selasim

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Erstellt: 16.07.07, 13:32 Betreff: Laktose Intoleranz
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Kuhmilch-Unverträglichkeit (Laktose-Intoleranz = Milchzuckerunverträglichkeit), Galaktosämie und Kuhmilchallergie Unverträglichkeiten für Kuhmilch kommen relativ häufig vor. Es gibt die Unverträglichkeit auf Milchzucker, die sogenannte Milchzuckerunverträglichkeit oder Laktoseintoleranz, die häufig vorkommt, die Kuhmilch-Allergie und die selten vorkommende Galaktosämie.
Normalerweise wird der Milchzucker (= Laktose) im Dünndarm von Laktase-Enzymen verwertet. Bei dieser enzymatischen Spaltung entstehen Glukose (= Traubenzucker) und Galaktose (= Schleimzucker). Wenn die enzymatische Spaltung aufgrund eines Laktase-Mangels nicht richtig funktioniert, kümmern sich Dickdarmbakterien um die Verdauung der Laktose. Besonders im Erwachsenenalter geht häufig die Fähigkeit verloren, das spezielle Verdauungsferment Lactase zu bilden und nicht selten reagieren Erwachsene dann ganz automatisch auf eine Laktoseintoleranz, indem sie Milch und allenfalls Milchprodukte meiden. Statistik: In Deutschland ist etwa jeder 7. bis 10.Erwachsene, in Asien und Afrika fast jeder von der Laktoseintoleranz betroffen.
Die Folgen der Laktoseintoleranz können unangenehm sein, sind aber selten gefährlich. Bei der so genannten anaeroben Vergärung, bei der sich die Dickdarmbakterien um die Verdauung der Laktose kümmern, bilden sich Gase und Säuren, die Wassermenge im Darm steigt stark an. Die Folgen: Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen und eine stark reduzierte Nährstoffaufnahme im Darm. Bei kleinen Kindern äußert sich die Milchzuckerunverträglichkeit häufig in Gedeihstörungen, wässrigen Durchfällen oder Erbrechen, selten auch in Asthmaanfällen und akuten Hautausschlägen. Die Auswirkungen sollten jedoch schnell wieder verschwinden, sobald keine Milch mehr getrunken wird. Milchprodukte wie Käse oder Joghurt werden meist, zumindest in kleinen Mengen, vertragen.
Diagnose: Mit einem H2-Atemtest kann eine Laktose-Intoleranz ganz einfach festgestellt werden.
Kuhmilchallergie Viel schwerwiegender in der Wirkung als die Folgen von Laktoseintoleranzen sind echte Allergien auf das in der Milch enthaltene Eiweiß. Die Kuhmilch-Allergie äußert sich bei kleinen Kindern häufig in Gedeihstörungen, wässrigen Durchfällen oder Erbrechen, aber auch in Asthmaanfällen und akuten Hautausschlägen. Hier ist eine strenge Kuhmilchfreie Diät notwendig. Oftmals verlieren Kinder ihre Kuhmilchallergie aber bis zum Schuleintritt wieder. Eine Kuhmilcheiweiß-Allergie erfordert in jedem Fall eine gesicherte Diagnose durch einen speziellen Facharzt für Allergien (Allergologen).
Galaktosämie
Der Vollständigkeit halber sei hier noch eine weitere Form von Milch-Unverträglichkeit erwähnt: die sogenannte Galaktosämie. Dabei handelt es sich um eine angeborene Stoffwechselkrankheit, die strenge Diätvorschriften unter ärztlicher Aufsicht erfordert. Glücklicherweise ist sie äußerst selten.
Alternativen zur Kuhmilch Bei Kuhmilch-Eiweiß-Allergien oder starker Unverträglichkeit mit hochgradiger Empfindlichkeit, müssen Produkte und Speisen mit Kuhmilch gänzlich gemieden werden. Milch kann in vielen Rezepten durch Sojamilch, Mandelmilch, Kokosmilch, Reismilch oder durch spezielle hypoallergene, semi-elementare Trinknahrung ersetzt werden. Sie wird auf der Basis von pflanzlichem Eiweiß, Pflanzenfett und leicht verdaulichem Maltodextrin hergestellt. Diese Nahrung ist meist frei von Gluten, Milch-, Frucht- und Kristallzucker.
____________________ Liebe Grüße

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