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bjk
Beiträge: 6323 Ort: Berlin
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Erstellt: 29.11.09, 19:43 Betreff: Berlin: Kundgebung gegen den Afghanistankrieg vom Samstag, den 28. November
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... weil auf indymedia von bereits ein ausgezeichneter Textbericht (mit einigen Fotos) antimilitaristin steht steuere ich hier nur noch meine eigenen Fotoimpressionen bei, der indy-Bericht ist nach den Fotos rüberkopiert.
BJKs Fotoimpressionen
Sämtliche Demo-Fotos dürfen bei namentlicher Nennung des Knipsers und Angabe der Quelle für nichtkommerzielle Zwecke gerne heruntergeladen, gespeichert und weiterverbreitet werden.
001 -  Kundgebung fand ungeachtet miserabler Wetterverhältnisse statt
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005 -  die 84jährige Genossin, Erika Baum, ist auf jeder linken Demo dabei (Bildmitte)
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007 -  alles lacht, weil die Transpi-Inschrift das Mißtrauen eines Grünlings erregt, der sich den Text notiert um ihn seinen Vorgesetzten vorzulegen. Diese befinden aber: alles im grünen Bereich 
008 -  im Hintergrund das Hotel Adlon
009 -  im Hintergrund rechts oben ist die Video-Leinwand aufgebaut
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011 -  die Obrigkeit sucht das Gespräch mit Inge Viett
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013 -  trotz greuslichen Wetters wird eisern ausgehalten
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015 -  Tobias Pflüger am Mikro
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019 -  die Video-Vorführung hat begonnen
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021 -  im Hintergrund läuft die Video-Vorführung
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024 -  die Genossin Erika Baum in Fahrt 
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027 -  Alerta - - - Alerta - - - Antifaschista !!! - Alerta heißt wörtlich übersetzt Alarm, als Kampfruf der Antifaschisten steht alerta aber auch für "Vorwärts, vorwärts Ihr Antifaschisten!" oder "Alarm, Alarm, Antifaschisten (sind da)!" usw.
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034 -  Uwe Hiksch neben einem GenossInnen-Ehepaar von DIE LINKE, Ortsverband Reinickendorf
035 -  Uwe Hiksch mit dem Abschlußredebeitrag
externer Textbericht und externe Fotos unter: http://de.indymedia.org/2009/11/267423.shtml
Berlin: Kundgebung gegen Afghanistankrieg antimilitaristin 29.11.2009 14:07
Am 28. November 2009 versammelten sich ab 17 Uhr am Pariser Platz in Berlin trotz des schlechten Wetters etwa 60 Leute, um gegen den Afghanistankrieg und die Verlängerung des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan zu protestieren. Am 13. Dezember 2009 läuft das Mandat für den Bundeswehreinsatz in Afghanistan aus. Am 3. Dezember soll im Bundestag darüber abgestimmt werden. Die bürgerlichen Parteien werden den Einsatz ein weiteres Mal verlängern. Gegen den Krieg gegen Afghanistan wandten sich die TeilnehmerInnen einer Kundgebung auf dem Pariser Platz, die am Samstag in Berlin stattfand. Mit dem Wetter hatten die VeranstalterInnen leider kein Glück, gegen den Regen und die Kälte gab es aber Glühwein. Verschiedene Transparente wurden gezeigt, auf einem war zu lesen: „Bundeswehr und Nato raus aus Afghanistan - Kriege sabotieren - Kapitalismus abschaffen“. Weitere Transparente der SDAJ, der DKP und der Friedenskoordination waren zu sehen.
Neben den Redebeiträgen wurden auch mehrere kurze Videoclips gezeigt. Der erste handelte von den zivilen Opfern des Krieges in Afghanistan. Wegen technischen Problemen konnte er leider nicht bis zu Ende gezeigt werden. Ein weiterer Film thematisierte die Situation der Frauen in Afghanistan, die sich entgegen der herrschenden Propaganda keineswegs verbessert, sondern sogar für viele Frauen verschlechtert hat. Während die Frauen früher unterdrückt wurden, das Haus fast nicht verlassen konnten, Burkas tragen mussten usw. sind sie nun denselben frauenfeindlichen Zuständen unterworfen und leben gleichzeitig mitten in einem Kriegsgebiet. Frauenorganisationen wie RAWA (Revolutionary Association of the Women of Afghanistan) fordern daher die sofortige Beendigung der Besatzung. Diese beiden Filme sind Teil einer Filmreihe von Robert Greenwald, die auf http://rethinkafghanistan.com/videos.php angesehen werden können.
Zwei weitere kurze Videos bezogen Stellung gegen die Bundeswehr, einer davon war ein Kurzfilm der Kampagne „Bundeswehr wegtreten“ mit dem Titel: "Der allgemeine Verteidigungsfrieden". Ein weiterer kurzer Videoclip zeigte dikrekte Abrüstungesaktionen in Berlin und Dresden, wo Fahrzeuge der DHL und der Bundeswehr in Flammen aufgegangen sind.
Redebeiträge wurden von Tobias Pflüger (LINKE und Informationsstelle Militarisierung), Erika Baum (VVN-BdA und DKP Berlin), einer Aktivistin des Anti-Kriegs-Cafes Berlin und Uwe Hiksch (Kampagne "Dem Frieden eine Chance" und NaturFreunde) gehalten. Uwe Hiksch berichtete von der Absimmungsaktion der Friedensbewegung über die Verlängerung des Mandates der Bundeswehr, die in der vergangenen Woche bundesweit stattgefunden hat. In Berlin wurde an 80 Orten abgestimmt, die große Mehrheit hat sich dabei gegen den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan ausgesprochen. Tobias Pflüger wies in seiner Rede darauf hin, dass zwar ein großer Teil der Bevölkerung gegen den Krieg eingestellt sei, sich diese Meinung aber leider nicht in Form von wachsendem Protest auf der Straße zeige. Uwe Hiksch betonte in seinem Beitrag auch, dass wir uns nicht spalten lassen dürfen und jede Aktion, gegen Krieg und Militarismus zu begrüßen sei, egal ob sie mit radikalen oder weniger radikalen Formen ausgeführt werde. Die Aktivistin des Anti-Kriegs-Cafes betonte dass Kundgebungen allein nicht ausreichen, um die Kriegspolitik zu stoppen. Sie zitierte in ihrer Rede unter anderem Marcuse der in Bezug auf Widerstand gesagt hat: "Ich glaube, daß es für unterdrückte und überwältigte Minderheiten ein "Naturrecht" auf Widerstand gibt, außergesetzliche Mittel anzuwenden, sobald die gesetzlichen sich als unzulänglich herausgestellt haben."
In kurzen Beiträgen wurde zwischen Filmen und Reden auf die Folgen von Krieg und Besatzung, die Rolle der BRD und die geostrategischen Interessen der imperialistischen Staaten eingegangen. Unter anderem wurde auf die miserable Lage der Bevölkerung in Afghanistan hingewiesen. 61 % sind chronisch unterernährt, für 87 % gibt es keinen gesicherten Zugang zu Trinkwasser, die zivilen Opfer steigen jährlich, Millionen Menschen sind auf der Flucht oder leben in erbärmlichen Lagern. Deutschland ist der drittgrößte Truppensteller. Die Bundeswehr stellt 4500 Soldaten für ISAF und 300 für den AWACS-Einsatz. Damit hat die BRD einen hohen Einfluss auf die Kriegsführung und bestimmt das Kriegsgeschehen maßgeblich mit. Unter deutscher Kontrolle steht eine der 5 Besatzungszonen. Afghanistan ist die Schnittstelle der zukünftigen Transportwege für Erdgas und Erdöl im Zentrum des mittleren Ostens, zwischen Russland, China, Indien und Iran. Die imperialistische Ausbeutung und Sicherung der zukünftigen Ressourcen erfordert die Unterwerfung Afghanistans unter die ökonomischen und militärstrategischen Interessen der imperialistischen Mächte.
Nach ca. eineinhalb Stunden wurde die Kundgebung beendet. Die Friedensbewegung wird am 3. Dezember anlässlich der Abstimmung im Bundestag in der Nähe des Reichstages eine Mahnwache abhalten, von 8.30 Uhr bis 9.00 Uhr – an der Dorotheenstraße/Ebertstraße und von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr am Brandenburger Tor (Westseite), Platz des 18. März. http://www.perspektive.nostate.net/
Es ist allerhöchste Zeit, Art. 1, Abs. 1 und Art. 20, Abs. 4, GG, Geltung und Wirkung zu verschaffen!
[editiert: 04.12.09, 21:38 von bjk]
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Gast
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Erstellt: 02.12.09, 21:20 Betreff: Re: Berlin: Kundgebung gegen den Afghanistankrieg vom Samstag, den 28. November
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@bjk: bitte melde dich unter mail[at]perspektive(dot)nostate.net
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alexander.youtube@web.de
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Erstellt: 13.01.10, 18:23 Betreff: Re: Berlin: Kundgebung gegen den Afghanistankrieg vom Samstag, den 28. November
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Aber wenn wir unsere truppen aus afghanistan ziehen, dann übernimmt doch die taliban wieder die macht. und das ist sicherlich kein frieden für die bevölkerung. unsere soldatnen schießen wirklich nur wenn sie angegriffen werden und sie helfen den zivilisten beim wiederaufbau. ich wäre dafür das die amerikaner raus gehen aber nicht die deutschen. die sind wirklich nur zum frieden stiften dort.
ich bin kein rechts orientierter und auch kein militarist!
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bjk
Beiträge: 6323 Ort: Berlin
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Erstellt: 13.01.10, 19:45 Betreff: Der Afghanistankrieg wird ausgeweitet - aber keiner soll es merken
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per Rundmail erhalten:
Friedensratschlag:
Tarnen und Täuschen der Bundesregierung
Der Afghanistankrieg wird ausgeweitet - aber keiner soll es merken
Pressemitteilung des Bundesausschusses Friedensratschlag
Kassel, 7. Januar 2010 - Zur Diskussion um den Bundeswehreinsatz in Afghanistan erklärte der Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag in Kassel:
Die kriegsskeptischen Stimmen insbesondere aus den Kirchen und den Hilfsorganisationen lassen die Bundesregierung nicht unbeeindruckt. Angesichts der anhaltenden Ablehnung des Afghanistan-Einsatzes durch die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung auf der einen Seite und des zunehmenden Drucks Washingtons auf die Bundesregierung auf der anderen Seite greift Verteidigungsminister zu Guttenberg zu einem Mittel, das bereits jeder Rekrut in der Grundausbildung beigebracht bekommt: "Tarnen und Täuschen".
So wird die Fortsetzung des Krieges in Afghanistan weiterhin als Stabilisierungseinsatz und als Mittel der Übertragung von "Sicherheitsverantwortung" an die Afghanen getarnt und die Bevölkerung über das wahre Ausmaß des Kampfeinsatzes und die wahren Kriegsziele Deutschlands und der NATO getäuscht.
Die Wahrheit sieht doch so aus:
1) Mit jeder Erhöhung der Zahl der NATO-Truppen in den vergangenen Jahren wurde auch der Widerstand in Afghanistan stärker. Auch der vermeintlich "ruhigere" Norden (Stationierungsgebiet der Bundeswehr) ist zum umkämpften Kriegsschauplatz geworden. Von "Stabilisierung" kann also keine Rede sein. 2) Auch bei einem noch so forcierten Aufbau der afghanischen "Sicherheitskräfte" (über deren "Loyalität" berechtigte Zweifel bestehen) wird die herrschende Machtelite in Afghanistan (eine korrupte Regierung, Warlords, Drogenbarone und Stammesfürsten) auf Jahre hinaus sich nur auf die Feuerkraft der ausländischen Besatzungsstreitkräfte stützen können. 3) Den USA und der NATO ging es nie um "Stabilisierung", Demokratie und Menschenrechte in Afghanistan, sondern um die Durchsetzung geostrategischer Interessen im Zentrum des "eurasischen Schachbretts", dessen Kontrolle für die weltpolitische Dominanz des "Westens" von überragender Bedeutung ist. Da lässt man dann auch schon mal bei offenkundig manipulierten Präsidentschaftswahlen Fünfe gerade sein.
Verteidigungsminister zu Guttenberg gesteht mittlerweile ein, dass die Bundesregierung im Ergebnis der Londoner Konferenz eine Erhöhung der deutschen Truppen in Afghanistan vornehmen wird. Lediglich die diskutierte Zahl von 2.500 zusätzlichen Soldaten soll seinen Angaben zufolge "unterschritten" werden. Und mit Sicherheit wird die Truppenerhöhung mit der Ankündigung garniert werden, die zivile Aufbauhilfe sowie die Ausbildung afghanischer "Sicherheitskräfte" ebenfalls zu verstärken. Eine "Abzugsperspektive", von der mittlerweile nicht mehr nur Außenminister Westerwelle, sondern auch etliche CDU/CSU-Politiker schwadronieren, sieht anders aus.
Wirkliche "Verantwortung" gegenüber den Menschen in Afghanistan heißt in den Augen der Friedensbewegung:
1) den Krieg unsererseits sofort durch einen Waffenstillstand beenden; 2) statt die Truppen erhöhen sofort mit dem Abzug der Bundeswehr beginnen; 3) dadurch frei werdende Mittel verstärkt in den zivilen Wiederaufbau investieren, der den Menschen vor Ort zugute kommt.
Der Bundesausschuss Friedensratschlag wird zusammen mit anderen Organisationen der Friedensbewegung die Aktivitäten zur Beendigung des Afghanistan-Einsatzes erhöhen. Einer Erhöhung der Truppenstärke, die vom Bundestag beschlossen werden muss, wird sich die Friedensbewegung mit allen Mitteln widersetzen.
Für den Bundesausschuss Friedensratschlag: Peter Strutynski, Kassel
Persiflage auf die rotrote Bödwerbung "bii Böörlinn (be berlin)"
... ich tue was Linke tun, Ungerechtigkeit bekämpfen! von Yossi Wolfson
[editiert: 13.01.10, 19:52 von bjk]
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