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bjk
Beiträge: 5999 Ort: Berlin
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Erstellt: 08.03.09, 10:27 Betreff: Eine rote Rose
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- für alle Kämpferinnen gegen Unrecht, Unterdrückung und Ausbeutung! Denn heute, am 8. März, ist Internationaler Weltfrauentag, der kein bloßer Gedenktag sondern der alljährliche Kampftag für die Rechte der Frauen ist.

entnommen aus: http://www.meinhard.privat.t-online.de/frauen/frauentag.html
Der Internationale Frauentag blickt auf eine lange Tradition zurück. Er entstand im Kampf um Gleichberechtigung und Wahlrecht für Frauen. Initiiert durch Clara Zetkin (1857-1933) fand der erste Internationale Frauentag am 19. März 1911 statt. Millionen von Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA beteiligten sich. Die Wahl dieses Datums sollte den revolutionären Charakter des Frauentages unterstreichen. Der 18. März war der Gedenktag für die Gefallenen in Berlin während der Revolution 1848.
Die zentralen Forderungen waren:
- Kampf gegen den imperialistischen Krieg
- Wahl- und Stimmrecht für Frauen
- Arbeitsschutzgesetze
- ausreichender Mutter- und Kinderschutz
- der Achtstundentag
- gleicher Lohn bei gleicher Arbeitsleistung
- Festsetzung von Mindestlöhnen
In den folgenden Jahren wurde der Internationale Frauentag jährlich zwischen Februar und April begangen. Die Festlegung des Internationalen Frauentages auf den 8. März erfolgte 1921 durch Beschluss der 2. Kommunistischen Frauenkonferenz. Damit sollte an den Textilarbeiterinnen-Streik in Petersburg erinnert werden, der auf andere Sektoren übergriff und eine große Arbeiterinnendemonstration auslöste. Diese Kämpfe fanden anlässlich des Frauentages am 8. März 1917 statt - nach dem alten russischen Kalender am 23. Februar - und lösten den Beginn der "Februarrevolution" aus. Einen starken Rückschritt brachte in Deutschland die NS-Ideologie von der Rolle der Frau als Ehefrau und Mutter. 1932 wurde der Frauentag von den Nationalsozialisten verboten und durch den Muttertag ersetzt.
Nach dem 2. Weltkrieg fanden in der sowjetischen Besatzungszone bereits 1946 wieder Feiern zum Frauentag statt. In den sozialistischen Ländern wurde die gesellschaftliche Befreiung der Frau gefeiert und der Tag mit offiziellen Feiern für die Frauen organisiert. In Westdeutschland wurde der Frauentag erst in den späten 60er Jahren von der neuen, autonomen Frauenbewegung wiederbelebt. Der 8. März wurde zu einer wichtigen Plattform der Frauenbewegung. Themen wie die Rechte von Ausländerinnen, die Diskriminierung von nichtheterosexuellen Lebensweisen und die bessere Sicherung der Frauenrechte im Rahmen der europäischen Annäherung werden aufgegriffen.
Und woher kommt der Brauch, Frauen am 8. März anlässlich des Frauentags mit einer roten Rose zu beschenken?

1986 feierte der Frauentag seinen 75. Geburtstag. Dieser Frauentag stand unter dem Motto:
Wir wollen Brot und Rosen!
Brot steht für:
* Recht auf Arbeit * Gerechte Entlohnung * Gleiche Bildungs- und Ausbildungschancen * Menschgerechte Arbeitsbedingungen * Berufliche Entfaltung und Fortentwicklung * Eigenständige soziale Sicherung für die Frau
Rosen steht für:
- Die Möglichkeit mit Kindern zu leben und berufstätig zu sein
- Familiengerechte Arbeitszeiten
- Die Befriedigung kultureller Bedürfnisse
- Eine menschenwürdige Wohn- und Lebensumwelt
- Die gleichberechtigte Teilhabe von Männern an Hausarbeit und Kindererziehung
- Humane Politikformen
- Toleranz
- Frieden
Diese Forderungen haben bis zum heutigen Tage nicht an Aktualität verloren.
kopiert aus: http://www.scharf-links.de/57.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=4241&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=cdad80dd80
Brot und Rosen
 Bildmontage: HF
Wenn wir zusammen gehen geht mit uns ein schöner Tag durch all die dunklen Küchen und wo grau ein Werkshof lag beginnt plötzlich die Sonne unsere arme Welt zu kosen und jeder hört uns singen: Brot und Rosen!
Wenn wir zusammen gehen, kämpfen wir auch für den Mann Weil unbemuttert kein Mensch auf die Erde kommen kann Und wenn ein Leben mehr ist als nur Arbeit, Schweiß und Bauch wollen wir mehr: gebt uns das Brot, doch gebt uns die Rosen auch.
Wenn wir zusammen gehen gehen unsere Toten mit Ihr unerhörter Schrei nach Brot schreit auch durch unser Lied Sie hatten für die Schönheit, Liebe, Kunst erschöpft nie Ruh Drum kämpfen wir ums Brot und wollen die Rosen dazu.
Wenn wir zusammen gehen, kommt mit uns ein besserer Tag Die Frauen, die sich wehren wehren aller Menschen Plag Zu Ende sei: das kleine Leute schuften für die Großen Her mit dem ganzen Leben: Brot und Rosen! Brot und Rosen! .....................................................................
Anmerkung Das Lied stammt aus dem Jahre 1912, entstanden bei einem Streik von 14.000 Textilarbeiterinnen in Lawrence, USA. Der Streik richtet sich gegen die Hungerlöhne und die Kinderarbeit. Dieser Streik, in dem Frauen besonders entschieden für ihre Interessen kämpften, wurde durch zahlreiche Lieder berühmt, die sie auf den Demonstrationen, vor den Werkstoren und in der Stadt sangen. Das Gedicht "Brot und Rosen" geht auf ein Transparent der Arbeiterinnen zurück auf dem stand "We want bread and roses, too" Die Worte Brot und Rosen wurden zum Motto der amerikanischen Frauenbewegung.
Es ist allerhöchste Zeit, Art. 1, Abs. 1 und Art. 20, Abs. 4, GG, Geltung und Wirkung zu verschaffen!
[editiert: 08.03.09, 10:37 von bjk]
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bjk
Beiträge: 5999 Ort: Berlin
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bjk
Beiträge: 5999 Ort: Berlin
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Erstellt: 09.03.09, 06:10 Betreff: Feministische antimilitaristische 8.-März-Demo in Berlin - ein Fotobericht
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Gestern, am Sonntag, den 8.März, dem Internationalen Weltfrauentag, veranstaltete ein Bündnis verschiedener Frauen-Organisationen ab 14 Uhr eine antimilitaristische 8.-März-Demo auf dem Pariser Platz in Berlin.
Das Haupt-Thema der mit Engagement und viel Fantasie gefertigten Plakate, Transpis und Flyer war, Militarismus und Krieg als eine Form von patriarchaler Unterdrückung anzuprangern. Gerade die Bundeswehr versucht ja verstärkt, die Perspektivlosigkeit der Jugend auszunützen und durch perfide Werbeveranstaltungen in Arbeitsämtern, Unis, Schulen und anderen Jugend-Einrichtungen RekrutInnen zu ködern. Sogar in Kinder-Hilfsprojekten wie z.B. der Arche in Berlin-Hellersdorf werden seit Anfang März bereits kleine Kinder an die Bundeswehr gewöhnt, weil diese in vermeintlicher Hilfbereitschaft mit BW-Feldküchen für die wegen Sanierungsarbeiten geschlossene Arche-Küche einspringt. Die örtliche Antifa scheint's nicht zu kümmern.
Wie auch immer, der Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor war gestern nachmittags fest in der Hand von Antimilitaristinnen. Aber auch feministische Organisationen und Frauen-Projekte wie Wildwasser e.V. waren vertreten und machten auf Plakaten darauf aufmerksam, daß ihre und andere Frauen-Hilfsprojekte durch die rigorose Rotstiftpolitik des rotroten Senats in ihrer Existenz bedroht sind. Kein Ruhmesblatt für den Wirtschafts- und Frauensenator Wolf und seiner Partei DIE LINKE.
Trotz des bald einsetzenden Niesel-Dauerregens ließ das Engagement der Kundgebungs-Teilnehmerinnen nicht nach. Eine Trommlerinnen-Band begeisterte durch gekonnte Darbietungen sowohl Demonstrantinnen wie auch die vielen Touries und flanierenden Passanten. Später marschierte die Bundeswehr persiflierend eine schneidige "Rekrutinnen-Kampftruppe" in fantasievoller Tarnmontur zum Lauti und gab so den Auftakt zu verschiedenen Redebeiträgen, beginnend mit einem Bericht einer Frauengruppe aus dem Iran.
Weil die feinen Regentröpfchen trotz Schutzmaßnahme immer wieder die Linse meiner Knipse beschlugen, wurde das Fotografieren immer schwieriger. Auch die rbb-Kamera mußte in Folie eingepackt werden und die paar Pressefotografen waren ebenfalls immer wieder eifrig am Linsenputzen ihrer Objektive.
Alles in allem war es eine eindrucksvolle und würdige 8.-März-Demo gegen Krieg und Miltarismus, gegen Gewalt, Sexismus und Homophobie.
Bernd Kudanek alias bjk
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bjk
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