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ProTour 2006

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-timo-
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New PostErstellt: 26.05.06, 18:02  Betreff: Re: ProTour 2006 89. Giro d'Italia  drucken  weiterempfehlen

Zusammen ist man weniger...
Ulle is grade beim Giro 5km vor der Bergankunft ausgestiegen. Warum das? Da hätte er ja morgen auch noch bis Mailand fahren können.

Und Voigt ist Zwoter geworden. Nicht schlecht bei seinem Gewicht.


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*Martha*
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New PostErstellt: 26.05.06, 19:39  Betreff: Re: ProTour 2006 89. Giro d'Italia  drucken  weiterempfehlen

Find ich auch Timo.
Und wenn er nur mitgerollt wäre.
Vielleicht hat er sich im Schnee erkältet?

Martha



Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein als ein rundes Nichts.
(Friedrich Hebbel)
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New PostErstellt: 26.05.06, 20:48  Betreff: Re: ProTour 2006 89. Giro d'Italia  drucken  weiterempfehlen

Starker Voigt mit starker Geste
Der spanische Meister Juan Manuel Garate hat die "Königs-Etappe" des Giro d'Italia gewonnen. Nach 224 Kilometern zwischen Pordenone und Passo San Pellegrino, setzte sich der Radprofi vom belgischen Team Quick Step bei der fünften und letzten Bergankunft vor dem Deutschen Jens Voigt (CSC) durch.

Mit einer fairen Geste zeigte Voigt, was für ein großer Sportsmann er ist: 500 Meter vor dem Ziel gratulierte er dem Spanier, bevor dieser mit einem Schlussantritt zum Sieg eilte. "Garate ist am Berg letztlich doch der Stärkere, deshalb habe ich auf einen Sprint gegen ihn verzichtet", sagte der 34-Jährige. Den dritten Platz erkämpfte sich der Spanier Patxi Vila (Lampre/+ 1:21 Minuten).

Unterdessen verteidigte Ivan Basso als Tagesachter im Skigebiet "Dolomiti Stars" seine Führung in der Gesamtwertung erneut und wird aus dem Rosa Trikot nicht mehr zu verdrängen sein. Zweiter bleibt der Spanier José Gutierrez (Phonak/+ 6:07) vor dem Italiener Gilberto Simoni (Saunier Duval/+ 10:34).

Ullrich steigt aus
T-Mobile-Profi Jan Ullrich hat nach Rücksprache mit dem Sportlichen Leiter des Bonner Rennstalls, Rudy Pevenage, die Italien-Rundfahrt vorzeitig beendet. "Ich hatte vor, bis Mailand durchzufahren, aber auch immer darauf hingewiesen, den Giro nicht um jeden Preis zu Ende fahren zu wollen“, sagte Ullrich.

Aufgrund des anspruchsvollen Streckenprofils insbesondere der beiden letzten Bergetappen, habe man nun die Entscheidung getroffen, die Rundfahrt zu beenden und nicht zu überziehen, zudem Jan heute auch über Rückenschmerzen geklagt habe, sagte Pevenage.

Als bester T-Mobile-Profi erreichte derweil Jörg Ludewig das Ziel mit einem Rückstand von 8:42 Minuten auf Platz 42. "Bei mir lief es deutlich besser als gestern, was natürlich mit dem Wetter zusammenhängt. Wenn man in den Bergen bei Sonnenschein fahren kann, fühlt man sich gleich wie ein anderer Mensch", sagte Ludewig, der mit seiner Leistung zufrieden war.

Voigt in der Spitze
Drei Tage vor Schluss stand für die 155 im Rennen verbliebenen Radprofis noch einmal einem Härtetest an. Drei Pässe unterwegs und der 18,5 km lange Anstieg nach über 200 Kilometern in den Beinen musste der Giro-Tross bei diesem Dolomiten-Marathon zurücklegen.

Etwa 20 Fahrer setzten sich auf den ersten 80 Kilometern ab. Der Berliner Jens Voigt und sein US-amerikanischer CSC-Kollege Bobby Julich, sowie der Führende in der Punktewertung, Paolo Bettini (Quick Step) und dessen italienischer Landsmann Danilo di Luca (Liquigas) waren die bekanntesten Spitzenfahrer.

Zunächst ging es über den Forcella Staulanza (1.760 Meter Höhe/km 101), einem 12,5 Kilometer langen Anstieg der ersten Kategorie. Die Bergwertung gewann Panaria-Profi Fortunato Baliani, der somit weiter Boden auf Ivan Basso im Kampf ums Bergtrikot gut machte.

Baliani schlüpft ins Bergtrikot
Auch auf der "Marmolada" (2.057. Meter Höhe/km 136/ 13,4 km Länge) strich Baliani die volle Punktzahl ein. In den bis zu 15 Prozent steilen Abschnitten hatte sich die Kopfgruppe um ein Drittel verkleinert. Bettini gehörte hingegen zu den Abgehängten. Bei Sonnenschein und 24 Grad in den Tälern herrschten gute Bedingungen für die schwere Berg- und Talfahrt, die der Deutsche Volker Ordowski (Gerolsteiner) vorzeitig beendete.

Vorn war Baliani auch am dritten Pass nicht zu stoppen. Weitere zehn Punkte gingen auf sein Konto, und der Italiener übernahm nach 161 Kilometern das Grüne Trikot von Basso. Die Verfolger passierten unter der Nachführarbeit von Saunier Duval in 2.239 Metern Höhe mit fünfeinhalb Minuten Rückstand den Pordoi.

Zahlenmäßig hatten Lampre und Panaria die besten Karten im Schlussanstieg. Valjavec, Petrov und Vila vertraten das Cunego-Team - Sella, Laverde und Baliani hieß das Panaria-Trio vorn.

Voigt wächst über sich hinaus
Die erste Attacke lancierte der Slowene Valjavec. Voigt roch den Braten zuerst und sprang mit. Während der Lampre-Profi zurückfiel und Juan Manuel Garate zu Voigt vorstieß, drückte in der zweiten Verfolgergruppe Saunier-Duval-Profi Leonardo Piepoli für seinen Kapitän Simoni aufs Tempo.

Der Berliner wuchs unterdessen über sich hinaus. Bisher als solider Allrounder bekannt, blieb Voigt bis zuletzt an Garate dran. Als der Spanier jedoch 500 Meter vor dem Ziel zur Schlussattacke ansetzte, hatte der CSC-Profi nichts mehr entgegenzusetzen und wurde Zweiter.

Gezeichnet von den Strapazen traf Scott Davis im Ziel als 51. ein. "Die ersten 100 Kilometer lief es bei mir nicht so gut. Aber dann bin ich in Tritt gekommen. Am letzen Berg habe ich versucht noch weiter vorzustoßen, aber meine Beine waren zu schwer", sagte der Australier.

Die 20. Etappe führt das Peloton am Samstag ein letztes Mal durchs Hochgebirge. Auf dem beschwerlichen Weg zwischen Trento und Aprica über 211 Kilometer geht es in 2.618 Metern Höhe über den Passo di Gavia, das Giro-Dach.

Pevenage: "Heute war es schon sehr schwer, aber morgen wird es hammerhart. Ich habe großen Respekt vor allen Fahrern unseres Teams, die die körperlichen Strapazen durchstehen. Insbesondere für Olaf (Pollack) und Frantisek (Rabon) wird es eine Tortur."



Keiner hat den Brief gelesen den er schrieb bevor er sprang
er hatte nie versucht sich auszuschließen sondern reinzukommen, sein Leben lang



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New PostErstellt: 26.05.06, 20:56  Betreff: Re: ProTour 2006 89. Giro d'Italia  drucken  weiterempfehlen

Hallo Ihr!
Soviel ich mitbekommen habe waren es nicht die Anstiege, die Ulle dazu brachten die Klotzen zu schmeißen, sondern eher die Abfahrten. Morgen geht es über das Dach der Tour mit 2618m Höhe! Der Anstieg ist nicht das Problem, aber die Abfahrt ist wohl recht heikel. Und so kurz vor der Tour will er sich dieser Gefahr nicht mehr stellen!

Kann ich nachvollziehen, man stelle sich nur vor, Ulle würde einen Tag vor Tourstart durch eine geschlossene Heckklappe beim Motortraining fliegen!

Hier die offizielle Erklärung:
Tourvorbereitung nicht gefährden
Jan Ullrich hat den 89. Giro d’Italia beendet. Der T-Mobile-Profi stieg am Freitag bei der 19. Etappe hinauf zum Passo di San Pellegrino nach Rücksprache mit dem Sportlichen Leiter des Bonner Rennstalls, Rudy Pevenage, aus.

„Ich hatte vor, bis Mailand durchzufahren, aber auch immer darauf hingewiesen, den Giro nicht um jeden Preis zu Ende fahren zu wollen“, sagte Ullrich. Aufgrund des anspruchsvollen Streckenprofils insbesondere der beiden letzten Bergetappen, habe man nun die Entscheidung getroffen, die Rundfahrt zu beenden und nicht zu überziehen, sagt Pevenage.

Zeitpunkt des Ausstiegs überdacht
Berichte, denen zufolge Ullrich Kontakt mit dem am Mittwoch im Zuge der Doping-Razzia in Spanien verhafteten Mediziner Eufemiano Fuentes gehabt haben soll, haben bei der Entscheidung, das Rennen zu beenden, keine Rolle gespielt. Lediglich der Zeitpunkt wurde noch einmal überdacht: „Auch wenn an den Behauptungen nichts dran ist, hätte es unglücklich ausgesehen, wenn ich am Donnerstag ausgestiegen wäre", sagte Ullrich, der aber gemeinsam mit Pevenage zum Entschluss gekommen ist, dass "wir uns von Meldungen aus Spanien nicht das Trainingskonzept diktieren lassen können".

Der Giro sei hervorragend verlaufen. Es sei die erhofft harte Vorbereitung auf die Tour gewesen. Die Vorbereitung darauf dürfe aber nicht gefährdet werden. "Da muss der sportliche Aspekt einfach Vorrang haben.“

Pevenage: "Ullrich voll im Plan"
Sowohl Ullrich als auch Pevenage ziehen eine positive Bilanz des Auftritts bei der zweitgrößten Landesrundfahrt der Welt. "Ich habe mich von Tag zu Tag steigern können“, sagte Ullrich. Im Hinblick auf die Tour de France befinde er sich, so ergänzt Pevenage, "voll im Plan. Jan hat sich aktiv am Renngeschehen beteiligt und bei den Zeitfahren einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Wir sind auf dem richtigen Weg und gehen ihn nun konsequent und planmäßig weiter."

Ullrich kehrt am Samstagmorgen in seinen Wohnort Scherzingen (Schweiz) zurück, wo er seine intensive Vorbereitung auf die am 1. Juli in Straßburg beginnende Tour de France fortsetzen wird. Das Abfahren einiger Tour-Etappen im Juni ist ebenso geplant wie die Teilnahme an einer weiteren Rundfahrt.



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New PostErstellt: 27.05.06, 22:59  Betreff: Re: ProTour 2006 89. Giro d'Italia  drucken  weiterempfehlen

Basso macht keine Geschenke
Der Italiener Ivan Basso hat die letzte Bergetappe des Giro d'Italia gewonnen. Der Spitzenreiter vom dänischen CSC-Rennstall setzte sich im Finale des 20. Teilstücks von seinem Begleiter Gilberto Simoni (Saunier Duval) ab und gewann nach 211 Kilometern von Trento nach Aprica im Alleingang.

Als Zweiter handelte sich Simoni auf den letzen fünf Kilometern noch einen Rückstand von 1:17 Minuten auf den Tagessieger ein. Im Sprint um Platz drei setzte sich Lampre-Profi Damiano Cunego gegen José Gutierrez (Phonak) durch.

Einen Tag nach der Geburt seines Sohnes Santiago, stürmte Basso zum vierten Etappensieg (drei Einzelerfolge und Teamzeitfahren) der 89. Italien-Schleife und riss auf dem Zielstrich freudestrahlend ein Foto des Babys in die Höhe.

Damit steht der CSC-Kapitän kurz vor dem größten Triumph seiner Karriere als Berufsradfahrer. Am Vorabend des Mailänder Finales baute der 28-Jährige seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf den Spanier José Gutierrez (Phonak/+ 9:18) nochmals aus. Auf dem dritten Platz folgt Bassos Landsmann Gilberto Simoni (Saunier Duval/+ 11:59).

Jörg Ludewig schloss den bergigen Abschnitt erneut als bester T-Mobile-Profi ab. "Es war wieder eine schwere Etappe, und am Anfang lief es bei mir nicht gut. Im Anstieg zum Mortirolo habe ich dann eine gute Gruppe erwischt. Zum Schluss reichte meine Kraft allerdings nicht mehr, um noch weiter nach vorne zu kommen", sagte Ludewig.

Pevenage: "Schwerste und härteste Rundfahrt"
Nach drei Wochen sehnen nicht nur die Fahrer das Ende der Rundfahrt herbei. "Ich bin froh, wenn der Giro vorüber ist. Das war die schwerste und härteste dreiwöchige Rundfahrt, die ich je erlebt habe", sagte der Sportliche Leiter der Bonner Radprofis, Rudy Pevenage.

Sowohl hinsichtlich der Streckenprofile, als auch des Wetters und der Transfers könne er sich an nichts Vergleichbares erinnern. "Auch an den Ruhetagen konnten die Fahrer sich nicht regenerieren, weil hier die Reisen von Belgien nach Italien und dann noch einmal vom Süden in den Norden anstanden."

Fast am Ziel seiner Träume ist T-Mobile-Youngster Frantisek Rabon. Noch 140 Kilometer trennen den 22 Jahre alten Tschechen nun von der Beendigung seiner ersten "Grand Tour". Am Samstag erreichte er das Ziel wieder im Grupetto. Freudestrahlend fiel er Pevenage in die Arme und verschwand - zu entkräftet um zu sprechen - wortlos im Teambus.

Über das "Giro-Dach"
Ein letztes Mal mussten die 152 im Rennen verbliebenen Radprofis mit der dünnen Höhenluft der Dolomiten zurechtkommen. Erneut türmten sich drei Pässe vor dem Giro-Tross auf, wobei der zweite in 2.618 (!) Metern Höhe über das "Dach der Italien-Rundfahrt" führte. Bereits in der Anfangsphase musste der Gesamt-Neunte Wladimir Belli den Strapazen der vergangenen Tage Tribut zollen und gab auf.

"Stillhalten" hieß das Motto des Pelotons im Anstieg zum Passo del Tonale. Nahezu komplett erreichte das Feld nach 83,5 Kilometer den Kulminationspunkt. Nur Vortagessieger Manuel Garate verspürte schon wieder ein Kribbeln in den Beinen und sicherte sich die Bergwertung der zweiten Kategorie.

In der 16,5 Kilometer langen Steigung hinauf zum höchsten Punkt der corsa rosa ergriff erneut der Quick-Step-Profi die Initiative. In 2.618 Metern Höhe, wo ein Denkmal an Fausto Coppi erinnert, gewann Garate auch am Passo di Gavia (Ehrenkategorie) die zweite Bergwertung des Tages. Zwischen den im Sonnenschein glitzernden Schneewänden entlang der Straßenränder hatte Garate von Fortunato Baliani das Grüne Trikot des besten Bergfahrers übernommen und es sich zugleich endgültig gesichert.

Simoni zeigt Kampfgeist
Es verblieb noch die Wand am Mortirolo, ein wahrlich knüppelharter Anstieg über 12,6 Kilometer. Mit Karacho stürmte Saunier Duval in die Kehren der nur vom Mai bis September geöffneten Pass-Straße hinein. In den bis zu 18 Prozent steilen Passagen war der Kampf um Platz zwei zwischen Gutierrez und Simoni voll entbrannt. "Im Mortirolo ist alles möglich. Ich bin bereit bis zum Schluss zu kämpfen und alles zu geben", hatte Simoni vor dem Start angekündigt.

Nur Basso konnte hier das Hinterrad des Trienters halten und führte das Spitzenduo nach 178,8 Kilometern schließlich als Erster über die letzte Bergwertung. Doch Gutierrez folgte nur eine Minute dahinter. Wenn es für Simoni zum zweiten Gesamt-Platz nicht reichen sollte, hatte er immer noch die Chance auf den Etappensieg vor Augen.

Nach der Abfahrt stieg die Straße noch einmal auf den restlichen 15 Kilometern leicht bergan. Die beiden Italiener behaupteten sich vorn. Nachdem Basso am Kronplatz Simonis Teamkollegen Leonardo Piepoli den Sieg kampflos überlassen hatte, wollte er dieses Mal den Tagessieg: Fünf Kilometer vor Schluss konnte Simoni dem Antritt seines Landsmannes nichts mehr entgegensetzen und rollte völlig enttäuscht auf dem zweiten Platz ins Ziel.

Die Schlussetappe führt das Peloton traditionell nach Mailand. Am Ende des 140 Kilometer langen 22. Teilstücks mit Start in Museo del Ghisallo, erhält Olaf Pollack nochmals die Chance einen Sieg herauszufahren. Pevenage: "Morgen heißt es: alle für Olaf. Wir werden versuchen ihn noch einmal in eine gute Position zu fahren."



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New PostErstellt: 28.05.06, 19:31  Betreff: Re: ProTour 2006 89. Giro d'Italia  drucken  weiterempfehlen

Basso erstmals auf dem „Giro-Thron“
Ivan Basso hat erstmals in seiner Karriere den Giro d'Italia gewonnen. Der 28-Jährige verteidigte am Sonntag mit einem Platz im Hauptfeld seinen souveränen Vorsprung in der Gesamtwertung und feierte seinen größten Karriereerfolg, nachdem er 2005 Tour-de-France-Zweiter hinter Lance Armstrong geworden war.

Überraschender Gesamtzweiter nach insgesamt 3.500 km wurde der Spanier José Gutierrez (Phonak/+9:18 Minuten). Auf den weiteren Plätzen foltgen Bassos Landsleute Gilberto Simoni (Saunier Duval/+11:59), Damiano Cunego (Lampre/+18:16) und Vorjahressieger Paolo Savoldelli (Discovery/+19:22). T-Mobile-Profi Jörg Ludewig landete nach dem Ausstieg von Jan Ullrich als bester der fünf verblie- benen Männer in Magenta auf Rang 50 (+1:46 h). Jens Voigt wurde bester Deutscher (Rang 33/+1:24 h).

Den letzten Tagessieg bei der 21. Etappe sicherte sich Gerolsteiner-Profi Robert Förster im Massensprint. Nach 140 km zwischen Museo del Ghisallo und Mailand setzte sich der Leipziger vor dem Argentinier Alex Richeze (Ceramica Panaria) durch. Als bester T-Mobile-Profi überquerte Olaf Pollack (32) die Ziellinie als Dritter vor Paolo Bettini. Pollack verpasste nach drei zweiten Plätzen so auch die letzte Chance auf den greifbar nahen Tagessieg 2006, der nur seinem Kapitän Jan Ullrich vorbehalten war.

Pevenage von Basso beeindruckt
"Alle sollten für Olaf fahren. Wir wollten unbedingt versuchen, ihn noch einmal in eine gute Position zu fahren", hatte der Sportliche Leiter Rudy Pevenage schon vorher als taktische Devise ausgegen. Ullrich bescheinigte Basso zwar bestechende Form, betonte aber: "Die Konkurrenz, die ihn in Frankreich erwartet, ist deutlich stärker als beim Giro." Pevenage indes staunte über den Italiener: "So überlegen hätte ich ihn mir nicht vorgestellt."

Das Finale wurde für diesen zu einer echten Triumphfahrt. Nach einer langen, entspannten Abfahrt aus den Dolomiten wurde es erst gegen Ende des Schlusstages für die 157 verbliebenen Fahrer wieder spannend: Elf Schlussrunden auf dem knapp 5 km langen Rundkurs in der norditalienischen Metropole in der Lombardei bildeten den Rahmen für den finalen Showdown - den letzten Kampf der Sprinter um Pollack & Co.

Massaglia-Flucht ohne Erfolg
Zuvor aber agierte der Italiener Gabriele Massaglia (Selle Italia) als Ausreißer in Alleinfahrt. Seine drei Minuten Vorsprung auf das jagende Feld sollten aber nicht genügen. Am Stadtrand von Mailand wurde der Solist gestellt, das Tempo wieder etwas gedrosselt. Zeit zum Feiern: Der Italiener Davide Bramati, Edel-Domestike im belgischen Sportgruppe Quick Step, beendete nach 16 Jahren seine Profikarriere. Auch er wurde neben Basso im "Maglia Rosa" ausgiebig und gebührend gefeiert. Dann zog das Leaderteam CSC das Tempo - ohne vorherige Fluchtversuche - erst spät wieder an. Die Männer mit den schnellen Beinen hatten ein letztes Mal das Wort.

Das violette Punktetrikot sicherte sich ebenfalls Gesamtsieger Basso knapp vor Olympia-Sieger Paolo Bettini. Das grüne Bergtrikot ging an den spanischen Meister Juan Manuel Garate (beide Quick Step) - acht Zähler vor Giro-"Dominator" Basso! Die Schweizer Sportgruppe Phonak holte sich die Mannschaftswertung.



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New PostErstellt: 28.05.06, 23:47  Betreff: Re: ProTour 2006 89. Giro d'Italia  drucken  weiterempfehlen

Schwere Anschuldigungen gegen Basso

Der Italiener Gilberto Simoni hat schwere Anschuldigungen gegen Giro-Sieger Ivan Basso erhoben.
Laut Simoni soll ihm der CSC-Profi den Sieg auf der vorletzten Etappe eine Geldzahlung angeboten haben: "Fünf Kilometer vor dem Ziel hat er mich gefragt, ob ich den Etappensieg kaufen möchte", so Simoni.
"So etwas habe ich in meiner Karriere noch nie gemacht. Und dass mich Basso gefragt hat, hat mich sehr verletzt". Basso wies indes die Anschuldigungen zurück: "Was Simoni sagt, geht bei mir links rein und rechts raus."




Diese Spaghettis sind alle komisch scheinbar.


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New PostErstellt: 05.06.06, 21:14  Betreff: Re: ProTour 2006 58. Dauphiné Libéré  drucken  weiterempfehlen

US Doppelsieg in Frankreich
Der US-Amerikaner David Zabriskie hat den Prolog der Dauphiné Libéré für sich entschieden. Beim 4,1 km langen Einzelzeitfahren in Annecy setzte sich der CSC-Profi in einer Zeit von 4:29 Minuten durch und übernahm das gelbe Führungstrikot.

Zweiter wurde sein Landsmann George Hincapie (Discovery Channel/+0:07) vor Zabriskies Teamkollegen Stuart O'Grady (Australien/+0:12). Der Kasache Alexander Vinokourov (Astana-Würth) blieb mit 4:46 Minuten blass. Bester Deutscher wurde Sebastian Lang (Gerolsteiner) auf Platz vier, sein Kapitän Levi Leipheimer hatte technische Probleme und wurde in 4:51 Minuten gestoppt.

T-Mobile-Profi Oscar Sevilla benötigte 4:46 Minuten und landete als 62. im vorderen Mittelfeld. Eine Sekunde mehr brauchte sein italienischer Teamkamerad Daniele Nardello (+0:18), dessen Landsmann Eddy Mazzoleni hatte am Ende 22 Sekunden Rückstand.

"Ich hatte mir nicht allzu viel vom ersten Tag versprochen. Deswegen bin positiv überrascht, weil Oscar so gut mitgehalten hat. Das Zeitfahren ist nicht gerade seine Stärke", erklärte der Belgier Frans van Looy, der die Magenta-Mannschaft als Sportlicher Leiter betreut. "Oscar und Eddy sind gut in Form und auf dem richtigen Weg bei ihrer Tour-Vorbereitung."

Traumwetter in Frankreich
Bei sommerlichem Wetter und idealen Bedingungen rollten die 165 Fahrer von der Rampe. Neben allen 20 ProTour-Mannschaften hatte der Veranstalter eine Wildcard an den französischen Continental-Rennstall Agritubel vergeben. Die "kleine Tour" wird üblicherweise als Generalprobe zur "Großen Schleife" genutzt.

Schlüsselstelle auf dem völlig flachen Prolog-Parcours war der enge Wendepunkt nach Hälfte der Distanz: Dieser "U-Turn" war dabei so knapp bemessen, dass man fast aus dem Stand neu beschleunigen musste. Mit der schwierige Strecke hatten einige Favoriten ihre Mühe.

Mit 4:42 Minuten sorgte Zeitfahr-Spezialist Sebastian Lang für die erste "Duftmarke". Seine Bestzeitzeit sollte allerdings nicht von Bestand sein. Erst unterbot sie CSC-Profi Stuart O'Grady, wenig später dessen Teamkollege Zabriskie, der auch schon bei der Frankreich-Rundfahrt 2005 im "Contre la montre" beeindruckt hatte. Diese Zeit konnte auch Hincapie nicht mehr unterbieten und seinen Vorjahressieg nicht wiederholen.

Lange Etappe am Montag
Am Pfingstmontag steht die erste Etappe auf dem Plan der ProTour-Runde: Über 207 weitgehend flache Kilometer geht es von Annecy nach Bourgoin-Jallieu. Die drei Bergwertungen sind allesamt der 4. Kategorie zugeordnet. Nur das Terrain im Finale ist leicht erhöht, so dass mit einer Sprintankunft zu rechnen ist.

Van Looy: "Die starke Konkurrenz wird morgen wohl das Feld zusammenhalten und auf einen Massensprint schauen. Dafür haben wir leider nicht die richtigen Fahrer mit dabei. Aber mit Bernhard Kohl, Eddy Mazzoleni und Oscar Sevilla wollen wir bei der ein oder anderen Bergetappe schon vorne mitfahren und sehen, was im Klassement möglich ist."



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[editiert: 05.06.06, 21:23 von Brief33]



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New PostErstellt: 05.06.06, 21:20  Betreff: Re: ProTour 2006 58. Dauphiné Libéré  drucken  weiterempfehlen

Wegmann stürmt zum Sieg
Fabian Wegmann (25) aus Münster hat die erste und längste Etappe der Fernfahrt Dauphiné Libéré gewonnen. Am Ende der 207 km von Annecy nach Bourgoin-Jallieu setzte sich der Gerolsteiner-Profi durch und feierte seinen zweiten Saisonsieg.

Zweiter im Sprint des Spitzenquartetts wurde der Franzose Thomas Voeckler (Bouygues Telecom) vor den beiden Spaniern Egoi Martinez (Discovery Channel) und Francisco Mancebo (Ag2r). Das T-Mobile Team erreichte wenige Sekunden später das Ziel im geschlagenen Hauptfeld. Der Italiener Danilo Napolitano (Lampre) gewann als Fünfter den Sprint der Verfolger.

Denkbar knapp übernahm Tagessieger Wegmann die Führung im Gesamtklassement. Mit nur einer Sekunde dahinter rangiert Prolog-Sieger David Zabriskie (CSC/USA) als Zweiter. Auf Rang drei folgt Thomas Voeckler (+0:03 Minuten) vor dem zeitgleichen US-Amerikaner George Hincapie (Discovery Channel).

"Wir geben hier unser Bestes. Aber die vier Fahrer vorne waren heute entschlossener - und das im richtigen Moment", sagte Frans van Looy, der den Bonner Rennstall als Sportlicher Leiter betreut. "Mit Fahrern wie Stephan Schreck oder Scott Davis sollten wir so etwas auch einmal probieren. Denn von einem Massensprint haben wir in diesem Jahr nichts."

Riesenvorsprung eines Solisten
Dem zweiten Tag drückte der einheimische Akteur Nicolas Inaudi von Beginn an seinen Stempel auf. Der Cofidis-Profi setzte sich früh als Solist an die Spitze. Zwischenzeitlich führte Inaudi mit über 18 Minuten Vorsprung!

Das rief im Finale die Mannschaften der Top-Sprinter um die französische Equipe Credit Agricole (für Thor Hushovd) auf den Plan. Ihre Verfolgungsarbeit im Feld sorgte dafür, dass der komfortable Vorsprung schnell dahinschmolz.

Erst am letzten Anstieg des Tages knapp 15 km vor dem Ziel war der Inaudi-Alleingang beendet. Das rasende Peloton hatte das Rennen neutralisiert. Am Cote du Rapoux (580 m) unternahmen vier Fahrer um den einheimischen Profi Thomas Voeckler den entscheidenden Fluchtversuch.

Auch Gerolsteiner-Profi Fabian Wegmann beteiligte sich an der aussichtsreichen Attacke, die nach der Abfahrt zum Erfolg führen sollte. Das Quartett rettete sich mit zwölf Sekunden Vorsprung über die Ziellinie. Die kleine Spitzengruppe machte in strahlendem Sonnenschein den Sieg unter sich aus.

Nächste Flachetappe am Dienstag
Bergwertungen der 4. Kategorie in der zweiten Rennhälfte sorgen für ähnlich wenig Selektion wie am Montag. Die letzten 30 km des Tages verlaufen bergab. So dürften sich die schnellen Männer im Peloton um Thor Hushovd & Co. die nächste Chance auf eine Massenankunft ausrechnen, bevor das lange Einzelzeitfahren am Mittwoch ansteht.



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I Am Legend
Gilbert siegt im Alleingang
Philippe Gilbert hat seine engagierte Fahrt auf dem dritten Teilstück der Fernfahrt Dauphiné Libéré mit dem Gelben Trikot gekrönt. Der 23 Jahre alte Belgier vom Team Fdjeux.com siegte nach 203 Kilometern zwischen Bourgoin-Jallieu und Saint-Galmier im Alleingang und übernahm damit die Führung in der Gesamtwertung vom Gerolsteiner-Profi Fabian Wegmann.

Für Gilbert war es der zweite Sieg in diesem Jahr, nachdem er Anfang März schon den Klassiker "Het Volk" gewonnen hat, und der zehnte Profisieg insgesamt seit 2003. Rund fünf Minuten hinter Gilbert belegte der Franzose Samuel Dumoulin (Ag2r) im Spurt des Hauptfeldes den zweiten Platz vor dem Österreicher Peter Wrolich (Gerolsteiner) und Thor Hushovd (Norwegen/Credit Agricole).

Van Looy mit gemischten Gefühlen
Mit gemischten Gefühlen betrachtete Frans van Looy den bisherigen Rennverlauf des T-Mobile Team. "Wir haben bisher leider noch keine große Rolle gespielt", räumt der Sportliche Leiter des Bonner Profiradrennstalls ein und erwartet auch für das lange Einzelzeitfahren am Mittwoch keine wesentliche Änderung: "Da sehe ich uns nicht so weit vorne."

Auf dem dritten Teilstück erreichten die beiden Tourkandidaten Oscar Sevilla (Spanien) und Eddy Mazzoleni (Italien) wie schon am Vortag im großen Hauptfeld das Ziel. Während Jörg Ludewig nach einem Reifenschaden zwei Kilometer vor Saint-Galmier noch zeitgleich mit seinen Teamgefährten gewertet wurde, bekamen der Australier Scott Davis und der Niederländer Bas Giling im Grupetto gleich mehr als zwölf Minuten aufgebrummt.

Mehr als sechs Minuten Vorsprung
Lange hatten Gilbert, sein Teamkollege Sebastien Joly und Cedric Vasseur (Quick Step) das Rennen an der Spitze bestimmt. Phasenweise lag das Trio mehr als sechs Minuten vor dem Feld. Nachdem erst Vasseur am ersten Berg von seinen Begleitern abgehängt wurde, musste rund 50 Kilometer vor dem Ziel auch Joly abreißen lassen.

Auf dem welligen Terrain zeigte sich der Belgier in seinem Element. Dass ihm die kurzen, giftigen Anstiege liegen, hatte er im Frühjahr bei den Ardennenklassikern mehrmals bewiesen. Mit einem Rückstand von 5:58 Minuten ging das Feld über die letzte von vier Bergwertungen. Zu groß der Abstand, um Gilbert gefährlich werden zu können.

Zeitfahren am Mittwoch
In den kommenden Tagen haben die Fahrer Schwerstarbeit zu verrichten. Am Mittwoch wartet ein 42 Kilometer langes Einzelzeitfahren Bourg-de-Péage auf die Profis der 21 Mannschaften, am Donnerstag der "kahlköpfige" Mont Ventoux bevor es ab Freitag mit dem Col d'Izoard und dem Col de Galibier zwei Monumente in den Alpen zu bezwingen gilt.

Spätestens dann wollen auch Sevilla und Mazzoleni ihren Leistungsstand abrufen. "Beide sagen, sie seien gut drauf und es gehe ihnen gut", betont van Looy, der die beiden Tourkandidaten in den Alpen im Vorderfeld erwartet. Van Looy: "Ihre Stärken liegen in den Bergen - und da müssen sie sich zeigen."



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