uli
Beiträge: 41
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Erstellt: 25.02.08, 17:13 Betreff: Re: Hamburgwahl ist eigentlich eine Kommunalwahl
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Zitat:
da stimme ich Dir voll zu  ... allerdings würde ich da noch Gysi, Maurer, Pau und deren ihre Wurzeln verleugnende, nach links keilende GenossInnen hinzufügen |
das brd-system "funktioniert". auch die LINKE wird politsch assimiliert. erst auf kommunaler ebene und irgendwann auch auf bundeseebene. man will an der macht teilhaben also speckt man die [linken] Ideale ab und gibt sich pragmatisch. was mit den grünen geschah wird auch mit der LINKEN vollzogen. müßig darüber zu reden ob gysi ein verräter an der sache ist, denn es ist eine sache ob man in der opposition jungfräulich ist oder von der macht in seinen idealen perforiert wird und dabei die unschuld verliert. es ist unvermeidlich: wer sich auf die macht einläßt wird von ihr kontrolliert. die zeiten einer rosa luxemburg sind längstens vorbei - wir befinden uns in einer politischen realität, die keine fixpunkte mehr kennt. die pluralität der gesellschaft hat womöglich auch keinen bedarf mehr an verkollektivierter Weltanschauung. damit tun sich die Parteien schwer, denn das lagerwechselnde wählerpotential schert sich nicht viel um innere ideologisch überzeugungen, ja vielmehr scheint sich das "sowohl als auch" durchzusetzen. politik oder auch linke politik die auf ein entweder-oder setzt, wird allenfalls als randerscheinung zugegen sein. parteien stiften heute keine politische Identität mehr. das zeigt schon allein das Nichtwählerpotential und die Wechselwähler. die normative kraft des faktischen zeigt sich auch daran, daß jeder im system auch systemkonform ist - ja sein muß, wenn er überleben will. man gibt sich opportunistisch, aber der Vater der seine Kinder versorgen muß, dabei seine Rente und den Job nicht außeracht lassen darf hat weiß gott genug sorgen, um sich nicht auch noch als Märtyrer gegen das System und die Gesellschaft zu stellen. Nicht anders geht es dem Politiker. Der Gruppenzwang tut sein übriges sofern man mit anderen Parteien koaliert. Daß Politiker scheinbar ihre Wurzeln vergessen, liegt einfach mit daran, daß die Realität nicht dem politischen Modell entsprechen möchte. Der Mensch und die Gesellschaft sind nichtlineare Systeme. Ihre Entwicklung entzieht sich der Berechenbarkeit. Insofern muß jeder Versuch, mittels menschlicher Rationalität und Modell, der Gesellschaft entsprechen zu können scheitern. Wer meint ein Politiker insbesondere der LINKE müßte ein heiliger sein, der seine Ideale kompromislos lebt und diesen so er das nicht tut als moralisch versaut bewertet, will einfach nicht erkennen, daß auch der Politiker nur ein Mensch ist. Menschen sind bedacht den Weg des geringsten Widerstands zu gehen und andererseits sind sie nicht selbstlos. Also ist natürlich auch der Politiker an seinem Vorteil interessiert. Da er aber im Rampenlicht steht, fällt das bei ihm auf und beim Ottonormalmensch bleibt dies unerkannt.
[editiert: 25.02.08, 21:13 von Uli]
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Bernd
Beiträge: 943 Ort: Berlin
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Erstellt: 26.02.08, 07:33 Betreff: Re: Hamburgwahl ist eigentlich eine Kommunalwahl
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Zitat: Uli
die zeiten einer rosa luxemburg sind längstens vorbei - wir befinden uns in einer politischen realität, die keine fixpunkte mehr kennt. |
... jede Zeit hat ihre Rosa Luxemburg und/oder ihren Karl Liebknecht ... auch die Fixpunkte, das nationalkonservative christlich-reaktionäre Spießbürgertum nennt das "Werte", sind immer die gleichen, seit sich Menschen zu Geminschaften zusammengeschlossen haben
Zitat: Uli
| man gibt sich opportunistisch, aber der Vater der seine Kinder versorgen muß, dabei seine Rente und den Job nicht außeracht lassen darf hat weiß gott genug sorgen, um sich nicht auch noch als Märtyrer gegen das System und die Gesellschaft zu stellen. |
... es gibt aber nicht nur Ottonormalmenschen sondern bemerkenswert viele Unnormalos, sprich kluge und weitsichtige Menschen, einige sind bei WISP  ... klug und weitsichtig deshalb, weil sie erkennen, daß ein Beschränken ihrer Sorge, ihrer Bemühungen einzig auf das (vermeintliche) Wohl der eigenen Familie gerichtet, deren Situation nicht etwa sichert und verbessert sondern über kurz oder lang unweigerlich zum Spielball der jeweils Herrschenden macht ... der schrankenlose globalisierte Neoliberalismus kann nur deshalb soviel soziales Unheil anrichten, weil sich zu viele Ottonormalmenschen bequem resignierend in vermeintliches Sorgen um ihre Familie flüchten und dabei wie die Hamster im Hamsterrad immer schneller rennen, sprich sich ausbeuten lassen - bis, ja, bis sie tot umfallen  ... diese Ottonormalmenschen vergessen das Grundprinzip einer jeden Gemeinschaft, nämlich: nur gemeinsam sind wir stark! ... und dafür gibt's zum Glück WISP  Gruß Bernd
____________________ Die hohe Kunst der Volksverarschung ist es, selbiges so schnell über den Tisch zu ziehen, daß die dabei entstehende Reibung als Nestwärme empfunden wird.
[editiert: 26.02.08, 07:35 von Bernd]
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Uli
Beiträge: 41
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Erstellt: 26.02.08, 14:45 Betreff: Demokratie und der schwere Abschied vom Mythos und der Heilsgestalt
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Zitat:
... jede Zeit hat ihre Rosa Luxemburg und/oder ihren Karl Liebknecht ... auch die Fixpunkte, das nationalkonservative christlich-reaktionäre Spießbürgertum nennt das "Werte", sind immer die gleichen, seit sich Menschen zu Geminschaften zusammengeschlossen haben |
In den tausenden von Jahren der Menschheitsgeschichte war der Mythos die Grundlage der Herrschenden Klasse aus dem sich die Unterwerfungsideologie gründet. Das war bei den alten Ägyptern und ihren Pharonen gegeben, wie auch den Römischen Kaisern bis hin zu einem Adolf Hitler oder dem Totalitarismus der Sowjetunion oder dem theokratischen Christentum schlecht hin. Damit der Mythos unantastbar blieb und somit nicht in Zweifel gezogen werden konnte, bediente man sich der subtilen Form der indoktrinierten Minderwertigkeit des Individuums das nur durch die Gemeinschaft seinen Wert zugestanden bekam. Die Versinnbildlichung des Mythos im Helden und Heilsgestalt der Zeit, versah man dabei mit den Attributen des Übermenschlichen, zu dem der Sterbliche - heute der Ottonormalmensch genannt -nicht fähig war noch sein kann. Um das ganze schön abzurunden wird dabei die Fehleistung des Menschen den Anforderungen nicht folge leisten zu können als Sünde/Verfehlung verachtenswert thematisiert, mit der dann die Scham des Individuums die Folgsamkeit gegenüber der herrschenden Klasse als Träger des Mythos und dessen Autorität gewährleistet ist. So funktioniert Unterwerfungsideologie gleichgültig ob es sich dabei um die theokratische oder totalitäre Version handelt. Der Mythos kann dabei nur durch die Unwissenheit des Individuums gewährleistet sein. Der Mythos im Sinne des Gallionsfigur wird dabei nie eine Normalität zugestanden - er muß außergewöhnlich und womöglich unfehlbar, unter Umständen jungfräulich gezeugt sein, denn ansonsten würde der Respekt vor der Heilsgestalt schwinden und das System der Unterwerfung zusammenbrechen. Daher wird jede Argumentation gegen einen Mythos als ketzerische Bedrohung der Gesellschaft aufgefasst und muß daher bekämpft werden und sei es, daß man den Ketzer als Klassenfeind umschreibt, ihn in totalitären Systemen in den Gulag oder das KZ steckt oder in theokratischen Systemen der Gotteslästerung bezichtigt und ans Kreuz nagelt. Ob nun Christen nach Lourdes pilgern oder die linke Szene zum Grab von Rosa Luxemburg wandert ist gleichgültig. Es handelt sich um kultische Handlungen die den Mythos forcieren. Gerade auch die NSDAP verstand es hervorragend den Mythos im Menschen übermächtig werden zu lassen - die Nürnberger Märsche und Fackelzüge waren natürlich diabolische aber trotzdem clevere Inszenierungen, was die Manipulation der Masse betraf. Es ist ganz einfach. Der Mythos stimuliert andere Gehirnareale, als die welche die analytischen Fähigkeiten des Menschen betrifft. Wird nun mittels gezielter Aktivierung dieser Gehirnareale der Mensch beeinflußt, ändert sich seine Wahrnehmung und damit sein Plausibiltätsempfinden was Wahrheit und Realität sein soll. die Wahrheit fußt dann nicht mehr auf Rationalität sondern die stimulierte Irrationalität drifftet in den Wahnsinn ab, bzw. die Hemmschwelle wird reduziert und das Ich als regulierende Instanz und Identität ist ausgeschaltet, sodaß daß das Kollektiv als dressierendes "Überich" zu fungieren beginnt. Im Zuge der Entwicklungsgeschichte der Menschheit kam es zu einer Wissensvermehrung, die im Buchdruck, eine nicht mehr kontrolierbare kritische Masse erreicht hatte, und so das Individuum der durch das System forcierten Unwissenheit, zu entreißen vermochte. Die verkollektivierte Weltanschauung des abrahamitisch christlichen Abendlandes brach im Zuge der Aufklärung und der Analytik des kritischen Geistes zusammen - die Pluralität der Wissensgesellschaft war geboren und die Negation des Wertesystems wurde vollzogen. Nicht mehr die Gesellschaft und Ideologie war Träger der Werte sondern das Individuum indem es seinen in sich eingeborenen universellen Wert der Menschenwürde entdeckte, die nicht mehr vom System und der Weltanschauung abhängig zu machen war. Der Grundstein für die Demokratie war gelegt, in der es keinen Mythos und Heilsgestalt, sprich Erlöser mehr geben kann, noch braucht. Im Rahmen der Informationsfreiheit und Forschung werden selbst heutige Gestalten ihres Mythos entledigt. Martin Luther King - ein despotischer Familienvater. Der Dalai Lama - ein Theokrat, der neun Jährige Mädchen in kultischen Handlungen entjungfert. Eine Mutter Theresa, die sterbenden und leidenden die Schmerzbehandlung verwehrte und dies mit dem Hinweis auf das Leiden Christi gut hieß. Die Liste läßt sich im Grunde beliebig fortsetzen. Die Demokratie konfrontiert uns mit uns selbst und offenbart die Fehlbarkeiten, die Menschen zu eigen sind. Eine Tabuisierung dieser Fehlbarkeit in die Projektion einer unfehlbaren Heilsgestalt (bei den Christen Jesus) hinein würde unsere Demokratie und die Menschenrechte gefährden und deswegen ist es Zeit, den Mythos von Personen und ihrer Unfehlbarkeit zu beerdigen - Ruhe er in Frieden und bewahren wir uns dadurch die Freiheit. Anmerkung am Rande: Das System ist für mich da und nicht ich für das System und ich bin gern Familienvater und fühle mich dabei nicht als Hamster in einem Rad. Wer mir das suggerieren will, sollte sich fragen ob er die kolektivierenden Unterwerfungsmechanismen schon durchschaut hat. 
[editiert: 26.02.08, 20:46 von Uli]
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Bernd
Beiträge: 943 Ort: Berlin
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Erstellt: 26.02.08, 14:59 Betreff: Re: Demokratie und der schwere Abschied vom Mythos der Heilsgestalt
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[quote:Uli]Zitat:
sollte sich fragen ob er die kolektivierenden Unterwerfungsmechanismen schon durchschaut hat.  |
... hat er, lieber Uli, hat er in fast anderthalb Jahrzehnten als Gebietsverkaufsleiter und Expansionsleiter, also Schwerpunkt Neukundenwerbung und Umgang mit Drückerkolonnen  ... in den letzten 5 Jahren gab's fast jeden Monat sogenannte Führungs- und Persönlichkeitsseminare, also Gehirnwäsche von irgendwelchen Gurus, die meinen KollegInnen weismachen wollten, daß Blau rot ist und umgekehrt, so etwa lief das ab ... nu ja, Du kennst mich ja nun auch schon einige Jahre und wirst Dir denken können, in jüngeren Jahren wurde ich nur noch störrischer, wenn wer mich indoktrinieren wollte  ... das führte dann nach vielen zunächst erfolgreich abgewehrten Grabenkämpfen zur Umfunktionierung meiner angestellten Tätigkeit in eine freiberufliche Selbstausbeutung  ... und seit ich dann auch dort einen Schlußstrich gezogen hatte, kann ich mich endlich nur noch dem widmen, was mir Freude macht - nämlich weiterkämpfen    ... muß jetzt wech, später mehr zu Deinem Beitrag
Gruß Bernd
____________________ Die hohe Kunst der Volksverarschung ist es, selbiges so schnell über den Tisch zu ziehen, daß die dabei entstehende Reibung als Nestwärme empfunden wird.
[editiert: 26.02.08, 15:03 von Bernd]
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