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Eisenmangel

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selasim


Beiträge: 10288
Ort: NRW

Mitglied seit: 11.07.2005
Bundesland: NRW
Geschlecht: weiblich
Gebdatum: 14.September 1967
Kind /er: Selina
Hobbies: meine Foren,basteln
Forumuser:


New PostErstellt: 15.01.08, 23:32  Betreff: Eisenmangel  drucken  weiterempfehlen

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Die Eisenmangel-Anämie führt auf Dauer zu ständiger Müdigkeit, innerer
Unruhe, Kurzatmigkeit und Konzentrationsmangel. Weitere Symptome sind
blasse, trockene Haut, Haarausfall, brüchige oder löffelförmig
eingebuchtete Fingernägel, Entzündungen der Zungenschleimhaut, Einrisse
der Nasenschleimhaut und Mundwinkel. Auch kalte Hände und Füße,
Schlaflosigkeit, Libidostörungen und Impotenz können auf Eisenmangel
hindeuten.

Behandlung

Grundsätzlich
verfügt der Körper über die Fähigkeit, Eisenverlust oder erhöhten
Eisenbedarf auszugleichen. In diesen Fällen nimmt er doppelt so viel
Eisen wie normalerweise aus der Nahrung auf, um das Defizit wieder
auszugleichen.
Wenn starke Blutungen der Grund für eine
Eisenmangel-Anämie sind, ist der erste Schritt, die Ursache aufzuspüren
und die Blutung zu stillen. Bei großem Blutverlust ist eine Transfusion
von roten Blutkörperchen die häufigste Methode, um den Mangel schnell
wieder auszugleichen.
Bei allzu starken Menstruationsblutungen,
blutenden Geschwüren oder Blutungen in den Nieren werden häufig auch
Medikamente eingesetzt oder Operationen durchgeführt, um die Blutungen
einzudämmen. Eisenmangel durch chronische Blutungen kann normalerweise
nicht allein über die Ernährung wettgemacht werden. Sinnvoll zur
Nahrungsergänzung sind in diesem Fall eisenhaltige Präparate, die meist
als Tabletten verabreicht werden. Die Einnahme erfolgt, bis die
Eisenspeicher des Körpers wieder aufgefüllt sind.

  Medikamentöse Behandlung

Eisenmangel wird am besten mit Medikamenten behandelt, die zweiwertiges
Eisen enthalten (Mittel gegen Blutarmut). Dreiwertiges Eisen kann bei
oraler Eisentherapie nicht vom Körper aufgenommen werden.
Eisentabletten bestehen meist aus Eisensulfat, Eisenglukonat oder einem
Polysaccharid. Der Körper kann das Eisen am besten aufnehmen, wenn die
Tablette mindestens eine halbe Stunde vor oder zwei Stunden nach den
Mahlzeiten mit einem Glas Wasser oder Vitamin-C-haltigem Saft
eingenommen wird. Vitamin C soll die Eisenaufnahme durch den Körper
fördern. Kaffee, Tee, Milch und Vitamin-E-Präparate behindern die
Aufnahme des Eisens im Darm.
In seltenen Fällen muss Eisen in Form
von Injektionen verabreicht werden. Davon sind vor allem Patienten
betroffen, die Eisentabletten nicht vertragen oder ständig große Mengen
Blut verlieren.
Eisenpräparate färben den Stuhl schwarz, was
allerdings eine normale und harmlose Begleiterscheinung dieser Therapie
ist. Gelegentlich können Übelkeit und Verdauungsstörungen als
Nebenwirkungen vorkommen. Bei längerer Einnahme in hoher Dosierung
können Eisentabletten die Nieren, Leber und Herz schädigen.
Gefährlich ist die Aufnahme von Eisenpräparaten bei Eisenverwertungsstörungen und der Eisenspeicherkrankheit.

 Eisenbehandlung in der Schwangerschaft

Eine spezielle Gefahr der Eisenmangel-Anämie besteht nur bei sieben
Prozent der Schwangeren. Da viele schwangere Frauen besonders im
letzten Drittel vor der Geburt einen niedrigen Eisenspiegel im Blut
haben, empfehlen die meisten Mediziner in dieser Zeit routinemäßig die
Einnahme von Eisentabletten. Der Nutzen von Eisentherapie in der
Schwangerschaft konnte in Studien jedoch nicht eindeutig nachgewiesen
werden. Hingegen wird der zusätzliche Eisenbedarf meistens aus den
Körperdepots und der Nahrung gedeckt.

Ergänzende Maßnahmen

Verfechter von Naturheilmitteln nennen Kräuterblutsaft aus der Apotheke
als Mittel zur Behandlung von Eisenmangel. Die Wirksamkeit ist
wissenschaftlich nicht erwiesen. In einigen Kurhäusern werden spezielle
Trinkkuren aus Eisenquellen angeboten.

Heilungschancen

Eine Eisenmangel-Anämie durch Medikamente oder Injektionen
auszugleichen, dauert meist drei bis sechs Wochen. Ist die Blutarmut
behoben, sollte die Behandlung noch bis zu sechs Monate lang
fortgesetzt werden, um die Eisenreserven des Körpers wieder
aufzufüllen. Tritt kein Blut- und damit Eisenverlust mehr auf, bleiben
die vollen Eisenspeicher des Körpers danach stabil.

Nachuntersuchungen

Auch während und nach der Behandlung sind Blutuntersuchungen notwendig.
Durch die Tests kann bestätigt werden, dass sich der Eisenspiegel im
Blut wieder normalisiert hat und eine etwaige Blutung zum Stillstand
gekommen ist.


Quelle
http://www.gesundheitpro.de/



____________________
Liebe Grüße



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