selasim

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Erstellt: 16.07.07, 13:22 Betreff: Ankündigung: Windpocken
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Vorbeugung durch Impfung - für alle empfohlen
Die Impfung gegen Varizellen wird seit 1. August 2004 von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle Kinder ab dem 12.Lebensmonat empfohlen, und zwar am besten für einen gemeinsamen Termin mit der Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln. Außerdem für alle Jugendlichen, die Windpocken bisher nicht durchgemacht haben. Wie bisher wird die Impfung auch weiterhin bestimmten anderen Personengruppen empfohlen, die die Windpocken noch nicht durchgemacht haben: u.a. nichtimmunen Frauen mit Kinderwunsch, Patienten mit Leukämie oder schwerer Neurodermitis oder vor immunsuppressiver Therapie oder Organtransplantation.
Was sind Windpocken ?
Die Windpocken, die durch das Varicella-Zoster-Virus entstehen, sind eine typische Kinderkrankheit, die durch bläschenförmigen Hautausschlag gekennzeichnet ist. Über 90% aller Kinder erkranken bis zum 14. Lebensjahr daran und sind dann für den Rest ihres Lebens immun. Nach dem Abheilen der Windpocken verbleiben die Viren in Nervenzellen der Spinalganglien (Spinalganglien sind Ansammlungen von Nervenzellen). Lassen die Abwehrkräfte nach, können die Viren wieder aktiv werden und eine Gürtelrose auslösen.
Ansteckung
Windpocken sind hochansteckend und werden in erster Linie durch intensiven Kontakt mit erkrankten Personen übertragen. Auch eine Tröpfcheninfektion ist möglich. Auch an Gürtelrose erkrankte Menschen können das Virus übertragen und so andere mit Windpocken infizieren. Von der Infektion bis zum Ausbruch der Windpocken können eine bis drei Wochen vergehen, gewöhnlich beträgt die Inkubationszeit etwa 14 bis 16 Tage.
Das Infektionsrisiko beginnt bereits ein bis zwei Tage vor Erscheinen des Ausschlages und endet etwa an dem Zeitpunkt, an dem die Krusten abgefallen sind. Dann können die Kinder auch wieder in den Kindergarten oder die Schule gehen.
Krankheitszeichen
*Fieber
*Kopf- und Gliederschmerzen
*Ausschlag mit roten Flecken und Bläschen
Verlauf
Zu Beginn der Krankheit leidet das Kind unter leicht erhöhtem Fieber und Kopfschmerzen. Ein bis zwei Tage später treten meist am Rumpf die ersten roten Flecken auf, die sich innerhalb von Stunden, in mit Flüssigkeit gefüllte, stark juckende Bläschen verwandeln. Die Bläschen verkrusten nach und nach und die Krusten fallen nach ein bis zwei Tagen ab. Der Ausschlag breitet sich sehr schnell über den ganzen Körper aus und befällt auch die Kopfhaut sowie die Mundschleimhaut. Windpocken verlaufen in Schüben, und so kommen täglich neue rote Flecken zu bereits verkrusteten Bläschen hinzu. Nach rund 10 Tagen sind alle Krusten abgefallen und es bleiben nur helle Flecken zurück, die ebenfalls nach einigen Wochen vollständig verschwinden.
Mögliche Komplikationen
Komplikationen treten am häufigsten im 1. und nach dem 16. Lebensjahr auf. Dazwischen verläuft die Krankheit meist harmlos. Es gibt eine große Spannbreite möglicher Komplikationen, die von bakteriellen Sekundärinfektionen über Lungenentzündung bis zur Gehirnentzündung reicht. Bei akuten Windpocken können auch aufgekratzte Bläschen zu einer bakteriellen Hautinfektion führen.
Behandlung
Ziel der Behandlung ist es in erster Linie den Juckreiz zu verhindern, um weiteren Infektionen vorzubeugen und die Beschwerden des Kindes zu lindern. Ihr Arzt kann Ihnen spezielle Mittel dagegen verschreiben. Hat Ihr Kind hohes Fieber, sollten Sie mit dem Arzt geeignete Mittel zur Fiebersenkung absprechen. Abzuraten ist von Wadenwickeln, da die Feuchtigkeit und Wärme den Juckreiz unter dem Wickel verstärkt. Ziehen Sie Ihrem Kind luftige Kleidung an, denn enge Kleidung verstärkt den Juckreiz.
Um Ihr Kind vom Aufkratzen der Bläschen abzuhalten, schneiden Sie am besten die Fingernägel so kurz wie möglich. Kleinen Kindern können Sie auch leichte Baumwollhandschuhe anziehen.
Windpocken in der Schwangerschaft
Eher selten haben Windpocken in den ersten zwei Dritteln der Schwangerschaft weitreichende Folgen für das Ungeborene. Auftreten können jedoch Defekte an den Augen und am Gehirn sowie Hautnarben und Unterentwicklung. Erkrankt eine Schwangere vor dem 5. Tag vor der Entbindung, so erkrankt das Baby entweder gar nicht oder nur leicht. Infiziert sich eine Frau jedoch ab dem 5. Tag vor der Geburt, erkranken die Neugeborenen meist schwer. Da jedoch über 93% der Schwangeren gegen Windpocken immun sind, sind diese Folgen äußerst selten. Es empfiehlt sich dennoch für Frauen mit Kinderwunsch, ihre Immunität testen zu lassen.
____________________ Liebe Grüße

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