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Haiti, Port au Prince, Hilfsprojekt La Saline

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Jei
Samana - konkrete Infos sind gefragt


Beiträge: 14



New PostErstellt: 30.01.10, 08:29  Betreff: Re: Haiti, Port au Prince, Hilfsprojekt La Saline  drucken  weiterempfehlen

Nokia 1208 black (Farbdi...
Hallo HaJo

ich unterstütze die Initiative “Leave Your Clothes“ (LYC) gemeinsam mit der Domki ( www.domki.de ) und vielen weiteren Partnern.
Hier könnten vielleicht Synergien genutzt werden, denn LYC hat Leute und viele Kontakte in Haiti.

Mehr Infos dazu hier:

http://www.dominikanischerepublik.info/index.php/component/search/leave%2Bclothes?ordering=newest&searchphrase=all

Und hier:

http://www.seavisbayahibe.com/relief_e.htm


Nimm doch einfach Kontakt mit Alexander auf und sag ihm einen schönen Gruß von Jürgen (DRinfo), ich bin sicher ihr könnt gegenseitig voneinander profitieren.

Kontaktdaten:
Email:
Alexander Tilanus +(1) 829 714 4947 (Eng, NL, D);



saludos y suerte

Jei

http://www.hispaniolanews.de/joomla


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Jei

http://dominikanischerepublik.info
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HaJo38
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New PostErstellt: 31.01.10, 02:11  Betreff: Re: Haiti, Port au Prince, Hilfsprojekt La Saline  drucken  weiterempfehlen

Hallo liebe Freunde,

am Montag, 1. Februar steigt meine dritte Hilfsfahrt von Las Terrenas über 600 km mit Zwischenhalt in Barahona nach Port au Prince.

Dieses Mal steht das Einrichten weiterer Suppenküchen im Vordergrund. Hierfür müssen die Gemüselieferanten aus der Umgebung der Stadt zur Lieferung verpflichtet werden. Wie geht das?

Die Gemüselieferanten haben Konkurrenz bekommen durch die Hilfsgüter, die ja gratis abgegeben werden und auch die Geschäfte, zu denen sie früher Gemüse gebracht haben, sind zum grossen Teil zerstört und können nicht mehr beliefert werden.

Es liegt also nahe, dass ich unsere Suppenküchen von diesen Gemüselieferanten beliefern lasse. Sie erhalten ein Absatz- und Umsatz-Garantie. Für uns besteht darin kein Risiko. Denn die Essenszahlen werden ja immer grösser.

Die Ärztin wird Anästhesiemittel erhalten, die von ihren Kollegen dringend für chirurgische Eingriffe gebraucht werden. Teils mussten Amputationen ohne Anästhesie ausgeführt werden, weil die Mittel gefehlt haben, schrecklich!

All das wird jetzt, durch eure Spenden, möglich gemacht.

Habt recht herzlichen Dank, liebe Freunde, für eure Spenden. Ich bin zwar am Montag für 4 Tage fort. Aber der Spendenkanal bleibt natürlich offen. Und denkt dran, jeder Euro und jeder Dollar zählt.

Alles Liebe von HaJo




____________________
Erdbeben in Haiti:
http://de.betterplace.org/groups/haiti-lasaline

Bitte unterstütze diese mausarme Familie auf betterplace.org:
http://de.betterplace.org/projects/3323-essen-fur-eine-erdbebengeschadigte-arme-familie

oder übernehme bitte eine Patenschaft für die Suppenküche:
http://de.betterplace.org/projects/3292-suppenkuchen-fur-erdbebenopfer-in-haiti-slash-la-s


[editiert: 31.01.10, 14:10 von HaJo38]



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HaJo38
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New PostErstellt: 31.01.10, 03:29  Betreff: Re: Haiti, Port au Prince, Hilfsprojekt La Saline  drucken  weiterempfehlen

Hallo Jei

Ich bin im Hafengebiet La Saline am Dorfplatz zu finden, wenn ich nicht gerade im Gespräch mit anderen Dorfgruppen oder ausserhalb bei den Gemüselieferanten bin. Aber die Leute dort wissen, wann ich zurückkomme.

Mein Tagesplan ist zwar gerappelt voll. Eigentliche Kleidersorgen haben wir dort aber keine. Da gehst du am besten in die Gegend hinter dem Flughafen. Dort gibt es entlang der Strasse freie Felder, die platschvoll sind mit Behelfshüttlein. Dort werden Kleider gebraucht en masse.

Alles Liebe von HaJo




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HaJo38
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New PostErstellt: 14.02.10, 23:55  Betreff: Re: Haiti, Port au Prince, Hilfsprojekt La Saline  drucken  weiterempfehlen

Hilfsprojekt La Saline
Stadtteil am Hafen von Port au Prince
(aus der Sicht vom 4. Februar 2010)

Das Erdbeben in Haiti gehört zu den grössten Naturkatastrophen, mit denen es die Vereinten Nationen je zu tun hatten. Das Ausmass der menschlichen Tragödien ist unfassbar. Im Zentrum der Hauptstadt Port au Prince sind praktisch alle Stahlbetonbauten eingestürzt, geborsten oder anderswie unbewohnbar und gefährlich geworden. Menschliche Hilfe steht im Vordergrund, die gesamte Innenstadt muss neu aufgebaut werden.
http://www.haz.de/layout/set/gallery/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/UNO-Erdbeben-in-Haiti-bisher-schlimmste-Katastrophe

Die Not der Menschen ist so gross geworden, dass die Gewaltbereiten unter ihnen nicht davor zurückschrecken, als archäologische Raubgräber aufzutreten, um die in den Trümmern der Häuser verbliebenen Habseligkeiten der dort ums Leben Gekommenen zu Geld zu machen.

http://www.youtube.com/watch?v=05AgkvCcyfw


Wo und wie kann Hilfe wirksam ankommen?
Bei meinen drei Hilfsfahrten zu den Ärmsten der Armen im Stadtteil La Saline von Port au Prince (Bild 21 Luftaufnahme Google Earth) habe ich sehr schnell eingesehen, dass das Erdbeben weitgehend auf die Hauptstadt und auf das Gebiet westlich davon beschränkt ist.
Schnell hatte ich begriffen, dass das übrige Haiti nach wie vor gleichermassen recht oder schlecht funktioniert, immerhin aber die Hauptstadt belieferte und weiterhin mit dem beliefern will, was die Menschen dort so brauchen, von den Grundnahrungsmitteln, Gemüse und Früchte über Kleidung, Körperpflege, Hygieneartikel bis hin zu all den Not- und anderen Wendigkeiten, die man in der Stadt so braucht. Es ist also alles nach wie vor zu haben, nur die Verkehrs- und Lieferantenwege müssen zum grössten Teil neu wieder eingerichtet werden. Nachdem ich dies begriffen hatte, hörte ich auf, Dinge des täglichen Gebrauchs mitzubringen; ich hielt meine mittlerweile zehn freiwillig und ohne Entgelt arbeitenden Mitarbeiter dazu an, das Gemüse für die Suppenküche auf dem wieder voll funktionierenden Markt Croix des Bossales (Bild 22, der Markt aus der Luft und 23, auf dem Markt) zu kaufen und das Brot in der funktionierenden Bäckerei in La Saline (Bild 42, Bäckerei in La Saline).

Dank Google-Earth und lieber Freunde aus Port au Prince hatte ich mich rasch für das Armenviertel La Saline am Hafen von Port au Prince mit unzähligen, zumeist eingeschossigen Einfamilien-Häuschen entschieden, wo die Hilfe grosser Organisationen kaum hinkommt, weil Einstürze mehrgeschossiger Häuser und Grossbauten hier nicht vorliegen. Einstürze kleiner Häuschen sind nicht so spektakulär (Bild 24, etwa 20% eingestürzte Häuschen in La Saline) und es sind hier auch nicht so viele Tote zu beklagen. Dennoch leiden die Menschen hier gleichermassen, weil sie ob ihrer Armut schon vor dem Erdbeben nichts hatten und hernach erst recht nichts, eine Welt von arbeitslosen hungrigen Menschen ohne Lebensperspektive.


Projekt 1 Suppenküchen
Mit der Erkenntnis, dass Essen, Trinken und Schlafen zu den Grundbedürfnissen der Menschen gehören, fiel es mir nicht schwer, die Anregung lieber Freunde aus der Schweiz aufzugreifen und das Einrichten von Suppenküchen voran zu treiben (Bild 26 Arbeitsteam des Projektes).
Wegen der Unbewohnbarkeit ihrer Häuslein und aus Angst vor neuen Erdstössen wohnen, essen und schlafen die Menschen im Freien. Es liegt also nahe, hier Küchen einzurichten und in Gemeinschaften zu kochen. Traditionell wird mit Holzkohle in kleinen offenen Eisenöfen und mit grossen Suppentöpfen gekocht. Das Einrichten von Suppenküchen ist nur organisatorisch ein Problem, nicht aber grundsätzlich. Weil aber überall das Geld fehlt, haben die einen was im Topf und die anderen eben nichts. Wer hat, der hat und wer nichts hat, der hat eben Hunger – und das im Übermass - und das fängt schon bei den Kindern an.
Bei meiner zweiten Hilfsfahrt habe ich die erste Suppenküche bei A (Dorfplatz) eingerichtet (Bild 25 Zufahrtsstrasse, Bild 27, Kaffee aufbereiten auf creolisch, Bild 28 erste Suppenküche, Bild 29 Essenverteilung, Bild 30, Danke für’s Essen). Die bei der dritten Hilfsfahrt eingerichtete zweite Suppenküche bei B ist auf gutem Wege (Bilder 31 und 32 neue Küchenmannschaft). Zudem beginnt der Hunger schon am Morgen und die Küchenmannschaft beginnt daher am Morgen mit einer Tasse Kaffee und einem Stück Brot, frisch aus der Bäckerei (Bild 42).
http://www.youtube.com/watch?v=WkKZZ9c3zI0

Nach den ersten beiden Suppenküchen würde ich gerne so weitermachen, aber das Geld ist einfach nicht dafür da. Und die Suppenküchen brauchen 0.5 USD pro Person und Tag. Das Gemüse kommt vom nahen Markt Croix des Bossales. Bei bisher 300 Mahlzeiten pro Tag werden zurzeit jeden Tag 150 USD oder 4500 USD pro Monat benötigt, um diese beiden Küchen bei unentgeltlicher Tätigkeit der Küchenmannschaften sicher zu stellen. Bei zu erwartender Steigerung der Mahlzeitenzahlen wird sich diese Summe weiter erhöhen.

Ich bitte alle, die Geld haben, das sie entbehren können, beim schnellen Aufbau weiterer Suppenküchen mitzuhelfen.

Bitte unterstützen auch sie dieses Hilfsprojekt!
Ihre Spende kommt an und hilft sofort in La Saline,
dem Armenviertel am Hafen von Port au Prince.

.
Spendenkonto in der Schweiz:
UBS 9100 Herisau
Konto Rita Hirt Nr. 0254-703014.M1C
IBAN: CH9600254254703014M1C
BIC: UBSWCHZH80A
Rita Hirt, Rippistal 637, 9103 Schwellbrunn
.
Spendenkonto in der Dom.Rep.:
Banreservas Las Terrenas
Konto 290-004957-9
Swift: BRRDDOSD
Hajo Badzong, Las Terrenas, Dom.Rep.
Calle Portillo, Nostalgia Caribe
Cel. 001 829 886 7408, Skype: puntabonita1,
Mail:
.
Informationen in Europa:
Carola Santa Cruz, Zürich-Altstetten, Schweiz
Mail:
.


Projekt 2, Wohn- und Schlafdächer
Die meisten Stahlbetonbauten in Port au Prince, wo das Erdbeben stattgefunden hat, sind eingestürzt oder durch Bruch- und Rissschäden unbewohnbar geworden. Die Menschen biwakieren heute auf den Feldern vor der Stadt und werden dort von den Hilfsorganisationen versorgt.

Anders in den slumartigen Armeleutevierteln von Cité Soleil und La Saline am Hafen von Port au Prince. Weil hier praktisch nur kleine Einfamilienhäuslein mit Blechdächern stehen, gibt es keine spektakulären Hauseinstürze und viele Häuslein wären trotz Rissen in den Wänden doch noch bewohnbar.
Etwa 20% dieser kleinen Häuslein sind beim Erdbeben eingefallen und die meisten haben Bruch- und Rissschäden. Aus Angst vor neuen Erdstössen und wegen der Unbewohnbarkeit ihrer Häuslein leben hier viele Menschen im Freien, essen und schlafen auf Strassen und Plätzen, sind aber in ihrer Wohngegend geblieben.

Zum Schutz gegen Regen und Sonne hatte ich bei meiner zweiten Hilfsfahrt aus der Dom. Rep. Plastikplanen und Spannmaterial mitgebracht (Bild 33) und neben den Plätzen A, C, D eine Vielzahl von Planen an Familien abgegeben, um ihre kleinen eingefallenen Häuslein zu überdachen. Hier können die Menschen nun im Freien schlafen und sind vor Sonne und Regen weitgehend geschützt (Bilder 34, 35 und 36). Weitere Planen werden gebraucht, wenn der Regen einsetzt. Allerdings musste ich die weitere Anlieferung von Schutzplanen stoppen, weil einfach die Mittel fehlen und die vorhandenen Spendengelder für den Betrieb der Suppenküchen gebraucht werden. Sobald hierfür Mittel vorhanden sind, können weitere Familien mit Schutzplanen versorgt werden.




Projekt 3, medizinische Versorgung
Viele Menschen im Stadtkern sind unter Tonnen von Beton und Stahl eingeklemmt gestorben und liegen solange in ihren Betongräbern, bis der Schutt weggeräumt wird. Die Davongekommenen haben sich auf freie Plätze geflüchtet, die meisten davon mit mehr oder weniger starken Verletzungen. Soweit diese nicht in Spitäler und Notkliniken behandelt werden konnten, sind sie in der Stadt geblieben und liegen nun dort, nur spärlich gegen Sonne und Regen geschützt.
http://www.youtube.com/watch?v=yHEJD8mb4aA

Frau Dra, Junette hat sich bei meiner ersten Hilfsfahrt vom 16.-19. Januar spontan bereiterklärt, mit den medizinischen Mitteln, die ich in drei Kisten mitgebracht hatte, eine Sofortversorgung auf der Plaza Sta. Ana und im Stadtteil La Saline vorzunehmen (Bilder 37 und 38). Auf der Plaza Sta. Ana neben der gleichnamigen eingestürzten Kirche biwakieren seit dem Erdbeben eine Vielzahl obdachloser verletzter Menschen, als einzige Bleibe, nachdem ihre Wohnungen zerstört wurden. Zur zweiten und dritten Hilfsfahrt hatte sie mir weitere Listen mit Medikamenten mitgegeben, die ich ihr dann mitbringen konnte.
Sobald sich das Leben soweit normalisiert, dass die Wunden verheilt sind, möchte sich Dra. Junette weiter um die medizinische Versorgung im Stadtteil La Saline und bei den Kindern im Kinderdorf von Pastor Josef kümmern.


Projekt 4, Kinderdorf ‚Jardin des enfants’
Etwa 210 000 Menschen sind beim Erdbeben in Port au Prince ums Leben gekommen. Viele Kinder haben ihre Eltern oder mindestens ein Elternteil verloren. Ihr Leben hat sich dadurch radikal verändert. Sie haben ihre familiären Wohnbedingungen verloren und sind eigentlich heimatlos geworden.
Ganz spontan hat Pastor Josef (Bild 39) nach dem Erdbeben aus La Saline und anderen Orten der Stadt etwa 50 Kinder zwischen 6 und 14 Jahren bei sich im Garten aufgenommen, wo sie tagsüber betreut wohnen, spielen und lernen können (Bilder 40 und 41). Nachts gehen sie zum Schlafen zu ihren Schlafplätzen bei Familienangehörigen und Nachbarn. Sein baumbesetzter Garten ist von ihm zum ’Jardin des enfants’ umfunktioniert worden.
Port au Prince ist eigentlich eine Felsen-, Stein- und Geröllwüste. Daher ist der Begriff Garten auch als Steingarten zu verstehen, der mit Sand noch etwas lebensfreundlicher und spielwürdiger gemacht werden könnte. Aus den mitgebrachten Plastikplanen wurde hier ein Aufenthaltshaus gebaut mit einer Grundfläche von immerhin etwa 30 m2 mit einem grossen Tisch in der Mitte und jedes Kind hat sein eigenes Stühlchen zum Essen. Sie haben es eigentlich doch noch besser, als die Kinder von La Saline, die zumeist auf dem Boden essen, leben und schlafen.

Ich habe mich davon überzeugen können, dass die Kinder unter der Leitung von Pastor Josef und Dra. Junette gut versorgt sind, ihre täglichen Mahlzeiten erhalten und hier miteinander in einer Kindergemeinschaft leben können.

Dieses betreute Wohnen der Kinder erfordert Mittel von min. 1.70 USD pro Kind und Tag. Das sind zurzeit bei 50 Kindern 2550 USD jeden Monat. Ob weitere Kinder aufgenommen werden können, hängt von der zugeführten Hilfe ab.


Projekt 5, Hilfe zur Selbsthilfe
In der Stadt Port au Prince ist der Stadtkern durch das Erdbeben in Schutt und Asche gelegt, nicht bewohnbar und nicht funktionsfähig. Bei Nacht sieht man auf der Zufahrtsstrasse von der Dom.Rep. her kilometerlange amerikanische Riesenkonvois mit Schuttbeseitigungs-, Lade- und Transportfahrzeugen, überdimensionale Stromversorgungsaggregate, Beton- und Kiesaufbereitungsanlagen, die in der Hauptstadt von Haiti gebraucht werden. Der Hafen von Port au Prince ist offensichtlich zu gering belastbar, sodass dieses Hilfsgut über den Nachbarhafen von Santo Domingo zugeführt werden muss.
Als Bauingenieur gehe ich davon aus, dass der gesamte Stadtkern geräumt und unter Restaurierung historischer Bauten gemeinsam mit einem neuen Hafen und einer Erneuerung des Flughafens in den nächsten Jahren total neu wieder aufgebaut wird. Dies wird Arbeit in Hülle und Fülle für die arbeitswilligen haitianischen Männer bedeuten, eine grosse Chance für die (jetzt) Arbeitslosen von La Saline.

Die äusseren Stadtbereiche mit niedrigeren 1-2 geschossigen Häusern sind nach Reparaturarbeiten an den weitaus meisten Bauten und etwa 20% Neubauten annähernd wieder funktionsfähig. Weil hier ja keine so spektakulären Einstürze vorliegen, wird es hier um Restaurierung und Renovation und um erdbebensicheres Bauen und Instandsetzen gehen.
Im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe scheint es mir hier sinnvoll, die arbeitslosen Menschen mit den Erhaltungs- und Renovationsarbeiten zu betrauen und ihnen Zement, Sand und Kies, Steine und Schalmaterial zu geben, um ihre eigenen Häuslein wieder aufzubauen (Bild 43, ein Bewohner von La Saline vor seinem eingestürztes Haus). Für ihre Arbeit müssen sie ein Entgelt erhalten, das sie in die Lage versetzt, ihren Lebensunterhalt wieder selbst zu bestreiten.

In La Saline gibt es etwa 3000 Häuser, wovon etwa 500 zerstört und weitere 1000 ernsthaft geschädigt sind, sodass sich bei diesen ein Neubau aufdrängt. Von den hier wohnenden etwa 15 000 Menschen dürften nach meiner Schätzung etwa die Hälfte auf der Strasse wohnen und leben. Ein erforderliches Wiederaufbauprogramm müsste m.E. von einem Wiederaufbauwillen der Menschen getragen sein und im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe vor einem Hilfsprojekt gefördert und unterstützt werden. Zudem müssen die untragbaren kloakenartigen Dorfbäche (Bild 44) verrohrt und mit Spüleinrichtungen versehen werden aus dem in geringer Tiefe vorhandenen Meerwasser.


Hilfsprojekt 5, Leistungen:

.1 Anliefern von Baumaterial aus international zugeführten Beständen

.2 Kurzschulung von haitianischen Arbeitern in Wiederaufbautechnik

.3 Abgabe von Baumaterial für ihre eigenen Häuser

.4 Verrohren der untragbaren kloakenartigen Dorfbäche

.5 Herstellen menschenwürdiger Zustände auf den Strassen von La Saline


____________________
Erdbeben in Haiti:
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Bitte unterstütze diese mausarme Familie auf betterplace.org:
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[editiert: 14.02.10, 23:58 von HaJo38]



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21 Hilfsprojekt La Saline.jpg (148 kByte, 343 x 260 Pixel)
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22 Google Earth Luftbild 25.1.2010 Markt Croix des Bossales92.jpg (42 kByte, 448 x 336 Pixel)
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23 auf dem Markt La Croix de Bosal.jpg (43 kByte, 448 x 336 Pixel)
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24 etwa 20% eingestürzte Häuser in La Saline.jpg (45 kByte, 448 x 336 Pixel)
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29 Essen austeilen erstaunlich gesittet.jpg (36 kByte, 448 x 336 Pixel)
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28 erste Suppenküche bei A, Dorfplatz.jpg (33 kByte, 448 x 336 Pixel)
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27 Kaffee aufbereiten auf creolisch.jpg (25 kByte, 298 x 448 Pixel)
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26 Das Arbeitsteam vom Projekt La Saline.jpg (28 kByte, 448 x 298 Pixel)
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33 Dachplanen gegen Sonne und Regen (l. Zeltchef Baba, Mitte Adj. Jodny, r-.Projekleiter.jpg (29 kByte, 448 x 336 Pixel)
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32 Die Chefin für Küche B.jpg (36 kByte, 448 x 336 Pixel)
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31 neue Küchenmannschaft bei B.jpg (30 kByte, 448 x 336 Pixel)
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30 Danke für\'s Essen, Mami ist zufrieden.jpg (41 kByte, 336 x 448 Pixel)
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34 Abendgebet \'la prière\' auf dem Dorfplatz (creol.lapujeh).jpg (29 kByte, 448 x 336 Pixel)
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35 Überdachung einer Strasse bei C.jpg (27 kByte, 448 x 336 Pixel)
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36 überdeckte Häuseranlage bei D.jpg (32 kByte, 448 x 336 Pixel)
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37 Sofortbehandlung vor Ort.jpg (27 kByte, 448 x 336 Pixel)
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41 Küchenanlage im Jardin des enfants.jpg (42 kByte, 448 x 298 Pixel)
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40 spielende Kinder im \'jardin des enfants\'.jpg (39 kByte, 448 x 298 Pixel)
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39 Pastor Josef in seinem Garten.jpg (38 kByte, 448 x 298 Pixel)
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38 Dra. Junette behandelt entzündete Wunden auf der Plaza Sta.Ana.jpg (30 kByte, 448 x 336 Pixel)
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42 voll funktionsfähige Bäckerei in La Saline.jpg (29 kByte, 448 x 336 Pixel)
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43 eingestürzte Häuser müssen wieder aufgebaut werden.jpg (35 kByte, 448 x 336 Pixel)
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44 Dorfbachkloaken sind Krankheitsherde und müssen beseitigt werden.jpg (40 kByte, 448 x 336 Pixel)
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