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Röteln

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selasim


Beiträge: 10277
Ort: NRW

Mitglied seit: 11.07.2005
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Geschlecht: weiblich
Gebdatum: 14.September 1967
Kind /er: Selina
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New PostErstellt: 16.07.07, 13:25  Betreff: Ankündigung: Röteln  drucken  weiterempfehlen

Was sind Röteln?

Wie Masern und
Windpocken werden Röteln von Viren verursacht. Auch bei Röteln kommt es
zu einem rötlich-fleckigen Ausschlag am ganzen Körper, der im
Anfangsstadium leicht mit Masern oder Scharlach verwechselt werden
kann. Alle drei bis vier Jahre treten kleinere oder größere Epidemien
auf, jedoch sind Röteln nicht so ansteckend wie Masern oder Windpocken.

Röteln
können jüngere und ältere Kinder sowie Jugendliche betreffen. Im Alter
von 20 bis 25 Jahren haben etwa zehn bis 20 Prozent noch keine
Antikörper gegen das Röteln-Virus entwickelt. In vielen Fällen
verursacht die Infektion mit dem Röteln-Virus nur eine stark
abgeschwächte Form der Erkrankung, so dass die Diagnose überhaupt nicht
gestellt wird. Trotzdem entwickelt sich eine lebenslange Immunität. Da
die meisten Kinder heutzutage gegen Röteln geimpft werden, sind sie
relativ selten geworden.

Wie werden Röteln übertragen?
Röteln
werden beim Niesen, Husten oder Sprechen übertragen. Sie verbreiten
sich also durch Tröpfchen in der Atemluft (Tröpfcheninfektion). Die
Viren gelangen in Mund, Nase und Hals, wo sie über die Schleimhaut
aufgenommen werden. Von dort breiten sie sich im ganzen Körper aus.

Was sind die Anzeichen von Röteln?

Zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit liegen zwei bis drei Wochen (Inkubationszeit).

Röteln
sind sieben Tage vor Erscheinen des Ausschlags bis sieben Tage danach
ansteckend. Sie lassen sich aber besonders leicht während der Blüte der
Krankheit übertragen.

Zu Beginn der Erkrankung zeigen sich die
Symptome einer Erkältung: Husten, Schnupfen, manchmal auch eine
Bindehautentzündung mit geröteten Augen. Oft bleiben dies die einzigen
Symptome, die Diagnose wird dann meistens nicht gestellt.

Die Lymphknoten im Nacken und hinter den Ohren schwellen an und schmerzen.

Ein
bis zwei Tage später beginnt der Ausschlag hinter den Ohren mit kleinen
hellroten oder leicht bräunlichen Flecken. Sie breiten sich auf
Gesicht, Hals, Arme, Beine und dann innerhalb kurzer Zeit auf den
gesamten Körper aus. Kinder können leichtes Fieber bekommen. Juckreiz
tritt nur leicht oder überhaupt nicht auf. Der Ausschlag verschwindet
nach zwei bis drei Tagen.

Die meisten Kinder fühlen sich nur wenig krank.

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Sie
sollten mit Ihrem Kind einen Arzt aufsuchen, sobald die ersten
Krankheitszeichen auftreten. Der Arzt stellt auf Grund des äußeren
Erscheinungsbilds fest, ob das Kind wirklich Röteln hat (Hautausschlag,
geschwollene Lymphknoten im Nacken).

Wie werden Röteln behandelt?

Röteln müssen nicht besonders behandelt werden. Ihr Kind sollte sich aber ins Bett legen.

Alle
Personen, die mit dem kranken Kind in Kontakt kommen, können sich
anstecken. Nach der Krankheit besteht ein lebenslanger Schutz. Man kann
Röteln also nur einmal bekommen.

Welche Komplikationen können auftreten?

In
sehr seltenen Fällen kann eine Rötelerkrankung zu einer
Gehirnentzündung (Enzephalitis) führen. Symptome sind starke
Kopfschmerzen, Erbrechen, Berührungsempfindlichkeit und
Verhaltensauffälligkeiten.

Vor allem bei Mädchen ab zwölf Jahren und bei Frauen kann es zu Gelenkschwellungen oder -schmerzen kommen.

Ihr
Kind sollte nicht mit schwangeren Frauen in Kontakt kommen, die noch
keine Röteln hatten oder die nicht gegen die Krankheit geimpft sind.
Steckt sich die Frau mit Röteln an, kann es zu schweren Schädigungen
des Ungeborenen kommen (Herzfehler, Taubheit, geistige Behinderung).
Die Gefahr ist in den ersten vier Schwangerschaftsmonaten am größten.

Wegen der Ansteckungsgefahr sollte ihr Kind erst nach acht bis zehn Tagen wieder in den Kindergarten oder die Schule gehen.

Wie kann man Röteln vorbeugen?

Alle
Mädchen sollten sich gegen Röteln impfen lassen. Kinder werden im Alter
von 12 bis15 Monaten, meist in Kombination mit Masern und Mumps und ein
zweites mal im 2.Lebensjahr, frühestens 4 Wochen nach der ersten
geimpft. Damit sich die Röteln-Viren nicht ausbreiten, sollten sich
auch Jungen gegen diese Infektionskrankheit impfen lassen.

Falls
Sie unsicher sind, ob Ihr Kind bereits Röteln hatte, hilft eine
Blutuntersuchung weiter. Empfehlenswert ist das bei Mädchen im Hinblick
auf eine spätere Schwangerschaft. Wenn Ihr Kind zu einem früheren
Zeitpunkt mit Röteln angesteckt wurde, sind Abwehrstoffe im Blut
nachweisbar.




____________________
Liebe Grüße



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