selasim

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Erstellt: 15.01.08, 23:32 Betreff: Eisenmangel
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Die Eisenmangel-Anämie führt auf Dauer zu ständiger Müdigkeit, innerer Unruhe, Kurzatmigkeit und Konzentrationsmangel. Weitere Symptome sind blasse, trockene Haut, Haarausfall, brüchige oder löffelförmig eingebuchtete Fingernägel, Entzündungen der Zungenschleimhaut, Einrisse der Nasenschleimhaut und Mundwinkel. Auch kalte Hände und Füße, Schlaflosigkeit, Libidostörungen und Impotenz können auf Eisenmangel hindeuten.
Behandlung | Grundsätzlich verfügt der Körper über die Fähigkeit, Eisenverlust oder erhöhten Eisenbedarf auszugleichen. In diesen Fällen nimmt er doppelt so viel Eisen wie normalerweise aus der Nahrung auf, um das Defizit wieder auszugleichen. Wenn starke Blutungen der Grund für eine Eisenmangel-Anämie sind, ist der erste Schritt, die Ursache aufzuspüren und die Blutung zu stillen. Bei großem Blutverlust ist eine Transfusion von roten Blutkörperchen die häufigste Methode, um den Mangel schnell wieder auszugleichen. Bei allzu starken Menstruationsblutungen, blutenden Geschwüren oder Blutungen in den Nieren werden häufig auch Medikamente eingesetzt oder Operationen durchgeführt, um die Blutungen einzudämmen. Eisenmangel durch chronische Blutungen kann normalerweise nicht allein über die Ernährung wettgemacht werden. Sinnvoll zur Nahrungsergänzung sind in diesem Fall eisenhaltige Präparate, die meist als Tabletten verabreicht werden. Die Einnahme erfolgt, bis die Eisenspeicher des Körpers wieder aufgefüllt sind. | Medikamentöse Behandlung
Eisenmangel wird am besten mit Medikamenten behandelt, die zweiwertiges Eisen enthalten (Mittel gegen Blutarmut). Dreiwertiges Eisen kann bei oraler Eisentherapie nicht vom Körper aufgenommen werden. Eisentabletten bestehen meist aus Eisensulfat, Eisenglukonat oder einem Polysaccharid. Der Körper kann das Eisen am besten aufnehmen, wenn die Tablette mindestens eine halbe Stunde vor oder zwei Stunden nach den Mahlzeiten mit einem Glas Wasser oder Vitamin-C-haltigem Saft eingenommen wird. Vitamin C soll die Eisenaufnahme durch den Körper fördern. Kaffee, Tee, Milch und Vitamin-E-Präparate behindern die Aufnahme des Eisens im Darm. In seltenen Fällen muss Eisen in Form von Injektionen verabreicht werden. Davon sind vor allem Patienten betroffen, die Eisentabletten nicht vertragen oder ständig große Mengen Blut verlieren. Eisenpräparate färben den Stuhl schwarz, was allerdings eine normale und harmlose Begleiterscheinung dieser Therapie ist. Gelegentlich können Übelkeit und Verdauungsstörungen als Nebenwirkungen vorkommen. Bei längerer Einnahme in hoher Dosierung können Eisentabletten die Nieren, Leber und Herz schädigen. Gefährlich ist die Aufnahme von Eisenpräparaten bei Eisenverwertungsstörungen und der Eisenspeicherkrankheit. | Eisenbehandlung in der Schwangerschaft
Eine spezielle Gefahr der Eisenmangel-Anämie besteht nur bei sieben Prozent der Schwangeren. Da viele schwangere Frauen besonders im letzten Drittel vor der Geburt einen niedrigen Eisenspiegel im Blut haben, empfehlen die meisten Mediziner in dieser Zeit routinemäßig die Einnahme von Eisentabletten. Der Nutzen von Eisentherapie in der Schwangerschaft konnte in Studien jedoch nicht eindeutig nachgewiesen werden. Hingegen wird der zusätzliche Eisenbedarf meistens aus den Körperdepots und der Nahrung gedeckt. | Ergänzende Maßnahmen
Verfechter von Naturheilmitteln nennen Kräuterblutsaft aus der Apotheke als Mittel zur Behandlung von Eisenmangel. Die Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht erwiesen. In einigen Kurhäusern werden spezielle Trinkkuren aus Eisenquellen angeboten. | Heilungschancen
Eine Eisenmangel-Anämie durch Medikamente oder Injektionen auszugleichen, dauert meist drei bis sechs Wochen. Ist die Blutarmut behoben, sollte die Behandlung noch bis zu sechs Monate lang fortgesetzt werden, um die Eisenreserven des Körpers wieder aufzufüllen. Tritt kein Blut- und damit Eisenverlust mehr auf, bleiben die vollen Eisenspeicher des Körpers danach stabil. | Nachuntersuchungen
Auch während und nach der Behandlung sind Blutuntersuchungen notwendig. Durch die Tests kann bestätigt werden, dass sich der Eisenspiegel im Blut wieder normalisiert hat und eine etwaige Blutung zum Stillstand gekommen ist. |
Quelle http://www.gesundheitpro.de/
____________________ Liebe Grüße

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