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ProTour 2006

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Brief33
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New PostErstellt: 06.03.06, 23:19  Betreff: ProTour 2006  drucken  Thema drucken  weiterempfehlen

Das schwarze Auge
Das Gesicht der Pro Tour 2006
Die in diesem Jahr neu geschaffene ProTour-Serie des Radsport-Weltverbandes (UCI) geht fast unverändert in ihre zweite Saison. Im vorläufigen Kalender für 2006, den die UCI am Rande der Straßen-Weltmeisterschaften in Madrid bekannt gab, sind 27 Rennen vorgesehen. Auf deutschem Gebiet gastiert die ProTour wieder zweimal. Die Deutschland Tour findet vom 1. bis 9. August gleich nach den HEW-Cyclassics (30. Juli) in Hamburg statt.

Der Startschuss für die dreiwöchige Tour de France fällt am 1. Juli, der Giro d'Italia (6. bis 28. Mai) und die Spanien-Rundfahrt (26. August bis 17. September) finden zu gewohnten Terminen statt. Auch die Meisterschaft von Zürich findet sich nach langem Zittern im Rennkalender wieder. Die Lizenz für das frühere Weltcuprennen wurde für vier Jahre verlängert.

Die 27 ProTour-Rennen 2006:

März:
5.-12. Paris-Nizza
8.-14. Tirreno-Adriatico
18. Mailand-San Remo

April:
2. Flandern-Rundfahrt
3.-7. Baskenland-Rundfahrt
5. Gent-Wevelgem
9. Paris-Roubaix
16. Amstel Gold Race
19. Fleche Wallonne
23. Lüttich-Bastogne-Lüttich
25.-30. Tour de Romandie

Mai:
6.-28. Giro d´Italia
15.-21. Katalonien-Rundfahrt

Juni:
4.-11. Fernfahrt Dauphine Libere
10.-18. Tour de Suisse
18. Teamzeitfahren Eindhoven Grand Prix (Niederlande)

Juli:
1.-23. Tour de France
30. Hamburg HEW Classics

August:
1.-9. Deutschland Tour
12. San Sebastian Classic
16.-23. Benelux-Tour
26.8.-17.9. Spanien-Rundfahrt
27. Grand Prix West-Frankreich in Plouay

September:
4.-10. Polen-Rundfahrt

Oktober:
1. Zürich-Metzgete
8. Paris-Tours
14. Lombardei-Rundfahrt

Fettgedruckt sind die Rennen über die Beiträge geschrieben wurden! Nach dem ersten Beitrag wird es Fett!
Gruß
Frank



Keiner hat den Brief gelesen den er schrieb bevor er sprang
er hatte nie versucht sich auszuschließen sondern reinzukommen, sein Leben lang


[editiert: 11.06.06, 03:01 von Brief33]



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Brief33
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New PostErstellt: 06.03.06, 23:23  Betreff: Re: ProTour 2006 64. Paris-Nizza  drucken  weiterempfehlen

Julich siegt zum Auftakt, Boonen 5.
Vorjahressieger Bobby Julich hat den Prolog beim ProTour-Auftakt Paris-Nizza für sich entschieden. Beim 4,8 km langen Einzelzeitfahren im Pariser Vorort Issy-les-Moulineaux setzte sich der US-Amerikaner (34/CSC) mit einer Zeit von 6:07 Minuten durch. Zweiter wurde der Kasache Andrey Kashechkin (Liberty Seguros/+0:01 Minuten) vor dem Australier Bradley McGee (FDJeux/+0:02).

Weltmeister Tom Boonen (Quick Step) wurde beim ersten ProTour-Rennen des Jahres in beeindruckenden 6:10 Minuten als Fünfter gestoppt. Kalifornien-Tour-Sieger Floyd Landis (USA/Phonak) wurde mit acht Sekunden Rückstand Elfter hinter Prolog-Spezialist Rik Verbrugghe (+0:07) von der einheimischen Cofidis-Equipe.

T -Mobile-Zugang Linus Gerdemann überfuhr die Ziellinie nach 6:29 Minuten und landete als 86. wie die meisten seiner Teamkollegen um Patrik Sinkewitz (+0:24) und Marcus Burghardt (+0:22) im Mittelfeld. Auch der Prolog-Vorjahressieger, CSC-Akteur Jens Voigt, belegte nach überstandener Schulteroperation im Januar in 6:25 Minuten keinen Platz ganz vorne.

"Wir konnten mit den Spezialisten nicht wirklich mithalten. Deshalb bin ich nicht ganz zufrieden. Einige Sekunden bedeuten bei diesem Rennen sehr viele Plätze Unterschied im Klassement", erklärte Frans van Looy, der den Bonner Rennstall als Sportlicher Leiter betreut. "Bobbys Sieg auf diesem schweren Kurs ist nicht überraschend. Seine Frühform hat er schon in Kalifornien gezeigt."

Kälte in Paris
Bei kühlen Temperaturen um nur sieben Grad und sehr wechselhaftem Wetter waren viele Akteure bemüht, einen Sturz auf der winkligen Strecke zu vermeiden. Van Looy: "Es war nicht ganz ungefährlich. Gerade bei der kurzen Abfahrt auf der zweiten Hälfte sollten die Jungs nicht alles riskieren. Jetzt müssen wir die nächsten Tage abwarten."

Abgesehen vom kurzen Prolog fehlt im weiteren Programm 2006 ein Zeitfahren. "Wir wollten ein offenes Rennen, bei dem jeden Tag eine Entscheidung fallen kann", sagte Renndirektor Christian Prudhomme.

Boonen lauert auf Flachetappen
Am Montag folgt beim Eröffnungsrennen der ProTour die erste Etappe: Dann führen 193 weitgehend flache Kilometer von Villemandeur nach Saint-Amand-Montrond. Dabei fällt Weltmeister Boonen, der die Veranstaltung zur Vorbereitung auf Mailand-San Remo nutzt, die Favoritenrolle bei vermeintlichen Massensprints zu.

"Es gibt ein paar Etappen, bei denen ich auf Sieg fahren werde. Siege sind immer gut für die Moral, auch wenn für mich jetzt die Vorbereitung auf Mailand-San Remo im Mittelpunkt steht", sagt Boonen, dessen "Primavera"-Kontrahenten Alessandro Petacchi, Erik Zabel und Paolo Bettini beim parallel stattfindenden Tirreno-Adriatico starten.

Dort greift auch der US-Amerikaner Levi Leipheimer wieder ins Renngeschehen ein. Ursprünglich war eine kleine Pause für den Gerolsteiner-Star geplant. Für ihn wechselte Sprinter Robert Förster ins Paris-Nizza-Aufgebot.



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[editiert: 07.03.06, 20:34 von Brief33]



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Brief33
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New PostErstellt: 06.03.06, 23:28  Betreff: Re: ProTour 2006 64. Paris-Nizza  drucken  weiterempfehlen

Boonen nach Etappensieg im Gelben Trikot
Tom Boonen spielt weiter mit der Konkurrenz: Der Weltmeister aus Belgien gewann die erste Etappe der Fernfahrt Paris-Nizza über 193 Kilometer von Villemandeur nach Saint-Amand-Montrond im Sprint des Feldes. Bei aufsteigender Zielgeraden siegte der 24-Jährige vom Team Quick Step souverän vor dem Australier Allan Davis (Liberty Seguros) und Francisco Ventoso (Saunier Duval).

Für Tom Boonen war es bereits der achte Saisonerfolg. Mit seinem Sieg übernahm er zugleich das Gelbe Trikot des Spitzenreiters vom Amerikaner Bobby Julich aus der dänischen Mannschaft CSC von Manager Bjarne Riis. Bester T-Mobile-Profi und zugleich bester Deutscher wurde Thomas Ziegler auf Platz 15.

"Das Rennen hat den erwarteten Ausgang genommen", sagt Frans van Looy. Der Sportliche Leiter des T-Mobile Team war angesichts der widrigen Witterungsbedingungen mit Regen, Schnee und Kälte mit seinen Fahrer zufrieden. "Wir treten hier ohne einen klassischen Sprinter an, daher war für uns heute nicht mehr drin", erklärt der Belgier.

Van Looy setzt vielmehr auf die kommenden Tage. "Die nächsten Etappen liegen uns besser. Da gibt es doch einige Höhenmeter zu überwinden und vielleicht können wir da in die Entscheidung eingreifen", sagt van Looy, der sich nach dem Zieleinlauf um die Gesundheit der Magenta-Profis sorgte. "Hoffentlich hat sich niemand erkältet."

Start im französischen Winter
Wie im vergangenen Jahr startete das "Rennen in die Sonne" im französischen Winter. Bei Temperaturen knapp über der Frostgrenze und bei immer wieder auftretenden leichtem Regenfall hatten die Fahrer ihre Arm- und Beinlinge übergestreift und sich in ihren Regenschutz gehüllt.

168 Fahrer hatten sich um kurz nach 12 Uhr Mittag auf den Weg nach St. Amand-Montrond gemacht. Ein recht flacher Parcours, der mit einem Anstieg der 3. Kategorie lediglich eine Schwierigkeit aufwies.

Viel Freude an der Arbeit dürften die Profis angesichts der frostigen Temperaturen jedoch nicht gehabt haben. So lässt sich jedenfalls das doch eher gemächliche Tempo in den ersten Rennstunden erklären.

Das Bummeltempo des Pelotons nutzten die Franzosen Stéphane Augé (Cofidis) und Christophe Laurent (Agritubel) bei Kilometer 60, um sich abzusetzen. Kontinuierlich baute das Duo seinen Vorsprung auf mehr als zehn Minuten aus (km 115).

Peloton erhöht das Tempo
Erst jetzt brachte das Feld mehr Druck auf die Pedale. Verschiedene Teams schickten nun Fahrer in den Wind. Vor allem Lampre, Rabobank und Quick Step erhöhten das Tempo für ihre Sprinter Danilo Napolitano, Graeme Brown und Tom Boonen.

Die intensive Arbeit der Teams zeigte ihre Wirkung. Kilometer um Kilometer verkürzte das Peloton seinen Rückstand auf die sich tapfer im Wind wehrenden Franzosen. Sechs Kilometer vor dem Ziel war es um das Duo geschehen; es verschwand im heranfliegenden Pulk des großen Feldes.

Die dritte Etappe führt die Profis am Dienstag von Cérilly nach Belleville. Auf der 200 km langen Strecke stehen fünf Wertungen der dritten und eine der zweiten Kategorie auf dem Programm. "Nach verhaltenem Beginn wird das Rennen in den kommenden Tagen immer anspruchsvoller", sagt Frans van Looy.



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[editiert: 07.03.06, 20:34 von Brief33]



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*Martha*
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New PostErstellt: 06.03.06, 23:32  Betreff: Re: ProTour 2006  drucken  weiterempfehlen

Ich freu mich, dass der Radfrühling wieder ausgebrochen ist :-)))))

Martha



Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein als ein rundes Nichts.
(Friedrich Hebbel)
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-timo-
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New PostErstellt: 07.03.06, 18:49  Betreff: Re: ProTour 2006  drucken  weiterempfehlen

Ui, ich hab auch erstaunt gesehen, daß die Radsportsaison auf Eurosport schon wieder angefangen hat. Das freut mich...

PS: Boonen hat schon wieder gewonnen. Das wird eine langweilige Sprintsaison. Naja, mal sehen, was Petacchi und Ete mit ihrem Milch-Team so hinbekommen.


____________________
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all for themselves - after all
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Brief33
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New PostErstellt: 07.03.06, 20:32  Betreff: Re: ProTour 2006 64. Paris-Nizza  drucken  weiterempfehlen

Creative Muvo V 100 2 GB...
Boonen siegt erneut
Weltmeister Tom Boonen ist nicht zu stoppen: Der Belgier vom Team Quick Step entschied wie am Vortag auch das zweite Teilstück der Fernfahrt Paris-Nizza von Cérilly nach Belleville über 200 km im Sprint vor dem Australier Allan Davis (Liberty Seguros) für sich.

Auf Platz drei der Etappe, die von einer 189 km langen Solo-Flucht des Franzosen Nicolas Crosbie (Agritubel) geprägt wurde, kam der Italiener Danilo Napolitano vom Lampre-Rennstall. Als bester T-Mobile-Profi erreichte Marcus Burghardt aus Chemnitz auf Rang 15 das Ziel.

In der Gesamtwertung führt der belgische Radstar nun mit 17 Sekunden Vorsprung auf den US-Amerikaner Bobby Julich (CSC) und Andrey Kashechkin (Liberty Seguros/+ 18 Sek).

"Die erste Hälfte war flach und langweilig. Alle Mannschaften hielten sich wohl wegen des schweren Schlussteils zurück", schilderte der Belgier Frans van Looy, der beim ProTour-Auftakt in Frankreich als Sportlicher Leiter des Magenta-Teams im Einsatz ist, den Rennverlauf.

Crosbie allein auf der Flucht
Unerschrocken von der langen Distanz und Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt attackierte der Franzose Nicolas Crosbie bereits nach 1.000 Metern. Da niemand im Peloton Lust auf einen frühzeitigen Kräfteverschleiß verspürte, machte sich der 25-Jährige allein auf und davon.

Nachdem der französische Meister Pierrick Fedrigo und der US-Amerikaner Jason McCartney aufgaben und Christian Vandevelde sowie Mirko Celistino nach Stürzen ausschieden, waren noch 163 Radprofis im Rennen.

Mutterseelenallein ließ Crosbie vorne die Pedale kreisen. Und der Protagonist des Tages hielt sich wackerer als die Konkurrenz wohl dachte. Nach 80 km betrug sein maximaler Vorsprung mehr als 27 Minuten. Davon konnte er auch im zweiten anspruchsvolleren Streckenteil mit fünf Anstiegen der dritten und einer der zweiten Kategorie zehren.

Crosbie beweist langen Atem
Schneereste in den Höhenlagen zierten auch am Dienstag den Straßenrand der Strecke. ProTour-Neuling AG2R und das spanische Team Euskaltel machten im Finale das Tempo im Hauptfeld. Aber für Crosbie und seine Mannschaft, die erst vor wenigen Tagen die Einladung zur Tour de France erhalten hatte, sah es lange Zeit nach einem großen Tag aus.

Doch als auf den letzten 30 km Crosbies Beine schwer wie Blei wurden, halfen auch angereichte Energieriegel seiner Betreuer nichts mehr. Betrug sein Vorsprung nach 150 km noch 13 Minuten, so waren es nicht zuletzt wegen der Tempoarbeit von Liberty-Seguros 25 km später nur noch fünf Minuten.

"20 Kilometer vor dem Ziel war Linus Gerdemann in einen Sturz verwickelt. Jörg Ludewig blieb zurück und gemeinsam schafften sie im Finale wieder den Anschluss an das Hauptfeld", sagte van Looy über das hektische Etappenende.

Crosbie, der erst zehn Kilometer vor dem Ziel eingeholt wurde, konnte sich zumindest mit dem Gewinn des Bergtrikots über den knapp verpassten Sieg hinwegtrösten.

Boonen - erfolgreichster Fahrer der jungen Saison
Die Zielgerade und ein womöglich erneuter Triumph vor Augen spannte sich der blaue Quick-Step-Zug vor Weltmeister Tom Boonen. Der 25-Jährige erfüllte das Vertrauen und bedankte sich in Belleville mit dem neunten Saisonsieg bei seinen Teamkollegen.

Am Mittwoch werden die Favoriten Position beziehen. Das dritte Teilstück führt von Julienas über 168,5 km durchs französische Mittelgebirge nach Saint Etienne. Knackpunkt dabei ist der Anstieg zum 1.201 Meter hohen Col de la Croix-de-Chaubourer (1. Kategorie) knapp 20 Kilometer vor dem Ziel.

"Ab morgen wird es richtig schwer. Da können wir sehen, wo wir im Vergleich zu den anderen Spitzenfahrern stehen", sagte van Looy.



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New PostErstellt: 08.03.06, 19:40  Betreff: Re: ProTour 2006 64. Paris-Nizza  drucken  weiterempfehlen

Vila gewinnt – Landis holt Gelb
Außenseiter Patxi Vila-Errandonea hat die erste Bergetappe der Fernfahrt Paris-Nizza gewonnen. Im Sprint eines Ausreißerduos setzte sich der Spanier vom italienischen Lampre-Team gegen den US-Amerikaner Floyd Landis (Phonak) durch. Euskaltel-Profi Samuel Sanchez belegte vor dem luxemburgischen Meister Frank Schleck (CSC) Platz drei.

Unterdessen übernahm Landis als frisch gekürte Sieger der Kalifornien-Rundfahrt nach 168,5 km zwischen Juliénas und Saint Étienne das Gelbe Trikot des Spitzenreiters in Ostfrankreich. Neun Sekunden zurück folgt Tagessieger Vila vor Sanchez (+ 13 Sek).

Licht und Schatten gab es am Mittwoch beim T-Mobile Team. Verletzungs- bzw. krankheitsbedingt stiegen Kapitän Kim Kirchen und Nachwuchsfahrer Thomas Ziegler vom Rad. Derweil zeigten Patrik Sinkewitz und Linus Gerdemann und gute Leistungen und erreichten das Ziel in einer Verfolgergruppe (25. und 26./+ 3:45 Min).

Kirchen und Ziegler geben auf
Bei Regen nahmen noch 160 Fahrer den ersten anspruchsvollen Abschnitt der "Fahrt zur Sonne" auf. Auch entlang der Weinanbauregion in der Beaujolais ließ sich die Sonne allerdings nicht blicken. Aufgrund Verletzungsfolgen durch Stürze und Kälte mussten einige Radprofis den Anstrengungen der vergangenen Tage Tribut zollen.

Nach rund 60 km hatten bereits neun Teilnehmer das Rennen verlassen. Unter ihnen auch T-Mobile Profi Kim Kirchen. Den Luxemburger zwangen Rückenschmerzen zur Aufgabe. Ein Besuch in der Freiburger Uniklinik soll bei Kirchen, der bereits im Finale des Vortages über die gleichen Probleme klagte, Aufschluss über die Schmerzen bringen.

"Wir werden Kim Kirchen in den nächsten Tagen eingehend untersuchen, um der Ursache für seine Rückenschmerzen auf den Grund zu gehen", sagte Stefan Vogt vom Ärzteteam des Bonner Rennstalls.

Gerdemann zeigt sich vorne
Doch für die Magenta-Truppe kam es noch härter. Neben dem Verlust ihres Kapitäns musste sie wenig später auch die Aufgabe von Thomas Ziegler verkraften. "Thomas leidet an einer Erkältung mit starkem Husten und konnte nicht mehr weiterfahren. Damit muss man bei dem nasskaltem Wetter leider immer rechnen", sagte Voigt.

Somit verblieben im schweren Finale nach Saint Etienne noch sechs T-Mobile-Profis im Rennen. Bis zum zehn Kilometer langen Anstieg zum 1.201 Meter hohen Col de la Croix-de-Chaubouret hielt Linus Gerdemann ganz vorne mit.

Landis demonstriert Stärke am Berg
Landis sicherte sich 20 km vor dem Ziel den Bergpreis der ersten Kategorie, nachdem sich der Phonak-Profi mit seinem spanischen Begleiter am Hinterrad im rennentscheidenden Anstieg von seinen Verfolgern abgesetzt hatte. Den Tagessieg holte sich dann der weitgehend unbekannte Spanier.

Das vierte Teilstück von Saint Etienne nach Rasteau fällt mit 193 km wieder länger aus. Gleich zu Beginn wartet ein Anstieg der ersten Kategorie. Dann wird es flacher und am Ende könnten wieder die Sprinter die Nase vorn haben.



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New PostErstellt: 08.03.06, 19:41  Betreff: Re: ProTour 2006 41. Tirreno-Adriatico  drucken  weiterempfehlen

Bettini siegt im Massensprint
Paolo Bettini hat den Auftakt des italienischen ProTour-Rennens Tirreno-Adriatico gewonnen. Nach 167 Kilometern mit Start und Ziel in Tivoli nördlich von Rom überquerte der 31 Jahre alte Quick-Step-Profi die Ziellinie im Massensprint vor dem Deutschen Erik Zabel (Milram) und dem Norweger Thor Hushovd (Credit Agricole). Bettini übernahm mit seinem Erfolg zugleich die Führung in der Gesamtwertung beim zweiten ProTour-Rennen der Saison.

Das T-Mobile Team erreichte mit dem Hauptfeld das Ziel. "Wir sind hier mit unserer Klassikerfraktion am Start und haben uns bei dieser typischen Sprintetappe vorher wenig ausgerechnet", sagte Valerio Piva, der den Bonner Rennstall als Sportlicher Leiter in Italien begleitet. "Wenn es in den nächsten Tagen welliger wird, ist für uns eher ein Etappensieg möglich."

Ausreißer kurz vor Ziel gestellt
Bei recht kühlen Temperaturen um neun Grad Celsius, aber blauem Himmel machte sich das etwa 200 Fahrer starke Peloton am Mittag auf den Weg. Die Herausforderungen des Tages: eine Bergwertung bei Kilometer 63 in Forano sowie die leicht ansteigende Zielankunft in Tivoli.

Drei Fahrer schafften es bereits frühzeitig, sich vom Hauptfeld abzusetzen: José Joaquin Rojas Gil (Liberty Seguros), Matteo Priamo (Ceramica) und Filippo Simeoni (Naturino), die zwischenzeitlich zehn Minuten Vorsprung hatten, sollten jedoch für ihre Arbeit nicht belohnt werden und wurden zehn Kilometer vor dem Ziel gestellt.

Besonders die Sprinterteams Milram und Quick Step sorgten jetzt für eine Tempoverschärfung. Filippo Pozzato brachte seinen Teamkollegen Paolo Bettini auf den letzten Metern in Position. Der volllendete und feierte damit seinen dritten Saisonsieg.

Welliges Terrain am Donnerstag
"Das war heute ein sehr schnelles und anspruchsvolles Rennen", sagte T-Mobile-Profi Bernhard Kohl, der den erkrankten André Greipel bei der "Fahrt zwischen den zwei Meeren" ersetzt. "Jetzt müssen wir schauen, wie wir über die Berge kommen."

Am Donnerstag wartet ein 171 km langes Teilstück auf das von Sprintern geprägte Peloton. Der höchste Punkt der zweiten Etappe wird nach knapp 60 absolvierten Kilometern erreicht, wenn die Profis auf 845 Metern Höhe klettern müssen. "Morgen steht ein welliges Profil auf dem Programm. Das kommt uns entgegen", sagt Valerio Piva.



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New PostErstellt: 09.03.06, 21:51  Betreff: Re: ProTour 2006 64. Paris-Nizza  drucken  weiterempfehlen

Dritter Sieg für Boonen
Schon nach der Halbzeit darf die 64. Auflage der Fernfahrt Paris-Nizza als "Boonen-Festspiele" bezeichnet werden. Der belgische Straßenrad-Weltmeister hat auch das vierte Teilstück im Südosten Frankreichs für sich entschieden. Mit nahezu spielerischer Leichtigkeit setzte sich der Quick-Step-Profi nach 193 km zwischen Saint-Étienne und Rasteau auf der ansteigenden Zielgeraden gegen den Australier Allan Davis (Liberty Seguros) durch und strich damit seinen dritten Etappensieg ein.

Auf Platz drei rückte der Deutsche Stefan Schumacher (Gerolsteiner) vor, nachdem Danilo Napolitano (Italien/Lampre) disqulaifiziert worden war. Keine Veränderungen auf den ersten Plätzen gab es derweil im Gesamtklassement. Phonak-Kapitän Floyd Landis verteidigte das Gelbe Trikot vor den Spaniern Patxi Vila (Lampre/+ 9 Sek) und Samuel Sanchez (Euskaltel/+ 1:13 Min).

Burghardt und Giling überzeugen
Für frischen Wind im T-Mobile Team nach den krankheitsbedingten Aufgaben von Kim Kirchen und Thomas Ziegler am Vortag sorgten die beiden Nachwuchsfahrer Marcus Burghardt und Bas Giling. Burghardt behauptete sich im schweren Finale als Achter. "Mit einer besseren Ausgangsposition wäre auch noch mehr drin gewesen", schilderte der 22 Jahre alte Sachse den "Bergsprint".

Dessen niederländischer Teamkollege hatte zuvor in einer langen Flucht gemeinsam mit dem Franzosen Eric Leblacher (Fdjeux) eine offensive Leistung gezeigt, bis er knapp zehn Kilometer vor dem Ziel gestellt wurde.

"Wir haben uns vorgenommen einen Fahrer dabei zu haben, wenn eine Gruppe wegfahren sollte. Diese Aufgabe hat Bas Giling gut gemacht", sagte der Sportliche Leiter Frans van Looy, der sich freute, seine Fahrer am Donnerstag bei milderen Temperaturen ins Rennen schicken zu können.

Studentenprotest stoppt Peloton
Das dezimierte Peloton der 144 Rennfahrer kam auf dem Weg in die Provence vorerst nur schleppend voran. Nach 70 km wurde der Tross bereits das zweite Mal durch Studentendemonstrationen gestoppt. Das größte Etappen-Hindernis, der Col de la République (1.Kategorie/1.1161Meter Höhe), lag da schon hinter den Radprofis.

Nach einer Abfahrt mit langem Flachstück wurde der zweite Streckenteil wieder welliger. Ein ideales Profil für einen Fluchtversuch. Dachte sich wohl auch T-Mobile-Youngster Bas Giling und setzte sich gemeinsam mit dem Franzosen Eric Leblacher gegen Rennhälfte vom Hauptfeld ab.

Das französisch-niederländische Duo arbeitete bei bedecktem Himmel gut zusammen. Die vorletzte Bergwertung des Tages (Cote d'Aleyrac/2. Kategorie/km 145) passierte es mit vier Minuten Vorsprung vor dem Hauptfeld.

Giling & Leblacher halten sich lange vorn
Dort spannte sich die italienische Lampre-Equipe (Danilo Napolitano) als Lokomotive vor den Verfolgertross. Als sich im Finale auch Quick Step (Tom Boonen) in die Tempoarbeit einbrachte, war es um Giling und Leblacher neun Kilometer vor dem Ziel geschehen.

Beim Sprint auf der ansteigenden Zielgeraden bewies dann Boonen erneut seine Klasse. Obwohl er 100 Meter vor dem Zielstrich das Rad seines Vordermannes touchierte, katapultierte er sich noch auf Platz eins vor.

Am Freitag steht in Frankreich die "Königs-Etappe" auf dem Programm. Der längste Abschnitt von Avignon nach Digne-les-Bains (201,5 km) ist mit zwei Anstiegen der ersten Kategorie gespickt. "Morgen kämpfen die Favoriten um den Sieg", sagte der Belgier van Looy.



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New PostErstellt: 09.03.06, 21:53  Betreff: Re: ProTour 2006 41. Tirreno-Adriatico  drucken  weiterempfehlen

Bettini erneut vor Zabel
Der Italiener Paolo Bettini zeigt sich bei der 41. Auflage des Tirreno-Adriatico in bestechender Form: Der kleine Profi vom Team Quick-Step gewann auch das zweite Teilstück über 171 km von Tivoli und Frascati. Der Deutsche Erik Zabel (Milram) musste sich erneut im Sprint geschlagen geben und wurde - wie schon am Vortag - Zweiter vor dem Ukrainer Mikhaylo Khalilov (Lampre).

In der Gesamtwertung bleibt Paolo Bettini damit weiter vorn. Für den 31 Jahre alten Radprofi und Olympiasieger von 2004 war es der vierte Saisonsieg.

T-Mobile-Trio mit Spitzengruppe ins Ziel
Die T-Mobile-Profis Lorenzo Bernucci (Italien), Bernhard Kohl (Österreich) und Andreas Klier präsentierten sich auf dem zweiten Teilstück der "Fahrt zwischen den beiden Meeren" ebenfalls in guter Verfassung. Sie kamen mit der Spitzengruppe ins Ziel.

"Das Team hat heute gute Arbeit geleistet", sagte der Sportliche Leiter des Bonner Rennstalls, Valerio Piva. "Die letzten Kilometer waren Kraft raubend. Aber Lorenzo, Andreas und Bernhard haben nicht nachgelassen. Das macht Mut für die kommenden Tage, an denen wir vorne reinfahren wollen."

Nicht ganz so optimal verlief die zweite Etappe in Italien indes für Andreas Klöden und den Niederländer Bram Schmitz. Während Klöden durch einen Defekt am Vorderrad den Anschluss ans Hauptfeld verpasste, war Schmitz 30 km vor dem Ziel in einen Sturz verwickelt. Nach einem Wechsel des Hinterrades konnte er aber weiterfahren.

Ausreißer kurz vor Ziel gestellt
Ärm- und Beinlinge waren zum Startschuss am Donnerstagmittag aufgrund von frischen Temperaturen um acht Grad nötig. Dem Quartett Jimmy Casper (Cofidis), Ruben Perez Mor (Euskaltel Euskadi), Giampaolo Cheula vom Team Barloworld und Daniele Contrini vom Team LPR schienen diese Bedingungen allerdings nicht allzu sehr zu stören: Es konnte sich erfolgreich vom Hauptfeld absetzen.

Maximal sieben Minuten Vorsprung erarbeiteten sich die vier Profis und ließen sich selbst durch die knackigen Anstiege im ansteigenden Zielbereich zunächst nicht entmutigen. Erst auf den letzten Metern mussten sie sich dem Druck vor allem der Sprinterteams Milram und Quick-Step beugen und Bettini, Zabel und Co. an sich vorbeiziehen lassen.

183 Kilometer müssen am Freitag vom Peloton absolviert werden. Dann führt der Weg von Avezzano nach Paglieta an die Adriaküste. Bereits nach 25 Kilometern wartet mit dem Col de Forca Caruso der erste Bergpreis. Die Fahrer müssen dabei auf 1107 Meter Höhe klettern und haben anschließend eine lange Abfahrt vor sich.

Piva setzt auf Kohl
In Paglieta haben die Organisatoren des ProTour-Rennens, das viele Teilnehmer als Vorbereitung auf den Frühjahrsklassiker Mailand-San Remo nutzen, einen Rundkurs vorgesehen, der zweimal bewältigt werden muss. Auch dort erwartet die Fahrer ein kurzer, knackiger Anstieg, der wenige Kilometer vor der Zielankunft für Selektion im Feld sorgen könnte.

Piva: "Bernhard macht auf mich einen sehr guten Eindruck. Er könnte Morgen für eine vordere Platzierung sorgen, da er derzeit sehr gut über die Berge kommt."



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