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ProTour 2006

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Brief33
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New PostErstellt: 10.03.06, 19:42  Betreff: Re: ProTour 2006 64. Paris-Nizza  drucken  weiterempfehlen

Bockmist
Solo-Sieg für Rodriguez – Landis verteidigt Gelb
Der Spanier Joaquin Rodriguez hat die "Königs-Etappe" der Fernfahrt Paris-Nizza gewonnen. Beim längsten Teilstück über 201, 5 km von Avignon nach Digne-les-Bains siegte der Radprofi vom Team Caisse d'Epargne-Illes Balears im Alleingang. Zweiter wurde der Holländer Joost Posthuma (Rabobank) vor dem Franzosen Jérôme Pineau, der den Sprint der Verfolger gewann. T-Mobile-Profi Linus Gerdemann führte die zweite Gruppe mit 1:50 Minuten Rückstand als 32. über den Zielstrich.

Zum dritten Mal nahm der US-Amerikaner Floyd Landis (Phonak) in Digne-les-Bains das Gelbe Trikot des Spitzenreiters in Empfang. Auf den Plätzen zwei und drei lauern unverändert die beiden Spanier Patxi Vila (Lampre/+ 9 Sek) und Samuel Sanchez (Euskaltel/+ 1:13 Min).

"Der letzte Berg vor dem Ziel hatte es in sich. Gerdemann ist hier ein bisschen zu schnell hineingefahren. Die Kraft hat ihm dann im oberen Teil gefehlt, um mit der Landis-Gruppe über den Bergpreis zu fahren", sagte der Sportliche Leiter der Bonner Radprofis, Frans van Looy.

Moncoutié mit guter Erinnerung an den Col du Corbin
Beim längsten Abschnitt des ersten ProTour-Rennens strichen in Allan Davis (Liberty Seguros) und Danilo Napolitano (Lampre) zwei schnelle Männer die Segel. Dreimal hatte sich der Australier an Boonens Explosivität die Zähne ausgebissen und war als Zweiter ins Ziel gerollt. Auch Napolitano sprintete mehrmals um den Sieg mit. Die Jury-Entscheidung in Rasteau und ein Ausblick auf die schweren drei letzten Tage dürften seine Motivation allerdings nicht gerade gesteigert haben.

Auch am Freitag versuchten die Ausreißer wieder ihr Glück. Mit zwei Minuten Vorsprung erreichte eine Spitzengruppe um David Moncoutié (Cofidis) die Steigung zum Col du Corobin. Auf diesem 7,8 km langen Anstieg lancierte der Franzose im Vorjahr eine erfolgreiche Attacke bei der Tour de France und gewann anschließend am französischen Nationalfeiertag in Digne die Etappe.

Das "Dach der Fernfahrt" in 1.211 Meter Höher erreichte allerdings Joaquin Rodriguez (Illes Balears) vor seinen ehemaligen Begleitern als Spitzenreiter. Dahinter die erste größere Verfolgergruppe um Gesamtleader Landis. Magenta-Profi Linus Gerdemann konnte auf dem Weg zum Bergpreis der ersten Kategorie nicht bis zuletzt mit der Gruppe Landis Schritt halten und fiel zurück.

Rodriguez bringt Vorsprung ins Ziel
Vorne stand derweil in Rodriguez, dem Bergpreissieger der vergangenen Vuelta, endlich mal ein Ausreißer seine Flucht durch. Auch Rabobank-Profi Posthuma rettete noch einen kleinen Vorsprung ins Ziel, ehe die Favoriten heranbrausten.

Von Digne-les-Bains geht es am Samstag über 179 wellige Kilometer nach Cannes ans Mittelmeer, bevor schließlich am Sonntag das traditionelle Finale in Nizza ansteht. Auf einem schweren Rundkurs im Hinterland der Cote d'Azur wird den Radprofis noch einmal ein Kraftakt abverlangt. Van Looy: "Morgen könnten wieder die Ausreißer eine Chance haben."



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Brief33
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New PostErstellt: 10.03.06, 19:45  Betreff: Re: ProTour 2006 41. Tirreno-Adriatico  drucken  weiterempfehlen

Freire nach Sieg in Führung
Doppelte Freude für den Spanier Oscar Freire beim Tirreno-Adriatico: Der Rabobank-Profi gewann die dritte Etappe über 183 Kilometer von Avezzano nach Paglieta im Sprint vor seinem Landsmann Igor Astarloa (Barloworld) und dem Italiener Riccardo Ricco (Saunier Duval) und wurde dadurch mit dem Leadertrikot belohnt.

Lorenzo Bernucci kam als bester T-Mobile-Profi in der Spitzengruppe ins Ziel und belegte einen Platz in den Top Ten. "Ihm fehlt die Explosivität, als dass er bei einer solchen Sprintentscheidung ganz vorne eingreifen könnte", sagte der Sportliche Leiter des T-Mobile Team, Valerio Piva. Vor der letzten scharfen Kurve im erneut ansteigenden Zielbereich hatte der Italiener Bernucci noch ganz vorne gelegen. "Schade, ich hätte gerne den Sprung aufs Podium geschafft", sagte der 26-Jährige.

Bettini nach Sturz im Krankenhaus
Freire übernahm das Trikot des Führenden in der Gesamtwertung vom Italiener Paolo Bettini. Der Quick-Step-Profi, der die ersten beiden Etappen im Sprint für sich entschieden hatte, zog sich bei einem Sturz am Freitag Verletzungen am rechten Knie und der linken Hand zu und musste das ProTour-Rennen in seinem Heimatland damit vorzeitig beenden.

Auch der Australier Stuart O'Grady wird für mehrere Wochen ausfallen. Die Diagnose nach seinem Sturz auf der zweiten Etappe lautet Schlüsselbeinfraktur sowie der Bruch von fünf Rippen. "Damit sind die Frühjahrsklassiker für Stuart gelaufen", sagte Bjarne Riis, Manager des dänischen Teams CSC.

Verspäteter Start
30 Minuten verspätet machte sich das Peloton am Freitag auf den Weg nach Paglieta an die Adriaküste. Der Grund: strömender Regen und eisige Temperaturen um drei Grad. "Wir hatten die Räder bereits wieder auf die Teamfahrzeuge geladen, als die Organisation dann doch den Start bekannt gab", berichtete Valerio Piva.

Bereits nach 25 Kilometern wartete mit dem Col de Forca Caruso der erste Bergpreis - eine echte Herausforderung bei den widrigen Wetterverhältnissen. Die Fahrer mussten dabei auf 1107 Meter Höhe klettern und anschließend eine lange Abfahrt bewältigen.

"Tellerflach" entlang der Küste
Das Feld blieb lange zusammen. Er ist im Zielort Paglieta, wo ein kurzer, knackiger Anstieg zweimal bewältigt werden musste, setzte sich eine zehn Fahrer starke Gruppe um den Spanier Juan Antonio Flecha (Rabobank) leicht vom Feld ab. Doch die Ausreißer wurde wieder gestellt.

So nutzte Freire die Chance und sicherte sich mit einem beherzten Antritt auf den letzten Metern seinen ersten Saisonsieg. "

Entlang der Adriaküste geht es am Samstag für das Peloton in Richtung Norden. 219 zumeist "tellerflache" Kilometer von Paglieta nach Civitanova Marche stehen auf dem Programm. Erst auf den letzten 60 Kilometern wird es ein wenig hügelig. Der höchste Punkt liegt auf knapp 300 Metern Höhe.



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New PostErstellt: 11.03.06, 18:33  Betreff: Re: ProTour 2006 64. Paris-Nizza  drucken  weiterempfehlen

Kashechkin siegt beim “Ritt“ über die See-Alpen
Solo-Sieg an der Cote d'Azur: Der Kasache Andrey Kashechkin hat die sechste Etappe der Fernfahrt Paris-Nizza gewonnen und sich zehn Tage vor seinem 26. Geburtstag mit dem dritten Erfolg als Radprofi beschenkt. Mit einem Rückstand von 1:06 Minuten rettete sich der Franzose Sylvain Chavanel als Zweiter vor der ersten Verfolgergruppe ins Ziel, die von Sandy Casar angeführt wurde.

Als bester T-Mobile Profi erreichte Linus Gerdemann nach 197 km in der zweiten Verfolgergruppe das Ziel in Cannes als 14. Am letzten Bergpreis der anspruchsvollen Etappe, die in Digne-les-Bains gestartet wurde, war das Verfolgerfeld in viele kleine Grüppchen zersplittert.

"Linus Gerdemann hat heute wieder überzeugt. Er ist in der Landis-Gruppe ins Ziel gekommen. Das ist schon stark. Man darf nicht vergessen, dass er erst im fünften Jahr im Rennsattel sitzt", freute sich der Sportliche Leiter Frans van Looy über das Resultat des 23-Jährigen, der als im Gesamtklassement auf den 23. Platz vorrückte.

In der Gesamtwertung kam es einen Tag vor Schluss an der Spitze zu keinen Veränderungen. Der US-Amerikaner Floyd Landis (Phonak) liegt weiter vor den beiden Spanier Patxi Vila (Lampre/+ 9 Sek) und Samuel Sanchez (Euskaltel/+ 1:13 Min) in Führung.

Auch Mazzoleni und Giling steigen aus
Das T-Mobile-Sextett wurde am vorletzten Tag erneut dezimiert. In Eddy Mazzoleni und Bas Giling stiegen am Samstag zwei weitere Bonner Radprofis bei der "Fahrt zur Sonne" aus. Damit starten nur noch vier Magenta-Fahrer beim Finale in Nizza. Kim Kirchen und Thomas Ziegler hatten bereits am vergangenen Mittwoch das Rennen aufgegeben.

"Bas Giling ist mit Rückenproblemen in Frankreich gestartet. Diese Schmerzen strahlten ins linke Bein aus. Dadurch hat Bas das rechte Bein stärker belastet und leidet nun an einer Reizung der rechten Achillessehne", erklärte Teamarzt Stefan Vogt den Ausstieg des jungen Holländers, dessen langer Ausreißversuch am vergangenen Donnerstag viel Kraft gekostet hatte.

Der Italiener Eddy Mazzoleni, der zu Beginn des Teilstücks viel Führungsarbeit im Hauptfeld verrichtete, konnte demselben in der zweiten Rennhälfte nicht mehr folgen und gab schließlich auf.

Berg- und Talfahrt an die Cote d'Azur
Sieben Bergwertungen beim vorletzten Abschnitt des ersten ProTour-Rennens sorgten am Samstag für eine regelrechte Berg- und Talfahrt. Noch 135 Radprofis stellten sich dem beschwerlichen Ritt durch die See-Alpen in Richtung Cote d'Azur.

Die Anstiege mit einer Länge zwischen drei und sieben Kilometer verlangten den Fahrern einen ständigen Rhythmuswechsel ab. Eine knapp 20 Fahrer starke Spitze um CSC-Profi Jens Voigt bestimmte zunächst das Rennen.

Am schwersten Anstieg, dem Col de Bourigaille (1. Kategorie/5,6 km Länge/km 115), setzte sich der Russe Evgeni Petrov (Lampre) von seinen ehemaligen Begleitern ab. Während die Cofidis-Equipe im Hauptfeld für Tempo sorgte und immer mehr Ausreißer wieder einsammelte, hielt sich Petrov weiter allein an der Spitze.

Kashechkin stürmt nach vorne
Über das letzte Hindernis des Tages rettete Petrov noch 40 Sekunden vor seinen Verfolgern. Aber vom Col du Tanneron (2. Kategorie/km 159) verblieben noch 20 km bis nach Cannes. Zu lang für den Russen. Kurz vor dem letzten Bergpreis wurde er vom Kasachen Andrey Kasheckin ein- und sogleich überholt wurde.

Der junge Kasache ließ sich auf dem windigen und flachen Schlussstück den Sieg nicht mehr nehmen und feierte in Cannes seinen bisher größten Erfolg als Radprofi.

Traditionell endet die "Fahrt zur Sonne" am Sonntag mit einer Schleife rund um Nizza. Auf dem schweren Rundkurs im Hinterland der Cote d'Azur muss sich Landis nochmals in Topform präsentieren, um sein zweites "Gelbes" in diesem Jahr nach Hause zu bringen.



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New PostErstellt: 11.03.06, 18:34  Betreff: Re: ProTour 2006 41. Tirreno-Adriatico  drucken  weiterempfehlen

Hushovd bezwingt Petacchi im Fotofinish
Packendes Sprintfinale an der Adriaküste. Der Norweger Thor Hushovd (Crédit-Agricole) hat das vierte Teilstück bei der italienischen Fernfahrt Tirreno-Adriatico gewonnen. Nach 219 km von Paglieta nach Civitanova Marche zog der Sieger des Grünen Trikots bei der vergangenen Tour de France auf den letzten Metern noch an Alessandro Petacchi vorbei. Dritter wurde der dreimalige Weltmeister Oscar Freire (Rabobank), der damit erfolgreich die Führung im Gesamtklassement vor Allessandro Ballan (Lampre) und Lucca Mazzanti (Panaria) verteidigte.

Im windigen Finale hatte das offensiv agierende T-Mobile Team immer wieder die Initiative ergriffen. Die Attacken von Steffen Wesemann und Sergey Ivanov konnte die Konkurrenz jedoch vereiteln. Schließlich sorgte der Italiener Lorenzo Bernucci als Siebenter für das beste Resultat in den Reihen der Bonne Radprofis beim längsten Tagesabschnitt des zweiten ProTour-Rennens.

"Die Klassiker-Spezialisten machen hier in Sachen Formaufbau einen weiteren Schritt in Richtung der großen Frühjahrsklassiker", sagte der Sport-Technische-Direktor des T-Mobile Team, Mario Kummer.

An der Küste entlang
"Hauptsache es regnet nicht". Das war vor dem Start des längsten Teilstücks beim zweiten ProTour-Rennen der größte Wunsch von Geburtstagskind Steffen Wesemann. Der "Wettergott" hatte ein Einsehen mit den Radprofis und bei einer Temperatur von fünf Grad blieben die Schleusen des bedeckten Himmels auf dem "tellerflachen" Abschnitt entlang der Adriaküste geschlossen.

Erst auf den letzten 60 Kilometern wurde es ein wenig hügelig. Kämpferisch und hektisch ging es im Finale zu. Die Sprinterteams hatten ordentlich zu tun, um das Peloton zusammenzuhalten. Ein hohes Tempo war einziges und zugleich wirkungsvolles Mittel, einen weiteren Massensprint herbeizuführen.

Besonders die Italiener fuhren viele Angriffe. Zunächst war es Balducci (Barloworld), der weggspringen wollte - dann versuchte es Naturino-Profi Ascani. 15 Kilometer vor dem Ziel war Sergey Ivanov mit einer Attacke an der Reihe. Aber auch der russische Meister kam nicht weg. Einen letzten Versuch für das Magenta-Team startete Steffen Wesemann acht Kilometer vor dem Ziel. Doch die italienischen Mannschaften vereitelten auch dieses Unterfangen.

Sprinterteams halten das Feld zusammen
Es kam zum erwarteten Massensprint. Für Milram-Star Petacchi zog Erik Zabel den Sprint an. Doch "Ale-Jet" ging zu früh in die Führung und stand im Wind, sodass Hushovd einen hauchdünnen Sieg herausfuhr.

Am Samstag steht ein Einzelzeitfahren rund um Servigliano an. Dann sind Veränderungen a der Spitze des Gesamtklassements zu erwarten. Auf einer welligen Rundstrecke über 20 km müssen die Sprinter zeigen, ob sie sich gegen die Zeitfahrspezialisten an der Spitze des Klassements behaupten können.



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New PostErstellt: 12.03.06, 21:10  Betreff: Re: ProTour 2006 64. Paris-Nizza  drucken  weiterempfehlen

Zberg gewinnt Finale – Landis Gesamtsieger
Der US-Amerikaner Floyd Landis hat die 64. Auflage der Fernfahrt Paris-Nizza gewonnen. Am Schlusstag ließ sich der Kapitän des Team Phonak seinen zweiten Rundfahrterfolg des Jahres nicht mehr nehmen und triumphierte vor den beiden Spaniern Patxi Vila (Lampre) und Alberto Contador (Liberty Seguros), der als Tagesvierter noch Samuel Sanchez (Euskaltel) vom Podium verdrängte.

Das Finale mit Start und Ziel in Nizza über 135 km entschied Markus Zberg vom deutschen Team Gerolsteiner für sich. Der Schweizer setzte sich an der Strandpromenade von Nizza im Sprint eines Spitzen-Quintetts vor dem Russen Evgeni Petrov (Lampre) und dem Spanier Alberto Contador (Liberty Seguros) durch.

Bester T-Mobile-Profi des Tages (Neunter) und der Gesamtwertung (21./+ 5:21 Min) wurde Linus Gerdemann. "Linus hat ein beachtliches Resultat eingefahren. Am letzten Tag eine Top-Ten-Platzierung bei einem ProTour-Rennen und den vierten Platz in der Nachwuchswertung - das ist schon eine tolle Leistung", sagte der Sportliche Leiter Frans van Looy.

Contador - wie im Vorjahr - aktiv
Zusammengeschrumpft auf ein Quartett trat das T-Mobile Team zur Schlussetappe auf die bergige Schleife um Nizza an. Deutlich verkleinert hatte sich auch das Peloton: Von ursprünglich 168 Fahrern waren am Sonntag noch 120 gestartet - unter anderem nicht mehr dabei war Vorjahressieger Bobbby Julich.

Gleich drei Anstiege der ersten Kategorie im Hinterland der Côte d’Azur galt es am Schlusstag des ersten ProTour-Rennenes 2006 zu bewältigen. Auf diese Strapazen verzichtete der dreimalige Etappensieger Tom Boonen und stieg noch in der Anfangsphase vom Rad. Der Straßenrad-Weltmeister wollte sich wohl für Mailand-San Remo kommenden Samstag schonen.

In der ersten Rennhälfte bildete sich eine acht Fahrer starke Spitzengruppe um den Spanier Alberto Contador (Liberty Seguros) der bereits im Vorjahr gemeinsam mit Alexander Vinokourov ausgerissen war und kurz vor dem Ziel in Nizza wieder eingeholt wurde.

Bis zum ersten Bergpreis der ersten Kategorie war auch Nachwuchsfahrer Marcus Burghardt unter den Ausreißern, musste im ersten Kategorie-1-Anstieg aber abreißen lassen und fiel ins Hauptfeld zurück.

Schrecksekunde für Landis
Im Peloton hatten die Teamkollegen von Spitzenreiter Landis alles unter Kontrolle. Doch beim erfolgreichen US-Profi lief nicht alles nach Plan: Nach 40 km stürzte Landis, blieb aber unverletzt und konnte nach wenigen Schrecksekunden das Rennen fortsetzen.

Im Finale reduzierte sich die Kopfgruppe auf fünf Fahrer. Mit einer halben Minute Vorsprung auf die Verfolger um Gerdemann setzte das Quintett zur Sprintentscheidung an. Der Schweizer Zberg hatte auf der Zielgeraden schließlich die schnellsten Beine und siegte vor Petrov. Den Sprint der Verfolger um Platz fünf gewann der Franzose Sandy Casar (Fdjeux), Gerdemann belegte den neunten Platz.

"Obwohl ich mit den Leistungen unserer Fahrer zufrieden bin, habe ich mir insgesamt doch etwas mehr erhofft", sagte van Looy nach dem ersten von 27 ProTour-Rennen des Jahres. Allerdings mussten die Bonner vier Aufgaben verkraften. "Es ist sehr schade, dass Kim Kirchen als Kapitän gesundheitsbedingt aussteigen musste."



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[editiert: 12.03.06, 21:16 von Brief33]



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New PostErstellt: 12.03.06, 21:12  Betreff: Re: ProTour 2006 41. Tirreno-Adriatico  drucken  weiterempfehlen

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Cancellara feiert Zeitfahr-Sieg
Schweizer Tag in der ProTour-Serie: Nach Markus Zberg bei Paris-Nizza hat in Fabian Cancellara am Sonntag ein weiterer Eidgenosse einen Tagessieg bei einem ProTour-Rennen gefeiert. Der CSC-Profi gewann die fünfte Etappe der Fernfahrt Tirreno-Adriatico, einem 20 km langen Einzelzeitfahren rund um Servigliano.

In 27:37 Minuten war Cancellara drei Sekunden schneller als der Belgier Leif Hoste (Discovery Channel). Dritter wurde der Niederländer Thomas Dekker (Rabobank/+18 Sek), der damit die Führung in der Gesamtwertung vor dem Deutschen Jörg Jaksche (Liberty Seguros/Tagesvierter) und Alessandro Ballan (Lampre) übernahm.

Bernucci mit guter Leistung
Schnellster T-Mobile-Profi mit einer Zeit von 29:30 Minuten war "Ersatzmann" Bernhard Kohl (56.). Unwesentlich langsamer (59./+ 3 Sek) fuhr der Italiener Lorenzo Bernucci. Beide fuhren bei immer wieder einsetzendem Regen auf durchgehend nasser Straße. Damit bleibt Bernucci in der Gesamtwertung als 24. bester Magenta-Profi.

"Bernucci und Kohl sollten voll fahren, um sich in der Gesamtwertung, wo bisher noch alles dicht beieinander lag, gut zu platzieren. Beide haben die Anweisungen sehr gut umgesetzt", sagte der Sport-Technische Direktor des T-Mobile Team, Mario Kummer, der vor dem Wochenende zur Mannschaft an die Adria reiste. Kummer: "Sehr gut gefällt mir Bernucci, der hier stark fährt. Von Kohl wussten wir ja schon seit der Kalifornien-Rundfahrt, dass er gut drauf ist".

Klöden Erster T-Mobile-Starter
Andreas Klöden rollte als Erster des Bonner Rennstalls von der Startrampe in Servigliano. Der Wahl-Schweizer nutze seine erste Zeitfahrprüfung 2006 als Training unter Wettkampfbedingungen und fuhr nach 30:47 Minuten ins Ziel. Eine knappe Minute mehr benötigte der Niederländer Bram Schmitz (31:23 Min), der nach einer Verletzungspause in Italien sein erstes Rennen bestritt.

"Ich bin nicht volles Tempo gegangen. Für mich ist es wichtig, ein Gefühl für die Zeitfahrmaschine zu entwickeln. Dadurch, dass die Strecke teilweise nass war, war es riskant zu fahren und ich habe die Geschwindigkeit herausgenommen", sagte Rundfahrtspezialist Klöden. Ähnlich beurteilte Mario Kummer die Leistung des 30-Jährigen: "Klödens Zeit war nicht so wichtig. Er soll im Rennen das Feeling für das Rad kriegen".

Eine erste Duftmarke setzte der Schweizer Fabian Cancellara. Nach: 27:37 Minuten blieb die Uhr für den Radprofi vom dänischen Team CSC stehen. An diese Zeit kam kein Fahrer mehr heran.

Schlechtes Wetter - Montagsetappe verkürzt
Angesichts der Wetterverschlechterung und einer nasskalten Vorhersage für das bergige Teilstück am Montag riet der Sportliche Leiter Valerio Piva, dem Italiener Lorenzo Bernucci als Bestplatzierten des Bonner Teams (+23 Sek) beim Einzelzeitfahren "alles zu geben".

Denn, wie viele es vermuteten - das Gesamtklassement wurde beireits beim 'Kampf gegen die Uhr' "gemacht". Wegen des widrigen Wetters strich der Veranstalter beide Berge aus dem Streckenplan der morgigen Etappe. Damit wird es auf den beiden letzten Tagesabschnitten an der Spitze kaum noch Veränderungen geben.

Immer wieder einsetzender Regen machte die Fahrt auf der teils glitschigen Fahrbahn bei ganz unterschiedlichen Straßenverhältnissen zur Rutschpartie. "Es herrscht unterwegs ein starker Wind, mal kommt er von vorne, dann von hinten oder der Seite - da musst du ungemein aufpassen", berichtete Routinier Steffen Wesemann seinen noch nicht gestarten Teamkollegen.

Das sechste und vorletzte Teilstück am Montag über ursprünglich 164 km von San Benedetto del Tronto nach San Giacomo ist verkürzt worden.



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New PostErstellt: 13.03.06, 20:10  Betreff: Re: ProTour 2006 41. Tirreno-Adriatico  drucken  weiterempfehlen

Bertagnolli schlägt Sprintern ein Schnippchen
Leonardo Bertagnolli düpiert Petacchi & Co.: Der Italiener hat das verkürzte sechste Teilstück des Tirreno-Adriatico gewonnen und den Sprintern ein Schnippchen geschlagen. Am Ende der 179 km zwischen San Benedetto del Tronto und San Giacomo setzte sich der 28 Jahre alte Cofidis-Profi als Solist durch. Zweiter wurde Alessandro Petacchi (Milram) vor seinem Landsmann Riccardo Ricco (Saunier Duval).

Das T-Mobile Team erreichte zeitgleich mit dem Sieger im Hauptfeld das Ziel. Die Gesamtführung verteidigte der Niederländer Thomas Dekker (Rabobank) erfolgreich vor dem Ansbacher Jörg Jaksche (Liberty Seguros/+0:14 Minuten) und dem Italiener Alessandro Ballan (Lampre/+0:20).

"Wir hatten ursprünglich auf die Kletterstärke von Bernhard Kohl bei der Bergankunft gesetzt. Aber nach der Verkürzung der Strecke fehlte uns der absolut explosive Fahrer für so ein Finale", erklärte der Italiener Valerio Piva, der als Sporlicher Leiter des Bonner Rennstalls in seiner Heimat fungiert.

Bergankunft gestrichen
Die vorletzte Etappe wurde aufgrund der widrigen Witterungsverhältnisse gekürzt. Eigentlich war eine Bergankunft für die 182 verbliebenen Fahrer vorgesehen, diese fiel aber dem Schneefall zum Opfer. Stattdessen wurde die Zielankunft der "Königsetappe" weiter unten in Torricella Sicura auf einer Höhe von nur 428 Metern ausgetragen.

Zuvor im Rennen hatte sich eine Gruppe von sechs Ausreißern gebildet: Mauro Facci (Barloworld), Fortunato Baliani (Panarie, Francesco Bellotti (Credit Agricole), Frédéric Guesdon (FDJeux), Alessandro Spezialetti (Liquigas) und Giuseppe Muraglia (LPR) erarbeiteten sich einen Vorsprung von zwei Minuten, der lange - aber nicht lang genug hielt. Die letzten 60 km wurden dann auf einem (zu Ungunsten Jaksches) entschärften Rundkurs zurückgelegt. Den Ziel-Anstieg nach Torricella Sicura galt es insgesamt sechs Mal zu bewältigen. Im Zuge dessen schmolz der Vorsprung der Spitzengruppe zusammen.

Angriff durch Ivanov
Auf der Schlussrunde lancierte der russische Meister in Reihen der Magenta-Mannschaft, Sergey Ivanov, einen Solo-Angriff, der aber vom Hauptfeld unter der Führung des Rennstalls Rabobank neutralisiert wurde. Wenig später schalteten sich auch die beiden Teams Milram (um Petacchi) und Lampre (Ballan) in die Verfolgung ein. Die Folge: Auch die Ausreißer waren allesamt wieder eingeholt.

"Sergey hat einen guten Versuch gestartet. Aber das Feld war zu schnell, um richtig wegzukommen", sagte Piva. Der Sprint des geschlossenen Feldes deutete sich an. Aber: "Lokalmatador" Bertagnolli fasste sich im rechten Moment ein Herz, trat auf der Schlusssteigung entschlossen an - und rettete seinen denkbar knappen Vorsprung von wenigen Sekunden über die Ziellinie.

Piva: "Unser Team ist in guter Kondition und hat bis zum Schluss mit der Spitze mitgehalten. Morgen ist die zweite Etappenhälfte völlig flach. Das wird bestimmt eine Sache der Sprinter."

Finale am Dienstag
Am Dienstag steht das Finale beim zweiten ProTour-Rennen des Jahres an: Die siebte und letzte Etappe führt über eine Bergwertung (km 76/ 561 m Höhe) und insgesamt 166 km nach San Benedetto del Tronto.

Dort werden acht Runden à 10 km absolviert, bevor der jüngste Nachfolger des Belgiers Roger de Vlaeminck feststeht, der das Rennen von 1972 bis 77 sechs Mal in Folge gewann.



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New PostErstellt: 14.03.06, 18:48  Betreff: Re: ProTour 2006 41. Tirreno-Adriatico  drucken  weiterempfehlen

Petacchi Schnellster, Dekker feiert Gesamtsieg
Youngster Thomas Dekker ist neuer Gesamtsieger des 41. Tirreno-Adriatico. Dem 21-jährigen Niederländer genügte auf der Schlussetappe ein Platz im Hauptfeld, um seine knappe Führung (14 Sekunden) vor dem Ansbacher Jörg Jaksche (Liberty Seguros) erfolgreich zu verteidigen. Mit Rang drei bei der Polen-Rundfahrt 2005 und dem vierten Platz im Gesamtklassement der Benelux-Rundfahrt hatte der starke Zeitfahrer bereits in seinem ersten Profijahr sein großes Talent angedeutet.

Die Schlussetappe der "Fahrt zwischen zwei Meeren" entschied Italiens Star-Sprinter Alessandro Petacchi für sich. Der 32-Jährige sorgte für den erlösenden ersten ProTour-Sieg seiner neuen Milram-Mannschaft. Damit feierte der Teamkollege von Erik Zabel, der Petacchi perfekt in Position gefahren hatte, bereits seinen insgesamt sechsten Saisonsieg.

"Das war vier Tage vor Mailand-San Remo mein wohl wichtigster Saisonsieg. Unser Milram-Zug hat perfekt geklappt", sagte Petacchi. "Erik und Alessandro haben sich vor dem Rennen abgesprochen. Ihre Taktik ist optimal aufgegangen", sagte Milram-Manager Gerry van Gerwen.

Bernucci & Co. "in Form gebracht"
Zweiter nach 166 km von Campli nach San Benedetto del Tronto wurde der Australier Robbie McEwen (Davitamon-Lotto) vor dem Italiener Paride Grillo, dem Norweger Thor Hushovd und Zabel. Als bester Fahrer des T-Mobile Team schloss der Italiener Lorenzo Bernucci sein "Heimspiel" auf Rang 22 des Gesamtklassements (+1:47 Minuten) ab.

"Mit Lorenzo, Steffen Wesemann, Andreas Klier, Stephan Schreck und Sergey Ivanov haben sich unsere Kandidaten für Mailand-San Remo gut in Form gebracht. Bei den Massensprints konnten wir hier nicht mitreden", bilanzierte Valerio Piva, der den Bonner Rennstall in Italien als Sportlicher Leiter betreute. "Wir haben über eine Woche gut mit den Spitzenfahrern mitgehalten und an der nötigen Kondition gearbeitet. Am Samstag müssen wir dann natürlich versuchen, dass es nicht zu einem Massensprint kommt."

Abschied von den Abruzzen
Der letzte Tag beim zweiten ProTour-Wettkampf der Saison, das traditionell als Vorbereitung für den Klassiker-Auftakt Mailand San-Remo genutzt wird, führte das Peloton durch einige Ausläufer der Abruzzen. Nur eine Bergwertung bei km 64 (in 561 m Höhe) sorgte dabei für etwas Selektion.

Die Mannschaften der Sprinter, Credit Agricole für den Punktbesten Thor Hushovd (Norwegen) und Milram (Petacchi und Zabel), verrichteten gemeinsam mit dem Rennstall Rabobank (um Leader Dekker und die spanische "Zugmaschine" Juan-Antonio Flecha) konsequente Tempoarbeit. Alle Attacken, darunter auch ein früher Solo-Angriff aus dem spanischen Team Euskaltel, wurden so im Keim erstickt und kompromisslos abgewehrt.

Im Finale galt es dann, sieben Mal einen Rundkurs durch San Benedetto del Tronto zu absolvieren. Ein technischer Defekt bei Spitzenreiter Dekker zu Beginn der Schlussrunden gefährdete die Führung nicht. Mit drei Helfern an seiner Seite schloss der Rabobank-Kapitän schnell wieder zum Hauptfeld auf und feierte als dritter Holländer den "Tirreno"-Triumph.



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New PostErstellt: 18.03.06, 20:27  Betreff: Re: ProTour 2006 97. Mailand-San Remo  drucken  weiterempfehlen

Pozzato triumphiert auf der Via Roma
Italienischer Dreifachsieg bei der "Fahrt in den Frühling": Filippo Pozzato hat den Klassiker-Auftakt Mailand-San Remo für sich entschieden. Damit feierte der 24-Jährige vom Team Quick Step einen souveränen Heimsieg und seinen größten Karriere-Erfolg. Zweiter bei der hochspannenden "Primavera" in Italien wurde der einheimische Sprint-Star Alessandro Petacchi (aus der neuen Milram-Mannschaft um Erik Zabel) vor Luca Paolini (Liquigas). Weltmeister Tom Boonen rundete nach 294 km, die in Rekordzeit von "nur" 6:29 Stunden absolviert wurden, den Triumph seiner belgischen Equipe mit Platz vier ab.

Das T-Mobile Team platzierte keinen Fahrer unter den Top Ten des Tages. "Ich war gut drauf und bis zum Poggio mit vorne", sagte T-Mobile-Profi Linus Gerdemann, der hinter Andreas Klier (15.) in der zweiten Verfolgergruppe die Ziellinie auf der Via Roma überquerte. "Am Poggio bin ich leider kurz aus der Pedale gerutscht. Aber unterm Strich bin ich zufrieden mit unserer Leistung." Das sah auch sein Sportlicher Leiter Valerio Piva so: "Das Team hat über den gesamten Tag gut gearbeitet und sich oft mit vorne gezeigt. Es ist schade, dass sich das auf dem Papier der nackten Ergebnisse nicht niederschlägt. Das Team hat sich eigentlich einen vorderen Platz verdient."

Empfindliche Kälte in Norditalien
Beim frühen Start um 9.15 Uhr zum längsten Rennen des Jahres war es in Norditalien empfindlich kalt: Temperaturen um den Nullpunkt machte dicke Rennbekleidung bei den 200 Fahrern aus 25 Teams nötig. Einem Geburtstagskind im Peloton wurde ebenfalls erst im weiteren Verlauf seines Ehrentages wärmer ums Herz: Der Schweizer Fabian Cancellara wurde 25 Jahre alt und war einer der Trümpfe in seinem neuen CSC-Team.

Die erste Rennhälfte wurde von anderen Akteuren bestimmt: Acht Ausreißer um den Italiener Daniele Contrini (LPR) hatten sich nach 27 km vom Hauptfeld abgesetzt. Bis zum Turchino-Pass, mit 532 m dem höchsten Punkt der Strecke zur "Halbzeit", betrug der Vorsprung über elf Minuten. Das rief langsam die Favoriten-Teams Milram (Petacchi/Zabel) und Quick Step (Boonen/Bettini) auf den Plan - und mit stetiger Tempoarbeit vorne in den Wind. Der Rückstand schmolz so in der immer wieder aufblitzenden Frühjahrssonne dahin.

Wesemann ausgestiegen
Steffen Wesemann, der Wahl-Schweizer im Kader des T-Mobile Team, hatte unterdessen an den Folgen einer schweren Erkältung zu leiden. Der Routinier war gezwungen, vor Beginn des Finales am Anstieg der Cipressa auszusteigen. Auch sein Teamkollege Stephan Schreck litt unter leichten Magenproblemen und schaffte es ebenso nicht ganz bis ins Ziel. Piva: "Die Ausfälle waren ein Schlag für uns. Immerhin waren Andreas Klier, Linus Gerdemann und Patrik Sinkewitz in der vorderen Gruppe. Aber sie sind eben keine Sprinter."

Kurz hinter dem Städtchen Imperia - gut 30 km vor dem Ziel - war auch die lange Flucht der Spitzengruppe (über 240 km) beendet. Erwartungsgemäß wurde das Rennen rechtzeitig zum großen Finale neutralisiert. Die belgische Sportgruppe Quick Step und das Team Lampre übernahmen die Führungsarbeit an der Cipressa. Unter anderen Linus Gerdemann, Andreas Klier und Youngster Marcus Burghardt zeigten an der ersten Schlüsselstelle immer wieder ihre Magenta-Trikots an der Spitze.

"Ich konnte im vorderen Feld gut mithalten. Im Finale habe ich leider einen Schlag gegen das Rad bekommen. Deshalb musste ich bremsen, um nicht zu stürzen", sagte Klier im Ziel. "Wenn ich dadurch nicht den Anschluss verloren hätte, wäre ein Platz weiter vorn drin gewesen. Aber ich bin mit meiner Form schon sehr zufrieden."

Rücken- statt Gegenwind
Ungewöhnlich für das Traditionsrennen: Auf der Strecke zwischen Cipressa und Poggio herrschte anders als in den vergangenen Jahren kein Gegenwind, der den Sprinterteams in die Karten spielt, sondern Rückenwind. So erhöhten sich die Aussichten der Ausreißer im Finale. Aber auch die Sprinter wussten um ihre gute Chance. Pozzattos Teamkollege Boonen hatte sich selbstbewusst geäußert: "Ich habe meinen Trainingsaufbau extra umgestellt, um schon jetzt Topform zu haben und nicht erst im April zu Paris-Roubaix. Ich bin in exzellenter Verfassung und stärker als 2005, als ich nur Achter wurde."

Viele Angriffe - erst der letzte hatte Erfolg
Eine Tempoverschärfung von dem am Knie angeschlagenen Paolo Bettini sprengte das Feld auseinander. Der Olympiasiger blieb bis zum Poggio aber stetig in Schlagweite der Verfolger. Ein weiterer Angriff von Phonak-Profi Koos Moerenhout 12 km vor dem Ziel führte dazu, dass die Top-Sprinter in einer großen Gruppe zwischenzeitlich den Anschluss verloren. Das entstandene Führungsquartett um Moerenhout und den luxemburgischen Meister Frank Schleck (CSC), der den sprintstarken Teamkollegen Guido Trentin an seiner Seite hatte, erreichte mit knappem Vorsprung den Fuß des bis zu sieben Prozent steilen Poggio-Anstiegs.

Unter der Führung des Rennstalls Rabobank nahmen Tom Boonen & Co. die Verfolgung auf. Fünf Kilometer vor dem Ziel lancierten Lampre-Profi Alessandro Ballan gemeinsam mit Ex-Weltmeister Igor Astarloa einen Gegenangriff. Auf der 3,2 km langen Abfahrt entstand so eine sechs Fahrer umfassende Spitzengruppe. Aber kein Akteur aus dieser vielversprechenden Gruppe sollte es schaffen: Das Feld kam wieder zusammen. Dann der entscheidende Moment: Boonens Edelhelfer Pozzatto eröffnete den Massensprint so früh, dass er völlig überraschend einen entscheidenden Vorsprung auf der Via Roma erarbeitete. Natürlich nutzte der Youngster die unverhoffte Gelegenheit und rettete sich ins Ziel.

"Ich kann keinem in unserer Mannschaft einen Vorwurf machen. Alessandro hat noch einen Super-Sprint hingelegt", sagte Milrams Teamleiter Jan Schaffrath. "Erik hat vorher versucht, dass Loch zu schließen. Aber Pozzato hatte vorher in der Spitzengruppe nicht mitgearbeitet und am Ende noch die Kraft, die Lücke zu reißen. Wir haben hervorragend gekämpft."

Rogers-Besuch brachte kein Glück ins Teamhotel
Die Magenta-Mannschaft konnte in die Entscheidung nicht eingreifen. T-Mobile-Zugang Michael Rogers, der nicht im Aufgebot stand, hatte den Freitagabend zu einem Besuch im Teamhotel in Mailand genutzt. Der australische Zeitfahr-Weltmeister wohnt nur unweit der Strecke und wünschte seiner Mannschaft das nötige Glück für den Kraftakt - brachte es aber nicht. Die ProTour-Saison wird in zwei Wochen in Belgien fortgesetzt. Am 2. April steht die Flandern-Rundfahrt auf dem Programm.



Keiner hat den Brief gelesen den er schrieb bevor er sprang
er hatte nie versucht sich auszuschließen sondern reinzukommen, sein Leben lang



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New PostErstellt: 02.04.06, 18:21  Betreff: Re: ProTour 2006 90. Flandern-Rundfahrt  drucken  weiterempfehlen

Stargate - The Ark of Tr...
Boonen nicht zu stoppen
Tom Boonen hat auch die 90. Auflage der Flandern-Rundfahrt für sich entschieden. Nach 256 km von Brügge nach Meerbeke setzte sich der 25 Jahre alte Weltmeister wie schon im Vorjahr durch. Zweiter beim vierten ProTour-Rennen des Jahres wurde sein belgischer Landsmann Leif Hoste (Discovery Channel) vor seinem Teamkollegen George Hincapie (USA).

Als bester T-Mobile-Profi erreichte Andreas Klier in der ersten Verfolgergruppe als Neunter die Ziellinie nahe seiner Wahlheimat. "Unser Team hat gut gearbeitet. Aber die Konkurrenz von Quick Step und Discovery war heute stärker", erklärte Klier. "Beim Angriff von Hoste hatte ich einen zu kleinen Gang eingelegt und konnte nicht mehr mitgehen. Ich bin hergekommen, um zu gewinnen. Deshalb bin ich über meinen Platz enttäuscht. Aber in der nächsten Woche greife ich wieder an."

Auch sein Team-Manager Olaf Ludwig zeigte sich nach dem spannenden Rennen in Belgien nicht völlig zufrieden: "Wir hätten im Finale zu Zweit sein müssen. Bei so einem Angriff von Hoste und Boonen muss man mitfahren - sonst sind die beiden weg. Leider hat auch der Ausfall von Lorenzo Bernucci unser Team geschwächt. Dafür sind allerdings Bram Schmitz und unsere jungen Fahrer sehr stark gewesen."

Dauerregen am Start
Um zehn Uhr beim Start auf dem "Grote Markt" in Brügge hatte es noch in Strömen geregnet. Temperaturen um nur neun Grad und das typisch ungemütliche Wetter hielten die begeisterten Radsport-Fans in Belgien natürlich nicht davon ab, in Massen an die Strecke zu pilgern. 199 Fahrer aus 25 Teams nahmen (aufgrund der dringend nötig gewordenen Regeneinkleidung) erst mit zehn Minuten Verspätung die "Ronde" unter die Räder.

Nach etwa zwei Rennstunden besserte sich das Wetter deutlich. Es hatte sich eine sechs Fahrer umfassende Spitzengruppe gebildet. Mit dabei: der Niederländer Bram Schmitz aus dem T-Mobile Team. Dazu stießen der Schweizer Michael Albasini (Liquigas), der Belgier Thierry Marichal (Cofidis), die beiden Franzosen Ludovic Auger (Fdjeux) und David Boucher (Unibet.com) sowie Schmtz' Landsmann Rik Reinerink (Skil-Shimano).

17 Hellinge - T-Mobile Team offensiv
Insgesamt 17 giftige Anstiege, die so genannten "Hellingen", standen auf dem Tagesprogramm. Das T-Mobile Team führte mit zwei Fahren an der Spitze des Hauptfeldes seinen Kapitän Andreas Klier in die ersten Anstiege - nicht nur um der großen Sturzgefahr aus dem Wege zu gehen. "Wir wollen nicht abwarten, bis andere Teams attackieren und dann reagieren, sondern selbst Akzente setzen und aggressiv fahren, von beginn an", hatte der Sportliche Leiter Valerio Piva schon am Vorabend erklärt.

Nachdem sich das Sextett an der Spitze über fünf Minuten Vorsprung erarbeitet hatte, übernahm dort T-Mobile-Profi Schmitz gemeinsam mit seinem Begleiter Marichal die Initiative. Die übrigen vier Fluchtgefährten mussten die beiden Akteure ziehen lassen.

Zu Fuß auf den Koppenberg!
David Boucher war dann der erste Ausreißer, der von den Verfolgern mit allen Favoriten eingeholt wurde. Unter der Führung von Olympia-Sieger Paolo Bettini und Milram-Profi Erik Zabel entstand eine große Kopfgruppe mit Boonen, Klier und dessen Freund und Trainingspartner Peter van Petegem. Auch T-Mobile-Youngster Marcus Burghardt und Sergey Ivanov hielten hier noch Anschluss an ihren Kapitän Klier.

Dann die erste echte Schlüsselsituation: Gut 70 km vor dem Ziel teilte sich die Kopfgruppe erneut. Denn am bis zu 22 Prozent steilen Koppenberg mussten die meisten Fahrer vom Rad steigen und ihren Weg zu Fuß fortsetzen! Nicht so Vorjahressieger Boonen - er nutzte den günstigen Moment auf den nahezu unpassierbaren Kopfsteinplaster-Anstieg für eine Tempoverschärfung.

Schulterverletzung zwingt Bernucci zur Aufgabe
Unter anderem kam hier auch T-Mobile-Profi Lorenzo Bernucci zu Fall. Der Italiener musste das Rennen mit einer Schulterverletzung aufgeben und wurde anschließend ins nächste Krankenhaus nach Oudenaarde gebracht. "Lorenzo hat sich keinen Bruch zugezogen", sagte Teamarzt Lothar Heinrich. "Er hat ein Hämatom am rechten Schienbein und Abschürfungen an der linken Hüfte. Man muss die weiteren Untersuchungen abwarten, um zu sagen, wann er wieder voll trainieren kann."

Nach der Tempoverschärfung waren auch die letzten Flüchtlinge gestellt. Es hatte sich eine 14 Fahrer umfassende Spitzengruppe um Andreas Klier gebildet. Mit vier Fahrern aus der einheimischen Sportgruppe Quick Step lag der taktische Vorteil dabei klar bei Top-Favorit Boonen. Mit Mailand-San-Remo-Sieger Filippo Pozzato, dem belgischen Meister Serg Baguet und Bettini an seiner Seite drückte Boonen dem Finale des Rennens erwartungsgemäß seinen Stempel auf.

Ivanov schaffte es nicht nach vorne
Der russische Meister Sergey Ivanov versuchte vergeblich, sich als Solist an die Spitze zu arbeiten, um seinem Teamkollegen Klier beizustehen. Am viertletzten Anstieg, dem Valkenberg, lancierte der Sieger der "Drei Tage von De Panne", Leif Hoste, einen energischen Angriff. Dem Teamkollegen von George Hincapie konnte nur Boonen folgen. Weder Hincapie noch Lampre-Profi Alessandro Ballan gelang der Anschluss an das belgische Duo.

Auch die übrigen Favoriten um Klier und van Petegem mühten sich ohne Erfolg um effektive Verfolgungsarbeit, da Boonens Teamkollegen Bettini und Pozzato das Tempo immer wieder geschickt verschleppten. "Als Hoste angriff, war Andreas von Bettini blockiert", erklärte Piva. "Bram Schmitz hat sich zurückfallen lassen und Sergey Ivanov nochmal fast nach vorne gefahren. Ihm fehlten nur noch 20 Meter. Doch daraufhin haben die vier Quick-Step-Fahrer vorne Gas gegeben, und Sergey hat es nicht mehr ganz geschafft."

An der berüchtigten Mauer von Geraardsbergen (1.000 Meter lang/ bis zu 20 Prozent steil), dem vorletzten der 17 Hellingen, hatten die Verfolger um Klier bereits eineinhalb Minuten auf die beiden Spitzenreiter verloren. Und damit auch alle Chancen auf den Prestige-trächtigen Sieg dieses Radsport-Monuments. Nach dem Bosberg (1.350 m/ bis zu elf Prozent) als letzter Schwierigkeit folgten "nur" noch zwölf flache Kilometer bis ins Ziel in Meerbeke, wo Hoste den Sprintqualitäten Bonnens nichts mehr entgegenzusetzen hatte.



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