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Sarkastisches zum Mindestlohn-Aktionismus

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Autor Beitrag
Bernd

Beiträge: 1102
Ort: Berlin


New PostErstellt: 03.01.08, 04:17  Betreff:  Sarkastisches zum Mindestlohn-Aktionismus  drucken  Thema drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

kopiert aus http://www.scharf-links.de/57.0.html?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=288&tx_ttnews[backPid]=56


Mindestlohn? Mistlohn!
Kommentar von Dieter Braeg

In Hessen sammelt man. "Eine kleine milde Unterschrift für Unterbezahlte" hört man und bittet zur, natürlich sinnlosen, Unterschrift. Es sammelt die Spezialdemokratie, die auch, mit den Grünen in Regierungsverantwortung, für reichlich mehr Armut in Deutschland gesorgt hat. Getarnt mit dem Verschlimmbesserungswort "Reform" hat man bereits 10 Millionen Menschen in diesem Land der Armut ausgesetzt und nun sammelt man Unterschriften, für einen Mindestlohn. Was haben wir nicht alle in unserem langen Erwerbsleben für wunderschöne Einkommensdefinitionen schon angedreht bekommen. Da gab es mal, wer erinnert sich nicht an Annemarie Renger, den Slogan "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" und die Gewerkschaftsbewegung, träge am Rockzipfel der Unternehmer saugend und in Aufsichtsräten Vorstandshöchstbezüge abwinkend, die sprach von einem "gerechten Lohn".

Ja, wenn der Wahltag immer näher rückt, der für BürgerinBürger immer ein Bezahltag ist - je schlechter die Vorstellung der Parteien um so höher nachher die Strafe in Form von Abgabenerhöhungen und um so eifriger seift man jene ein, die noch daran glauben, dass Wahlen etwas verändern könnten.

Der Herr Koch, der schon mal gegen die doppelte Staatsbürgerschaft auf Unterschriftenjagd ging, hat nun den Schutz der Renterinnen und Rentner übernommen. Alle Jugendlichen kommen in Umerziehungslager und bleiben dort so lange drinnen, bis sie selbst ein biblisches Alter erreicht haben, das ihnen dank Muskelschwund Rentnerbashing verunmöglicht. Die Politik in diesem Land strebt, je länger sie sich dem täglichen Leben nicht stellt, immer ultimativere Lösungen auf. Wir werden Totalvorratsgespeichert und haben das Recht keine freie Meinung zu äußern. Die ist gefährlich und könnte Terror fördern! Nur noch der friedliche Wortschatz schützt vor Bestrafung und den bestimmt und beurteilt Herr Schäuble.

Ach wäre das schön wenn die Lenkerinnen und Lenker und Denkerinnen und Denker im Dienste des Kapitals, nur noch das zehnfache des Mindestlohnes bezahlt bekämen. Da wäre das Los derjenigen erträglich, die für Mindestlohn nicht Mindestarbeit liefern dürfen! Leider ist es nicht so, die die nicht mit wenig Geld leben müssen, die haben etwas gegen Mindestlöhne. Sie werden sich nur zufrieden geben wenn der Mensch, wie es einmal war, für Wasser&Brot dient, den Kopf gesenkt und betet, dass ihm tägliches Brot gegeben werde.

Die Sozialdemokratie sammelt Unterschriften für eine Hoffnung die nicht zuletzt stirbt sondern die erst gar nicht lebt. Aber das war schon immer so und DIE LINKE ? Die wird ihre erhofften 8% Wählerstimmen für jenes verschimmelte Brot eintauschen mit dem schon in Berlin ROTrot jene Politik verrät, die sich für die einsetzen sollte, die am Rande der Gesellschaft leben müssen. Brüder es scheint keine Sonne mehr und es gibt keinen Weg zur Freiheit und der Blick zum Lichte empor, der existiert nicht mehr. Die sind Deutschland, wir aber haben keine Chance!

Oder?

Dieter Braeg




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daß die dabei entstehende Reibung als Nestwärme empfunden wird.
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Bernd

Beiträge: 1102
Ort: Berlin


New PostErstellt: 03.01.08, 04:27  Betreff:  Re: Sarkastisches zum Mindestlohn-Aktionismus  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

    Zitat: Dieter Braeg

    Ja, wenn der Wahltag immer näher rückt, der für BürgerinBürger immer ein Bezahltag ist - je schlechter die Vorstellung der Parteien um so höher nachher die Strafe in Form von Abgabenerhöhungen und um so eifriger seift man jene ein, die noch daran glauben, dass Wahlen etwas verändern könnten.




... einige BundesbürgerInnen scheinen das ja tatsächlich zu glauben
... hier mal Forsa-Einseif-Umfrageergebnisse, kopiert aus http://linkszeitung.de/content/view/157074/1/



Auch die meisten Unions-Anhänger für Lohn-Untergrenze


Große Mehrheit der Deutschen

will gesetzlichen Mindestlohn

Hamburg (LiZ/ots). Die überwältigende Mehrheit der Deutschen befürwortet die
Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns. In einer Umfrage für das
Hamburger Magazin "Stern" sprachen sich 71 Prozent der Befragten dafür
aus. Nur 25 Prozent sind dagegen. Sogar 59 Prozent der Unions-Wähler
wünschen eine gesetzliche Lohn-Untergrenze.

Geteilter Ansicht sind die Befürworter bei der Frage, ob es einen
generellen Mindestlohn für alle oder nur einen branchenbezogenen geben
sollte. Die eine Hälfte (49 Prozent) zieht einen allgemein gültigen
Mindestlohn vor. Die andere (50 Prozent) würde es lieber sehen, wenn
jede Berufsgruppe den Mindestlohn nach ihren wirtschaftlichen
Möglichkeiten festsetzt.


Datenbasis:
1002 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger am 19. und 20.
Dezember 2007. Statistische Fehlertoleranz: ± 3 Prozentpunkte,
Auftraggeber: stern, Quelle: Forsa-Institut.

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... seit langem frage ich mich, wie wird man nur "repräsentativ ausgesuchter Bundesbürger"?
... ich kenne niemanden und bin selber auch noch nie "repräsentativ" befragt worden - bis - halt -
... bis auf einmal bei einer Sozialkahlschlagdemo irgendwann in 2004, da hatte mich ein ARD-Kamera-Team knapp 10 Minuten "befragt"
... aber wahrscheinlich war ich dem Redakteur im Studio nicht fotogen genug, mein Interview wurde jedenfalls nicht gesendet

Bernd



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[editiert: 03.01.08, 04:38 von Bernd]
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