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Pharma-Firma ACT und angeblicher "Durchbruch in der Stammzellenforschung"

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Baba

Beiträge: 549

New PostErstellt: 11.01.08, 14:57  Betreff: Pharma-Firma ACT und angeblicher "Durchbruch in der Stammzellenforschung"  drucken  Thema drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Heute fand ich einen sehr interessanten Artikel in der katholischen, bayer. Onlinezeitung Newsletter-kath.net, den ich sehr aufschlußreich, informativ und sachlich unabhängig finde, was ansonsten von einer Religions-Zeitung nicht zu erwarten ist, vom "kath.net" des Bischof Müller aus Regensburg, aus meiner Erfahrung, schon gar nicht.

Hier der Artikel zur Werbungs-Lüge der Fa. ACT

11. Januar 2008, 11:07

Firma interessiert sich hauptsächlich für den Aktienkurs










Vorsitzende der Arbeitsgruppe Bioethik im Europäischen Parlament (EVP-ED), Peter Liese, übt Kritik an Firma ACT: Angeblicher neuer Durchbruch in der Stammzellforschung problematisch - Firma interessiert sich nicht für das Wohl der Patienten

Brüssel (www.kath.net)
"Der angebliche Durchbruch in der Herstellung embryonaler Stammzelllinien, der gestern von einer Gruppe um Robert Lanza von der Firma ACT verkündet wurde, ist aus ethischer und wissenschaftlicher Sicht sehr problematisch." Dies erklärte der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Bioethik der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-ED), Dr. med. Peter Liese. Die Firma ACT hatte verkündet, dass es ihr gelungen sei, menschliche embryonale Stammzellen ohne Zerstörung von Embryonen herzustellen. "Vor dem Hintergrund des deutschen Embryonenschutzgesetzes ist diese Aussage falsch.

Die Firma hat dem Embryo zu einem sehr frühen Stadium eine Zelle entnommen und daraus praktisch einen weiteren Embryo gezüchtet. Es handelt sich im wissenschaftlichen Sinne und im Sinne des deutschen Embryonenschutzgesetzes um die Herstellung eines genetisch identischen Zwillings, also um Klonen. Dies als ethisch unbedenklich zu bezeichnen, ist abstrus. Auch im praktischen Sinne halte ich die Methode für problematisch. Alle Probleme, die mit embryonalen Stammzellen verbunden sind, z.B. das Krebsrisiko, sind auch mit dieser neuen Methode verbunden. Die Firma ACT ist in meinen Augen unseriös. Sie ist schon mehrfach durch nicht solide Veröffentlichungen aufgefallen. Sie interessiert sich nicht für das Wohl der Patienten, sondern hauptsächlich für den Aktienkurs. Ich halte das Konzept ethisch und wissenschaftlich für einen weiteren Irrweg. Vielversprechend ist die Reprogrammierung von adulten Zellen und die Forschung mit adulten Stammzellen, die schon sehr vielen Patienten geholfen hat", so der Mediziner, der am Humangenetischen Institut der Universität Bonn promoviert hat.

Auch der CDU-Bundestags-Abgeordnete und für Bioethik zuständige Berichterstatter der Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hubert Hüppe, hat das ganz kritisiert. Die Methode wäre in Deutschland nicht zulässig, da es sich um ein Klonverfahren, sogenanntes "Embryosplitting", handelt: Die einem 8-Zell-Embryo entnommene Zelle ist wahrscheinlich totipotent, also selbst ein Embryo.

Die Methode hat keine therapeutischen Bedeutung. Keine Frau würde vor Beginn der Schwangerschaft der Entnahme einer Zelle ihres Embryos zustimmen, um für einen Patienten eine Stammzelllinie züchten zu lassen. Da diese Stammzellen genetisch mit dem Embryo übereinstimmen, nicht aber mit einem anderen Menschen, würde es Abstoßung geben. Ohnehin gibt es mit embryonalen Stammzellen weder eine Therapie noch eine einzige klinische Studie am Menschen.



[editiert: 11.01.08, 14:58 von Baba]
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HSW

Beiträge: 433


New PostErstellt: 11.01.08, 16:51  Betreff:  Re: Pharma-Firma ACT und angeblicher "Durchbruch in der Stammzellenforschung"  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

das ist eine riesige Schweinerei!!

da sollte man irgendwas machen die Fa. verstösst nicht nur gegen ethische Moralvorstellungewn , sondern auch noch gegen das Gesetz!!!

 eine riesige Sauerei finde ich



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